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Hallo,

ich heiße Michael und litt ca. 12 - 13 Jahre an Panikattacken. Heute bin ich 26 Jahre alt und habe sie komplett ohne Psychologen, Ärzten usw. komplett los bekommen in nur 6 Monaten.

In der Pubertät ging es bei mir los, ich war vor Klausuren immer enorm aufgeregt und habe mir unnötig Druck gemacht. Später während einer Arbeit hyperventiliert und zusammen gesackt in der Klasse. War aber nicht wirklich weg und war noch während des Falls nach unten wieder da. Trotzdem schwindlig, Herzrasen usw. Notarzt kam ganze Klasse schaute zu. Diagnose später Panikattacke...
Seitdem war ich gebrandmarkt und hatte immer wieder Probleme. Zu Arbeiten öfter Krankgeschrieben, dann lieber alleine nachgeschrieben. Durch die vielen Krankmeldungen wurde es schließlich immer schlimmer normal zur Schule zu gehen, das wurde aber erst in der Berufsschule richtig schlimm. 1. Ausbildung abgebrochen mir blieb keine andere Wahl Noten im Keller.

2. Ausbildung habe ich dann abgeschlossen auch mit erheblichen Fehlzeiten, teilweise sehr schlechten Noten. Nach der Ausbildung 2 Jahre arbeitslos gewesen und schließlich wurden die Ängste innerhalb eines Jahres immer schlimmer und schlimmer. Ich bin nichtmehr rausgegangen, habe auch meine letzten 2 Freunde die ich aus der Ausbildung noch hatte komplett verloren. Irgendwann kam Übelkeit dazu das ich noch nichtmehr mehr zuhause normal leben konnte. An rausgehen war sowieso nicht zu denken. Ich habe glaube 10 Monate lang nichtmehr das Haus verlassen. Ich wusste jeder AG würde mich eh feuern weil ich würde ja gar nicht lang durchhalten usw.

Der Gedanke sich umzubringen half mir:
Dann hatte ich Selbstmordgedanken weil ich keinen Ausweg mehr sah. Mir war klar wenn ich mich umbringe dann irgendwo runter springen wo man sofort tot ist. Psychologen wollte ich nie an mich heran lassen.
Ich setzte mir als Todesdatum sogar schon so eine Schnappszahl 10.10.2010. Die Gedanken hatte ich im Juli und habe mir dann gedacht du kannst es ja nochmal versuchen jetzt ist eh alles egal, wenn nicht legste dich halt um...

Ich fing einfach an Sport zu treiben. Hatte einen Hometrainer in der Wohnung stehen der nie benutzt wurde und hab ganz entspannt angefangen. 130 Puls 20 Min. lang. Alle 2 tage...
Immer steigerte mich schon in der nächsten Woche weil dort wo ich davor die Woche 130 hatte, hatte ich die zweite Woche nur noch 110!
Schließlich trieb ich immer weiter Sport. Nach 2 Monaten fing ich nebenbei noch mit Krafttraining an. Die Panikattacken waren in den ersten 2-3 Wochen noch stark vorhanden. Nach 4-5 Wochen wurden sie deutlich weniger. Und das lustige war mein Ruhepuls. Der war immer bei 60 - 65 ungefähr und selbst unter Panik hatte ich nur noch 80 - 90 Puls, davor 130 - 140 ! Blutdruck dasselbe, in Ruhe vorher 135 zu 85, später 120 zu 70. Auch bei Panik hatte ich gerade mal 145 zu 95 oder so.

Die Panikattacken waren VIEL VIEL milder. Es war einfach so, man kann sich das nich vorstellen. aber der Körper war einfach nich aus der Ruhe mehr so krass zu bringen. Ich war auch nicht erschöpft usw. Ohne das ich es bemerkte der 10.10.10 verstrich und ich machte einfach weiter. Ich konnte das erste Mal seit 2 Jahren Weihnachten und Sylvester wieder genießen. Im Januar 2011 suchte ich mir einen Job.

Da ich jetzt keine Panikattacken mehr habe seit bestimmt 6 Monaten mehr, würde ich mal sagen ich bin geheilt! Leute Sport ist die beste Medizin! Macht einfach Sport, fangt ganz leicht an und dann immer weiter steigern!

Könnte noch ewig schreiben, aber dann liest es glaube niemand mehr

Also bei Fragen nur zu!

27.10.2011 01:52 • 19.04.2013 x 1 #1


31 Antworten ↓


Hallo Micha 359,

Respekt!! Tolle Leistung! Du bringst mich zum nachdenken.....

Grüße
TinaLina

PS: Das mit dem Datum kenne ich .. ich habe mir gestern eines gesetzt....

27.10.2011 07:19 • #2



Die Ängste für immer loswerden - mit SPORT!

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Beneidenswert...hat bei mir trotz 5mal die Woche Sport leider nicht geklappt Aber irgendwie komm ich da auch noch raus!!!

LG Püppi

27.10.2011 08:05 • #3


Tja, ich mache auch dreimal die Woche Sport und das schon seit Monaten! Aber leider ohne Erfolg in der Hinsicht.

Schade..scheint nicht bei jedem zu klappen.

Aber Glückwunsch, dass du es übestanden hast, ich gönn es dir.

27.10.2011 08:55 • #4


Noch zur Ergänzung zum Thema Sport:

Wichtig ist, das ihr zwar langsam anfängt, euch aber stetig steigert. Bei mir zum Beispiel hat erst der Kraftsport so richtig meine Ängste beseitigt. Jetzt nach ca. 1,5 Jahren habe ich kaum noch fett am Körper und alles in Muskeln umgemünzt.
Man hat viel viel mehr Kraft im Leben ich kann mir heute immer noch nicht vorstellen wie schlecht ich konditionell und auch kräftemäßig drauf war.

Treppensteigen usw. nur eine Etage schnell aus der Puste, Herzrasen und wenn es mir sowieso schon schlecht ging sogar eine Panikattacke bekommen. Nach dem Essen Übelkeit, Herzrasen weil der Kreislauf mit der Verdauung viel zu tun hatte usw.

Alles weg heute. Ich wohne mittlerweile in einem Altbau ohne Fahrstuhl im 3. Stock. Man lernt durch Sport auch automatisch viel besser seine Atmung zu kontrollieren und seinen Körper zu beherrschen.

Der psychische Effekt von Sport ist denke ich zu 100% einfach wieder das Gefühl zu bekommen SELBST den Körper beherrschen zu können. In den ersten 2-3 Monaten bin ich mal testweise wieder einkaufen gegangen. War eine Riesenüberwindung, aber ich habe mir dann gesagt. Du fährst alle 2 Tage 30 Min. auf dem Hometrainer mit Volldampf hebst 5 kg Hanteln machst Situps usw. Einkaufen kann doch nicht so schwer sein!
Und so wars auch, ich habe mich aufgeregt gefühlt und auch angespannt, aber im Kreislauf/Blutdruck hat sich nicht viel getan, der Körper war einfach schon viel leistungsfähiger. Und die Panikattacke war sehr sehr milde.

Wie gesagt ganz wichtig ist, nicht nur bei diesen 20 Min. alle 2 Tage bleiben. Das könnt ihr die ersten 4 - 5 Wochen so machen, aber dann solltet ihr euch steigern und ihr könnt euch auch steigern das werdet ihr von alleine merken. Denn die 20 Min. die euch vor 3 Wochen noch angestrengt haben, fordern euch dann garnicht mehr.

Die Zeit ist weniger entscheidend mehr die Intensivität. Sprich lieber 30 Min. mit 140 Puls als 60 Min. mit 100 Puls trainieren.

Heute ist mein Sportprogramm relativ easy, denn ich will nicht zulegen nur noch den Stand halten wie er ist:

Montag: Hanteln Bizeps, Trizeps (Dauer ca. 20 - 25 Min.)
Dienstag: 30 Min. Hometrainer
Mittwoch: Pause
Donnerstag: Situps (15 Min.), Pause später nochmal Rücken (15 Min.)
Freitag: 30 Min. Hometrainer
Samstag: Hanteln Bizeps, Trizeps (Dauer ca. 20 - 25 Min.)
Sonntag: 30 Min. Hometrainer, Pause, Situps + Rücken

27.10.2011 14:15 • #5


JuliaSch123
Das lässt sich so schön lesen. Danke dafür.

27.10.2011 19:10 • #6


Hallo an alle,

Angst produziert Stress, Stress verursacht Anspannung, Beklemmung (Brust), Anspannung verursacht hohen Blutdruck,
Hoher Blutdruck verursacht kopfschmerz, kloss im Hals, Nacken Rückenschmerzen etc. Das Alles wiederum macht PANIK (WAS PASSIERT MIT MIR, FALLE ICH JETZT UM?).

Ursache?: STRESS
Wie kann man Stress abbauen? Sport (stresshormone werden abgebaut) Abwechslungsreiche Nahrung
Entspannung, Negative gedanken soweit wie möglich ignorieren.
Probleme kommen und gehen (Sche..... drauf )

Das ist so mein ausweg gewesen aus diesem Teufelskreis!
MfG
Mustafa

28.10.2011 08:30 • #7


Hallo Micha359,

ist ja klasse!
Wie hast du denn die Zeit überstanden, in der du nicht aus dem Haus konntest? Wie hast du dich versorgt?

Und mit welchem Gewicht hast du dein Sportprogramm angefangen? Warst du übergewichtig?

Grüße Lola

02.11.2011 23:34 • #8


Zitat von Lola25:
Hallo Micha359,

ist ja klasse!
Wie hast du denn die Zeit überstanden, in der du nicht aus dem Haus konntest? Wie hast du dich versorgt?

Und mit welchem Gewicht hast du dein Sportprogramm angefangen? Warst du übergewichtig?

Grüße Lola


Hallo,

ich wohnte zu diesem Zeitpunkt noch bei meinen Eltern zuhause. Und die haben dann quasi alles für mich erledigt. Besonders Essensmäßig usw. Auch Hosen gekauft usw. Ich hab sie anprobiert und je nachdem wieder zurück oder halt nicht.

Ich hatte absolutes Normalgewicht um genau zu sein 78 kg bei 1,84 m. Allerdings lag mein Körperfettanteil bei 21 % (klar keine Bewegung, 0 Muskeln)...
Jetzt wiege ich 81 kg (sogar 3 Kg mehr als vorher), Körperfettanteil ist aber nur noch bei 13 %. Ein gewaltiger Unterschied also.

Ernährung spielt übrigens auch eine wichtige Rolle. Man muss versuchen Nahrungsmittel so zu sich zu nehmen, das man einen gleichmäßigen Blutzuckerspiegel hat. Das heißt, morgens das gute süße aber leckere Müsli vom Discounter ist nicht gut. Der Blutzuckerspiegel rast von 0 auf 100 und fällt genauso schnell wieder ab.

Man sollte also versuchen seine Ernährung umzustellen das man nichtmehr diese Spitzen hat. Auch das hat meine Panik maßgeblich gesenkt. Das habe ich erst vor ca. 8 Monaten herausgefunden.

Also wer Müsli mag, selber Müsli mixen. Trockenfrüchte, Vollkornhaferflocken pur und etwas Kakaopulver in die Milch, schmeckt auch lecker, hat aber 80 - 90 % weniger Zucker als süßes Discountermüsli. Auch Weißbrot mit Marmelade oder Nutella ist nicht ideal. Lieber Vollkorntoast mit Marmelade. Wer kein Vollkorn mag Weißbrot geht auch, dann aber bitte mit Käse oder Wurst die den Blutzuckeranstieg etwas dämpfen.

Süßigkeiten kann man natürlich essen, nur nicht soviel auf einmal, lieber kleine Stücke über den Tag verteilt.

Generell lieber 5-6 kleine Mahlzeiten als 3 Große. Denn dein Blutzucker und Blutdruck und Kreislauf geht sonst den ganzen Tag immer von 0-100 usw. Während du mit kleinen Mahlzeiten alles stabil hälst. Damit bist du viel ausgeglichener.

03.11.2011 01:14 • #9


Ja, so eine Sport-Attacke habe ich mir auch vorgenommen. Schön, dass einige von euch die Wirksamkeit bestätigen können. Letztens lief so ein "Glücks-Report" im Fernsehen und man hat versucht zu analysieren, was die größten Glücklich-Macher sind. Habe mir nicht alles gemerkt, aber unter den Top 4 waren "Small-Talk" und Sport. Es wurde behauptet, wenn alle Bürger 3 mal in der Woche 30 min Ausdauersport machen, wären 50% der Ärzte und Psychologen arbeitslos. Ich glaube, es lohnt sich zumindest mal ein Versuch. Hab´s mir ganz doll vorgenommen.

Gruß Hanna

03.11.2011 13:12 • #10


Hallo,

vielen DAnk für eure Infos und Tipps!

Wie kann man sich denn motivieren, Sport zu treiben, gerade, wenn man übergewichtig ist und manche Sportarten daher wegfallen (wie zb Schwimmbad)?

03.11.2011 14:03 • #11


Hallo Lola,

ich war vor Jahren mal in einem Fitness-Studio nur für Frauen, das war schon mal etwas angenehmer. Man hatte schon das Gefühl, dass es da nicht so auf Äußerlichkeiten ankommt, z.B. ob jemand Übergewicht hat oder Falten oder was auch immer. War allerdings etwas teurer als die Studios mit gemischtem Publikum.

Ich fand die Idee mit dem Heimtrainer auch nicht schlecht, denn ich habe 2 Kinder und da kann ich meine Freizeit nicht so verplanen wie ich es gerne hätte. Meine Jungs gehen zwar auch ganz gerne schwimmen, aber so regelmäßig, wie man es zu therapeutischen Zwecken bräuchte, dann nun auch nicht wieder.

Habe einen Stepper zu Hause und kann mich auch ganz gut motivieren, da drauf zu steigen, aber leider vertragen das meine Knie nicht so gut, wenn ich das öfters als 1 mal pro Woche machen.

So ein Trainer, wo man auch was mit den Armen machen muss, finde ich ganz gut, das stärkt auch Arme und Rumpfmuskulatur. Wenn´s langweilig ist, dann vielleicht vor dem Fernseher?

Ist doch super, wenn man gleich mehrere Fligen mit einer Klappe schlägt: Gut für die Psyche, für die Figur und für die körperliche Gesundheit .

Gruß Hanna

03.11.2011 17:04 • #12


Romi
Hallo Micha

Ich find das echt Klasse von Dir wie toll du das gemeistert hast , Hut ab:-)
Du hast mich motiviert und werde jetzt auch wieder anfangen Sport zu machen . Was für einen Tip würdest du mir geben hab nur so ein Fahrrad für drinnen zum fahren Und vllt bisschen laufen ? Hab jetzt schon lange kein Sport gemacht weil mein Herz dann immer so doll schlägt das ich Angst bekomme,und gezittert hab ich auch manchmal, da war ich auch immer sehr beunruhigt.. Aber jetzt liegt meine Beste Freundin im Krankenhaus und ich muss immer voll viele Treppen steigen und mein Herz rast dann immer wie verrückt und wenn ich oben angekommen bin hab ich auch schon gleich ne Panikattacke.. Deswegen hab ich bissl Angst
grüße dich
romi

03.11.2011 17:36 • #13


Finde ich auch total beneidenswert und vor allem motivierend

03.11.2011 18:11 • #14


Ich war vor meiner ersten PA Sportjunkie. Maratho laufen, 3-4mal die woche krafttraining, snowboarden, skaten, fußball spielen. ich bin teilweiße auf 3-4 h sport pro tag gekommen... Mein körper hat dementsprechend auch total trainiert ausgeschaut und ich war stolz drauf. dann bekam ich die PA und meine Therapeutin meinte, dass es zu viel war.. weil sich der Körper einfach nicht mehr erholen konnte. Fortgehn bis um 4 umd 10 aufstehn und berglauf machen und sowas ..
Also ich würds auf keine Fall übertreiben und schaun dass man immer genug ruhepausen auch einlegt

06.11.2011 01:33 • #15


Sport finde ich auch total wichtig, manchmal ist es nur schwierig für sich das passende zu finden.

Ich mache seit einem halbem Jahr Funktionsgymnastik, mir macht das Spass, wir sind eine lustige Gruppe, seitdem habe ich keine Rückenprobleme mehr Und zweimal die Woch jogge ich, das tut mir auch wirklich sehr gut.

06.11.2011 13:29 • #16


Hallo,

Hätte ein paar Fragen an dich, würde dir allerdings gerne privat schreiben?!

MfG

13.03.2013 12:45 • #17

Sponsor-Mitgliedschaft

Vielen Dank für diesen Beitrag. Auch mir ging es besser, nachdem ich einige Wochen regelmäßig Sport gemacht habe. Am Anfang war das ganz schön schwer, weil ich immer Angst hatte, dass mit meinem Kreislauf was nicht stimmt.

Dann kam eine Grippe dazwischen und aus Angst vor einer Herzmuskelentzündung habe ich den Sport dann erst einmal sein lassen und es dann nicht geschafft wieder anzufangen. Das ist jetzt ein halbes Jahr her.
Dein Beitrag inspiriert mich dazu, wieder anzufangen. Habe ja selbst gemerkt, das es hilft.

16.03.2013 11:25 • #18


Ich bin mir auch ganz sicher, dass Sport zumindest die Angst und die Verspannung abschwächt.
Ich bin jetzt 23 Jahre alt und wenn ich Treppen hochgehe, pumpe ich schon wie ein Maikäfer. Sehr unangenehm und entmutigend. Ich habe vor ein paar Monaten angefangen mit einer vertrauten Person ins Fitnessstudio zu gehen.
Dem Rücken und dem Körpergefühl tat das auch gut, aber leider kamen negative Begleiterscheinungen hinzu.
Ich hatte häufig Übelkeit und Schwindel nach dem Training. Herzrasen und Stolpern kamen hinzu.
(Herz ist aber organisch untersucht wurden).
So habe ich immer mehr den Mut verloren richtig Sport zu machen. Hattest du denn auch körperliche Symptome am Anfang?
Bei Personen mit Körperängsten ist das ganz schön schwierig den Einstieg zu finden.

16.03.2013 11:50 • #19


So beim Thema Sport muss ich mich auch mal zu melden. Habe mir jetzt nicht alles durchgelesen, aber:
Fakt ist, dass es hilft. Zum einen erzeugt es Dopamin, zum anderen kann man durch gezieltes Ausdauertraining seinen Ruhepuls verringern UND bei Anspannung seinen Maximalpuls. Beides bekämpft die Symptome der Angst. Ich bin seit einigen Jahren begeisteter Ausdauersportler, laufe Marathon und fange gerade mit dem Triathlon an. Und ich weiß auch, dass man sich in den "besonderen Phasen" meist nicht motivieren kann was zu tun. Aber genau das sollte man tunlichst vermeiden. Während eines Laufes (normal ist für mich ne gute Stunde) bekomme ich nämlich keine PA. Egal wie verworren die Gedanken auch sind, wie ausweglos die Situation: Solange ich in Bewegung bin und mein Puls weit über dem ist, was eine PA auslösen kann, bin ich sicher. Rein evolutionär-biologisch auch total logisch, da Angstsymptome bzw. -reaktionen ja eig nur das Weglaufen ermöglichen sollen, man macht also nur das wofür die PA gut ist. Solche Läufe ermöglichen seine Angstgedanken wunderbar zu ordnen und auch mal zu Ende zu spinnen, ohne Angst davor zu haben eine Attacke zu bekommen. Erfreulicher Nebeneffekt: Man merkt nicht wirklich wie anstrengend das Training eig gerade ist. Für jemanden wie mich, der von Esotherik und "positiven Gedanken machen" nicht viel hält und der bei einer PA nur durch blanke wissenschaftliche Fakten wieder hoch kommt ein sehr beruhigendes Gefühl.
Auch wunderbar hilft Schwimmen, besonders Kraulen. Im Prinzip wirkt es wie eine aufgezwungene Atemübung. Wenn man nicht permanent einatmen kann, sondern eben nur kurz beim Kopf zur Seite heben ist auch hier keine Hyperventilation möglich.
Desweiteren glaube ich (das ist jetzt aber nur eine meiner vielen Theorien), dass man auch unterbewusst merkt, dass so eine PA, vergleichen mit der Anstrengung eines stundenlangen Dauerlaufes, ein Witz ist.

So, wenn jetzt jemand meint oder vllt auch weiß, dass das alles medizinischer Blödsinn ist, dann behält er es bitte für sich Ich glaube dran und manchmal ist Halbwissen ein echter Segen

P.S.: Ich lebe keinesfalls angstfrei, aber ohne Ausdauersport wäre ich um ein großes Stück Lebensqualität ärmer.

17.03.2013 02:54 • #20



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