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201823.02




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Hi zusammen,

meine Panikattacken haben in den letzten Wochen einen absoluten Höchstand erreicht. Am Samstag wurde ich mit einem Rettungswagen wegen Luftnot ins Krankenhaus eingeliefert. Das war ein total traumatisch Erlebnis für mich... ich denk oft daran und habe total Angst, das noch einmal zu erleben.

Momentan habe ich zu Hause nur sehr leichte Anfälle von Luftnot. Mit 0,5mg Tavor bekomme ich das meistens in den Griff. Sobald ich aber raus gehe, passiert genau dasselbe wie Samstag: Ich schmier komplett ab. Als erstes bekomme ich einfach nur Angst/Beklemmungen... je weiter ich von Hause wegkomme -> Luft weg, Brust/Bauch völlig verspannt, ich spüre meinen Atem nicht mehr und bekomme totale Panik. Da hilft Tavor nicht mal mehr.

Ich sehe mir gerade dabei zu, wie ich mich abhängig von meiner Wohnung mache. Und ich habe das Gefühl, ich kann nichts dagegen tun, weil die Paniksymptome einfach zu schlimm sind, als dass ich sie aushalten möchte.

Kann mir jemand Tipps geben, wie ich aus Spirale rauskomme? Totale Konfrontation wäre eine Möglichkeit, die mir einfällt, aber das pack ich nicht.

Liebe Gruß

Auf das Thema antworten


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  23.02.2018 15:52  
Hallo

Ich habe keine medizinische Ausbildung von daher ist das was ich schreibe
Rein aus meiner über 30jährigen "erfahrung"zu betrachten.
Diese Atemnot fühlte sich bei mir immer an als ob muskular nichts geht.es war schwierig
Richtig Luft zu atmen.als ob jemand auf dem brustkorb sitzt. Bei mir waren /SIND DAS
verspannungen.Magnesium (300-400mg) helfen mir heute .manchmal bei viel Stress
Merk ich wie verspannt ich bin.das zwerchfell ist dann auch verspannt und somit ist
Das atmen ja schwerer.allerdings beängstigt mich es nicht mehr so sehr wie
Früher.
Würdest du untersucht im kh ? Hattest du das schon öfters. .weiss ja nichts über
Dich.
Deswegen frag ich so nach. An sich wenn du schon länger Angst und Panik hast
Könnte ich mir vorstellen dass es auch so etwas ist.

Habe noch etwas vergessen.kenne das auch mit dem je weiter von zuhause weg desto
Schlimmer...eine verhaltensthera wäre da super. Mir half es sehr.
Wenn ich merke es wackelt in mir mache ich quasidas selbst.
Ich schnappe mir jemanden.gehe weg und bleibe solange an diesem
Punkt/Platz stehen bis das Gefühl /Angst weniger wird.
Alleine ist das schwerer .wichtig ist es in diesem Moment nicht zu flüchten.


LG
Streulicht





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  23.02.2018 16:01  
Ich habe das seit 16 Jahren, allerdings find es mit Schwindel und Übelkeit an. Jahre später kamen Waschzwang und Angst vor Herinfarkt dazu. Irgendwann beobachtete ich meinen Körper zu 90% am Tag und habe auch die Atmung übernommen (also aktiv), was leider selten gut geht. Ich habe immer Monate/Jahre, in denen ich keine Symptome habe. Und dann kommt es immer doppelt so hart zurück.

Und ja, dieses Verspannungsgefühl habe ich. Wenn ich gerade stehe und tief einatme, zieht es deutlich in der Brust und ich kann nicht weiter atmen. Erst wenn ich krum stehe, kann ich vernünftig einatmen. Magnesium löst Verspannungen? Versuchen könnte man es ja...

Ich wurde im KH untersucht und hatte wie immer gar nichts. Ich bin körperlich ziemlich fit, daher umso alberner, dass ich immer darauf reinfalle. Aber die Symptome sind einfach zu hart, als dass man sie ignorieren könnte.

Inzwischen ist es aber auch nicht mehr die reine Panikattacke an sich, sondern die Angst vor der Angst/Attacke. Seit Samstag habe ich andauernd Angst, dass das wieder so ausarten könnte. Eigentlich habe ich aktuell nur Angst vor erneuten Panikattacken.


----
Zu deiner Ergänzung:
Wie hälst du das denn aus? Ich habe das Gefühl, ich löse mich komplett auf in dem Moment. Ich spüre meinen Atem nicht mehr, ich verkrampfe total und bin kurz vorm Umkippen. Es ist, als säße ein Elefant auf meinem Brustkorb. Ich würde das niemals aussitzen können... und ich mag es noch viel weniger, wenn Menschen dabei sind. Da bin ich tatsächlich lieber allein :/



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  23.02.2018 16:50  
Kann leider jedes Wort verstehen was du schreibst...mir graust es inzwischen vor dem abend/Nacht..man hört in sich....ja Magnesium hilft ..allerdings nicht zu niedrig ..versuch mal 300/400mg täglich mindest zu nehmen.Könnte nur sein das du Durchfall bekommst .je nach Sorte ...ich vertrage 2sorten gut. Aber passieren kann nichts dabei.
Es dient lediglich die Muskeln zu entspannen.

Das hält man aus.das solltest du ja deswegen mit jemandem den du vertraust machen. Geh bis zu dem Punkt wo
Du merkst es wird unangenehm..und genau da stehen bleiben..oder besser noch mit einem
Verhaltenstherapeuten.

16jahre ist ne lange Zeit...ja ich hab auch Zeiten /Jahre gehabt ohne Attacken.
Hat sich was geändert in deinem Leben ? Etc...
Wirst du ja alles schon hinterfragt haben...
Ist nicht einfach ..

Danke1xDanke


  23.02.2018 16:56  
Ich kann mich dem Magnesiumtipp nur anschließen. Mir hilft das auch. Hatte in den Weihnachtsferien wieder mal schlimme atemnot und durch Magnesium ist es besser geworden

Danke1xDanke




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  23.02.2018 18:04  
Ich vertraue nur wenigen Personen, aber selbst bei denen mag ich das nicht, wenn die mich so erleben. Ich will dann immer alleine sein, wenn ich keine Luft bekomme. Das war schon immer so und das werd ich so schnell nicht abstellen können leider.

Wenn es unangenehm wird... was soll ich dann machen? Einfach ausharren? Letztes mal ging es soweit, dass sich meine Finger so verkrampft haben, dass ich sie nicht bewegen konnte. Das auszuhalten ist glaub ich einfach noch zuviel gerade :/

In meinen Leben ändert sich nahezu nie was. Ich lebe allein und arbeite manchmal viel, manchmal weniger. Ich mache viel Sport und treffe zwischendurch Freunde. Alles normal eigentlich. Ich hatte vor ein paar Monaten negativen Stress mit ein paar Leuten, das hat mich etwas runtergezogen. Da hab ich auch die Kontrolle auf der Arbeit verloren, und Kontrolle ist eh so ein Thema bei mir... damit hat es wieder angefangen, aber ich hab das recht schnell dran gegeben. Inzwischen habe ich wieder totale Ruhe, aber jeden Tag wird die Panik schlimmer. Den Sinn versteh ich leider nicht.

Ich besorg mir mal Magnesium in der Apotheke... schaden kann es ja nicht. Danke :)



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  23.02.2018 22:19  
Hallo sevr. .

Schade das du das mit niemanden durchstehen möchtest. Ich kann es zwar verstehen
Es ist eine extreme Situation. Man mag sich so nicht zeigen.
Kontrolle ist auch mitunter mein Thema. Kontrolle bedeutet Sicherheit.
Dinge einzuschätzen und nicht machtlos dazustehen.
Denke da wird auch der Ansatzpunkt liegen.
Alles immer unter Kontrolle haben zu müssen ist sehr anstrengend.
Du wirst deine Gründe dafür haben..ich kenne meine und dennoch ist es
Schwer für mich.
Attacken machen einen kontrollos.man ist ihnen ausgeliefert..


Sollte erst fertig schreiben dann absenden.. :D
Deine Finger krampfen oder werden pelzig weil
Du hyperventilierst. Das ist normal..gibt es Abhilfe..
In eine plastiktute atmen..
Ich bin nur so weit gegangen bis es unangenehm war..
Nicht bis zum nicht mehr aushalten. Das wäre am Anfang
Viel zu heftig.das lustige ist aber an der Sache es wurde
Immer weiter.
LG

Streulicht



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  23.02.2018 23:40  
Ich hoffe dass ich dir nicht zu nahe getreten bin...





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  24.02.2018 00:21  
Denke auch, dass mein Ansatzpunkt Kontrolle ist. Ich weiß nur mal wieder nicht, wie ich das angehen soll. Ich kontrolliere immer alles, das weiß ich... aber das hat sich so verselbstständigt, dass ich es gar nicht mehr greifen kann. Außerdem ist mir auch völlig bewusst, dass ich mich dadurch selber nicht mehr kontrolliere. Ich mein... inzwischen versuche ich offenbar, meine Atmung zu kontrollieren, was ja völlig daneben geht. Ich selber kann das eben nicht so gut wie mein Körper. Ich kann aber auch nicht damit aufhören. Ich kontrolliere also etwas, was ich nicht kontrollieren kann :D

Ich kannte das mit den verkrampften Fingern noch nicht, das war neu. Gott sei Dank zum ersten Mal im Krankenhaus gehabt, sonst wäre ich völlig wahnsinnig geworden :D Ich habe mir im Krankenhaus eine Hyperventilationsmaske mitgeben lassen. Die hilft einigermaßen.

Wie kannst du das so steuern? Also, du wartest nur bis es unangenehm wird? Ich kann es ab da gar nicht mehr aufhalten. Wie geht das?

Du kannst mir nicht so schnell zu Nahe treten, keine Sorge :-)



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  24.02.2018 00:34  
Puh..ist ein schwieriges Thema..und manche Menschen mögen vlt
So etwas nicht...aber dann ist ja gut !

Bei mir ist das so dass ich sehr früh merke wenn es mir unangenehm wird..
Zumindest beim entfernen war es so.
Unbehagen..mit jedem weiteren Schritt wurde das extremer.
Mit der vt bin ich das x mal durchgegangen...bis ich
Gemerkt hab ab wann negative Gedanken gekommen sind..Unbehagen.
Blieb dann manchmal relativ früh stehen..schon aus Angst das Angst kommt..
Schwer zu erklären. .wir blieben stehen und ich musste
Beschreiben was ich fühle. .wenn es mir heute passiert (was selten ist) bleib ich kurz stehen
Nach mir bewusst das alles ok ist und geh weiter..
Das blöde bei mir ist dass mein herzrasen plötzlich
Aus dem schlaf heraus kommt..kann mich da nicht drauf
Vorbereiten..ich bereite mich irgendwie immer vor...
Muss morgen früh ne weitere Strecke zu einem Geburtstag...
Schau mir die Strecke an..Pläne Pausen ein..sichere mich durch Kontrolle behalten ab..weist wie ich meine ?

Mein Mann setzt sich ins Auto..packt 4sachen in ne Tasche und sieht nach wohin wir fahren..er macht es 1minute vorher...ich paar Tage vorher...
Er ist entspannt..ich fast verzweifelt...
Sorry scheint so zu sein dass ich immer was anfügen muss..mir fällt soviel ein... :seufzen


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