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S
Zur Zeit machen mir meine Entfremdungserlebnisse wieder mal zu schaffen. Das Gute daran: man bearbeitet noch offene Baustellen ....eine Baustelle ist die Angst, alleine zu übernachten, weg von zu Hause ...ich vermeide sowas immer, fahre lieber Abends 200km zurück und Morgens wieder 200 km hin ....Seminare mit Übernachtung sind nicht so dolle für mich. Muss ich mich überwinden. Eine Übernachtung, ok aber zB eine ganze Woche von zu Hause weg sind für mich der Horror. Als Kind wurde ich damals bei einer Mandeloperation abgegeben und alleine gelassen ...war damals wohl so üblich. Habe öfters bei meiner Oma übernachtet, war aber immer froh, wenn die Nacht vorbei war ...manchmal bin ich als Kind Nachts wach geworden, Licht war aus und meine Eltern waren nicht da ...das war schlimm. Ich konnte als Kind auch nur mit Licht einschlafen ...sieht irgendjemand einen Weg oder Zusammenhang?

LG

03.04.2016 10:48 • 03.04.2016 #1


7 Antworten ↓


desateur001
Hallo, wie wirkt sich die Angst bei Dir aus?

03.04.2016 11:10 • #2


A


Angst vor Übernachtung Hotel, weg von zu Hause

x 3


Hotin
Hallo Silk01,

möglicherweise gibt es da einen Zusammenhang. Allerdings nicht mit einem bestimmten Erlebnis, sondern
damit, dass Du als Kind etwas wenig Selbstvertrauen entwickelt hast.

Nun solltest Du das nachholen.

Zitat:
Muss ich mich überwinden?


Dies ist ein wichtiger Teil der Lösung. Besser wird es, wenn Du verstehst, was Angst ist. Und wenn Du daran arbeitest, nicht nur nach Deinen Gefühlen zu handeln, sondern eigene, logische Entscheidungen zu treffen.
Eventuell hilft Dir diese Beschreibung von mit.

agoraphobie-panikattacken-f4/schlimme-zwangsgedanken-befuerchtungen-t68592-20.html#p867924

Viele Grüße

Bernhard

03.04.2016 11:10 • #3


S
@desateur001
Ich bekomme irgendwann Entfremdungserlebnisse, stehe neben mir, beobachte mich und die Person, die ich beobachte kommt mir als fremde Person vor, die handelt etc.

@Hotin
Ich habe jahrelang eine Therapie gemacht und es ist Vieles besser geworden aber auch nicht alles. Es gibt so Baustellen, an die ich schlecht vorwärts komme und dann halt immer mal wieder diese dämlichen Entfremdungserlebnisse.

03.04.2016 11:23 • #4


Hotin
Hallo silk01,

Es gibt so Baustellen, an die ich schlecht vorwärts komme und dann halt immer mal wieder diese dämlichen Entfremdungserlebnisse.

Das verstehe ich. An welcher Baustelle genau kommst Du nicht vorwärts?
Dies musst du konkret fertig stellen. Erst dann wird es Dir besser gehen.

Zitat:
und dann halt immer mal wieder diese dämlichen Entfremdungserlebnisse.


Wenn Du das ändern willst, solltest Du Dir bewusst machen, das Dir auch ohne die, Dir angenehmen
und Sicherheit gebenden Rituale in Deiner privaten Umgebung nicht in Gefahr kommst.

Gruß

Bernhard

03.04.2016 11:38 • #5


S
Zitat von Hotin:
Wenn Du das ändern willst, solltest Du Dir bewusst machen, das Dir auch ohne die, Dir angenehmen
und Sicherheit gebenden Rituale in Deiner privaten Umgebung nicht in Gefahr kommst.

Gruß

Bernhard


Ich bin Mitte 40 und habe noch einen intensiven Kontakt zu meiner Mutter. Ich fahre da fast jeden Abend hin und wir quatschen etc. Ich weiß, dass das nicht ok für mich ist.
Warum mache ich das? Diese Frage stelle ich mir auch. Antwort: weil ich zZ alleine lebe und ich sonst nicht weiß, was ich Abends machen soll. Mein Therapeut hat gesagt, das wäre nicht gut für mich. Ich sollte in einen Sportverein gehen, andere Leute treffen (ich habe gute Freunde, mit denen ich mich ab und an auch treffe) und den Kontakt zu meiner Mutter einschränken. Das fällt mir aber irgendwie schwer: manchmal habe ich das Gefühl, ich brauche von ihr noch Sicherheit und Zuneigung (wie damals als Kind). Liest sich dämlich ....ich bin als Kind in einer Familie mit Alk. aufgewachsen. Mein Vater war ständig mit Alk. in Berührung, war besoffen und hat Unsicherheit in die Familie gebracht ....Abends oft unauffindbar gewesen, Geld in Bars versoffen etc. Ich kenne also die Problematik meiner Kindheit etc aber manchmal habe ich das Gefühl, kennen und verinnerlichen sind zwei Paar Schuhe.

LG

03.04.2016 11:50 • #6


Hotin
Hallo Silk01

Zitat:
Ich bin Mitte 40 und habe noch einen intensiven Kontakt zu meiner Mutter. Ich fahre da fast jeden Abend
hin und wir quatschen etc. Ich weiß, dass das nicht ok für mich ist.


Du belügst Dich selbst. Wenn Du wirklich weißt, das es nicht ok für Dich ist,
würdest Du das nicht machen. Sich selbst belügen macht auf Dauer immer psychische Störungen.
Zitat:
Antwort: weil ich zZ alleine lebe und ich sonst nicht weiß, was ich Abends machen soll.


Aha, das hört sich nach einer echten Erklärung an. Und Deine Mutter darf dann den Pausenclown spielen.
Wie fühlt die sich denn dabei?

Zitat:
Das fällt mir aber irgendwie schwer: manchmal habe ich das Gefühl, ich brauche von ihr noch
Sicherheit und Zuneigung (wie damals als Kind).


Wirklich erstaunlich, wie klar Du Deine Situation sehen kannst.
Versuche das möglichst schnell zu ändern. Erwachsen sein hat nichts mit dem Lebensalter zu tun.
Erwachsen wirst Du, wenn Du Dir Sicherheit und Zuneigung selbst gibst.
Damit solltest Du sofort anfangen.

Zitat:
Ich kenne also die Problematik meiner Kindheit etc aber manchmal habe ich das Gefühl, kennen und
verinnerlichen sind zwei Paar Schuhe.

Dies ist so. Gerade, wenn Du als Kind gesehen und gelernt hast welche Unsicherheiten z.B. Alk.
erzeugt, sollte es Dir leichter fallen, Deine eigenen Stärken besser heraus zu arbeiten.

Viele Grüße

Bernhard

03.04.2016 12:16 • #7


S
Zitat von Hotin:
Zitat:
Das fällt mir aber irgendwie schwer: manchmal habe ich das Gefühl, ich brauche von ihr noch
Sicherheit und Zuneigung (wie damals als Kind).


Wirklich erstaunlich, wie klar Du Deine Situation sehen kannst.
Versuche das möglichst schnell zu ändern. Erwachsen sein hat nichts mit dem Lebensalter zu tun.
Erwachsen wirst Du, wenn Du Dir Sicherheit und Zuneigung selbst gibst.
Damit solltest Du sofort anfangen.


Die große Frage ist nur: wie? Gibt es eine Anleitung für sich selber Sicherheit geben und sich selber Zuneigung zukommen zu lassen?
Vielleicht habe ich das gerade als Kind nicht gelernt ...
Kannst Du mir mal auf die Sprünge helfen bezüglich eigene Stärken besser heraus zu arbeiten? Ich sehe, was für nen schei. mein Vater damals gebaut hat und ich sehe,
dass ich wohl als Kind eher vergessen worden bin ....ich so nebenbei mitgelaufen bin. Dabei meine ich nicht so sehr das praktische Kümmern wie zB mal Nachhilfe, wenn es in der Schule nicht geklappt hat oder auch mal ein neues Fahrrad etc. Da wurde immer für gesorgt aber dieses emotionale Kümmern ist wohl etwas auf der Strecke geblieben, dieses Behütete einer intakten Familie ...machmal glaube ich, vier Jahre Therapie haben nix gebracht bei mir

03.04.2016 12:26 • #8





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