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UnfinishedStory

UnfinishedStory
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Hallo liebe Leute,

ich war damals schon 2013 in dem Forum unterwegs. Hatte eine Angsststoerung mit Panikattacken und war dann sogar 9 Wochen in einer Klinik. So langem wurde es dann nach und nach besser und die letzten Jahre habe ich wirklich beschwerdefrei gelebt. Habe einen neuen Job angefangen und bin sogar alleine erst nach Berlin und später ins Ausland gezogen etc Angst hat eigentlich gar keine Rolle mehr gespielt, obwohl ich 2013/2014 eine sehr schlimme Agoraphobie hatte und so gut wie nichts mehr machen konnte. In der Klinik wurde dann uebrigens Hashimoto festgestellt. Nehme aber bis heute keine Tabletten. Seit August 2019 habe ich aber wieder die volle Breitseite. Ich habe im Flieger eine Panikattacke aus heiterem Himmel bekommen und seit dem horche ich ständig in mich rein und habe wieder fast täglich Angstzustaende und PAs . Ich verstehe das einfach nicht. Ich hätte nie gedacht, dass es mir nochmal so gehen könnte, wo ich doch schon einmal geheilt war. Crying or Very sad Ich überlege nun die ganze Zeit was es ist. könnte es mit der Schildruese zusammenhaengen, (im Januar waren die Werte gut) oder habe ich einen Mangel oder Allergien? Ich habe oft das Gefühl ich reagiere auf Lebensmittel. Habe oft Blutdruckschwankungen, Herzrasen, Luftnot. Traue mir nichts mehr zu, habe vor allem Angst. Denke immer , dass es bald vorbei ist.
Ich stehe vor einer grossen Veränderung wieder und ziehe bald um. Wie soll ich nur funktionieren?Ich muss vor allem wieder fliegen. . .

15.06.2022 x 1 #1


47 Antworten ↓
silverleaf

silverleaf
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Hallo UnfinishedStory,

ich habe mich jetzt mal etwas durch Dein Thema hier gelesen und mir kam dabei ein Gedanke, was Deinen Körper und Deine Psyche angeht. Ich wollte Dich einfach nur mal dazu anregen, dem gedanklich zu folgen, falls Du magst, Du musst es aber auch nicht. Die Fragen, die ich stelle, sind in keiner Form provokant gemeint, sie sollen wirklich nur eine gedankliche Anregung sein, vielleicht aus einem anderen Blickwinkel auf Deine Situation zu blicken, um eine Idee zu bekommen, wo man am besten ansetzen könnte, um Besserung zu erreichen. Keine Frage impliziert irgendeine Wertung, es sind einfach nur Fragen, ganz wertneutral.

Das Gute ist, dass Du es schon einmal geschafft hast, Dich aus einem tiefen Loch herauszuarbeiten. Was einmal geklappt hat kann auch nochmal klappen. Was genau hat damals in der Klinik dafür gesorgt, dass Du mit einer schon fast vorbildlichen Einstellung, gerade auch zum Thema Selbst-Wirksamkeit, wieder klar sehen konntest, wie der "Weg aus der Dunkelheit" aussehen kann und sollte?
Du hast trotz all Deiner Probleme auch viel Kraft in Dir, und das ist eine tolle Ressource. Trotz Deiner Ängste hast Du ganz viel geschafft, was andere Leute sich niemals trauen würden. Du hattest zwar Angst dabei, aber Du hast es durchgezogen und irgendwann wurde es dann besser. Die Fähigkeiten und Ressourcen sind also grundsätzlich da, Du musst eigentlich nur wieder Zugriff darauf bekommen bzw. den Weg dahin rekonstruieren, den Du damals gegangen bist.

Was die "Medikamente" angeht:
Es ist wichtig, nicht alle "Medikamente" pauschal über einen Kamm zu scheren.
Den Körper unter Stress zu setzen hilft der psychischen Stabilität nicht, und ich denke, man kann sagen, dass Du Deinen Körper seit Jahren sehr stark stresst, und dann ist es eigentlich nicht verwunderlich, dass es Dir auch psychisch nicht stabil gut geht.

Ich habe auch Hashimoto.

Deinem Körper fehlt krankheitsbedingt etwas, und Du verweigerst es ihm. Es ist, wie jay2008 schrieb:

Zitat von jay2008:
Es sind quasi hormone die deinen Körper fehlen. Das kannst du nicht mit anderen starken Medikamenten vergleichen


Es ist daher nicht verwunderlich, dass sich Dein Zustand nicht stabil normalisiert. Du enthältst Deinem Körper ein Hormon vor, dass er dringend braucht, gerade für die psychische Stabilität. Es ist hier ja nicht so, als ob man darüber nachdenken würde, ein Antidepressivum zu nehmen oder nicht. Deinem Körper fehlt ein ganz wesentlicher Stoff, den er zum Funktionieren braucht.
Du würdest ja vermutlich auch keinem Diabetiker raten, auf sein Insulin zu verzichten.

Falls Du längerfristig aus Deinen Ängsten raus möchtest, wäre ein erster Schritt, dem Körper das Gleichgewicht zu ermöglichen, das er braucht. Inneres und äußeres Gleichgewicht gehen ja häufig Hand in Hand.
Wenn die Diagnose gestellt wurde, bedeutet das auch, dass man regelmäßig seine Schilddrüsenwerte kontrollieren lassen müsste und das L-Thyroxin einstellen und anpassen lassen sollte.
Tut man das nicht, wirft das eine Menge Fragen auf, wie zum Beispiel: Warum bringst Du Deinen Körper in diesen Zustand von Stress? Warum hältst Du Deinen Körper im Ungleichgewicht? Wie gesagt: nicht wertend gemeint, nur eine gedankliche Anregung.
Dafür muss es einen Grund geben, und den herauszufinden wäre wichtig.

Zitat von UnfinishedStory:
Ich bin so traurig, dass ich einfach nicht mehr am Leben teilnehmen kann und etwas erleben kann wie frueher


Du könntest vielleicht, als ersten Schritt, an den ganz basalen Möglichkeiten zu Einflussnahme ansetzen und Deinen Körper ins Gleichgewicht bringen.

Ich würde es wichtig finden, eine intensive psychische "Innen-Ansicht" vorzunehmen, um herauszufinden, was eigentlich gerade wirklich Deine Bedürfnisse sind, diese bestmöglich zu analysieren und dann dementsprechend zu handeln.
Was ist nötig, damit es Dir besser gehen kann?
Wie kannst Du auf Dein Wissen Zugriff bekommen, dass Dir damals geholfen hat, Dich psychisch zu stabilisieren?

Alles Gute,
LG Silver

29.08.2021 21:58 • x 4 #47


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A


Bin auch wieder da - Panik kam zurück!

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C

chsrsen
Gast

Zitat von Julischka85:
Das ist krass. Du kannst ein neues Leben beginnen und deine Panik in Deutschland lassen. Aber stattdessen nimmst du sie mit und Deutschland bzw dein bisheriges Leben scheint dir sicherer. Obwohl dort alles angefangen hat. Ist das nicht seltsam dass unsere Köpfe dann nicht durchatmen und sich frei fühlen. NeIn das Neue wirkt dann so beängstigend dass es erst mal schlimmer wird. Ich kann dir nur aus Erfahrung sagen, halte durch. Es wird besser. Ich bin allein mit meiner Tochter umgezogen. nicht ins Ausland aber weg von Familie und Sicherheit. Unser neuer Lebensraum ist so viel besser, schöner und unbelasteter. Aber ich habe hier so viele Panikattacken gehabt am Anfang. Es war ganz ganz schlimm. hab dann den Umzug bereut und viel geweint und war echt verzweifelt. Aber habe das durchgestanden. Die Panik ist nicht weg aber völlig unabhängig von der Wohnung. Wir lieben unser zu Hause und das ist inzwischen mein sicherer Hafen. Mein Kopf mochte die Veränderung nicht. Anstatt es als Neuanfang zu sehen, hat er gezittert und erstmal alles noch schlimmer gemacht. Es war bescheuert und dumm. Inzwischen fühlt es sich nach Neustart an und das ist wirklich toll.


Siehst du denke an das was du geschafft hast!
Muss ich auch noch lernen;-)

19.07.2020 06:22 • x 1 #31


Zum Beitrag im Thema ↓


Melli39
Hey also ich hab leider auch einen Rückfall ..komplettdachte auch ich hab die Angst und Panik geschafft und hatte lange lange nichts ..bis ich jetzt ein sch. Erlebniss hatte und Zack alles wieder da ...Herzrasen ohne Ende ,Stein im.magen Übelkeit kein Hunger nervös...trau mich gar nicht wirklich raus zu gehen wieder schrecklich ...aber hey du hast ein Umzug durchgezogen hast den Flug auch "überlebt"und weißt das es auch ohne ging ich Versuche mir jeden Tag einzureden das es morgen besser wird und es die letzten Jahre ja auch ohne Angst ging mehr oder weniger ....ich weiss ist alles leichter gesagt als getan nimmst du denn Medikamente?

x 1 #2


Calima
Zitat von UnfinishedStory:
In der Klinik wurde dann uebrigens Hashimoto festgestellt. Nehme aber bis heute keine Tabletten


Warum nicht? Da könnte durchaus der Hase im Pfeffer liegen.

#3


UnfinishedStory
Zitat von Melli39:
Hey also ich hab leider auch einen Rückfall ..komplettdachte auch ich hab die Angst und Panik geschafft und hatte lange lange nichts ..bis ich jetzt ein sch. Erlebniss hatte und Zack alles wieder da ...Herzrasen ohne Ende ,Stein im.magen Übelkeit kein Hunger nervös...trau mich gar nicht wirklich raus zu gehen wieder schrecklich ...aber hey du hast ein Umzug durchgezogen hast den Flug auch "überlebt"und weißt das es auch ohne ging ich Versuche mir jeden Tag einzureden das es morgen besser wird und es die letzten Jahre ja auch ohne Angst ging mehr oder weniger ....ich weiss ist alles leichter gesagt als getan nimmst du denn Medikamente?


Ich nehme keine Medis. Habe davor tierische Angst. Das einzige was ich habe sind Bachblüten.
Ja, du sagst es auf einmal ist wirklich ALLES wieder da. Unruhe, Herzrasen, Uebelkeit, Atemnot etc. Wieder die komplette Freude weg und ich horche nur noch in mich rein und habe immer wieder Angst . Das ist doch kein Leben, Morgens denke ich schon wieder an Angst. Auch morgen wieder den Tag überstehen auf Arbeit Sad
Es ist wohl doch so, dass man die Angst nie ganz loslassen kann, selbst wenn man jahrelang beschwerdefrei lebt. Es braucht nicht viel und alles ist wieder da Sad Irgendwie habe ich auch die Hoffnung verloren dass ich es nochmal schaffe davon wegzukommen. Nimmst du Medis?

x 1 #4


UnfinishedStory
Zitat von Calima:
Warum nicht? Da könnte durchaus der Hase im Pfeffer liegen.


Die Werte im Januar waren ganz normal. Leider hatte ich schon seit vier Jahren keinen Ultraschall der SD mehr.
Ich bin gar nicht so ein Tablettenfan . Ich hatte kurzzeitig mal eine geringe Dosis L Thyroxin genommen,, aber ich war noch nervöser dadurch, Und dann haben sich die Werte auch ohne Medis normalisiert. Ich glaube dass ich anfangs sowieso in einer Überfunktion war , es kann aber sein dass ich jetzt so nach und nach in der Unterfunktion angekommen bin,

#5


Melli39
Ja ich nehme Citalopram ,hat mich aber mega Überwindung gekostet , hatte auch Angst davor nehme sonst auch keine Tabletten . Nur im absoluten Notfall aber ich muss sagen mir haben sie am Anfang wirklich geholfen ....sonst wäre ich da nicht raus gekommen aus den Teufelskreis...mit starken Willen schafft man es vielleicht auch ohne ....

x 1 #6


UnfinishedStory
Und helfen sie die jetzt nicht mehr?
Habe so grosse Angst vor Nebenwirkungen , ich reagiere leider sehr empfindlich auf alle Arten von Medikamenten.

x 1 #7


S
Hey. Auch ich kämpfe momentan wieder vermehrt mit Rückfällen von Angst, PA usw.
Verstehe also vollkommen deine verzweifelte Situation mit dem Gefühl, dass alles von vorne los geht.

Allerdings staune ich nicht schlecht, was du dir alles getraut hast. Wahnsinn und Respekt an dich! Fliegen, Umzug, neuer Job...klasse! Da kannst du stolz auf dich sein.
Du sagst ja, dass demnächst eine große Veränderung ansteht. Das kann schon gern mal Unbehagen im Kopf auslösen und ist vollkommen nachvollziehbar.

x 2 #8


Melli39
Zitat von UnfinishedStory:
Und helfen sie die jetzt nicht mehr? Habe so grosse Angst vor Nebenwirkungen , ich reagiere leider sehr empfindlich auf alle Arten von Medikamenten.
Ich hatte ein richtig blödes Erlebnis letzte Woche und seit dem ist halt alles zurück ...Herzrasen Angst ach das übliche..ich nehme auch nur 10 MG also wirklich wenig. .und nee das hilft mir im Moment garnicht mehr ...ich hoffe das sich das legt mit der Zeit .. möchte ungerne die Dosis erhöhen..ich Versuche auszuhalten ...und wie gesagt das was du alles geschafft hast ,da träumen andere von glaub Mal sei stolz und Versuch dich nicht zu stressen mit den neuen Situationen...wer weiss vielleicht sind sie ja auch positiv und alles wird super hinterher kannst dich immer noch aufregen aber vorher nee denk positiv

#9


UnfinishedStory
Zitat von Silent21:
Hey. Auch ich kämpfe momentan wieder vermehrt mit Rückfällen von Angst, PA usw.Verstehe also vollkommen deine verzweifelte Situation mit dem Gefühl, dass alles von vorne los geht.Allerdings staune ich nicht schlecht, was du dir alles getraut hast. Wahnsinn und Respekt an dich! Fliegen, Umzug, neuer Job...klasse! Da kannst du stolz auf dich sein. Du sagst ja, dass demnächst eine große Veränderung ansteht. Das kann schon gern mal Unbehagen im Kopf auslösen und ist vollkommen nachvollziehbar.


Das stimmt, ich glaube da wäre jeder irgendwo aufgeregt. Mit dieser normalen Aufregung habe ich das ja auch alles geschafft damals. Aber nun bin ich in Panik und soll das ganze schaffen.... ich habe war meinen Mann , denn ich bin mittlerweile verheiratet und er kommt mit, aber er versteht meine Angst nicht so ganz ( er hatte mich ja ohne Angst kennengelernt) .
So richtig schlimm ist es seit der Corona Zeit geworden, vielleicht auch weil man viel mehr Zeit zum Grübeln hat.

Hier ein Lied/ Frequenzen wodurch ich ruhiger werde:


Vielleicht hilf es euch auch etwas

x 1 #10


UnfinishedStory
Heute sitze ich auf Arbeit, Ich hatte einen Cappuccino getrunken (so ein fertig Tüte , Pulverzeugs)
Nach ca drei Stunden habe ich wieder mal Herzrasen bekommen und Panik.
Normalerweise trinke ich gar kein Koffein mehr, aber hab es mala weder probiert, kann das wirklich noch eine Reaktion gewesen sein auf das Getränk? Nach drei Stunden. Hätte doch sofort reagieren müssen Mich verunsichert das wieder so Sad ich sass wirklich da und habe nichts geahnt und aus dem NICHTS wieder dieser Anfall. Mein Mann musste kommen und mich von Arbeit abholen Sad
War wieder fest davon ueberzeugt, dass es da jetzt war

#11


E
Zitat:
Nach ca drei Stunden habe ich wieder mal Herzrasen bekommen und Panik.
Normalerweise trinke ich gar kein Koffein mehr, aber hab es mala weder probiert, kann das wirklich noch eine Reaktion gewesen sein auf das Getränk?
Meiner Meinung nach kann das durchaus durch Koffein verursacht worden sein, vor allem wenn Du normalwerweise gar kein Kaffe trinkst.
Die Wirkung von Coffein ist nicht zu unterschätzen. Panik

Zitat:
Zu den möglichen unerwünschten Wirkungen gehören Unruhe, Reizbarkeit, Nervosität, Schlafstörungen, ein schneller Puls


https://www.pharmawiki.ch/wiki/index.php?wiki=coffein

#12


UnfinishedStory
Ja, allerdings waren da wohl nur 5 Prozent Kaffee drin, der Rest waren allerlei Zusatzstoffe und Zucker . Ich werde mich demnächst von dem Mist jedenfalls fern halten Vielleicht reagiere ich ja auch auf Zucker ?
Mich macht das immer fertig, wenn ich keinen Auslöser kenne. Vielleicht habe ich es ja doch mit dem Herzen....

#13


Calima
Zitat von UnfinishedStory:
Ich werde mich demnächst von dem Mist jedenfalls fern halten Vielleicht reagiere ich ja auch auf Zucker ?

Wenns um gesunde Ernährung geht, macht das Sinn. Aus Angst meiden ist keine gute Idee, weil es einem nur Lebensqualität klaut. In den seltensten Fällen liegt der Auslöser wirklich in der Ernährung, aber man verdirbt sich durch die Angst die Lust am Essen und Genießen.

#14


UnfinishedStory
Ich grübele und grübele , wo liegt der bloede Auslöser ? Ist es wirklich die Schildruese? Herz?
Oder ist das wirklich nur die Psyche. Vielleicht bin ich einfach hypersensibel mittlerweile.
Ich liege im Bett und zittere vor mich hin und frag mich wieder warum man so einen sch. verdient hat.
Angst ist wirklich das schlimmste was einem passieren kann nach meinem Empfinden Sad
Da kann man doch nicht mehr geniessen. Wie soll ich nur funktionieren.
Bald ziehe ich um und muss komplett neu anfangen , ich frage mich wie das gehen soll verdammte Axt. Will mein Leben zurück.

Es fühlt sich an wie Endzeit.

WARUM WARUM WARUM

#15


UnfinishedStory
Ich bin nun doch wieder ueberzeugt dass ich tatsächlich etwas koerperliches habe,
Mir ist wieder eingefallen dass ich seit vielen Monaten immer mal wieder Schmerzen im rechten Oberbauch habe. Ich hatte da einen Ultraschall machen lassen, ich glaube es war die Galle. Leider wurde das nur ganz schnell schnell gemacht (nicht mal eine Minute) . Jetzt habe ich eine Thesis gefunden über Panikattacken bei Pankreaskarzinom Sad ich glaube das mit immer genau dort was weh tut. Und wenn die Bauchspeicheldrüse nich adäquat funktioniert, dann kann man zeitweise unter Unterzuckerung und Panik leiden. Da ist mir auch wieder eingefallen dass sie PAs haeufug nach Schokolade oder ähnlichem aufgetreten sind. Ich hatte im Januar auch einen erhoeten CRP Wert (Enzuendungswert)

#16


UnfinishedStory
Heute ging es auf Arbeit mit der Angst, aber ich bin trotzdem mega angespannt.
Habe noch immer keinen Flug.

Ich will jetzt versuchen immer mindestens zwei bis drei Liter jeden Tag Wasser zu trinken. Vielleicht gehts mir dann besser.

#17

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UnfinishedStory
War wohl wieder zu früh gefreut.
Gerade wieder leichte Panikgefühle gehabt (leichte Uebelkeit verspürt- habe Angst vorm erbrechen). Habe aber nun den Spiess rumgedreht. Habe laut Mucke aufgedreht (I NEED A HERO; I WILL SURVIVE, H*OT STUFF etc) und rumgetanzt und gesungen . Und tatsachlich - hat anscheinend gewirkt . Habe mich wieder erinnert, dass einmal mein Mann während ich einen Panikanfall hatte, mich zum Tanz aufforderte ( ICH DACHTE MIR WTF WAS WILLST DU VON MIR) , aber als ich mich drauf einliess , hat das auch geklappt. Und irgendwo ist es ja auch logisch . Panik ist überschüssige Energie , die sich auf einmal entlädt.
Mir ist auch aufgefallen, dass ich seit März nur noch rumsitze und nur noch zur Arbeit raus gehe....Mein Mann fährt mich zur Arbeit und holt mich auch wieder ab. Zuhause sitze ich dann nur rum und warte förmlich auf Angst....
Wir sind noch immer kompletten Lockdown (Ausland)
Klar, dass dieser krasser Bewegungsmangel sich nicht gerade förderlich auf meine Gesundheit auswirkt.
Ich versuche jetzt mich mehr zu bewegen, auch wenn ich keine Panik habe. Es sagen ja viele, dass ihnen dass bei psychischen Krankheiten hilft. Des Weiteren mehr trinken und gesund ernähren und POSITIV DENKEN. ALLES WIRD GUT!

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UnfinishedStory
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#19


UnfinishedStory
Ich erinnere mich wieder an einen ganz wichtigen Satz, den wir in der Klinik immer zu hören bekommen haben: Es gibt nichts Gutes, ausser man tut es (m.E. von Konfuzius).
Und er stimmt so sehr!Es wurde immer wieder betont, dass eine Depression NICHT einfach so weg geht. Viele Kranke denken immer, sobald ich mich wieder besser fühle , dann kann ich erst wieder .....(raus gehen, Dinge unternehmen, Freude haben etc) Aber das ist der KOMPLETTE Trugschluss. Du wirst in dem gleichen Zustand bleiben wie du bist. Weil du immer darauf wartest dich besser zu FUEHLEN, um etwas TUN zu können (wieder am Leben teilnehmen etc.) Es ist aber genau andersherum , du musst Dinge TUN, um dich nach und nach wieder besser FUEHLEN zu können. So funktioniert unser Gehirn.

Unser Gehirn ist momentan falsch programmiert, auf Angst auf Depression. Also müssen wir wieder mehr Dinge tun die uns Freude machen, sodass nach und nach die Angst gar keinen Platz mehr hat. Ich bin kein Freund von " die Angst in den Arm nehmen, Angst ist gut, Teil von mir etc. mist. So besiegst du die Angst nicht, so wird sie immer ein Teil von dir sein und so darfst du sie auch immer mit dir rumschleppen bis sie wieder zuschlägt. Ich brauche keine krankhafte Angst in meinem Leben, die mich an allem hindert. Selbst wenn ich irgendwann einen Herzinfarkt oder was auch immer bekomme. Kann ich es ändern? Kann ich durch tägliche Sorgen und Grübeln etwas an dem Umstand ändern? NEIN! Und wenn ich nicht ständig Angst habe, habe ich wenigstens gelebt.
Ich habe es damals nach zwei Jahren heftigster Angststörung (ohne Haus verlassen etc) geschafft in ein angstfreies Leben, weil ich die Angst schlichtweg VERGESSEN habe. Ja ,mein Gehirn war mit anderen Dingen gefüllt, Und wieso verdammt nochmal , soll ich es nicht wieder schaffen? Klar kann ich das !
Ich war damals in einer Klinik und danach war die Angst immer noch da. Irgendwann habe ich mein Studium abgeschlossen, habe meinen Traumjob bekommen und bin alleine nach Berlin gezogen (alles mit Angst). Die Beziehung zu meinem damaligen langjährigen Freund ging in die Brüche.
Ich habe es einfach geTAN, Ich habe mich jeden Morgen in die absolut überfüllte UBAHN gesetzt und tausend Tode ausgestanden. Ich habe jede Besprechung auf Arbeit nur mit Herzklopfen und kaltem Schweiss überlebt. Und trotzdem habe ich einfach weiter gemacht. Die ersten drei Monate waren absolute HOELLE. Wie oft wollte ich aufgeben?Und trotzdem hat keiner gemerkt, dass was mit mir nicht stimmt.
Irgendwann wurde es besser. Und ich habe tatsächlich die Angst nach und nach vergessen.Die Angstgedanken hatten auf einmal immer weniger Platz in meinem Kopf, ich habe dann eher mit Kollegen gescherzt , mich aufs Essen gefreut, mir Berlin angesehen. Nach zwei Jahren bin ich ins Ausland gezogen (null Angst auf den Flügen ), dort wieder ganz neu angefangen, meinen jetzigen Mann kennengelernt, wundervolle Reisen gemacht, geheiratet etc. Und nun soll wieder alles vorbei sein? Im Leben NICHT!

Ich schaffe es noch einmal. Ich muss mein Gehirn nur wieder auf Freude, Lachen, Glueck umprogrammieren, Neue Synapsen schaffen. Das macht Leben aus. Kein Tier in der Welt ist den ganzen Tag am Grübeln, es IST einfach. Sterben kann ich später . Der Himmel kann warten.
Ich werde es also auch wieder schaffen in einem Monat wieder woanders ganz neu anzufangen. Und diesmal habe ich sogar meinen Mann an meiner Seite. Das Leben ist VIEL zu kurz fuer Angst. Mein Gehirn wird so beschäftig sein, mit neuen Dingen !

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Dr. Christina Wiesemann
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