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Hallo, ich poste heute über ein neues Problem, das ich seit einigen Tagen habe. Ich habe Angst vor einen bestimmten Film, da dort eine Figur mit starken Verbrennungen vorkommt. Ich finde so etwas sehr ekelig und habe auch eine kleine Phobie davor. Nun denke ich die ganzen letzten Tage darüber nach, ob ich es mir anschauen solle, da auf quora ein Experte meinte, wenn man sich Ängsten in Filmen stellt, werden diese auch im allgemeinen Leben geringer. Ich will mir diesen Film auf keinen Fall anschauen.
Könnt ihr mir helfen?

03.09.2019 21:17 • 03.11.2019 #1


114 Antworten ↓


Lottaluft
Zitat von Schalke:
Hallo, ich poste heute über ein neues Problem, das ich seit einigen Tagen habe. Ich habe Angst vor einen bestimmten Film, da dort eine Figur mit starken Verbrennungen vorkommt. Ich finde so etwas sehr ekelig und habe auch eine kleine Phobie davor. Nun denke ich die ganzen letzten Tage darüber nach, ob ich es mir anschauen solle, da auf quora ein Experte meinte, wenn man sich Ängsten in Filmen stellt, werden diese auch im allgemeinen Leben geringer. Ich will mir diesen Film auf keinen Fall anschauen. Könnt ihr mir helfen?



Um was für einen Film handelt es sich denn überhaupt ?

03.09.2019 21:31 • #2


Einen Horrorfilm, namens Darkman

03.09.2019 21:37 • x 1 #3


Lottaluft
Zitat von Schalke:
Einen Horrorfilm, namens Darkman


Sagt mir nichts
Weiß auch nicht in wie weit es sich lohnt sich da wirklich durch den Film zu kämpfen da man Leuten mit starken Verbrennungen ja eher selten begegnet
Würde da für mich persönlich eher etwas aussuchen dem ich häufig ausgesetzt bin
Wenn du ihn sehen willst dann mach ihn an und gucke ihn vielleicht mit einem Freund oder so
Wenn es dir zu heftig wird kannst du ihn ja einfach ausmachen
Das ist ja das gute an einem Film
Man kann immer eine Pause machen

03.09.2019 21:41 • x 1 #4


Orangia
Das wäre ja mal ganz was Neues.
Angstörung mit dem Sehen von Horrorfilmen zu therapieren
Schau den Film lieber nicht !

03.09.2019 21:51 • x 1 #5


Also der Experte auf Quora meinte es würde bei Angststörungen im allgemeinen helfen, glaubt ihr dem sollte man trauen bzw es würde helfen?

03.09.2019 21:55 • #6


Lottaluft
Zitat von Schalke:
Also der Experte auf Quora meinte es würde bei Angststörungen im allgemeinen helfen, glaubt ihr dem sollte man trauen bzw es würde helfen?


Helfen ist relativ
Dabei geht es eher um aushalten
Würde ein Film eine angststörung heilen wär ich nie betroffen gewesen
Und diesen Internetexperten würde ich generell keinen großen Glauben schenken

03.09.2019 22:12 • x 1 #7


Hier nochmal die Antwort des Experten
Frage:Are horror movies good for your anxiety?
Antwort: Yes even if it does not seem that way...
The reason behind that is brainy. Understand that the fear mechanism in the brain does not need a real life situation to fire. You can get panic attacs in pseudo-fearful situations. This happens because it does not know laziness! Horror movies take us to a situation that happens to be very real to our fear mechanicsm and for this reason it fires and take us into panic.
But you night have noticed that you don't dread horror movies like you did as a child. This is because your fear mechanism has learned that there is no harm to life by watching horror movies in a dark theatre. This is called fear extinction. When you face the fear it burns itself out and you learn that it is not harmful. This is where horror movies can help anxiety sufferers.
If you have a fear of horror movies or if you think that horror scene trigger panic attacs for you, you should practice exposure to get over the fear. Watch horror movies purposely to get used to violent and dreadful ghost and spirits. Go slow and with practice your fear will vanish. Therefore no horror movie or image will trigger panic attacks
Dazu noch ein Link von ihm zu what i learned about anxiety and panic after watching annabele creation

03.09.2019 22:48 • #8


Lottaluft
Halte ich für Quatsch dann gäb es nämlich nicht extra Therapie und wie schon geschrieben -dann hätte ich keine denn ich gucke mindestens einen Horrorfilm oder Psychothriller die Woche und ich bin immer noch krank
Das gefährliche am Internet ist einfach das jeder idiot sich Experte nennen kann und sein Halbwissen da verbreiten kann
Deswegen soll man halt auch nicht nach Krankheiten googeln außer man will lesen wie die 67 jährige Inge koschmidder aus sachsenhausen einen entzündeten zeh hatte und nach langem Leidensweg dann raus kam das sie Krebs hat
Verstehst du was ich meine ?

03.09.2019 22:52 • x 1 #9


Ja, tue ich. Danke für die Antworten

03.09.2019 23:02 • x 1 #10


Ich habe mich da wohl reingesteigert, habe aber noch ein bisschen Angst, da die Person immerhin auch einen eigenen Blog hat über Angstprobleme. Wie kann ich aus diesen Problem wieder rauskommen bzw mich wieder anderen Dingen widmen?
(Tut mir leid falls ich mich wiederhole, wie gesagt ich habe mich da mächtig reingesteigert und wil nur sicher gehen)

03.09.2019 23:48 • #11


survivor3
Guck dir den Film nicht an.
Die Aussage von diesem Typ halte ich fuer Quark.
Wenn schon Konfrontations therapy,dann bestimmt nicht durch einen Horror flick....

03.09.2019 23:59 • x 1 #12


survivor3
Das ist ja ein Feld-Wald-und Wiesen Experte....ich lach mich schlapp....


Besonders diese Aussage ist der Knaller

Zitat:
Watch horror movies purposely to get used to violent and dreadful ghost and spirits.

04.09.2019 00:08 • x 1 #13


Zephyr
Wissenschaftlich gesehen steht die Gehirnforschung ja noch in den Kinderschuhen. Es gibt nur wenige deutsche Experten, die wirklich Ahnung auf dem Gebiet haben und das für Laien gut veranschaulichen können, wie z.B. Gerald Hüther. In wie weit das Gehirn nun zwischen Realität und Fiktion unterscheiden kann, ist meines Kenntnisstandes nach noch nicht ganz so eindeutig klar. Es gibt zwar Studien, die zeigen, dass fiktive Inhalte im Gehirn an anderer Stelle verarbeitet werden wie reale Erlebnisse - siehe hier: https://idw-online.de/de/news309688 - aber ebenso ist bekannt, dass äußerst realistisch dargestellte fiktive Inhalte als sehr real wahrgenommen werden können. Bei manchen Menschen geht es sogar soweit, dass sie geträumte Inhalte als tatsächlich real erlebte Inhalte in Erinnerung haben. Ich erlebe beispielsweise manchmal das Phänomen, dass ich nicht sicher bin, habe ich etwas nun geträumt, oder wirklich erlebt. Ist zwar selten, aber ich kenne das.

Die Grenze zwischen Realität und Fiktion ist letztendlich in gewisser Weise doch dünner als man denken mag. Aber es gibt sie, definitiv!

Darüber hinaus muss man, so wie ich denke, auch noch zwischen Emotion und Kognition unterscheiden. Ich bin der Ansicht, dass das Gehirn in emotionaler Hinsicht weniger gut zwischen Real und Fiktiv unterscheiden kann, wie in kognitiver Hinsicht. Deswegen funktionieren manche Filme sehr gut, manche sehr schlecht. Wenn ein Film sehr plausibel im Bereich der gespielten Emotionen ist - gute Darsteller und gutes Set - reißt dieser mehr Menschen mit sich, als wenn das nicht der Fall ist. Obwohl jeder in kognitiver Hinsicht weiß, der Film Avatar ist eineindeutig Fiktion, bewegte dieser sehr viele. Daher wurde dieser u.A. meiner Meinung nach so erfolgreich. Ein anderes Beispiel ist Star Wars, die originale Trilogie. Allein die Szene, als Luke erfährt, dass Darf Vader sein Vater ist, ist wahrscheinlich jedem - der das gesehen hat - noch hautnah ganz bewusst im Kopf.

Nun können Filme reale Emotionen hervorrufen? Ja, um so tiefer, um so realistischer der Inhalt ist.
Können Filme Einfluss auf reale Ängste nehmen? Auch hierbei denke ich ja, denn nur so funktionieren Horrorfilme. Ein Horrorfilm, bei welchem man keine Angst und kein Schrecken fühlt, ist langweilig.

Können Filme therapeutisch wirken? Ich denke in begrenztem Maße ja. Besonders bei Kindern wirken Filme stärker, sowohl in negativer als auch positiver Hinsicht, da das kindliche Gehirn noch nicht in der Lage ist zwischen Realität und Fiktion unterscheiden zu können. Das ist wissenschaftlich nachgewiesen. Bei Erwachsenen greift hierbei letztendlich die kognitive Fähigkeit zur Unterscheidung - zumindest bis zu einem bestimmten individuell unterschiedlichen Grad. Denn Filme haben, wie gesagt, einen nachweislichbaren Einfluss auf die eigene Emotionen, wozu auch Ängste gehören.

Aber, ich habe es schon angedeutet, das geht in beide Richtungen. Es kann also sowohl traumatisch als auch therapeutisch wirken, sofern es denn überhaupt wirkt. Wer sich jede Nacht einen Horrorfilm, der in der Nacht spielt, reinzieht, kann dadurch meiner Meinung nach durchaus eine Angst im Dunkeln entwickeln, insofern jene Person generell dazu neigt, eher ängstlich zu sein.

Das ist eben auch noch ein wichtiger Aspekt bei dem Ganzen. Wenn bereits eine gewisse ängstliche Tendenz vorliegt, kann der Einfluss von Filmen gewiss sehr viel größer sein, als wenn diese nicht vorliegt.

Allein deswegen würde ich eher davon abraten, sich Filme in therapeutischer Hinsicht anzusehen, denn das kann auch ins Gegenteil ausschlagen, ohne dass ein ausgebildeter Mensch rechtzeitig eingreifen kann, um dies zu verhindern. Der Film weiß ja nicht, wie du gerade im Moment auf dessen Inhalt reagierst. Ein Therapeut hingegen erhält deine Rückmeldung und kann dadurch stetig eingreifen, um dich in die gewünschte/erzielte Richtung zu führen.

04.09.2019 04:10 • #14


Nein schaue dir den Film nicht an und triggere dich nicht bewusst.
Den Film könntest du höchstens mit einem Therapeuten anschauen und dich dann danach auffangen lassen. Doch welcher Therapeut würde das schon mitmachen. Es geht hier nicht um Konfrontation sondern eher um Antriggern. Da ist nichts Konstruktives dabei.
Mir wurde von Horrorfilmen/Serien abgeraten, weil dann bestimmte Reinszenierungen statt finden, die mich wieder wochenlang beschäftigen. Doch dieser Hang dazu ist wie eine Sucht..

04.09.2019 07:01 • #15


Lottaluft
Zitat von Schalke:
Ich habe mich da wohl reingesteigert, habe aber noch ein bisschen Angst, da die Person immerhin auch einen eigenen Blog hat über Angstprobleme. Wie kann ich aus diesen Problem wieder rauskommen bzw mich wieder anderen Dingen widmen?(Tut mir leid falls ich mich wiederhole, wie gesagt ich habe mich da mächtig reingesteigert und wil nur sicher gehen)



Am besten kannst du deine Ängste mit einer Therapie und viel Geduld und Ehrgeiz in den Griff bekommen

04.09.2019 07:30 • #16


petrus57
Zitat von Lottaluft:
außer man will lesen wie die 67 jährige Inge koschmidder aus sachsenhausen einen entzündeten zeh hatte und nach langem Leidensweg dann raus kam das sie Krebs hat


Mist, meine Frau hat gerade einen entzündeten Zeh. Aber das gute daran ist: Sie ist noch nicht 67.

04.09.2019 07:55 • x 1 #17


Lottaluft
Zitat von petrus57:
Mist, meine Frau hat gerade einen entzündeten Zeh. Aber das gute daran ist: Sie ist noch nicht 67.


Gut habe gegoogelt -passiert nix
Haha

04.09.2019 08:33 • x 1 #18


Ich frage mich nur immer noch ob es nicht irgendwelche Vorteile gebe es mir anzuschauen und wenn man etwas sucht findet man auch immer etwas. Daher kann ich mich immer noch nicht davon lösen. Wenn es einen Vorteil davon gäbe, müsste ich es mir dann ja anschauen...
Ohne diese Angst würde es mir viel besser gehen

04.09.2019 11:28 • #19


Lottaluft
Zitat von Schalke:
Ich frage mich nur immer noch ob es nicht irgendwelche Vorteile gebe es mir anzuschauen und wenn man etwas sucht findet man auch immer etwas. Daher kann ich mich immer noch nicht davon lösen. Wenn es einen Vorteil davon gäbe, müsste ich es mir dann ja anschauen...Ohne diese Angst würde es mir viel besser gehen



Weißt du denn überhaupt woher diese Angst kommt

04.09.2019 11:39 • #20




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