Hallo meine lieben Leidensgenossen!

mich würde mal interessieren, ob ihr Sport macht trotz euren Ängsten oder eben gerade deshalb.
Ich war sieben Wochen in einer Klinik und habe dort fast täglich Sport gemacht. Joggen, Nordic Walking, Fitness, Yoga,... Mir hat das sehr gut getan und es war ein super Ausgleich.
Das wollte ich natürlich zuhause weiter führen. Ich habe mich im Fitness Studio angemeldet und mache nun zwei Mal die Woche Yoga und einmal Tai Chi. Das tut auch sehr gut. Mir fehlt nun aber der Ausdauersport bei dem ich mich auspowern kann.
Joggen fällt hier für mich flach, weil ich 1. in der Stadt wohne und 2. mich das noch nicht alleine traue (habe Angst vor dem Umkippen...). Ich würde gerne im Fitnessstudio Fahrrad fahren, traue mich aber nicht so wirklich Da bin ich so alleine mit meiner Angst...

Was sind eure Erfahrungen mit Sport? Macht ihr überhaupt Sport und was bringt er euch?

Ganz liebe Grüße und viel Kraft!

21.11.2012 16:02 • 16.08.2017 #1


30 Antworten ↓


Hallo Juhule,

ehrlich gesagt war ich mir schon am überlegen zu dem gleichen Thema einen Thread zu erstellen!
Ich "power" mich momentan zuhause auf unserem Hometrainer aus und gehe ab und zu schwimmen, einmal die Woche habe ich einen "Aquafit-Kurs" Kurs im Schwimmbad, aber da sind irgendwie viel ältere Menschen als ich drin und irgendwie könnte mir das Ganze auch bischen schneller gehen!

Ich "träume" irgendwie davon mich im Fitnessstudio anzumelden, krieg das aber nie so richtig auf die Reihe und hab natürlich auch diverse Ängste dort umzukippen/mich zu überfordern! Ich habe zwei enge Freunde und die haben fast nie Zeit, also fällt Sport zu zweit meist schlapp und alleine das ist so eine Sache, hab da schon gerne jemanden dabei! Erstens motiviert mich das mehr, zweitens macht es einfach mehr Spaß und und drittens hab ich als Ängstler gern so meine "Vertrauensperson" dabei! Ich bin übrigens auch Übergewichtig (BMI über 40!) und fühl mich deswegen unwohler, trau mich da garnicht erst in so ein Fitnessstudio! Bin letztens mal für ein Stündchen alleine schwimmen gegangen und obwohl von den Ängsten her alles geklappt hat, haben mich die Blicke schon gernervt und demotiviert .. träume irgendwie auch davon Pilates auszuprobieren, nur leider sind diese Kurse oft Abends und ich trau mich da nicht so Recht meinen Chef zu fragen ob ich da früher gehen kann, kommt mir schon ein bischen dreist vor!

Ich kann dir nur eins sagen: Du bist nicht alleine mit deiner Angst! Genau die gleichen Gedanken schießen mir oft duch den Kopf! Gerade weil ich auch leichten Bluthochdruck habe und eine Zeitlang Angst vor dem Umkippen hatte kann ich das gut nachvollziehen!

21.11.2012 16:13 • #2


Sport bei Ängsten ist super und soll so wirken wie ein Psychopharmaka.

Ich habe mit Joggen angefangen- allerdings nur, wenn jemand mitgeht.
Ich habe einfach Angst, dass ich umkippen könnte oder mir einfach so schwindelig wird.
Irgendwie habe ich gern jemanden dabei.

Ich bin also immer darauf angewiesen, wer Lust und Zeit hat.

Dabei bin ich noch nie beim Joggen umgefallen. Und die meisten, die ich unterwegs treffe, joggen alleine.
Nur ich nicht

Aber man müsste es dennoch tun.
Vielleicht erstmal eine Runde im den Block. Wenn das klappt, dann das nächste Mal zwei. und so weiter.
Bis wir merken, wir können auch allein joggen!

21.11.2012 16:22 • #3


ach, es tut einfach immer wieder gut zu merken, dass man nicht alleine ist (auch wenn ich euch natürlich das Beste wünsche! )
Mir hat der Sport in der Klinik ja auch einfach gut getan. Ich war viel ausgeglichener.
Ich wünschte ich hätte auch einen Heimtrainer für die erste Zeit. Ich sitze schon wieder fast den ganzen Tag auf der Couch und möchte mich so gerne bewegen.

Um die Uhrzeit ist das Fitnessstudio auch noch brechend voll, wieder ein Auschschlusskriterium, es nervt!

Mich würde es auch viel leichter fallen, wenn jemand mitkommt, aber ich habe hier leider auch niemanden dafür

Vielleicht sollten wir das wirklich mal mit dem einmal um den Block versuchen... wir würden das bestimmt schaffen!

21.11.2012 16:31 • #4


Das mit der Runde um den Block ist sicher eine gute Idee, nur würde ich dann wohl eher Walken oder mir den Hund schnappen für's erste!

Ich merke eigentlich auch wie ich ein Mensch bin der gerne Sport treibt, nur erst so richtig motiviert wird wenn jemand mitmacht! Habe aber auch schon germekt wie mir das schwimmen unglaublich gut tut und ich die Ängste bei der letzten Stunde schon beinahe vergessen habe! Im Sommer habe ich übrigens einen VHS Yoga-Kurs gemacht der zum damaligen Zeitpunkt total nach hinten losging .. es war heiß und der Raum eng und stickig und all die Phasen in denen wir "ruhig atmen" sollten haben mich ganz verrückt gemacht, ich konnte nur dran denken was passiert wenn es mir zu heiß wird un ich ohnmächtig werde?! Bin dann auch nicht mehr hingegangen und hab von der Familie nur Hohn und Spott geerntet von wegen man muss doch mal etwas durchhalten oder na und, ich geh auch arbeiten wenn es heiß ist!

21.11.2012 17:46 • #5


Sport ist absolut super und hat mir schon sehr viel weiter geholfen,aber ich mach das am liebsten in der Natur,so Fitnesstudio wäre für mich gar nichts (ich glaub da würd ich gleich wieder PAs kriegen)
Ich mache viel mit meinem Hund,geh walken,Radfahren,Schlittschulaufen am See,Schwimmen im Sommer im See,
also alles so Sachen die ich draussen machen kann.
Ich merke immer,wenn ich mich viel im Freien bewege bin ich irgendwie ausgelastet und es geht mir so viel besser,ich kann Sport wirklich nur empfehlen.

21.11.2012 19:49 • #6


Mensch, das wäre cool, wenn ihr aus meiner Gegend kommen würdet, dann könnten wir zusammen um die Blöcke rennen

21.11.2012 20:20 • #7


Zitat von Angsthasser:
Mensch, das wäre cool, wenn ihr aus meiner Gegend kommen würdet, dann könnten wir zusammen um die Blöcke rennen


Ja das wäre witzig,so viele Angsthasen die um die Wette rennen....

21.11.2012 20:23 • #8


Ach, das klingt toll!
Ich wohne leider in der Stadt und zwar wirklich mitten drin. Der Kurpark ist toll, aber bis ich da bin laufe ich schon 20 Minuten... in der Klinik war es super, da war der Park und der Wald vor der Tür.
Hinzu kommt, dass ich dort in der Gruppe Sport gemacht habe. Hier bin ich ganz alleine Einen Hund hätte ich auch so gerne!

Schwimmen muss ich unbedingt auch mal, vielleicht kann ich meinen wenigstens einmal die Woche dazu überreden...

Danke für den Austausch, ich finde das Thema wirklich sehr interessant!

21.11.2012 20:24 • #9


Au ja, das wäre der Hammer

21.11.2012 20:25 • #10


Ich wohne auch in der Stadt.
Ist doch super ! Da findet uns wenigstens gleich jemand

Der Nachteil der Stadt ist, dass es hier sehr viele Ampeln gibt, und bis ich im Geschäft bin, habe ich gefühlte 2578 Angstattacken hinter mir

21.11.2012 20:27 • #11


Ich hab einige Jahre in Köln gelebt und denke mit Schaudern dran zurück....nix mit Natur und Grün....
sind dann wieder zurück in die Heimat (Össiland) gezogen und hier geht es mir wieder viel besser.
Ich hab die Natur vor der Haustür,ein Haus und einen großen Garten und ich bin in ein paar Minuten im Wald,auf großen Wiesen,bei uns gibt es viele Seen und das tut meiner armen geplagten Seele sehr,sehr gut!
Trotzdem wohnen wir Stadtnah,bin mit dem Auto in 8 Minuten in der City,was will man mehr?

21.11.2012 20:40 • #12


Ach, ich könnte momentan echt nur heulen..
Meine beste Freundin ist momentan bei mri und vertröstet mich eigentlich jeden Tag mit dem schwimmen gehen! Nein, heute habe ich Bauchweh, heute eine Warze am Fuß, morgen muss ich dann noch so viele Texte schreiben und für zwei Stunden gehe ich erst garnicht..
'
Ich weiß nicht ob das einer verstehen kann aber seit ich am Montag das Seminar "abgebrochen" habe und am Sonntag der Todestag meiner Mutter ist hören die Gedanken nicht auf zu kreisen und mich macht es wahnsinnig den ganzen Tag nur zuhause rumzuhocken, zu essen und am PC zu hängen! Ich will einfach nur raus, mal reden und was unternehmen und wenn es "nur" für zwei Stunden ins Schwimmbad ist aber meine Freundin sieht das offenbar nicht! Sie ist arbeitslos und ihr Tag besteht hauptsächlich darin den ganzen Tag herumzuhängen, im Internet irgendwelche Texte zu schreiben und Ausreden zu erfinden warum sie mal wieder nichts unternehmen kann! Und dann werde ich wieder und wieder auf den nächsten Tag "vertröstet" und weiß ganz genau schon das wird wieder nicht klappen! Fang dann jedesmal an zu heulen und schäme mich total deswegen aber irgendwie macht mich die "Enttäuschung" dann jedesmal auf's neue fertig, gerade wenn ich an das kommende Wochenende denke!

Heute z.B. hat das Schwimmbad zwar nur zwei Stunden geöffnet und es ist nur "Frauenschwimmen" und das reicht meiner Freundin natürlich nicht, "lohnt" sich ja garnicht! Ich geh jetzt trotzdem hin und lass mir das schwimmen nicht nehmen, auch wenn mir sowas alleine eigentlich garkeinen Spaß macht! Naja, tut mir leid für das rumgeheule nur das musste jetzt mal raus, immer nur in der Bude zu hängen da steiger ich mich in alles rein und ich hab das Gefühl das tut mir nicht gut!

22.11.2012 14:15 • #13


Keine Sorge, immer raus damit

Wie war das Schwimmen allein?

26.11.2012 20:55 • #14


Hey Juhule,

ach es war ganz in Ordnung! Außer Hausfrauen und älteren Frauen war dann auch eine in meinem Alter da mit der ich dann ein bischen ins Gespräch kam! Von der Angst her ist das bei mir im Schwimmbad meist in Ordnung, weiß ja dass es nicht weit von zuhause entfernt ist und ich im schlimmsten Fall immer anrufen und abgeholt werden kann, beruhigt ja auch ein bischen! Wirklich "negativ" ist mir aufgefallen dass durchaus unter "Frauenschwimmen" es öfters zu BLICKEN bezüglich meiner Figur kommt als wenn das Hallenbad normal geöffnet ist!

26.11.2012 21:14 • #15


Ich wollte mich mal erkundigen ob es jemandem ähnlich geht wie mir mit dem sport und ängsten.
Ich probiere 3-4 mal die woche sport zu machen.mein problem ist aber das ich zum teil während der anstrengung so ein komisches gefühl kriege im körper. Also ähnlich wie schwindel und innere ängste. Oder mein puls wird auf einmal schneller zum beispiel im fitness bei de geräteübungem. Aber das aus heiterem himmel ind dan so eine angst. Ich kann mich einfach nicht richtig entspannen und den kopf abstellen während dem sport.habe mein herz zich mal kontroliert. Ekg,7 tage ekg,leistungs ekg,ultraschall usw. Es war immer alles in ordnung. Ich kann es mir nicht erklären.

26.06.2014 19:16 • #16


Hallo deni 83!

also ich kann dich gut verstehen mir gehts es gleich wie dir!
Ich leide unter herzneurose mit panikattacken , sport war und ist mein leben,
Spiele fussball und geh ins fitnessstudio!
Am anfang meiner angst meidete ich jeglichen sport, dann mit der zeit fing ich mit spazieren gehen an und dann ging ich wieder ins training und fitness!

Es ist echt schlimm, man hat so angst und komisches gefühl im körper,
Natürlich hat man auch einen erhöhten puls. Bei mir kommt auch atemnot vor!
Man kann sich echt nicht konzentrien!

Ich machte es aber einfach weiter denn ich hatte alle untersuchungen gemacht!
Dann ging es mir fast 2 monate halbwegs gut und hatte so eine freude!

Dann mit meinen eifer erhöhte ich das training wieder (manchmal 2xam tag)
dann vor fast 2 wochen war ich laufen am morgen und mir wurde ein wenig schwummerig und es kam alles wieder hoch, nun muss ich wieder von vorn anfangen!

also ich weis genau wie du dich fühlst!
Aber bleib dran und meide nichts!

26.06.2014 20:45 • #17


lori_123
Hallo ihr Lieben,
Ich bin neu hier. Ich leide seit etwa einem Dreiviertel Jahr an einer Angst und Panikstörung. Vor zwei Jahren habe ich angefangen Fussball zu spielen. Am Anfang meiner Angst habe ich mich immer wieder ins Training gezwungen. Dann wurde es aber so schlimm, das ich kaum noch aus dem Haus ging und alleine auch nicht mehr ins Training. Mein Freund musste mich immer begleiten. Anfang der Saison habe ich meinen Radius dann soweit erweitert, dass ich es alleine zumindest ins Training geschafft habe. Das war auch alles super und der Sport in der Mannschaft lenkte mich ab. Doch bei den Spielen gingen daue Probleme dann weiter. Auswärtsspiele musste ich immer absagen, weil es mir zu weit Weg war. Mein Trainer wusste davon, doch die Spielerinnen fanden es komisch, dass ich dauernd fehlte. Heimspiele waren anfangs ok, wenn mein Freund dabei war. Dazu muss man sagen, dass ich nicht in meinem Ort spiele, da es da keine Damenmannschaft gibt. Docht bei einem Spiel, spielte ich von Anfang an und mein Freund schafft es nicht zum Beginn. Ich hatte anfänglich keine Probleme damit, doch als das Spiel begann wurde mir so übel und ich bekam eine Panikattake mitten auf dem Feld. Ich heulte und wollte nur noch raus. Erst nach ein paar Minuten wurde ich ausgewechselt. Das war so ein schlimmes Ereignis, dass ich seit dem kein Spiel mehr gespielt hatte.
Nach der Sommerpause geht es jetzt bald weiter. Ich weiß noch nicht, was ich machen soll.

Gruß Laura

PS: ich schreibe über meine Angst übrigens einen Blog. WWW.Ichunddieangst.blogspot.com

29.06.2014 09:32 • #18


Hallo lori

ich kann dich sehr gut verstehen mir geht es genau gleich, spiele auch fussball!
Hatte auch immer angst training zu gehen und zu spielen sowiso, besonders bei Auswärtsspielen!
Weshalb hast du eigentlich angst wenn ich fragen darf?
Und welche symptome hast du dabei?

Gruß Cristiano

29.06.2014 09:48 • #19


lori_123
Das kam bei mir eigentlich ganz schleppend. Ich vor über zwei Jahren ein BA Studium gemacht und hatte dort das erste mal in de Uni eine Panikattake. Am. Anfang war es hauptsächlich Übelkeit. Daher dachten wir auch nicht direkt an Angst sondern etwas körperliches. Ich musste mein BA Studium. Dann abbrechen, weil die Übelkeit immer wieder kam, wenn ich zur Uni sollte. Jetzt habe ich wieder bei uns in der Nähe angefangen zu studieren und es war alles besser. Mittlerweile habe ich meine Ernährung komplett umgestellt weil eine Unverträglichkeit festgestellt wurde. Ich dachte das wäre der Grund für meine Übelkeit gewesen. Doch das fing dann vor einen, Dreiviertel Jähr wieder an. Ich sollte an die FH und mir wurde übel. Bis ich irgendwann gar nicht mehr ging. Dann wurde es auch schlimmer, wenn ich nur in die Stadt sollte. Als die Syptome schlimmer wurden, suchte ich mir Psychologische Hilfe. Erst die erzählte mir dann von der Angststörung. Ich dachte es wäre der Stress oder einfach nur das Studium.

Ich hab wie gesagt hauptsächlich die Übelkeit, dazu kommt dann die Panik, dass ich nicht mehr heim komme bevor es mir schlechter geht. Die Atmung wird dann schneller, mir wird schwindelig und fange an zu zittern. Ich habe dann solch große Angst ich komme nicht mehr heim. Vorallem wenn ich alleine unterwegs bin.

Aber ich arbeite daran und versuche immer wieder mich der Angst zu stellen, um meinen Radius zu erweitern. Es ist nur sehr schwer soziale Kontakte aufrecht zu erhalten, wenn man kaum irgendwo hinkommt. Vorallem weil viele nicht verstehen, was eigentlich mit mir los ist. Daher habe ich angefangen einen Blog zu schreiben. Meine Freundinnen und meine Familie kann sich seit dem besser in meine Situation hineinversetzten

29.06.2014 10:51 • #20




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