Liebe Leute,

Diese Sorge existiert in ähnlicher Ausführung hier bereits,ich weiss...dennoch muss ich meine Angst unbedingt loswerden da ich sonst durchdrehe...
Und zwar geht es um Myokarditis. Ich bin leidenschaftliche Sportlerin (nicht auf Leistung fixiert,sondern einfach als grooosses Hobby) und trainiere täglich!

Vor 2 Tagen war ein Freund zu Besuch,der gerade dabei war eine Erkältung auszukurieren. Seit seinem Besuch fühlte ich mich auch leicht kränklich. Hatte keine erhöhte Temperatur,kein Schnupfen und kein Husten,aber eben dieses typische Schlappheitsgefühl und den Eindruck,"verstopft" zu sein in Gehörgang und Nase und sowas. Bin dennoch ins Fitnesscenter gegangen,weil ich dachte,vielleicht fühl ich mich danach ja besser.

Gestern war dem auch so. Heute aber fühle ich mich immer noch schlapp. Messe ständig meine Temperatur,in Panik,dass ich plötzlich Fieber habe..ja. Meine Angst: Bakterien sind bereits in mir und dabei,sich zu vermehren und mein Herz zu attackieren. Ich kann nix gegen diese Panik tun. Soll ich zum Arzt? Blutwerte checken? Oder soll ich mich einfach beruhigen? Und wie? Einerseits möchte ich nicht auf Sport verzichten,andererseits möchte ich auch nicht sterben! Bin so verzweifelt..

Hoffe jemand kann mir weiterhelfen.

14.01.2016 11:32 • 22.02.2016 #1


29 Antworten ↓


Vergissmeinicht
Hey Aril,

so schnell ist die Inkubationszeit auch nicht. Mache Deinen Sport und lenke Dich ab. Lass Dir von der Angst nicht alles nehmen.

14.01.2016 11:37 • #2


FairlyLi
Hi Aril,

Ich denke auch, dass die Sache mit der Herzmuskelentzündung, nur der Fall seien könnte, wenn es dich wirklich voll erwischt hat. Wenn es einem dann echt so dreckig geht, hat man glaube ich garnicht die Kraft mehr zum Sport zu gehen, Körpereigener Schutz vielleicht und, Allein dass es dir danach besser ging, zeigt ja, alles in Ordnung. Es ist aber auch möglich, dass dadurch, das du die Angst/Befürchtung hattest, der Sport würde etwas auslösen, die Symptome wieder gekommen sind.
So ist es bei mir auch immer.
Aber wenn du dir sehr unsicher bist, geh zum Arzt und lass es abchecken. Wobei ich das nicht für nötig halte, wenn es dir bis jetzt nicht schlechter ging.
Geht es dir denn mittlerweile besser/schlechter?

Liebe Grüße

14.01.2016 12:53 • #3


Danke euch. Ich fühle mich durch den Sport deutlich besser (habe mich gezwungen weiterzumachen). Allerdings läuft es meistens so,dass ich mich körperlich fit fühle,dann ins Grübeln komme und dann auch Symptome auftreten. Ein schei.. Ich glaube ea hat mir gut getan hier mal die Angst aufzuschreiben. Ich denke auf den Arztbesuch werde ich verzichten,zumal ich da eh viel zu oft sitze. Und erst vor einem halben Jahr ein sauteures Herz-Ultraschall habe machen lassen.

14.01.2016 12:57 • #4


FairlyLi
Ja das stimmt, es tut echt gut wenn man seine Ängste, die man sonst nur in sich hat, mal ausschreiben kann.
Das ist halt denke ich, das typische Problem bei der Angst vor Krankheiten, dass die Psyche da echt miserabel mitspielt, dann ist man echt der Überzeugung man hat was. :/

Ich hatte das auch mal mit einer Lungentzündung, also das ich dachte ich hätte eine, und die durch fehlende Schonung verschleppt habe, und daran sterben werde. Also ging's mir auch dreckig, und ich hatte echt schmerzen in den Lungen. Letzten Endes hatte ich nicht mal eine normale Lungenentzündung, also garnichts. Und habs 'überlebt'

Also sag dir einfach, der Sport hat nichts mit dir gemacht, es hat dir eher gut getan, du bist gesund. Wenn du dich selbst gut davon überzeugen kannst, wird das von selbst weggehen.

14.01.2016 13:18 • #5


Es tut so gut auch zu wissen dass man mit dieser Angst nicht alleine ist. Obwohl ich das Elend natürlich keinem wünsche.
Das Schlimme ist wirklich,dass,wenn ich erst mal "drin" bin im Panikstrudel,ich wirklich das Gefühl habe,ich sei sterbenskrank. Mir kommt dann mein ganzes Leben als einziges Omen vor,das darauf hindeutet. Egal was ich ansehe oder tue,alles ist unter dem Blick einer Krankheit getrübt,die ich wahrscheinlich nicht habe...ich verstehe auch nicht wo meine Psyche diese Atmosphäre her nimmt!
Fakt ist,ich HATTE heute Herzstechen. Das war keine Einbildung. Aber gleich das Gefühl zu haben,dass es das schlimmste vom schlimmen ist,das ist wirklich dss beängstigende. Jedenfalls habe ich mich jetz noch mit diesem Gedanken beruhigt; falls es tatsächlich mein Schicksal sein soltle,wegen Sport an Myokarditis zu sterben,so bin ich wenigstens in Würde an meinem grössten Hobby gestorben...;P

14.01.2016 13:40 • #6


FairlyLi
Haha der Schluss
Aber ja, du beschreibst da 1:1 was ich auch fühle. Und es tut echt gut sich hier im Forum durchzulesen und größtenteils beruhigende Worte zu lesen.
Das klingt jetzt so als hätte ich schon alles durch - ( ich hatte in den letzten Monaten auch schon gefühlt überall Krebs ) aber das 'Herzstechen' habe ich auch :'D aber nur, oder meist nur, wenn ich mir sorgen um irgendeine Krankheit mache. Also denke ich das ist so eine kleine 'Nebenwirkung' der Ängste? Weil ich auch schon ein EKG hatte, und da war nichts. Und ich denke, wenn wir Sport machen können, und währenddessen keinen Herzinfarkt erleiden, wirds schon nichts schlimmes am Herz sein

14.01.2016 13:48 • #7


Ja,ich hatte auch schon "alles". Wirklich alles. Und leider auch immer sehr teure Untersuchungen. Schlussendlich bringt diese ganze Angst nichts,denn selbst WENN wir etwas Schlimmes hätten,würde die Angst ja alles nur schlimmer machen. Ich persönlich hab aber eben viel zu sehr Angst davor,Symptome zu überhören und zu ignorieren und dann "ausversehen" zu verenden. Aber na ja. Ganz verschwinden wird diese Furcht wohl nie. Heute hat es geklappt mit dagegen angehen,ein nächstes Mal wird sie vielleicht wieder siegen...

14.01.2016 13:53 • #8


FairlyLi
Ja das stimmt.
auf einer anderen Angst Seite hat so ein Experte gesagt
"stellen Sie sich mal vor sie bekommen wirklich Krebs, was haben sie davon, dass sie sich all die Jahre deswegen schon verrückt gemacht haben? Denken Sie sich dann 'Ja ich habs gewusst'. War es das wert ihr Leben davor nicht gelebt zu haben?" Da dachte ich mir auch, es ist doch besser immer mit allem zu rechnen und zu früh abklären zu lassen, als sich immer alles schön zu reden und dann daran zu verenden weil man sich ja eingeredet hat man hätte nichts. :/ das ist echt so ein Zwiespalt zwischen "es wird schon nichts sein" und "aber wenn doch...". Und Krankheiten haben eben bessere Heilungschancen wenn man sie früh genug erkennt.
Wir können nur irgendwie lernen es in einem normalen gesundem Maß zu halten.

14.01.2016 14:05 • #9


Vergissmeinicht
Hey Aril,

gut gemacht und keine schlechte Denkweise

14.01.2016 14:12 • #10


Das Ding ist, dass 'Experten' eben oft nicht wissen, wie sich so eine Krankheitsangst wirklich anfühlt. Okay, sie können es rational beurteilen, aber das können WIR auch. Ist ja nicht so, dass wir nicht wissen würden, wie doof das alles ist. Aber eben. Ich finde auch die Aussage "War es das wert ihr Leben davor nicht gelebt zu haben?"etwas zu krass formuliert. Ich zumindest lebe mein Leben schon, die Krankheitsangst spielt darin halt leider einfach eine grosse Rolle. Ja und eben, ich kenne genug Leute, die nie zum Arzt gehen, obwohl sie so krank sind dass sie mit einem Fuss quasi schon im Grab stehen (leicht übertrieben, aber es geht ja ums Prinzip ) - die Frage ist nur, ob Ärzte einem wirklich helfen können, wenn man sterbenskrank ist. Ich denke in Panikmomenten immer, dass jede Sekunde zählt. Meine Mutter aber sagt zB: "Wenn die Uhr abgelaufen ist, ist sie abgelaufen." Vielleicht hat sie recht. Ich weiss es nicht.

14.01.2016 18:59 • #11


FairlyLi
Ja ist echt so. Wenn man es nicht selbst erlebt hat, ist es nur schwer nachzuvollziehen.
Den Satz fand ich auch heftig, sowas will und kann man während einer Panikattacke einfach nicht hören, wenn man der festen Überzeugung ist, bald zu sterben.
Es mag Menschen geben denen so harte Fakten helfen, ich gehör da aber nicht zu
Klar, bei manchen Krankheiten kann man nichts mehr tun. Aber bei den meisten Krebsarten eben schon, wenn man sie früh genug erkennt. Andererseits, wenn man denn an Schicksal glaubt, kann man selbst an eigentlich heilbaren Krankheiten sterben. Weil, man dafür halt bestimmt ist..keine Ahnung :/ aber ich denke auch in den Panikmomenten, dass Vorsorge besser ist als Nachsorge. Aber manche Dinge kann man einfach nicht beeinflussen.
Aber wir sind noch so Jung..das wäre schon ein großer Zufall, wenn alle an Angst & Panik Krankheiten Leidende, zu denen gehören die zu früh gehen müssen.

14.01.2016 19:11 • #12


Ganz genau, und da hat der Experte wiederum recht: wir sollten tatsächlich lernen, das Leben mehr zu geniessen. Alt und schwach wird man früh genug. Solange wir uns eigentlich fit fühlen, sollten wir dankbar sein und nicht an all das furchtbare denken, was eben sein könnte. Aber das sagt sich so einfach. Ich war ja heute Morgen selber noch in heller Panik, weil ich mich so krank fühlte, dass es mir einfach unglaublich vorkam, dass ich gesund sein sollte. Krebs ist sowieso eine schwierige Sache. Da gibt es ja die unterschiedlichsten Formen und keiner weiss so wirklich, woher er kommt und warum er geht, wenn er geht. Ich weiss auch nicht, wo gesundes Symptomewahrnehmen aufhört und wo Hypochondrie so genau anfängt...schwierig das zu beurteilen..

14.01.2016 19:49 • #13


FairlyLi
Das sowieso.
Ich habe auch immer zu der Sorte gehört, die alles auf morgen, oder auch mal Wochen später verschiebt, man hat ja Zeit.. Habe mich vor allem gedrückt weil ich ein geringes Selbstbewusstsein habe, und so oder so keinen Plan hatte wer ich überhaupt bin und was ich im Leben will. Nach meiner ersten und bisher schlimmsten Angst/Panikattacke im Oktober letzten Jahres, schätze ich das Leben viel mehr. Habe angefangen Sport zu machen, mich bewusster zu ernähren. Und mich eben nicht mehr vor allem zu drücken, sondern so viel rauszukommen wie nur möglich.
Ich kann mich noch genau daran erinnern, wie ich vor 4 Monaten zu meiner Mutter gesagt habe "uns geht's doch gut, und solange es uns gut geht, brauchen wir auch nicht unnötig zum Arzt rennen" ... Als wäre es der Anfang von allem gewesen.. :/
Aber genug von mir.

Bei der Geschichte anderer lässt sich immer so einfach sagen "das wird schon nichts schlimmes sein".. Aber ich verstehe wie du dich gefühlt hast. Es ist aber so komisch, vor dem Beginn der Angstattacken sind wir doch auch nicht bei einfachen Bauchschmerzen davon ausgegangen es könnte bald vorbei sein. Wir sind gerannt, ohne Angst davor einen Herzinfarkt zu bekommen..

Jaa..so genau will ich garnicht wissen wer oder was der Krebs ist, ich glaub da könnte keiner mehr beruhigt irgendwas tun. heutzutage ist ja alles Krebserregend

Es ist wirklich schwer, noch seinem Körperempfinden zu trauen. Und man wird ohne abklärung, wahrscheinlich nie wissen, welches Symptom nun einer Krankheit , oder der Hypochondrie zuzuschreiben ist.

14.01.2016 20:14 • #14


july1986
Hallo ..hab grob mitgelesen und wollt auch kurz meinen Senf dazu geben .
Also die Symptome einer myokarditis sind relativ unspezifisch und meist merkt man dadurch selbst nicht mal das man eine hat .
Ich im übrigen hatte mal wirklich eine also nicht geglaubt eine zu haben sondern sie War existent und lag damit km Krankenhaus als ich 14 Jahre alt War und wurde nur durch Zufall festgestellt als man dachte ich hätte nur eine Erkältung diese aber nicht weg ging daher rkam ich ins kh und wurde festgestellt pfeiffersche drüsenfieber mit myokarditis

14.01.2016 20:18 • #15


FairlyLi
Hey July,

Mich betrifft die Angst zwar momentan nicht. Aber bestand bei dir damals denn Lebensgefahr?
Weil in meinem Gedankengang würde das tötlich enden, wobei ich den Krankheitsverlauf nie gegooglt habe.. :'D

14.01.2016 20:25 • #16


july1986
Ich weiß es ehrlich h gesagt gar nicht. Mir haben die Ärzte das nicht mal gesagt habe es nur im arztbericht gelesen .
Früher hat ich keine Angst ...habe direkt danach wieder gefeiert natürlich auch Alk. getrunken sportlich gemacht War unterwegs usw .
Lag eine Woche im Krankenhaus und bekam glaube Antibiotika .
Im EKG waren auch zu Anfang ziemliche Veränderungen zu sehen .bei Entlassung War mein EKG normal .
Der damalige Hausarzt sollte es weiter kontrollieren tat er aber nie .
Daher durch solche Dinge bin ich immer sehr misstrauisch bei Ärzten und kann den einfach nicht vertrauen

14.01.2016 20:32 • #17


FairlyLi
Hm, deine Ärzte wirken im Nachhinein echt nicht vertrauenswürdig. Aber du lebst ja zum Glück noch. Und hast ja scheinbar jetzt keine bleibenden Schäden am Herzen davon, soweit ich lesen konnte.
Und ich verstehe dein Misstrauen gegenüber den Ärzten, nach so einer Geschichte.
eine Herzmuskelentzündung ist ja dann scheinbar letzendlich auch nur eine Entzündung. Klar jetzt nicht so einfach wie eine Blasenentzündung, aber ich hoffe du verstehst was ich meine

14.01.2016 20:41 • #18


july1986
Ja weiß was du meinst .
Nein habe nur eine tachykardie aber denke nicht das die damit zusammenhängt

14.01.2016 20:49 • #19


FairlyLi
Hm nein, denke auch nicht dass das einen Zusammenhang hat.
Habe selbst öfter grundlos einen leicht schnellen Herzschlag. Kann denke ich jeden betreffen auch ohne Vorerkrankungen

14.01.2016 20:54 • #20




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