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Katharina83

03.01.2016 14:28 • 23.03.2021 x 1 #1


50 Antworten ↓


HaZelGreY
Hey Katharina...
Bis vor ca. 4 wochen hatte ich das immer gut im Griff konnte mich schnell wieder selbst beruhigen und auf die Arbeit konzentrieren...
Dann hatte ich so eine für mich extreme Panikattacke auf der Arbeit das gar nix mehr ging... Bin dann sofort nach Hause.
Seitdem habe ich furchtbar angst arbeiten zu gehen... Morgen muss ich wieder und ich hab jetzt schon wieder Angst und Panik mir ist ganz schlecht und meine Gedanken drehen sich nur darum... Das ist so ätzend!

Wie ist es denn bei dir momentan?

Viele Grüße

03.01.2016 14:34 • #2



Angst- und Panik wie geht ihr damit auf Arbeit um

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Katharina83
Ja da geht es mir so wie dir . Hatte es auch immer gut im Griff bis es auf Arbeit mal extrem war bin dann gleich zu uns runter in die Ambulanz seitdem fällt es mir immer sehr schwer zu gehen ich habe schon immer abends Panik . Obwohl ich ja da eigentlich in den besten Händen bin . Ich habe auch mit meinen Kollegen darüber gesprochen bin jetzt froh das sie es wissen und mich unterstützen . Drück dich mal LG

03.01.2016 14:41 • #3


Katharina83
Hat jemand einen Tipp wie er damit auf Arbeit umgeht .

03.01.2016 14:46 • #4


Hasengöttin
Kommt immer drauf an wie stark die Symptome sind......Ich versuche es alleine, erstmal in den Griff zu bekommen.....Laufen, was trinken, ein Bonbon lutschen und reden, viel reden. Mich ablenken.....Wenn ich merke es geht überhaupt nicht dann fahre ich Heim......Aber das ist erst einmal passiert. Und ehrlich gesagt war das keine Attacke sondern Migrane mit Symptome die ich noch nicht kannte.Bei mir ist die Angst vor der Angst immer noch sehr präsend. Leider

Die wenigsten können mit PA umgehen....Außerdem wäre es ein gefundenes Fressen für meine Chefin die nur drauf warten mich los zu werden. Hat es schon mehrmal versucht....Kurz vor Weihnachten hat sie mir gesagt ich sollte doch mal über eine Versetzung nachdenken

LG Hasengöttin

03.01.2016 14:56 • #5


HaZelGreY
Ja das mit der Angst vor der Angst ist ein blödes Ding... Ich habe auch Angst davor dass es wieder passiert dadurch steiger ich mich natürlich noch mehr rein...
Meine Kollegen wissen es bis auf eine auch nicht habe bei meinen letzten Arbeitsplätzen schlechte Erfahrungen damit gemacht...
Paradox ist ja dass ich im Krankenhaus arbeite und bei einer Panikattacke angst vor dem Tod habe.. Da wäre ich ja genau an der richtigen Stelle lauter Ärzte um mich rum...

03.01.2016 15:02 • #6


Katharina83
Ja ich arbeite ja auch im Krankenhaus . Ja genau die Angst vor der Angst . Wenn ich erstmal auf Arbeit da bin geht es aber der Weg dahin oder abends vorher . Also bis jetzt bin ich froh es gesagt zu haben aber wie ihr schon sagt da muss man aufpassen wem man was sagt und ob man es sagt . Aber wir sind ein tolles Team und ich bin froh das sie hinter mir stehen . Letztens ist mein Blutdruck auf 220/130 hoch gegangen habe dann von unseren Ärzten nitro spray bekommen nun habe oh immer Angst das wieder so etwas passiert . LG und ich danke euch .

03.01.2016 15:06 • #7


Hasengöttin
In der Arbeitswelt hast du zu funktionieren. Leistung zu bringen....sonst musst du weg...Habe überhaupt schlechte Erfahrungungen gemacht wenn ich gesagt habe was ich habe....Die meisten denken und sagen reiß dich mal zusammen oder stell dich nicht so an. Habe viele Freundschaften verloren...aber das waren wohl auch keine Freundschaften....
LG Hasengöttin

03.01.2016 15:10 • x 1 #8


Katharina83
Ja das stimmt wohl . Privat habe ich mich auch von einigen entfernt solche sogenannten Freunde brauche ich auch nicht mehr . LG an die Hasengötttin

03.01.2016 15:19 • #9


Hallo Katharina, ich bin selbst Krankenschwester und leider unter panikattacken seit 2 jahren. Meinen Beruf im op kann ich daher nicht ehrlich ausüben, arbeite daher im Büro. Ich kann dir nur empfehlen, offen damit umzugehen und zu schauen ob ein Wechsel des Bereichs nicht in Frage kommt. Es hat einen Grund das du auf der Arbeit Attacken bekommst. In unserem Beruf sehen wir viel elend und denken es kompensieren zu können aber dem ist meist nicht so. Das Gesundheitswesen hat sich sehr verändert und wir funktionieren nur noch und helfen etc ist zweitrangig. Das brennt viele Menschen mit helfenden Tätigkeiten aus. Versuche immer wieder zu sagen das dir gerade vor Ort nichts passieren kann und überprüfe dein Umfeld, deinen Bereich und ob du dich noch wohl fühlst. Die Attacken sollen uns helfen, uns aufmerksam machen auf das was wir nicht sehen wollen.

Wenn ich eine habe in der Arbeit dann ist das on Ordnung, auch wenn die Kollegen es nicht verstehen und hilflos sind. Ich lasse sie kommen und durchrollen und wenn es gar nicht geht bleibst du einen Tag zu hause. Versuche dich zu beruhigen und auf dich zu hören, weg vom ich muss sondern ich kann entscheiden. Vielleicht ist eine neue Stelle eine Chance alles liebe

03.01.2016 20:31 • #10


Ilovechocolate
Ich kenne das auch auf der Arbeit und ich versuche mir den Druck zu nehmen indem ich mir sage, alles kann nichts muss.... Wenn es mir schlecht geht gehe ich eben nach Hause. Jedem geht es mal schlecht ist eigentlich gar kein Problem. Natürlich dürfen keine schwerwiegenden Fehler passieren, im KH ist das schon ein Druck. Aber jeder darf Schwäche zeigen. Mir hat es geholfen mich jemanden anzuvertrauen. Ich tue alles dafür das es gut geht, aber es kommt auch vor das ich Panik habe sag dann kurz meinen Kollegen bescheid. Leider kann ich mir den Moment nicht aussuchen indem ich Panik habe und habe das auch so meinen Kollegen gesagt. Wenn ich dann an die frische Luft gehe und mir sage, es ist ok das es dir nicht gut geht, es ist in Ordnung das du schwäche zeigst, geht es auch meist besser und ich kann wieder zurück. Geht es gar nicht bin ich auch schon heim gegangen. Den nächsten Tag positiv angehen und versuchen nicht darüber nachzudenken. Aber ich habe auch viel versucht und nehme seit einem Jahr Sertralin. Es hat mir so sehr geholfen... aber ich finde dies sollte die letzte Instanz sein.

03.01.2016 20:43 • #11


Hallo Katharina,

ich arbeite auch im Krankenhaus und konnte meine Panikattacken bis jetzt gut verbergen. Ich muss auch ehrlich sagen, dass ich nicht möchte das es dort jemand mitbekommt. Wir haben einige Dauerkranke und ich sehe da schon wie die Kollegen reden. Deshalb würden sie auch nicht verstehen wenn man psychische Probleme hat. Wie schon gesagst, verstehen das nichtmal viele Personen aus dem engsten Familien- oder Freundeskreis. Aus diesem Grund vermeide ich es auf der Arbeit darüber zu reden bzw. mir es anmerken zu lassen. Es finde es wirklich toll das du so verständnisvolle Kollegen hast, denn ich stelle mir vor, das es eine Erleichterung für dich war, so offen sein zu können und das Verständnis von deinen Kollegen zu bekommen.

03.01.2016 20:52 • #12


Katharina83
Hallo Zukunft vielen vielen Dank für deine lieben Worte und das was du schreibst damit hast du völlig recht . Ich hatte schon ein Gespräch mit der pdl sowie mit meiner stationsleitung was wirklich positiv war Ich wollte das sie es wissen da ich ja auch öfter mal 1 Tag ausgefallen bin . Nun schauen wir mal wir haben beschlossen also was ich wollte erstmal keine Verantwortung für 3 Monate also keine Visite und meine Kollegen stehen da hinter mir mal schauen wie es wird . Aber ich danke dir . Eine Mutter Kind Kur habe ich beantragt . Ganz liebe Grüße und auch an alle anderen vielen Dank Zuckerwatte und ilovechovolate

03.01.2016 21:14 • #13


Katharina83
Ja es ist auch so ausgemacht das ich kurz Bescheid gebe und erstmal raus gehe an die frische Luft oft oder das was ich in dem Moment gerade brauche Zuspruch oder einfach jemand der bei mir ist .

03.01.2016 21:15 • #14


Katharina83
Ich hatte es auch lange verbergt bis an dem Tag wo ich so eine heftige Attacke auf Arbeit hatte .
Da haben es welche mitbekommen und bevor sie darüber reden habe ich es im Team gesagt . Ich denke auch das ein oder zwei Leute trotzdem reden aber dann ist es halt so .

03.01.2016 21:17 • #15


Katharina83
Ich gehe ja auch immer wieder jeden Tag aber fragt nicht wie schwer es mir manchmal fällt aus Angst zu versagen oder mich zu blamieren

03.01.2016 21:18 • #16


Das freut mich Katharina und super dadurch es gemacht hast. Dadurch hast du auch nichtsdestotrotz Druck dich immer zu verstecken. Ja nimm dich ein wenig raus. Schau was dir Spaß macht und was dich nervös werden lässt in der tgl. Arbeit. Wo genau du angst bekommst. Vielleicht einen kleinen block im kasack, schreib auf was du gedacht oder getan hast als die Angst kam. Ist nicht einfach im klinikalltag aber der weg zu dir. Ja schau ob du eine kur machen kannst. Vergiss nicht wieviel mentaler Stress der Beruf bedeutt. Man kann sich nicht immer abgrenzen und sollte es. Kannst du erstmal teilzeit arbeiten?

03.01.2016 21:21 • #17

Sponsor-Mitgliedschaft

Angst vor dem blamieren oder versagen verstärkt nur die panik. Du bist in einer Klinik wo kranke Menschen behandelt werden, da müssten doch die Kollegen Verständnis haben, also keine angst vorm versajen. Du kannst deinen Beruf und machst dein bestes aber du bist auch ein Mensch und dieser Mensch hat Bedürfnisse und auch Probleme und das ist in Ordnung, sei für dich da wie du für deinen Patienten da bist und kümmere dich um dich. Welche Fachrichtung bist du in der Klinik?

03.01.2016 21:24 • #18


Katharina83
Oh Zukunft jetzt kommen mir echt die Tränen . So lieb von dir ich habe mir ein Screenshot gemacht um mir deinen lieben Worte anzuschauen wenn es mal wieder nicht weiter geht . Ich habe vor meinem Sohn Unfallchirurgie gemacht und legt visceralchirurgie uns Gefäßchirurgie . Vor meinem Sohn hatte ich das nie jetzt habe ich auch oft Patienten mit Krebs und seit ich meinen Sohn habe nehme ich das alles mit und bilde mir auch Krankheiten ein und denke dann das sich ja niemand um meinen Sohn kümmert was ja nicht so ist . Ich danke dir von Herzen .

03.01.2016 21:35 • #19


Liebe Katharina, es ist schön wenn es dich berührt. Darum geht es, das du wieder berührt wirst bei all dem elend in der Klinik. Man sieht sich selbst nicht mehr und hat ständig angst sodass auch zu haben, gerade weil du jetzt jemanden hast, wo du selbst Ängste entwickelst weil du ihn aufwachsen sehen willst und es erst recht einen Grund gibt zu leben. Das Umfeld einer Klinik heutzutage suggeriert aber eben nur Krankheit wenig Heilung und nur druck. Du bleibst auf der Strecke. Ich habe mich zum Schluss nur noch aufgeregt im op weil ich es nicht mehr verstehe was da abläuft. Nach 15 Jahren nur noch Kopf schütteln. Gerade viszeralchirurgie implementiert viel krebs, Colon ca., darmkrebs, etc. Wie willst du das alles aushalten ohne sich sorgen um machen. In unserem Job hilft ins keiner mit den Ängsten und psychischen und mentalen Dingen umzugehen, keine supervision oder beratung. Wie sollen wir das unbeschadet schaffen als Menschen mit herz. Ich meine du hast dir ja einen Beruf ausgesucht wo es um Menschen geht. Sei nicht hart mit dir und vor allem du darfst angst haben und du darfst auch mal nicht mehr können und du darfst kraftlos sein jeden die Nase voll haben

03.01.2016 21:55 • #20



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