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Huhu nürnberg und ihr alle,
ja, ja das kenne ich alles doch nur zu gut.
Alleine sein ist ein großes Problem, ich denke das liegt u.a. daran, dass wir dann mit unserem Kopf allein sind, und man es nicht schafft, sich über viele Stunden richtig abzulenken. Die Gedanken machen sich einfach selbstständig und beim kleinsten Körpersymptom geht die Angstschleife direkt los.
Früher hatte ich Angst und Panikattacken nur abends und nachts, vor allem zum oder nach dem Einschlafen. Das hatte den großen Vorteil, dass ich mich tagsüber sicher gefühlt habe. Mittlerweile quälen mich die Angstzustände tagsüber fast mehr, als eine richtige Attacke.
Letzten Montag z.B. gingen die Angstzustände mittags los, und abends war ich immer noch dabei, wellenschubförmig und immer bissi schlimmer. Watte im Kopf, Herzrasen, Schwindel, verschwommenes Sehen, Zittern - trotzdem hab ich mich nach draußen gequält, weil ich mich unter Leuten immer noch ein bissi mehr zusammenreißen kann und mich auch nicht so alleine fühle. Hab dann aufm Supermarkt Parkplatz rumgelungert und bin als es besser wurde spazieren gegangen.
Also Bewegung und Sport sind auf jeden Fall gute Mittel, um etwas dagegen zu tun. (-;
Die Gedanken ans Sterben aus dem Kopf zu bekommen, ist bei einer richtigen Panikattacke ne Kunst für sich, und bei Angstzuständen auch nicht grade einfach. Gelingt mir nicht oft, und wenn ich dann noch Input von außen bekomme durch Nachrichten, TV, oder gar meine Omi im Altersheim, Auweia - dann ist es ganz vorbei...
Ich kann dir nur sagen, du bist auf dem richtigen Weg mit Bewegung, Freunde finden, und Ablenkung - ist schon ein großes Stück geschafft.
Eventuell helfen du dir ja auch begleitend Gespräche mit einer Therapeutin, auch wenn dort sehr lange Wartezeiten sind - melde dich doch einfach mal an bei jemandem deiner Wahl, mir hat es immer sehr geholfen 1mal die Woche einen Termin zu haben.
Und ganz ehrlich: Für mich sind Menschen mit Angststörung und Panikattacken die wahren Helden des Alltags - denn es ist doch schon immer ein kleiner Tod, was wir da durchmachen, und wer es schafft, trotzdem arbeiten zu gehen und seinen Alltag zu bewältigen, verdient all meine Hochachtung
LG
Nivi