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yellow-belly

yellow-belly
Mitglied

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Halli, ich hab grad ne schlimme panikatacke, komm gerade allein nicht damit zurecht. Kamen von einem geburtstsg zurück, habe ein bisschen radler und ein j. cola getrunken. Jetzt lieg ich seit 2 std zitternd im bett, ich glaube mir ist übel und jetzt kam noch ne fette panikatacke dazu die ich lamge nicht mehr hatte. Ist noch jemand wach gerade?

16.03.2018 #1


39 Antworten ↓
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Flocke37
Gast

Zitat von jawa:
Ich habe und hatte noch nie Panikattacken was aber auch nicht relevant ist. Ich erlebe aber in meiner Hospiz Arbeit öfter was es bedeutet mit Angst und Schrecken in den Tod zu gehen. Letzteres geschieht aber nur ganz selten weil wir dagegen steuern können.

Liest du eigentlich mal etwas, ich habe die Aussage getroffen wie es ist wenn diese Menschen nicht abgelenkt sind in ihrer Stunde, und sei es nur durch den unerträglichen Schmerz: Diejenigen welche sich entscheiden mit dem Schmerz zu gehen erhalten in der Praxis nie Beruhigungsmittel, und diese Tatsache macht mich persönlich nachdenklich, den Schmerz betreffend und der aufkommenden Angst bei Vergabe von Morphium.

Ich finde sehr anmaßend das du dich zu einer Materie äußerst, die du emotionell überhaupt gar nicht nachempfinden kannst. Das ist wie wenn ich zu jemandem mit Krebs sagen würde wie es gehen kann im Leben obwohl ich es auch nur von anderen kenne.

Ich hier, gehöre zu den wenigen, die ihre Angststörung super im Griff hat. Und ich habe auch keine Panikattacken bei Rheuma bedingtem Schmerz. Nur falls du mich da missverstanden haben solltest.

Das was du beschreibst hat mit der Angst und Panikstörung überhaupt nichts zu tun. Sterbende Menschen mit vllt sogar Schmerzen haben eine ganz substanzielle Angst. Oder auch nicht weil sie den Tod herbei sehnen.

Menschen mit einer psychischen Störung haben Ängste aufgrund von seelischen tiefgreifenden Erlebnissen entwickelt. Oder aber als Folge einer Traumatisierung. Das sind fehlgeleitete neurologische Verknüpfungen die wieder gelöst werden müssen.

2 völlig voneinander zu trennende Situationen. Ich kenne beide. Du zum Glück keine von beiden persönlich, wenn ich dich richtig verstanden habe und die eine nur als Augenzeuge.

Du irrst wenn du glaubst, das deine Erfahrungen aus der Hospizarbeit übertragbar wären auf Menschen mit einer psychischen Störung.

08.10.2017 12:36 • x 2 #21


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A


Akute Panik aktuell

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S

Sascha851
Gast

Hi ihrs. Oh Panikattacken. Wie fein Sad Im Moment habe ich sie leider nahezu täglich. Dass Du jetzt eine PA hast, obwohl Du jemanden geholfen hast kommt m.E. daher, dass Du jetzt quasi seine (oder ihre) Probleme Dir aufgeladen hast. Seit wieviel Uhr hast Du Deine Attacke und welche Symptome hast Du genau ? Auch ich versuche irgendwie eine Strategie zu entwickeln, die sicher hilft. Leider habe ich diese noch nicht. Sonst schaue mal in meinem Thread -vielleicht hilft es Dir irgendwie weiter. Mir hilft mittlerweile das Schreiben - alles was mich in dem Moment bewegt - dadurch beruhige ich mich. Mit Traumreise - machst Du diese mit einer App oder Musik ? Wenn es nämlich still um mich herum ist, würde diese bei mir auch nicht wirklich wirken - mit der App wiederum klappt es ganz gut.
Dann fühle Dich virtuell ganz doll von mir gedrückt und in den Arm genommen. So, wie ich das virtuell bei meiner Tochter mache, die leider gerade im Krankenhaus ist.
LG,
Sascha

11.12.2017 00:57 • x 1 #35


Zum Beitrag im Thema ↓


F
Stehe mal bitte auf und laufe in Ruhe durch die Wohnung. Das hilft das ausgeschüttete Adrenalin abzubauen. Mach das ruhig ne gute halbe Stunde. Und trinke dir einen heißen Tee.

x 1 #2


yellow-belly
Tee mag ich jetzt gar nicht irgendwie Sad( ich versuchs mal mit dem durchlaufen. Es bessert sich nämlich fast gar nicht. Und ich hab so angst brechen zu müssen. Das kommt aber dann von diesem rumgezittere, nicht von dem Alk.. Sobald ich kurz vorm einschlafen bin schreck ich auf und daszittern geht von vorne los

#3


E
Kenn ich. Mir hilft immer hinlegen, die Hand auf den Bauch zu legen und mich auf meine Atmung zu konzentrieren. Es wird vorbei gehen.

x 1 #4


F
Bist du gelaufen? Wurde es besser?
Es scheint aber auch Magen-Darm umzugehen...

Hinlegen, und in quasi Schockstarre ausharren ist sehr verkehrt. Besser ist ein Wechsel zwischen Ruhe und Bewegung.

#5


resalu
Zitat von yellow-belly:
Tee mag ich jetzt gar nicht irgendwie Sad( ich versuchs mal mit dem durchlaufen. Es bessert sich nämlich fast gar nicht. Und ich hab so angst brechen zu müssen. Das kommt aber dann von diesem rumgezittere, nicht von dem Alk.. Sobald ich kurz vorm einschlafen bin schreck ich auf und daszittern geht von vorne los


Wie erging es dir? Konntest du dich beruhigen?

#6


J
Was mir sehr geholfen hat bei einer akuten PA (abgesehen von Benzos), war ein Spaziergang oder sich unter der Dusche stellen, oder in die Badewanne zu liegen.
Viel kaltes Wasser trinken, ablenken, wenn es geht. Irgendwie. Ich habe mich mit online spielen gut ablenken können bis PA nachgelassen hat.
Manchmal musste ich schon über 1 Stunde spazieren gehen, dabei habe ich je nach dem Kopfhörer an und mir die Musik angehört, die mich beruhigt.
Ich hoffe, deine PA hat dann nachgelassen.

#7


petrus57
Zitat von JPreston:
Manchmal musste ich schon über 1 Stunde spazieren gehen, dabei habe ich je nach dem Kopfhörer an und mir die Musik angehört, die mich beruhigt.


Ich höre immer einen Nachrichtensender. Da muss ich mich mehr auf das Gehörte konzentrieren.

#8


T
Was genau geht euch bei einer panikattake durch den Kopf oder welcher Gedanke hat sie ausgelöst?

#9


J
Zitat von Tanja84:
Was genau geht euch bei einer panikattake durch den Kopf oder welcher Gedanke hat sie ausgelöst?


Ich bin meistens wie gelähmt, kann gar nicht klar denken und steigere mich , leider, immer höher da rein... Rolling Eyes
Manchmal werden die PAs bei mir von konkreten Sachen ausgelöst, z.b : Unangenehmes Gespräch, Besuch beim Arzt.
Manchmal kommen sie einfach so...weißt der Geier...

#10


F
Heute bzw schon seit einigen Jahren habe ich Angst oder gar Panikattacken nur noch, wenn ich krank bin oder etwas nicht greifbares gesundheitliches habe. Das sind die Auslöser.
Früher waren es Überlastungen im normalen Alltag, Reizüberflutung und auch Streit mit mir nahestehenden Menschen. Das hat sich zum Glück deutlich entspannt. Ich habe allerdings auch sehr daran gearbeitet. Über Jahre.

x 1 #11


J
Zitat von Flocke37:
Heute bzw schon seit einigen Jahren habe ich Angst oder gar Panikattacken nur noch, wenn ich krank bin oder etwas nicht greifbares gesundheitliches habe. Das sind die Auslöser.



Dachte ich bei mir auch immer und die Auslöser machen einen fertig. Ich war gestern beim zahnärztlichen Notdienst weil ich noch nie so starke Zahnschmerzen hatte, ich muss zur Wurzelspitzenresektion nächste Woche in die Kieferchirurgie, komischerweise habe ich gar keine Angst davor weil die Schmerzen alles übertrumpfen und ich froh bin wenn ich dass hinter mich gebracht habe. Schmerzen verdrängen die Angst,man kommt nicht dazu zu überlegen und wünscht sich nur noch Erleichterung.

#12


T
Bei mir kommen die Attacken durch die Befürchtung Fehler gemacht zu haben oder auch wenn ich einen gemacht habe. Meist im Job. Kennt das jemand?!

#13


F
Zitat von jawa:
Schmerzen verdrängen die Angst,man kommt nicht dazu zu überlegen und wünscht sich nur noch Erleichterung.

So Pauschalaussagen mag ich ja nicht. Das mag bei dir zutreffen. Muss aber nicht für andere gelten. Und ich kenne mich dank meiner Mischkollagenose sehr gut mit Schmerzen aus.

#14


J
Zitat von Flocke37:
So Pauschalaussagen mag ich ja nicht. Das mag bei dir zutreffen. Muss aber nicht für andere gelten. Und ich kenne mich dank meiner Mischkollagenose sehr gut mit Schmerzen aus.


Wir mögen vieles nicht und dennoch kommt es oft vor das der Schmerz alles übertrifft. Ich weiß aber auch das Menschen mit starken unerträglichen Schmerzen am Ende ihres Lebens bei uns im Hospiz nur auf Nachfrage etwas bekommen, pauschal steht da im Gegensatz zu. Und ich durfte einige begleiten in ihren letzten Tag, Schmerz frei aber ziemlich aufgelöst und ängstlich was auch eine Verabreichung von Beruhigungsmittel erforderlich macht (auch auf Nachfrage). Dann führen diese beiden Komponenten aber unweigerlich zum schnellen Tod, einige benennen dies als passive Sterbehilfe.

#15


F
Kannst du eigentlich auch in der Ich-Form schreiben? Und anderen Menschen nicht sagen wie es geht im Leben? Ist ja fürchterlich.
Viele Panikattacken hast du im Jahr?

#16


J
Das lass mal ganz in Ruhe mein Problem sein wie ich etwas Beschreibe. Ich mache hier keinem irgendeine Vorschrift wie etwas im Leben läuft, ich spreche allenfalls über meine eigenen Erfahrungen die ich im Leben mache, dazu gehört aber auch dass ich meine Beiträge hier nicht unbedingt auf mich beziehe. Fürchterlich ist wenn man alles nur auch sich selber bezieht, wenn es dir nicht zusagt halt die Füße einfach inne bevor du dich über eine Ich-Form so aufregst das der schöne Sonntag gefährdet ist.

#17

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J
Vielleicht stellst du sie noch einmal in einer weniger provozierenden Art so wie es allgemein üblich wäre?

#18


F
Zitat von Flocke37:
Viele Panikattacken hast du im Jahr?


Ich finde die Fragestellung nicht unsachlich.

#19


J
Dann beschreibe ich es gern noch einmal was unüblich ist. Zumal ich keine Unsachlichkeit bemängelt habe sondern nur den Ton in der Schreibform.

Ich habe und hatte noch nie Panikattacken was aber auch nicht relevant ist. Ich erlebe aber in meiner Hospiz Arbeit öfter was es bedeutet mit Angst und Schrecken in den Tod zu gehen. Letzteres geschieht aber nur ganz selten weil wir dagegen steuern können. Liest du eigentlich mal etwas, ich habe die Aussage getroffen wie es ist wenn diese Menschen nicht abgelenkt sind in ihrer Stunde, und sei es nur durch den unerträglichen Schmerz: Diejenigen welche sich entscheiden mit dem Schmerz zu gehen erhalten in der Praxis nie Beruhigungsmittel, und diese Tatsache macht mich persönlich nachdenklich, den Schmerz betreffend und der aufkommenden Angst bei Vergabe von Morphium.

#20


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Dr. Christina Wiesemann
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