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 Betreff des Beitrags: wie erträgt man den Schmerz.
BeitragVerfasst: 03.Okt.2011, 01:20 
Offline

Registriert: 15.Sep.2011, 22:09
Beiträge: 6
Hallo. Habe schon im Fassungslosforum was zu mir geschrieben. Aktuelle sieht es So aus das ich mir durch die Krise meines Mannes wie bei der Müllentsorgung vorkomme. Nach 23 Jahren hat alles keinen Wert und platz mehr. Kinder .Haus ...alles nicht Wert darum zu kämpfen . Mein Mann hat vor 4 Monaten oder auch schon länger beschlossen mich an seinem. Leben nicht mehr teilhaben zu lassen.seit 4 Monaten emotionale Demütigung ...
Ich werde mich trennen und damit er auch endlich auszieht wird er einen Brief von meiner Anwältin bekommen. Er ist der Liebe.nette.der sich kümmert.viel ehrenamtlich macht.aber leider nicht zu hause und das schon Jahre nicht. Seine Handyabrechnungen und vieles andere sprechen für sich.Als Frau ist man ja nicht ganz blöde und merkt dann doch irgendwann das eine andere dahintersteckt. Ich dachte nach soviel Verletzung kann ich das durchstehen.aber ich könnte jetzt Grad nur weinen. Wie ertragt man den Schmerz.wenn einem das Herz herausgerissen wird. ?! L.G. Paula


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Tipps und Hilfestellungen bei Trennung und Scheidung
 Betreff des Beitrags: Re: wie erträgt man den Schmerz.
BeitragVerfasst: 22.Dez.2011, 17:04 
Offline

Registriert: 22.Dez.2011, 15:57
Beiträge: 3
Ich bin um einiges zu spät dran zum antworten, aber ich will es trotzdem aus meiner sicht versuchen, weil ich denke, dass es mir guttut. und auch andere könnten mal in dieser situation sein und vielleicht trost suchen oder sogar empfinden, wenn sie hier mitlesen.

wie erträgt man den schmerz? gar nicht zu beginn, schien mir. ich hatte richtige körperliche schmerzen, beim atmen, ständiges zittern, magenkrämpfe und schwäche und appettit- und schlaflosigkeit, tränen ohne ende, schock, nicht wahr haben wollen, albträume, ängste, zweifel, hoffnungslosigkeit, ein erschüttertes weltbild, sich wiederholende gedanken, das ganze programm eben, wenn einem die welt zusammenbricht. und mir ist es vor einiger zeit zum zweiten mal im leben passiert, jeweils aus heiterem himmel nach mehrjähriger aus meiner sicht glücklicher beziehung.

Aber die Wunden zeigen einem auch, dass man am Leben ist. Das Feuer in einem steckt und Kraft, um zu kämpfen. Und sei es anfänglich nur dafür, die grundlegensden dinge zu erledigen.

ich hab beim zweiten mal den schmerz ertragen mit dem wissen, dass es wieder leichter werden wird, auch wenn ich dabei dachte, ich kann das nicht ertragen und es ist um vieles ernster und tragischer als beim ersten mal. aber ich hab nicht dagegen angekämpft und ich hab mich meinen mitmenschen auch wo ich konnte mitgeteilt. wichtig war dabei für mich, zu erleben, wie gerne andere in so einer situation auch für einen da sind. das viele menschen auch bereits vergleichbares oder andere krisen durchlitten und überwunden haben, oder selbst auch über längere zeiträume in situationen stecken, die sich als gar nicht so mühelos herausstellen, wie man von außen manchmal annehmen könnte.

es wird wieder leichter. auch wenn es momente gibt, wo es wieder nach hinten geht, muss man doch die fortschritte insgesamt sehen. und klar ist auch: wenn man den anfang mal überstanden hat, weiß man, es kann einem nichts mehr passieren. wenn das schlimmste, was man sich vorstellen kann, eintritt und man ist immer noch da, dann weiß man auch: was soll mir denn jetzt noch geschehen? und das kann auch befreien und mut machen. das gröbste ist vorbei! und in den darauf folgenden zeiten lernt und gewinnt man auch sehr viel, vor allem auch an stärke und neuer kraft.

ich glaube, es ist auch wichtig, dass man selbst möchte, dass es einem wieder besser geht. das man nicht dem fehler erliegt, sich selbst zu quälen, zu strafen, sich zu spüren mit dem leiden. sich daran zu gewöhnen, gedanklich so mit sich selbst seine zeit zu verbringen.
und das man nicht damit beginnt, zweifel da anzusetzen, wo sie einem nur weh tun, denn wenn man in dieser zeit auch noch hart mit sich selbst ins gericht geht, ist man dann auch noch zusätzlich belastet.

das fehler- und gründesuchen muss seine grenzen haben. ja, man will alles analysieren und verstehen, aber das gelingt einem manchmal auch nur begrenzt (man hat ja auch nur einen spezifischen blick auf die gegebenheiten). und ab dem punkt, wo es einem nicht mehr hilft, sondern quält, ist es sinnlos aus meiner sicht! diese dinge kann man auch dann hinterfragen, wenn es wieder weniger wehtut. man muss halt auch geduld haben mit sich selbst und sich selbst ein guter partner sein.

ach, ich glaube, ich könnte darüber ewig schreiben. werd da wol noch über einen längeren zeitraum beschäftigt sein mit dem thema. würd mich (habs eh auch schon in einem anderen thread reineschrieben), freuen, wenn sich bei jemand meldet, zwecks austausch. glaube, das tut gut.

alles liebe


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