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linchen30
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Betreff des Beitrags: Starke Angst und Unruhe vor Treffen und Telefonaten! Verfasst: 24.Jan.2012, 08:57 |
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Registriert: 24.Jan.2012, 08:37 Beiträge: 22
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hallo liebe leute ich wende mich auch nun an euch, da mich meine ängste mittlerweile einfach nur noch kaputt machen. es geht darum, dass ich angst vor treffen habe. bei einigen leuten sogar vor telefonaten und nun habe ich auch schon schwierigkeiten sms zu lesen. mein verstand sagt mir, dass das albern ist, aber irgendwie macht sich der körper in dem punkt selbstständig. verabrede ich mich geht es mir am abend vorher schon komisch. kurz vor den treffen geht es mir richtig schlecht. damals habe ich mich meistens noch gezwungen, aber seit einigen monaten ist es so stark geworden, dass ich wirklich nichts mache. deshalb haben sich auch schon viele von mir abgewandt. das problem habe ich bei platonischen freundschaften und auch bei männern die mich interessieren. bei denen ist es aber noch schlimmer. trotz dieser schlimmen ängste, habe ich in meinem alltag sonst keine probleme. arbeit läuft, ich gehe normal einkaufen etc. damit habe ich absolut keine schwieirgkeiten. ich lerne auch schnell leute kennen. bin gar nicht kontaktscheu sondern sehr offen und gehe auf die leute zu. ich habe auch eigentlich viele menschen in meinem sozialen umfeld, die auch sehr gerne was mit mir unternehmen würden. aber ich kriege es einfach nicht mehr hin. telefonieren ist auch so eine sache. das kann ich mittlerweile nicht mehr richtig. auf der arbeit etc ja, privat nein. ich hebe meist nicht ab oder beende das gespräch sehr schnell. mit sms lesen von männern die mich interessieren habe ich auch probleme. geht manchmal gar nicht. ich weiß nicht was mit mir los ist, aber es macht mich fertig. natürlich bin ich schon in therapie. aber in dem punkt hat es leider noch nichts gebracht. mein verstand weiß ja, dass es falsch ist, wie mein körper reagiert und, dass etwas falsch läuft. aber im körper steckt das richtig fest und bis jetzt hat sich nichts getan. es wird eigentlich sogar schlimmer. es würde mich freuen, wenn ihr mir eure erfahrungen berichten würdet und wenn ihr evtl. ein paar tipps hättet. sehr freuen würde ich mich auch über eine geschichte mit positivem ausgang, da ich die große angst habe, dass das nie mehr vergeht. vielen dank im voraus 
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linchen30
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Betreff des Beitrags: Re: Starke Angst und Unruhe vor Treffen und Telefonaten! Verfasst: 24.Jan.2012, 09:45 |
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Registriert: 24.Jan.2012, 08:37 Beiträge: 22
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kurzer nachtrag  : sobald ich ein treffen absage ist die unruhe sofort weg. auch wenn die andere person absagt. kurze zeit später kommt zu der erleichterung, die durchgehend da ist, trauer. ich möchte ja eigentlich ausgehen, etwas unternehmen. kontakte intensiver werden lassen. aber es ist für mich noch immer unmöglich diese mauer zu durchbrechen. es ist ja nicht nur die angst sondern es kommen je nach situation auch kopfschmerzen, leichtes ohrenpiepen und leichte übellkeit dazu. meistens wenn es auch zu den treffen kommt. ich habe teilweise das gefühl gar nicht mehr ich zu sein. in so ner glocke. wirklich schlimm was für reaktionen der körper zeigt.... auf eigentlich schöne dinge. 
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Blatt.im.Wind
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Betreff des Beitrags: Re: Starke Angst und Unruhe vor Treffen und Telefonaten! Verfasst: 27.Jan.2012, 18:39 |
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Registriert: 27.Jan.2012, 16:34 Beiträge: 11
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Hey Linchen, ich kann das, was du beschreibst, gut nachvollziehen. Mir geht es oft ähnlich, vor Verabredungen, Telefonaten, aber auch Öffnen von Nachrichten aller Art. Oft ist es nur so eine Unruhe oder Nervosität, machmal aber auch Herzklopfen oder das Gefühl, als würde ich unter Strom stehen... Ich neige dann auch dazu, ein Treffen oder Telefonat lieber sein zu lassen oder nicht auf Nachrichten zu antworten - und bin hinterher traurig oder ärgerlich, weil ich mir selbst etwas geraubt habe, was eigentlich gut tun und Spaß machen sollte. Ich weiß leider auch trotz Therapie noch nicht so recht, wie ich dagegen ankommen kann. Manchmal hilft bei mir die "Augen zu und durch"-Taktik: versuchen, nicht drüber nachzudenken und einfach machen, aber oft ist da wie eine Schwelle, über die ich einfach nicht rüberkomme. Ich überlege immer hin und her, woher das kommen könnte. Vielleicht ist es Angst vor einer Enttäuschung oder einer schlechten Nachricht, vielleicht Angst, bewertet zu werden oder jemand anderes zu enttäuschen. Hast du eine Idee, woran es bei dir liegen könnte?
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linchen30
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Betreff des Beitrags: Re: Starke Angst und Unruhe vor Treffen und Telefonaten! Verfasst: 28.Jan.2012, 11:32 |
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Registriert: 24.Jan.2012, 08:37 Beiträge: 22
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hallo blatte im wind
danke für deine antwort. es ist ganz schön erschreckend, wie gleich sich unsere probleme sind. ich freue mich sehr hier gleichgesinnte gefunden zu haben.
an was es bei mir liegt?! das hat bei mir sehr viele faktoren. in erster linie meine mutter die mir mein ganzes leben eine bestimmte einstellung über mich selber beigebracht hat (ich bin nutzlos, man kann mich nich lieben, ich bin schlecht etc.). dazu kommen natürlich meine ganzen erfahrungen der letzten jahre und auch mein langjähriger partner, der alles was ich immer über mich lernte und dachte nur bestätigte. und sogar noch verstärkte. ich lebte insgesamt 25 (davon damals 6jahre mit meinem partner) jahre mit dieser einstellung bis es eine ganz schön harte phase in meinem leben gab, in der alles rausplatzte und ich vieles erkannte. und ich habe gemerkt, wie schmerzhaft liebe sein kann. diese phase brach mich komplett.
seitdem bin ich immer mehr abgekühlt und ängstlicher geworden. wieso ich bei männer diese angstgefühle habe weiß ich eigentlich genau. angst davor nochmal die art von liebesschmerz zu spüren die ich damals spürte. ich habe angst davor, dass das was ich gebe nur mit füßen getreten wird (wie so oft in meinem leben) und das ich dadurch nur gedemütigt werde. ich kann menschen die sagen, dass sie mich lieb haben oder mehr, nicht vertrauen, weil ich mich selber nicht für liebenswert halte. genauso ist das mit komplimenten. komplimente freuen mich nicht sondern schrecken mich ab. negative emotionen glaube ich sofort. positive nicht. wahrscheinlich gehört da auch die angst vor kontrollverlust dazu. solange ich abstand halten und meine gefühle kontrollieren kann ist es ok.
wieso ich angst davor haben freunde zu treffen kann ich gar nicht sagen. das ist wahrscheinlich einfach nur das resultat der ganzen anderen dinge. für mich ist ausgehen jedesmal mit stress verbunden. ich kriege kopfweh, kann mich nicht konzentrieren etc. wenn ich dann mit den leuten unterwegs bin ist es kaum anders. obwohl ich eigentlich ein total lustiger und geselliger mensch bin, laufe ich mit wie ein schatten.
ich konzentrieren mich dann eher auf mein kopfweh und darauf wann ich endlich bald wieder zuhause bin und kann dadurch gar nicht richtig teilhaben. irgendwann war ich es leid und ich wollte für die leute nicht noch ballast sein. für mich ist ausgehen nicht mehr schön, sondern eine ganz schön schlimme situation. deshalb meide ich es mittlerweile komplett.
bei telefonaten ist es mit dem konzentrieren, kopfweh etc. so ähnlich. dazu kommt auch noch die "angst" gefragt zu werden ob ich zeit habe, was meistens auch passiert. den leuten dann immer nein zu sagen und enttäuschte kommentare oder überredungen zu hören ist immer total schwer. deshalb hebe ich dann lieber nicht ab. mir tut das alles ja auch weh. wenn ich ein treffen absage, dann denke ich den ganzen abend drüber nach und traurig. ich würde es ja gerne anders machen.
und u.a. habe ich mittlerweile ein blödes gefühl, wenn ich sms bekomme. oberflächliche nette dinge sind ja ok. aber bei bestimmten menschen weiß ich, dass die nach zeit fragen oder sonstiges. auch lese ich meistens die antwort-sms nicht, wenn ich abgesagt habe. ich weiß einfach schon was dadrin steht und das will ich nicht auch noch lesen. zumal ich solche nachrichten schon so oft bekommen habe. was ja auch verständlich ist.
das sind so im groben die gründe, wieso ich so von meinen ängsten gepackt werden. es sind einige und ich habe echt angst, dass es nicht mehr besser wird.
ich möchte das alles endlich hinkriegen und so unbeschwert wie damals sein.
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linchen30
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Betreff des Beitrags: Re: Starke Angst und Unruhe vor Treffen und Telefonaten! Verfasst: 28.Jan.2012, 11:55 |
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Registriert: 24.Jan.2012, 08:37 Beiträge: 22
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sry... nicht blatte. " blatt im wind ". 
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linchen30
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Betreff des Beitrags: Re: Starke Angst und Unruhe vor Treffen und Telefonaten! Verfasst: 29.Jan.2012, 13:03 |
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Registriert: 24.Jan.2012, 08:37 Beiträge: 22
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hey ihr
hab mich jetzt das wochenende mal versucht zu überwinden und wenigstens telefonate zu führen oder sms gescheit zu lesen bzw überhaupt zu lesen.
das telefonat mit dem kumpel war eigentlich problemlos. außer, dass ich eigentlich nicht so eine lust darauf hatte und mal wieder kaum ein thema fand. aber da ich ihn lange kenne und er mich auch, sieht er das nicht so eng. ich habe vorher und währenddessen mal versucht bewusst auf meine ängste zu achten, bzw was mir durch den kopf geht. es sind dinge wie, dass ich den anderen nicht stören will. irgendwie habe ich das gefühl, dass ich störe, wenn ich mich irgendwo melde. aber dieses gefühl habe ich nicht bei allen.
ich habe auch nochmal genauer meine gedanken und ängste beobachtet, wenn es um den kontakt mit jemanden den ich gut finde geht. das ist wirklich am irrsten. die ersten tage und wochen (also eigentlich bis es ernster wird) melde mich mich, rufe ann etc. ja ich frage sogar mal danach ob der mann zeit hat (auch wenn ich mich dann zu dem treffen zwingen muss). und dann, von jetzt auf gleich, zerdenke ich jeden meiner schritte. ich melde mich nicht, weil ich nicht stören will oder weil ich nicht will, dass ich ich mich anbieder. nettigkeiten die ich vorher schrieb unterlasse ich weil das ja zuviel von mir hergeben würde. und ich habe das gefühl, dass ich damit andere menschen "nötige" mir auch was nettes zu schreiben. ganz ganz viele doofe gedanken gehen durch meinen kopf. echt nicht schön.
ich muss versuchen die endlich peu a peu abzuschalten. eine andere einstellung zu entwickeln.
ich weiß gar nicht mehr, wie man sich normal zu anderen verhält. wie man echte freude ausdrückt. ich kann das ja nur gespielt. hab das alles einfach verlernt.
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Blatt.im.Wind
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Betreff des Beitrags: Re: Starke Angst und Unruhe vor Treffen und Telefonaten! Verfasst: 30.Jan.2012, 17:52 |
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Registriert: 27.Jan.2012, 16:34 Beiträge: 11
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Hallo Linchen, es ist doch echt schlimm, wie stark Denkweisen, die man irgendwann früher angenommen hat, einem das ganze Leben verbauen können und wie schwer es sein kann, das zu überwinden... Und interessant, dass unterschiedliche Entwicklungen zu ähnlichen Ergebnissen führen. Meine Eltern haben mir zwar nie das Gefühl gegeben, dass ich nicht liebenswert bin, aber mir wurde von ihnen vermittelt, dass ich immer verständnisvoll gegenüber anderen sein muss, meine Bedürfnisse zurückstecken und mich „erwachsen“ bzw. kontrolliert verhalten muss (z.B. in Bezug auf ihre Scheidung  ). Dafür habe ich als Kind und Jugendliche viele „Freundinnen“ gehabt, die mich sehr schlecht behandelt haben und ich habe es immer zugelassen und verziehen, weil ich sie ja nicht verlieren wollte. Ich wurde damals zudem viel gehänselt und habe aus dieser Zeit die Vorstellung mitgenommen, dass alle Leute mich ständig bewerten, mir jeden Fehler total übel nehmen und womöglich gegen mich verwenden. Und dann gab es auch bei mir noch viele konkrete schlechte Erfahrungen mit schlechten Nachrichten, vor allem durch meinen Partner. Der hatte lange Zeit Geldprobleme und Stress mit Behörden es kamen jahrelang immer wieder die Mahnungen und kleinen Katastrophen ins Haus, die ich dann mit ausbaden musste. Daher stammt sicher ein Teil der Angst vor Post/Telefon/Türklingel. Ein anderer Teil kommt, wie du ja in meinem Thread gelesen hast, vom übertriebenen Verpflichtungsgefühl gegenüber allen Bekannten und Freunden und das schlechte Gewissen, wenn ich nicht (für mein Gefühl) angemessen auf Kontaktaufnahme reagiert habe, was es dann schwerer macht, überhaupt zu reagieren. Ich kann Einladungen und Verabredungen kaum ablehnen oder absagen, also bleibt mir nur, sie zu ignorieren, denn wenn ich nichts davon weiß muss ich ja nicht reagieren. Das macht natürlich keinen Sinn, aber in dem Moment scheint es der leichteste Weg. Das mit dem körperlichen Unwohlsein kenne ich auch von früher (Kopfweh, Magenschmerzen), als ich eine extreme Phase des Rückzugs hatte, in der ich fast alle Kontakte abgebrochen und kaum das Haus verlassen habe. Das Krankheitsgefühl war sozusagen mein Ausweg aus der Konfrontation mit Menschen. Damals habe ich in meiner Therapie festgestellt, dass es viel mit dem Unterdrücken von Gefühlen zu tun hatte. z.B. bekam ich immer dann, wenn ich eigentlich traurig oder wütend sein sollte, stattdessen Kopfschmerzen. Mittlerweile habe ich zwar fast keine Schmerzreaktionen mehr, dafür aber zunehmend die Nervosität und Angstgefühle …toller Tausch. Du schreibst: „ich kann menschen die sagen, dass sie mich lieb haben oder mehr, nicht vertrauen, weil ich mich selber nicht für liebenswert halte. genauso ist das mit komplimenten. komplimente freuen mich nicht sondern schrecken mich ab. negative emotionen glaube ich sofort. positive nicht.“ – Das kann ich exakt so unterschreiben und gilt für mich ganz genau so! Wenn mir jemand ein Kompliment macht, ist es mir total unangenehm und ich denke, die Person will nur nett oder höflich sein, aber kann unmöglich wirklich so denken. Oder ich denke, die Person interpretiert mich falsch oder kennt mich nicht genug, denn wenn sie realisieren würde, wie ich wirklich bin, würde sie nichts Positives an mir finden. Auch das Gefühl, ich würde andere nur stören oder nerven oder mich anbiedern kenne ich – und das obwohl ich so selten Kontakt aufnehme. Ähnlich wie du habe ich im Laufe der Zeit verlernt, wie man ehrlich Gefühle zeigt und überhaupt empfindet, bzw. ich habe es mir als Kind abtrainiert, um nicht dadurch verletzt zu werden. Jahrelang kam ich mir häufig total bescheuert vor, wenn ich z.B. ein Geschenk bekam, dastand und nicht wusste, wie ich reagieren soll und mir nicht mal sicher war, ob ich mich überhaupt freue. Ich habe mit angewöhnt, bestimmte Dinge zu sagen und zu lächeln, aber oft merke ich, dass ich in dem Moment nur spiele. Das einzige was immer klappt sind die negativen Gefühle mir selbst gegenüber. Bei mir ist es so, dass wenn ich mich überwunden habe und zu einer Verabredung hingehe, die Unruhe verschwindet und dann ist erstmal alles ok - es sei denn es passiert irgendwas, wodurch ich das Gefühl bekomme, man könnte schlecht über mich denken, dann werde ich plötzlich still und ziehe mich nach innen zurück. Aber selbst nach dem lustigsten Tag ist es oft so, dass ich später oder am nächsten Tag zurückdenke und nach und nach alles ins Negative verkehre, bis ich das Gefühl habe, es war eigentlich gar nicht so schön. Ich nehme an, dass das eine unterbewusste Rechtfertigung für mein Verhalten ist, in etwa: „Siehst du, es war gar nicht schön und unkompliziert, deine Angst war also doch richtig!“ So wie du deine Gefühle bei Verabredungen beschreibst könnte ich mir das bei dir vielleicht auch vorstellen. Also dass du dir selbst unbewusst die Situation unangenehm machst, damit du hinterher deine Angst bestätigt findest. Was bei mir erschwerend hinzu kommt ist, dass ich im persönlichen Umgang mit Leuten gar keine Schwierigkeiten habe und sich die meisten vermutlich niemals vorstellen würden, dass es da irgendwo ein Problem bei mir gibt. Ich habe schon mehrmals die Erfahrung gemacht, dass Leute nach einigen Begegnungen quasi an mir abgeprallt sind, als es darum ging, den Kontakt zu halten. Das führte dann zu Irritation, Vorwürfen oder Abbruch. Deshalb versuche ich mittlerweile, in den Fällen wo es mir sinnvoll/möglich scheint, Leute vorzuwarnen, dass ich mich vielleicht nicht regelmäßig melde und dass sie das nicht persönlich nehmen sollen, weil es mir manchmal einfach zu viel ist. Und ich frage direkt nach, ob es sie stört, wenn ich sie anrufe, oder ob ich mit ihnen über etwas Persönliches sprechen darf, etc. einfach um mir die Sicherheit zu geben, dass es ok ist, wenn ich das tue. Wie ist das bei dir, kannst du, wenn du z.B. einen Mann kennenlernst, für den du dich interessierst, ernsthaft mit ihm reden und wenigstens andeuten, dass dir da manches schwer fällt? Oder kommt es gar nicht so weit? Natürlich will man niemanden abschrecken, indem man sich erstmal als „Psychotante“ darstellt, aber oft ist ja doch Verständnis da und wenn man es richtig verpackt kann man immerhin sehen, ob derjenige bereit ist, sich auf dich einzulassen. Und wenn er das nicht ist, lohnt es nicht. Puh, sorry, das ist ne Menge Text geworden... Liebe Grüße vom Blatt.im.Wind
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linchen30
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Betreff des Beitrags: Re: Starke Angst und Unruhe vor Treffen und Telefonaten! Verfasst: 31.Jan.2012, 15:16 |
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Registriert: 24.Jan.2012, 08:37 Beiträge: 22
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hallo blatt im wind
gänsehaut.... also es gleicht sich so enorm viel. ja es ist wirklich furchtbar wie prägend die vergangenheit ist. ich wollte es nie glauben. auch ich habe verantwortungsgefühle und schuldgefühle anerzogen bekommen. aber halt auf eine negative art und weise. mein ganzes leben lang und es gibt auch viele schlimme beispiele. eins davon ist, dass meine mutter, immer wenn ich nicht tat was sie wollte oder unartig wah zum fenster rannte, es afriss und sie sagte dass sie wegen mir springt. da war ich zwischen 6-12jahren alt. mir wurde vorgworfen, dass ich ihr durch meine geburt ihr leben zerstörte... wenn sie einen herzinfakrt bekommt ist es auch meine schuld. all solche dinge. das saß natürlich. jeder fehler von mir ergab eine harte konsequenz. geschlagen wurde ich auch oft. und dann ne stunde später in den arm genommen. dadurch entstand wohl auch meine komische einstellung zur liebe.
mit freundinnen habe ich das selbe durch wie du. ich habe immer die erwischt die herrschsüchtig waren. schon in der grundschule. und ich, ich war immer die die kleingehalten wurde, immer ja und amen sagte und sich für alles entschuldigte. und ich war immer die auf die verzichtet werden konnte. ich bildete mir also nicht nur ein, dass über mich schlecht geredet wird. es war leider so.
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linchen30
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Betreff des Beitrags: Re: Starke Angst und Unruhe vor Treffen und Telefonaten! Verfasst: 31.Jan.2012, 15:22 |
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Registriert: 24.Jan.2012, 08:37 Beiträge: 22
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vor 10jahren kam mein (ex)freund dazu. lieb und nett, aber im grunde genauso wie mutter. auch er übertrug mir irgendwann die verantwort für alles. sein leben, wie es ihm geht, ja sogar sein essen. dabei ist er 5jahre älter als ich. ich habe ihm einfach von anfang an "beigebracht" das man so mit mir sein kann. er bekam und bekommt ja auch mit was mutter tat und tut. auf jedenfall ist es das selber muster. auch er sagt dass er mich liebt. sagt aber auch gleichzeitig, dass menschen die sich auf mich einlassen doof sind. also indirekt, dass ich ein schlimmer mensch bin. dabei glaube ich das mittlerweile nicht mehr so sehr wie all die jahre. er weiß einfach, dass bei mir sowas einiges bewirkt, dass mich sowas bricht und deshalb nutzt er solche dinge. deshalb habe ich es auch noch immer nicht geschafft mich richtig zu lösen obwohl patrnerschaftlich seit 5jahren nichts mehr ist. ich fühle mich in der pflicht under verantwortung. und er warf mir auch klipp und klar vor, dass er sein leben weggeworfen hat durch unsere bezihung wenn ich es beende. grauenhaft, weil sowas sehr stark bei mir wirkt und das weiß er. ich bin an allem schuld, ich bin doof und nicht liebenswert. das ist das was ich von den menschen die mein leben bisher begleitet haben gelernt habe.
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linchen30
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Betreff des Beitrags: Re: Starke Angst und Unruhe vor Treffen und Telefonaten! Verfasst: 31.Jan.2012, 15:32 |
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Registriert: 24.Jan.2012, 08:37 Beiträge: 22
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und da ich schon immer die einstellung beigebracht bekommen habe, dass ich nicht gut bin, habe ich genauso wie du, für einige jahre immer die gedanken gehabt anzuecken wenn ich weggehe. die ddofe zu sein, die eh nur wieder belächelt wird. es ging so weit, dass ich aufgehört habe auf feiern alkohol zu trinken, weil ich am nächsten morgen immer ein ganz schlechtes gefühl hatte. ich ließ wie du alles revue passieren und war mir immer sicher mich blamiert zu haben. konnte keine party mehr genießen. mein freund erschwerte es mir noch mehr, da er mir nach jeder party vorwürfe machte und mich auch schlecht machte. dabei tat ich meist nichts. war betrunken, wie jede andere person. kein absturz etc. aber er dramatisierte immer alles so sehr, dass ich mich immer mehr schämte und wegging. mittlerweile weiß ich, dass es zum großen teil auch nur manipulation von ihm war, weil er sehr eifersüchtig war und nicht wollte, dass ich andere kennenlerne. und da ich eigentlich gesellig und fröhlich bin hat er es mir auf diese weise ausgetrieben.
auch bei mir ist die unruhe weg, wenn ich dann mal doch weggehe. heutzutage habe ich nichtmal mehr so sehr diese gedanken anzuecken, oder doof angeschaut zu werden wenn ich dann unterwegs bin. aber für mich bedeutet die zeit bis dahin so einen enormen kraftaufwand, dass ich danach platt bin und auch erstmal wieder nichts mehr machen will.
meine schwierigkeiten meine freude zu zeigen beruhen bei mir darauf, dass ich es sehr lange zuletzt extra unterdrückte. und ich kann mich ehrlich gesagt eh nicht richtig über freudige nachrichten freuen, da ich sie ja immer in frage stelle.
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