::: Angst Panik
Hilfe Forum :::


Soziale Ängste

Soziale Phobie

Redeangst

Angst, zu zittern

Angst vor Ablehnung

Panikattacken Ratgeber

Ratgeber Panikattacken

Auflage 230.000 Exemplare

Panikstörungen

Panikattacken

Angst vor der Angst

Angst vor Veränderung

Agoraphobie

Video Agoraphobie

Spezifische Phobien

Phobien

Angst vorm Erröten Erythrophobie

Angst, hässlich zu sein

Höhenangst

Klaustrophobie

Angst, zu erbrechen
Emetophobie

Progressive Muskelentspannung nach Jacobson

Entspannung nach Jacobson


Weitere Angststörungen

Generalisierte Angststörung

Angst vor Krankheiten
Hypochondrie


Weitere Themen

Einsamkeit

Hyperhidrose

Reizmagen

Reizdarm

Ratgeber Angst vorm Rotwerden

Ratgeber Angst vorm Rotwerden

Auflage 38.000 Exemplare

Psychotherapeuten Anschriften von Kassenpsychologen
Verhaltenstherapie

Lebenshilfe Lexikon

Surftipps

Impressum

Copyright Haftung

Sitemap

Ratgeber Eifersucht von Rolf Merkle

Ratgeber Eifersucht

Auflage 108.000 Exemplare













Aktuelle Zeit: 24.Mai.2012, 19:42




Ein neues Thema erstellen Auf das Thema antworten  [ 66 Beiträge ]  Gehe zu Seite 1, 2, 3, 4, 5 ... 7  Nächste
Autor Nachricht
 Betreff des Beitrags: Langzeitfolgen bei Psychopharmarka?
BeitragVerfasst: 16.Sep.2011, 13:37 
Offline

Registriert: 12.Jan.2011, 15:13
Beiträge: 75
hallo an alle,

habe eine wichtige frage,
weiss jemand ob es langzeitfolgen nach jahrelanger einnahme von AD s geben kann?

nehme mein mirtazapin seit 6jahren.
ist es überhaupt gut solange ein AD zu nehmen?
Gibt es von euch einige die ein AD auch schon so lang einnehmen?

leider geht s mir heut absolut besch**** mit merkwürdigen symptomen (unwirklichkeitsgefühl, gefühl woanders zu sein, total neben mir stehen) nun hab ich irgendwie angst das könnten schon folgen sein.

lg luna


Nach oben
 Profil  
 
 Betreff des Beitrags: Re: Langzeitfolgen bei Psychopharmarka?
BeitragVerfasst: 16.Sep.2011, 15:26 
Offline

Registriert: 09.Jun.2011, 10:01
Beiträge: 559
Hallo Luna82,

ich nehme schon seit 12 Jahren Antidepressiva und habe bisher keinerlei gesundheitliche Schäden davongetragen. Als ich vor 2 Jahre in der Reha war, habe ich einen der Psychiater nach Langzeitfolgen gefragt. Er sagte, es gäbe keine Studien darüber.

Viele Grüße


Nach oben
 Profil  
 
 Betreff des Beitrags: Re: Langzeitfolgen bei Psychopharmarka?
BeitragVerfasst: 16.Sep.2011, 16:03 
Offline

Registriert: 13.Jul.2010, 13:20
Beiträge: 709
Darüber mache ich mir auch manchmal gedanken, ob es gut für die Leber ist, allgemein für den Körper?

Wer weiß warum es keine (öffentlichen) Studien darüber gibt.


Nach oben
 Profil  
 
 Betreff des Beitrags: Re: Langzeitfolgen bei Psychopharmarka?
BeitragVerfasst: 16.Sep.2011, 17:20 
Offline

Registriert: 09.Jun.2011, 10:01
Beiträge: 559
Hallo Lady 1988,

die Folgen für die Leber kann man ja regelmäßig kontrollieren lassen, und das Medikament absetzen, wenn die Werte erhöht sind.
Der Psychiater, den ich gefragt habe, meinte, dass es vielleicht Spätschäden im Gehirn geben könnte. Es gibt keine Studien, weil es sehr teuer ist Langzeitstudien durchzuführen, und die Pharmaunternehmen, die das finanzieren könnten, haben wohl kein Interesse daran.

Viele Grüße


Nach oben
 Profil  
 
 Betreff des Beitrags: Re: Langzeitfolgen bei Psychopharmarka?
BeitragVerfasst: 16.Sep.2011, 18:18 
Offline
Benutzeravatar

Registriert: 25.Jan.2008, 21:22
Beiträge: 2673
Lady1988 hat geschrieben:
Wer weiß warum es keine (öffentlichen) Studien darüber gibt.
Es interessiert nicht so brennend. Aber immerhin springen einen Spät- oder Langzeitfolgen nicht so an wie bspw. bei diversen Neuroleptika. Da wurden so viele Folgen in der klinischen Praxis beobachtet, dass man der Sache nachgehen musste. Das ist bei ADs offensichtlich anders. Außerdem sind viele der "aktuellen" ADs noch nicht lange genug auf dem Markt, um mögliche Langzeitfolgen beurteilen zu können. Last but not least sind sie zwar schon für den mehrjährigen Gebrauch gedacht, aber eigentlich für nur wenige Jahre, nicht für Jahrzehnte.

Bei Benzodiazepinen bleibt sogar jahrzehntelanger Gebrauch körperlich recht folgenlos, sofern man nicht auf die Idee kommt, kalt zu entziehen.

Liebe Grüße
Christina

_________________
"Wer nichts weiß, muss alles glauben." (Marie von Ebner-Eschenbach)


Nach oben
 Profil  
 
 Betreff des Beitrags: Re: Langzeitfolgen bei Psychopharmarka?
BeitragVerfasst: 16.Sep.2011, 19:45 
Offline

Registriert: 22.Jan.2010, 23:49
Beiträge: 3311
Wohnort: Berlin (Spandau/Staaken)
12 Jahre? Bin ich immer wieder sprachlos. Klar kann man AD länger nehmen und ich gehe mal davon aus, da dann auch immer mal seine Blutwerte untersuchen zu lassen. Wenn da alles i.O. ist, dann ist das AD sicher kein Problem. Trotzdem sind AD zur Überbrückung von Phasen gedacht, sicher aber nicht, um sie 8, 10 oder 12 Jahre zu nehmen. Da kann eigentlich nur was schief laufen.

Und bei jedem AD gibt es Einzelfälle, wo es zu Schäden kam. Das ist nicht die Norm, kommt aber vor.

Generell finde ich schon, die Kritik häuft sich die letzten Jahre, auch von Fachleuten und ob das alles so falsch ist, ist die Frage... Ich denke schon, wenn man es auf normalem Weg in die Reihe bekommt, seine Beschwerden zu regeln, dann sollte das Vorrang haben. Nur ist es eben leider so, Arzt und auch Patient wollen schnelle Erfolge.

Ich sehe das immer an meinem eigenen Beispiel. Vor 3 Jahren bekam ich nach 3 Blutdruckmessungen beim ehemaligen Hausarzt gleich mal eben ein Blutdruckmedikament, Betablocker und Wassertablette.
Das muss unbedingt sein, wurde mir gesagt. Ergebnis, mit den ganzen Pillen ging es mir erstmalig im Leben richtig dreckig, über viele Monate und irgendwann kamen dann die Panikattacken. Klar, wenn man etliche Monate wegen Medikamenten mit Dauerschwindel, Übelkeit und ständig enormen Müdigkeit rumrennt und alles zur Qual wird, dann meldet sich irgendwann die Psyche.

Letztlich hab ich mir gesagt, muss ich den Müll haben? Hund gekauft, viel Bewegung, Ernährung geändert, generell keinen Alkohol mehr, 20 kg abgenommen. Nach 1 Jahr war mein Blutdruck völlig normal (120/75, früher 180/110), die ganzen Pillen hab ich schon in dem einen Jahr abgesetzt.

So geht es also auch. Man kann natürlich auch alles so lassen und weiter Pillen schlucken.

Am Rande: Der Chef der Pathologie in der Berliner Charité sagte mal im TV neulich, es sei erschreckend, wie viele Menschen (Leichen), auch sehr junge, Psychopharmaka im Blut haben. Das gab mir zu denken.

Damit man mich nicht missversteht, ich hab nichts gegen Medikamente, wirklich nicht, aber man sollte immer im Auge haben, müssen sie im konkreten Fall sein und gibt es andere Wege und wenn sie sein müssen, dann im Fall von AD oder NL als Krücke, wie o.g., zur Überbrückung einer miesen Phase und die kann nicht etliche Jahre oder Jahrzehnte dauern.

_________________
www.mattBLOG.de


Nach oben
 Profil  
 
 Betreff des Beitrags: Re: Langzeitfolgen bei Psychopharmarka?
BeitragVerfasst: 17.Sep.2011, 00:48 
Offline
Benutzeravatar

Registriert: 20.Okt.2010, 16:24
Beiträge: 586
Wohnort: im schönen Remstal
Hallo!

Also ich stimme crazy030 im Beitrag zu! Die ADs und auch die Benzos sind zur Überbrückung bzw. gedacht bis die Therapie anschlägt. Und ich denke, egal welches chemische Medikament zu sich nimmt, alles was man jahrelang dem Körper zuführt, richtet Schäden an.
Sogar homöopathische Mittel können bei langer Anwendung schlecht sein (hab da mal schlechte Erfahrungen gemacht mit zuviel Kräutertee zu trinken der fürs Fasten gut sein soll, nach mehreren Monaten kam mein Darm nicht mehr mit :oops: )
Habe selbst auch erhöhte Gamma GT-Werte wegen ADs und hoffe dass ich sie wieder erfolgreich absetzen kann und garnichts mehr nehmen muss/will/soll.

Ich frag mich nur, was macht man, wenn es ohne Medis einfach nicht geht?? Dann muss man es eben viele Jahre nehmen, oder?

Grüssle
Strand

_________________
Weniger ist auch genug.


Nach oben
 Profil  
 
 Betreff des Beitrags: Re: Langzeitfolgen bei Psychopharmarka?
BeitragVerfasst: 17.Sep.2011, 00:51 
Offline
Benutzeravatar

Registriert: 20.Okt.2010, 16:24
Beiträge: 586
Wohnort: im schönen Remstal
Ach so, ja, ich muss crazy beipflichten: regelmässiger Sport und gesunde Ernährung und ausreichend Schlaf sind natürlich echt auch der Hit für psychisches Wohlbefinden! :)
Im Extremfall reicht das sicher nicht aus, aber es kann die Befindlichkeit doch ziemlich verbessern :)

_________________
Weniger ist auch genug.


Nach oben
 Profil  
 
 Betreff des Beitrags: Re: Langzeitfolgen bei Psychopharmarka?
BeitragVerfasst: 17.Sep.2011, 02:19 
Offline

Registriert: 22.Jan.2010, 23:49
Beiträge: 3311
Wohnort: Berlin (Spandau/Staaken)
Strand hat geschrieben:
Ich frag mich nur, was macht man, wenn es ohne Medis einfach nicht geht?? Dann muss man es eben viele Jahre nehmen, oder?
Wenn es ohne nicht geht? So darf man da aber nicht rangehen. :wink:

Leider wiederholt man sich hier ständig und ich hab das auch schon oft geschrieben... Also ich hatte auch gut 1,5 Jahre Panikattacken und nicht mal eben so leicht, sondern mit 1-3 mal die Wochen Notarzt. Monatelang. Ich hab in allen möglichen Situation Panik bekommen, bis zum hyperventilieren. Es ging praktisch nichts mehr. Ich bin aber trotzdem nicht gestorben, auch wenn ich es 1000 mal dachte. Und das auch ohne Dauermedikation, nicht mal in der Tagesklinik könnet man mich von einem AD überzeugen, nur Stangyl hab ich da mal kurz genommen, ein trizyklisches AD.

Ob Einkauf, Freunde besuchen, Besuch bekommen, verreisen und halt alles, was man so macht, es war Horror. Ich bin mehrfach aus Bussen rausgerannt, aus Supermärkten, im Zug (2 Stunden) hab ich echt mal überlegt, die Notbremse zu ziehen und rauszuspringen einfach.

Schlimmer kann man das nicht haben. Und es wurde irgendwann besser. Die Gefahr, alles mit Tabletten zu unterdrücken und dann beim Absetzen einen Rückfall zu bekommen, ist wesentlich höher.

Klar hab ich auch Medikamente versucht, nicht nur AD, auch Neuroleptika und Antiepileptika waren dabei. Mir ging es mit jedem Medikament wesentlich schlechter und länger als 3-8 Tage hab ich mir das nie angetan. Auch wenn es mit der Zeit besser wird mit den Nebenwirkungen, mir war es nichts. Und irgendwas ist immer, auch auf Dauer und wenn es nur Probleme mit der Sexualität, Gewichtszunahme oder was auch immer ist.

Ich hab einen Fall im Umfeld, der versucht gerade nach fast 6 Jahren (!) das Neuroleptika abzusetzen. Länger als 1 Jahr soll man die laut Packungsbeilage nicht nehmen. Aber dem Arzt war das scheinbar egal. Jedenfalls hat der Probleme, kann sich keiner Vorstellen. 10 mal schlimmer als ein Morphium Entzug.

Mir hat auch scheinbar sehr geholfen, so blöd das klingen mag, Tavor zu haben und eine ist immer in der Hosentasche, aber ohne sie quasi gebraucht zu haben, also wie ein Placebo. Ok, 3 mal in 2 Jahren hab ich sie genommen, aber das kann man unter Ulk verbuchen. Die letzten Monate denke ich da kaum noch dran. Aber es ist halt vom Kopf her die Gewissheit, in der Not hätte ich sie. Und mit dieser Methode wurde die Panik immer weniger, bis sie weg war.

Ebenso hab ich das damals gemacht, als ich immer Angst wegen Herzinfarkt hatte und Blutdruckentgleisungen (210/140, Puls in Ruhe 160). Da hab ich mir einfach mal Nitrangin Kapseln verschreiben lassen, nur so zur Beruhigung vom Kopf her. Die Dinger sind nicht ungefährlich, wusste ich aber schon immer, weil mein Opa Angina pectoris hatte.
Jedenfalls hat mir das auch geholfen und obwohl ich mich wahrscheinlich nie geraut hätte, davon eine zu nehmen.

Man kann also eine Strategie finden. Sich irgendeine "Krücke" suchen. Wer mit einem AD gut klarkommt und keine negativen Folgen hat, der sollte das dann aber ruhig eine gewisse Zeit so machen, nur nicht das halbe Leben. :wink:

_________________
www.mattBLOG.de


Nach oben
 Profil  
 
 Betreff des Beitrags: Re: Langzeitfolgen bei Psychopharmarka?
BeitragVerfasst: 17.Sep.2011, 07:21 
Offline

Registriert: 09.Jun.2011, 10:01
Beiträge: 559
Hallo crazy,

ich nehme die AD seit 12 Jahren rein wegen Schlafstörungen. Ich habe weder Panikattacken noch Angst vor Krankheiten, sondern eine "Ängstliche (vermeidende) Persönlichkeitsstörung", die letztendlich zu den Schalfstörungen geführt hat. Ich habe alles andere versucht: trinke nicht, rauche nicht, mache Sport, ernähre mich ziemlich gesund, war mehrmals in Psychotherapie, aber schlafen konnte ich trotzdem so wenig, dass ich meine Arbeit kaum mehr bewältigen konnte, und es mir 15 Jahre insgesamt so miserabel ging, dass ich ständig nur daran dachte, mich umzubringen. Mit den Antidepressiva bin ich aus dieser ausweglosen Situation herausgekommen. Ich habe mehrmals versucht, sie wegzulassen, konnte dann aber wieder nicht schlafen. Jetzt, wo ich seit Januar krank geschrieben bin, habe ich mein AD stark reduziert und schlafe auch so ganz gut. Ich bin auch wieder in Therapie. Aber wenn die Krankenkasse das Krankengeld einstellt, muss ich wieder arbeiten gehen und das werde ich ohne die ADs nicht schaffen, wenn überhaupt.
Also bleibt mir nichts anderes übrig, als sie weiter zu nehmen. Mir ist es eigentlich egal, ob sie in 20 Jahren oder so in meinem Körper irgendeinen Schaden anrichten werden, Hauptsache bis dahin geht es mir halbwegs gut.

Liebe Grüße


Nach oben
 Profil  
 
Beiträge der letzten Zeit anzeigen:  Sortiere nach  
Ein neues Thema erstellen Auf das Thema antworten  [ 66 Beiträge ]  Gehe zu Seite 1, 2, 3, 4, 5 ... 7  Nächste


Wer ist in unserem Selbsthilfe Forum online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 4 Gäste


Du darfst keine neuen Themen in diesem Forum erstellen.
Du darfst keine Antworten zu Themen in diesem Forum erstellen.
Du darfst deine Beiträge in diesem Forum nicht ändern.
Du darfst deine Beiträge in diesem Forum nicht löschen.

Suche nach:
Gehe zu:  

Protected by Anti-Spam ACP Powered by phpBB © 2000, 2002, 2005, 2007 phpBB Group
Deutsche Übersetzung durch phpBB.de
phpBB SEO