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 Betreff des Beitrags: Absetz-Entzugserscheinungen bereits nach 2 Wochen?
BeitragVerfasst: 09.Nov.2011, 21:15 
Offline

Registriert: 11.Sep.2011, 21:39
Beiträge: 16
Bin vor 2 Wochen zum Arzt gegangen, weil ich unter einer Angststörung leide. War schon mal schlimmer, so mit Herzklopfen, Schwindel, Schlafstörungen, Engegefühl in der Brust, Verdauungsbeschwerden usw. Jetzt hatte ich eigentlich nur noch unter diesem Engegefühl in der Brust und Unruhe gelitten und unter extremer Auftrittsangst, da ich bei einem Chorauftritt extrem gezittert hatte, was gleich als Panikattacke eingestuft wurde. Ich habe auch zugegeben, dass ich vor Auftritten immer eine Tavor genommen habe, also war ich in den Augen der Ärztin gleich davon abhängig und sollte den Rest unbedingt in den Müll werfen bzw. zur Apotheke bringen...Naja, voller Zuversicht begann ich gleich das von ihr verschriebene Antidepressivum (Venlafaxin) zu schlucken und ich muss sagen, die letzten 2 Wochen waren die Hölle für mich. Alles oben genannte plus extremes Schwitzen und Kopfschmerzen stellte sich wieder ein, aber 5x so stark, ich zitterte sogar beim Duschen und gestern beim Aerobic-Kurs. Also bin ich noch mal hin und soll auf Mirtazapin umstellen. Venlafaxin soll ich gar nicht mehr nehmen. Gestern habe ich so eine Mirta genommen und innerhalb von 10 min habe ich die Augen verleiert und bin dann wie besoffen durch die Stube ins Schlafzimmer gewankt, wo ich auch gleich eingeschafen bin. Das ist jetzt 24 Stunden her und mir leiert es immer noch. Ich kann nicht mal die Schrift hier richtig lesen. Konnte auch nicht zur Arbeit heute geschweigedenn Autofahren. Ich habe jetzt so einen Schiss, dass ich jetzt erst recht was kaputt gemacht habe in meinem Gehirn. Ich will von dem Teufelszeug nie wieder was nehmen. Kann es sein dass ich jetzt aber nach diesen 14 Tagen schon diese extremen Absezterscheinungen erleiden muss? Ich möchte doch nur meinen Vorher-Zustand wieder haben, bevor ich diese erste Tablette geschluckt habe. Da drückt's mir zwar auf die Brust, aber mein Gehirn ist wenigstens noch zu gebrauchen. Habe ich vielleicht jetzt zu viel Serotonin in mir?


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 Betreff des Beitrags: Re: Absetz-Entzugserscheinungen bereits nach 2 Wochen?
BeitragVerfasst: 10.Nov.2011, 08:46 
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Registriert: 09.Jun.2011, 10:01
Beiträge: 559
Hallo disaster,

Mirtazapin ist ein Antidepressivum, das stark schlafanstoßend wirkt und deswegen oft bei Schlafstörungen verschrieben wird. Normalerweise sollte man sie auch nur abends nehmen und sich am besten einige Tage freinehmen oder krank schreiben lassen, wenn man sie einschleicht, bis der Körper sich an die Nebenwirkungen gewöhnt. Vielleicht war die Anfangsdosis auch zu hoch. Bei manchen Leuten hauen schon 7.5mg voll rein. Du solltest 2-3Wochen durchhalten, dann sollten die Nebenwirkungen abgeklungen sein.


Liebe Grüße


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 Betreff des Beitrags: Re: Absetz-Entzugserscheinungen bereits nach 2 Wochen?
BeitragVerfasst: 10.Nov.2011, 13:04 
Offline

Registriert: 11.Sep.2011, 21:39
Beiträge: 16
Danke, aber ich glaube , ich habe erstmal genug von der Chemie. Jetzt habe ich seit 3 tagen Kopfschmerzattacken (Das letzte Mal hatte ich vor 2 Jahren Kopfschmerzen!) und mich schreckt es auch extrem ab, dass man von Mirtazapin so zunehmen kann. Dann kommen ja garantiert organische Leiden noch dazu. Dann probiere ich es doch lieber anders, mit Selbsthypnose, Entspannung und Atemtechniken. So schlecht ging es mir doch eigentlich gar nicht vorher.


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