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BeitragVerfasst: 23.Nov.2009, 13:04 
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Registriert: 08.Apr.2009, 18:31
Beiträge: 1406
Kurzer Nachtrag:

Der Begriff Rolle in dem Wort Opferrolle impliziert und /oder suggeriert Folgendes:

Rolle = Schauspiel, künstlich, unwahr und nicht real, falsch . . .

Und da Rollen nicht vom "Himmel fallen", impliziert und suggeriert dieser Begriff zusätzlich auch noch die bewusste und freiwillige (also selbst gewollte) Annahme oder Vergabe dieser Rolle (also praktisch die eigene Schuld daran).

Besonders Opfer von Sexualverbrechen (Vergewaltigungsopfer) leiden unter dieser Rollenvergabe später (also in Spätfolge) oft mehr, als unter der Tat (die therapeutisch aufgearbeitet werden kann) selber.

@vent:
Ich habe versucht, den Begriff Opfer(rolle) durch den Begriff "Von einem Täter, einer Situation oder einem Zustand Betroffenen" zu ersetzen.

Liebe Grüsse, omega

_________________
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 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: 23.Nov.2009, 14:46 
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Registriert: 25.Jan.2008, 20:22
Beiträge: 2612
omegaman hat geschrieben:
Hallo Christina

In erster Linie wollte ich von dem Begriff "Opferrolle" wegkommen.
Dieser wird leider allzuhäufig negativ gegen das "Opfer" verwendet.

Natürlich gibt es in der Realität Opfer, ich selbst habe 2001 im Krankenhaus Opfer kennengelernt (sexueller Missbrauch).

Hier war jedoch ein persönlicher Grund Auslöser für mein Threadthema:
Etwa 50% meiner Zeit und meiner Kraft hier im Forum muss ich dafür aufwenden, um mir nicht den Stempel Opfer (oder Opferrollenspieler) aufdrücken zu lassen. Ich empfinde mich nicht als Opfer, sondern als Betroffener von Erfahrungen, Erlebnissen und Lebensumständen.

Ich denke, viele erleben im Verlauf ihrer Krankheit Ähnliches, vielleicht nicht in einem Forum, aber im Privatleben und/oder in der Familie. (z.B.: "Stell dich nicht so an, spiele hier nicht das arme Opfer, blah, blah, blah ...")
Daher halte ich diese Thematik für interessant.

Liebe Grüsse, omega
In diese Richtung hatte ich relativ zu Beginn des Threads schon mal was geschrieben, was vielleicht im zwischenzeitlichen Geplänkel untergegangen sein mag. Bei Interesse: hier.

GastB hat geschrieben:
Bei der "Opferrolle", die z.B. dem Threaderöffner öfter mal vorgeworfen wird, handelt es sich um eine selbstgewählte innere Haltung, indem gleichzeitig einer anderen Person (oder mehreren) eine Schuldzuweisung als böser Täter zugeschoben wird.
Auch wenn ich mich wiederhole (siehe mein erster Post), ich halte die Opferrolle keineswegs für so selbstgewählt. Sie ist i.d.R. keine bewusste Entscheidung, kein Theaterspiel, sondern eine Reaktion auf der Basis individueller Erfahrungen und aktueller psychischer Möglichkeiten.

GastB hat geschrieben:
Das hat nichts mit einem "Stempel" oder ähnlichem zu tun und wird nicht von außen vergeben oder "aufgedrückt". Es ist lediglich die Feststellung, die andere über die Art und Weise machen, wie der Betreffende die Dinge sieht.
Natürlich ist es ein von außen aufgedrückter Stempel. Gerade dadurch, dass andere eine Feststellung darüber machen, wie jemand Dinge sieht. Das ist nämlich nicht möglich - jedenfalls nicht in Verbindung mit einem Anspruch auf Wahrheit oder Objektivität. Man kann nur seinen Eindruck rückmelden, wie man glaubt, dass der andere die Dinge sieht. Und selbst das kann als übergriffig empfunden werden, wenn der Betroffene nicht um eine Analyse seiner Problematik gebeten hat, sondern sich vielleicht nur mal auskotzen wollte. Ist natürlich in einem Forum mitunter dumm gelaufen, denn welche Antworten man auf seine Beiträge oder Threads bekommt, kann man sich nunmal nicht aussuchen.

vent hat geschrieben:
Ich habe hier nicht alles gelesen und deshalb entzieht sich meiner Kenntnis, ob jemand bereits auf die glorreiche Idee gekommen ist einen Unterschied zwischen den Begriffen 'Opfer-Dasein' und 'Opfer-Rolle' zu definieren
Es wurde m.E. ein bisschen vermischt, dürfte aber schon klar sein, dass es um die Opferrolle geht. Mir ist z.B. in Lillys erstem Post Folgendes aufgefallen/aufgestoßen:
Zitat:
Insofern hat man auf die ein oder andere Art eine "Mitschuld" an den gegebenen Umständen. Frage: Was hast Du dazu beigetragen, dass man Dich bei dem 1 Eurojob derart behandelt? Hälst Du dem Löwen ein Stück Fleisch hin, beißt er zu.
Das sind einfach Fragen, die außerhalb einer Therapie (des Betroffenen) nichts zu suchen haben. Auch jemand, der in seinem kompletten Leben als die personifizierte (psychologische/soziologische) Opferrolle daherkommt, kann in irgendeiner Weise "richtiges", tatsächliches Opfer eines Täters werden, wird es sogar wahrscheinlicher als irgendjemand anderes. Und da von einer Mitschuld zu sprechen, missbraucht den Terminus "Opferrolle" zur Entlastung des Täters.

vent hat geschrieben:
Durch das Annehmen, das Sich-Selbst-Verleihen einer Opferrolle wird man zum Doppeltäter. Einmal verletzt man die eigene menschliche Würde, indem man einer mit Bewusstsein versehenen Anhäufung von bis zu 10 Billionen Zellen ihre Eigenständigkeit entspricht, zum Anderen qualifiziert man seine Nächsten als "Täter" ab.
Wenn man diese Rolle bewusst annimmt, also letzten Endes Theater spielt, hast du Recht. M.E. ist das aber nicht der Fall, sondern es ist eine unbewusste Lösungsstrategie in Ermangelung einer besseren. Bei Depressionen ist das bekannt, da spricht man sogar vom "Depressionspartner" - dem gegenüber der Kranke eine Opferrolle einnimmt.

vent hat geschrieben:
Warum demütigt man sich selbst auf diese Art und warum diese Feindseligkeit den anderen gegenüber? Na weil man sich davon Vorteile verspricht, warum denn sonst!
Ja, nur kann der Vorteil auch darin liegen, noch größeres Übel als die undankbare Opferrolle zu vermeiden. Aber nochmal: Das ist Gegenstand einer Therapie. Ansonsten und/oder in Abwesenheit eines besonderen Vertrauensverhältnisses ist es m.E. so gut wie nie hilfreich, jemandem eine Opferrolle zu attestieren und ihn damit als feindselig zu bewerten, es wird meist als beleidigend empfunden und ist ja wohl auch nicht als Kompliment gemeint.

Liebe Grüße
Christina


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BeitragVerfasst: 23.Nov.2009, 15:08 
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Registriert: 08.Apr.2009, 18:31
Beiträge: 1406
Hallo Christna,

ich kann deinen Beitrag nur voll und ganz unterschreiben.

Und es tut sehr gut zu lesen, dass ich mit meinen Grundvorstellungen und mit meinen eigenen Erfahrungen zur Opferrolle, hier nicht ganz alleine stehe.

Zu den Beiträgen von GastB und Lilly42 habe ich bewusst nichts mehr geschrieben, da mir hierbei (bei einer angemessenen persönlichen Reaktion und Antwort) wahrscheinlich ein Forenausschluss eingehandelt hätte.

Zum Thema zurück:

Auch die Schulamokläufe, die sich, zuerst in den USA und nun auch in Europa, immer mehr häufen, sehe ich im Kontext zur Opferrolle.

Eine Person (Mitschüler) wird in eine Opfer- oder Aussenseiterrolle gedrängt.
In seiner (jugendlichen) Hilflosigkeit dreht er irgendwann aus Verzweiflung (und natürlich aus Mangel anderer Werkzeuge) dieses Rollenspiel um.
Das Ergebnis ist dann ein Amoklauf, bei dem es nur noch darum geht, anderen (gezielt oder zufällig) die Opferrolle zuzuweisen.

Liebe Grüsse, omega

_________________
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BeitragVerfasst: 23.Nov.2009, 15:36 
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Registriert: 01.Nov.2007, 15:41
Beiträge: 326
Christina,

ich habe mich zum Einen in meinem Post auf die Theorien bezogen, die über "Täter/Opfer" existieren. Zum Anderen habe ich den Begriff "Mitschuld" natürlich nicht unbedacht in Ausrufezeichen gesetzt. Wenn ich in einer Opferrolle verharre und beispielsweise mein Lebensmotto lautet: "Schon wieder ich! Egal, was ich tue, alles geht schief, alle sind gegen mich etc! Ich mache immer wieder dieselben Erfahrungen....!", dann will ich diese Erfahrungen in keinem Falle anzweifeln. Nur haben diese ihren Hintergrund und es stellt sich die Frage, WAS ICH DAZU BEITRAGE, dass ich eben IMMER WIEDER DIESE ERFAHRUNGEN mache. Und diesen Punkt habe ich als eine Art "Mitschuld" betitelt. Dennoch habe ich in meinem Post darauf hingewiesen, dass ich die "Opferrolle" für eher unbewußt halte. In diesem Zusammenhang sollte der Begriff "Mitschuld" natürlich nicht so gedeutet werden, wie Du es getan hast. Es war wohl ungeschickt ausgedrückt von mir.

omegaman,

es ist einfach keine feine Art, derartige Bemerkungen über Forenmitglieder zu starten. Der Weg wäre, die Menschen direkt anzusprechen, mal abgesehen davon, dass ich Dir keinen Anlass gegeben habe, mich so zu "abzutun". Ich habe mich an dieser Diskussion beteiligt wie andere auch und solltest Du Dich von mir angegriffen gefühlt haben, so tut mir das leid. Das war nicht meine Absicht.


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BeitragVerfasst: 23.Nov.2009, 17:08 
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Beiträge: 1406
Hallo Lilly42

Ich habe mich natürlich nicht von deinem Betrag (also von dir persönlich), sondern von der allgemeinen Haltung zu diesem Thema provoziert (nicht angegriffen, das ist etwas völlig anderes) gefühlt.

Wenn man von sehr vielen "Gegnern" umgeben ist, dann passiert es schon einmal, dass man einfach nur noch wild um sich schlägt, auch ich bin davon nicht frei.

Also Sorry und ganz liebe Grüsse, omega

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BeitragVerfasst: 23.Nov.2009, 18:09 
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Registriert: 25.Jan.2008, 20:22
Beiträge: 2612
Lilly42 hat geschrieben:
ich habe mich zum Einen in meinem Post auf die Theorien bezogen, die über "Täter/Opfer" existieren. Zum Anderen habe ich den Begriff "Mitschuld" natürlich nicht unbedacht in Ausrufezeichen gesetzt. Wenn ich in einer Opferrolle verharre und beispielsweise mein Lebensmotto lautet: "Schon wieder ich! Egal, was ich tue, alles geht schief, alle sind gegen mich etc! Ich mache immer wieder dieselben Erfahrungen....!", dann will ich diese Erfahrungen in keinem Falle anzweifeln. Nur haben diese ihren Hintergrund und es stellt sich die Frage, WAS ICH DAZU BEITRAGE, dass ich eben IMMER WIEDER DIESE ERFAHRUNGEN mache. Und diesen Punkt habe ich als eine Art "Mitschuld" betitelt. Dennoch habe ich in meinem Post darauf hingewiesen, dass ich die "Opferrolle" für eher unbewußt halte. In diesem Zusammenhang sollte der Begriff "Mitschuld" natürlich nicht so gedeutet werden, wie Du es getan hast. Es war wohl ungeschickt ausgedrückt von mir.
Ich glaube, ich hatte deinen Post schon so verstanden, wie du ihn gemeint hattest. Ich würde dir (gerade dir :) ) auch gar nicht unterstellen, dass du Täter und Opfer im Sinne von "selbst schuld" verkehren wolltest. Die Frage nach den Verhaltensmustern, die einen zum willkommenen Opfer machen, ist ja auch berechtigt - nur m.E. eben nicht hier, in diesem Forum, zumal der Betroffene nicht danach gefragt hat. Da gerät es schnell zur Bewertung (wenn auch nicht so gemeint), löst Rechtfertigungen und Verärgerung aus... Es ist auch ein unglückliches Beispiel, weil Omega in diesem Fall - völlig unabhängig von irgendeiner Opferrolle oder nicht - das Opfer von Mobbing/Bossing geworden ist.

Liebe Grüße
Christina


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BeitragVerfasst: 23.Nov.2009, 21:35 
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Beiträge: 4870
Hallo Christina,
Zitat:
ich halte die Opferrolle keineswegs für so selbstgewählt. Sie ist i.d.R. keine bewusste Entscheidung, kein Theaterspiel, sondern eine Reaktion auf der Basis individueller Erfahrungen und aktueller psychischer Möglichkeiten.

Da reden wir wohl aneinander vorbei, obwohl du eigentlich dasselbe sagst wie z.B. ich und wohl auch Lilly. D.h., auch du siehst offensichtlich die Einnahme der Opfersicht als etwas Subjektives. Als eine unbewusste eigene Entscheidung - d.h. keine fremde Entscheidung und keine fremde Rollenzuteilung.

Man kann eine Rolle durchaus bewusst oder unbewusst wählen. :idea: Unbewusste Rollenwahl ist ja bei jeder Neurose Alltag und in den meisten Therapien ist das Ziel, diese Rollen aufzudecken und neue zu erarbeiten. Ich jedenfalls habe keine Minute angenommen, dass Omegaman das bewusst macht, und diesen Eindruck habe ich von keinem anderen meiner VorschreiberInnen. Wäre es ihm bewusst, würde sich vieles erübrigen.

Feedbacks von vielen Usern versuchen, es bewusst zu machen. So wie hier im Forum andauernd anderen Usern Feedbacks gegeben werden. Erst recht, wenn jemand eigens einen Thread zu einem Thema eröffnet. Und erst recht, wenn jemand hier falsche Behauptungen über das Leben, die Menschen usw. aufstellt. Es geht - zumindest einigen von uns - hier doch gar nicht um die Fälle, wo jemand tatsächlich überfallen, missbraucht, verleumdet oder ähnliches wird und damit objektiv eine Opferrolle erzeugt wird (die ja m.E. völlig legitim ist!).

Sondern es geht denen hier, gegen die Omegaman sich meint, wehren zu müssen und wegen denen er diesen Thread eröffnet hat (auch wieder als indirekten Vorwurf an diejenigen, die ihm hier angeblich Unrecht tun! :x), um die (falsche) Interpretation des Verhaltens anderer mit Zuschreibung als "Täterschaft" und dann eben als Gegenstück sich selbst als Opfer dieses Täters. Dem man dann heroisch entgegentritt. :o

Von mir aus kann Omega oder sonst jemand hier sich so viele Opferrollen zulegen wie er oder sie möchte.

Aber was ich nicht mehr tolerieren will und was mich echt ank*tzt (sorry, aber das ist der einzig passende Ausdruck, denn mir wird davon jedes Mal übel), ist, dass Omega dieses Einnehmen einer Opferrolle auch hier im Forum laufend praktiziert, und zwar, indem er andere, die ihn kritisieren oder ihm widersprechen, zu bösen Menschen = Tätern erklärt! Ständig teilt er Hiebe aus, "leider sind die Menschen so und so (negativ)" kommt ständig vor, 99 % der Menschen sind angeblich schlecht usw., Lilly und mich wollte er eigentlich jetzt hier oben gerne beleidigen, weil wir nicht seiner Meinung sind; nur seine Angst, schon wieder wegen Beleidigung aus dem Forum zu fliegen, hält ihn davon ab - ja wo sind wir denn eigentlich?? Sind wir unter erwachsenen Menschen, die ein Thema kontrovers diskutieren können, oder in einer Diktatur, die von einem User erstellt wird? So kann es nicht gehen.


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BeitragVerfasst: 23.Nov.2009, 22:28 
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Um im Thread mal weiter zu machen, lasse ich euren Streit mal außen vor.

Meiner Meinung nach ist für viele diese sogenannte Opferrolle auch ein Versuch in Gesellschaft zu kommen, es ist ein einfacher Weg, dass andere einem Zuhören, aber ich denke auch diese Leute haben Probleme z.B. mit dem Selbstbewusstsein usw. Ich denke nicht, dass alle , die das praktizieren sich nur wichtig tuen wollen, das wird denke ich der kleinere Teil sein. Und selbst so ein wichtig tun, zeugt nicht von einer gesunden psyche.
Dess weiteren denke ich, dass viele auch nur falsch verstanden werden.
Und dann gibt es einfach Leute, die Opfer sind, wo anderen Leuten wieder das feingefühl fehl, dass zu erkennen.

Es ist sehr schwierig diese Sachen zu analysieren und auseinander zu halten, aber ich denke bevor ich verurteile sollte ich genau hinschauen und zuhören und vielleicht manchmal einfach meinen Mund halten bevor ich andere verletze.
Und vor allem sollte man nicht alle über einen Kamm scheren, wenn man mal pech gehabt hat und so einen wichtig tuer kennen gelernt hat.

So, dass ist meine Meinung, ihr könnt nun auf mich einschlagen, wenn ihr wollt :lol:

_________________
Ich hoffe ich habe die Kraft Dinge zu ändern, die ich ändern kann,
die Gelassenheit Dinge hinzunehmen die ich nicht ändern kann
und die Weisheit das eine vom anderen zu unterscheiden.


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BeitragVerfasst: 23.Nov.2009, 22:59 
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Registriert: 25.Jan.2008, 20:22
Beiträge: 2612
GastB hat geschrieben:
Hallo Christina,
Zitat:
ich halte die Opferrolle keineswegs für so selbstgewählt. Sie ist i.d.R. keine bewusste Entscheidung, kein Theaterspiel, sondern eine Reaktion auf der Basis individueller Erfahrungen und aktueller psychischer Möglichkeiten.

Da reden wir wohl aneinander vorbei, obwohl du eigentlich dasselbe sagst wie z.B. ich und wohl auch Lilly. D.h., auch du siehst offensichtlich die Einnahme der Opfersicht als etwas Subjektives. Als eine unbewusste eigene Entscheidung - d.h. keine fremde Entscheidung und keine fremde Rollenzuteilung.
Ich betrachte v.a. die Entscheidung darüber, jemand anderen in der Opferrolle zu sehen, als etwas höchst Subjektives.

GastB hat geschrieben:
Man kann eine Rolle durchaus bewusst oder unbewusst wählen. :idea: Unbewusste Rollenwahl ist ja bei jeder Neurose Alltag und in den meisten Therapien ist das Ziel, diese Rollen aufzudecken und neue zu erarbeiten. Ich jedenfalls habe keine Minute angenommen, dass Omegaman das bewusst macht, und diesen Eindruck habe ich von keinem anderen meiner VorschreiberInnen. Wäre es ihm bewusst, würde sich vieles erübrigen.
Richtig: In Therapien ist es das Ziel, so etwas aufzudecken. Aber das hier ist keine Therapie, wir sind keine Therapeuten, und was am wichtigsten ist: Niemandem hier wurde ein Therapieauftrag erteilt. Darüber, was unter einer Opferrolle zu verstehen ist, sind wir sicher einig. Ich halte aber gar nichts davon, hier jemanden gegen seinen Wunsch und Willen zu diagnostizieren oder zu therapieren.

GastB hat geschrieben:
Feedbacks von vielen Usern versuchen, es bewusst zu machen. So wie hier im Forum andauernd anderen Usern Feedbacks gegeben werden. Erst recht, wenn jemand eigens einen Thread zu einem Thema eröffnet.
Der Thread hier war allgemein zum Thema "Opferrolle" formuliert. Eine Frage der Art "Findet ihr, dass ich eine Opferrolle einnehme etc.?" stand da nicht, auch keine Bitte um eine Fernanalyse. Trotzdem hat du insofern Recht, als natürlich jeder hier - im Rahmen der Forenregeln - schreiben kann, was er möchte.

GastB hat geschrieben:
Sondern es geht denen hier, gegen die Omegaman sich meint, wehren zu müssen und wegen denen er diesen Thread eröffnet hat (auch wieder als indirekten Vorwurf an diejenigen, die ihm hier angeblich Unrecht tun! :x), um die (falsche) Interpretation des Verhaltens anderer mit Zuschreibung als "Täterschaft" und dann eben als Gegenstück sich selbst als Opfer dieses Täters. Dem man dann heroisch entgegentritt. :o
Wenn ich jetzt meine für unerbetene analytische Deutungen geforderte Abstinenz ad absurdum führen wollte, müsste ich dich fragen, warum du hier in die Opferrolle schlüpfst. Mach' ich aber nicht... :wink:

GastB hat geschrieben:
Aber was ich nicht mehr tolerieren will und was mich echt ank*tzt (sorry, aber das ist der einzig passende Ausdruck, denn mir wird davon jedes Mal übel), ist, dass Omega dieses Einnehmen einer Opferrolle auch hier im Forum laufend praktiziert, und zwar, indem er andere, die ihn kritisieren oder ihm widersprechen, zu bösen Menschen = Tätern erklärt! Ständig teilt er Hiebe aus, "leider sind die Menschen so und so (negativ)" kommt ständig vor, 99 % der Menschen sind angeblich schlecht usw., Lilly und mich wollte er eigentlich jetzt hier oben gerne beleidigen, weil wir nicht seiner Meinung sind; nur seine Angst, schon wieder wegen Beleidigung aus dem Forum zu fliegen, hält ihn davon ab - ja wo sind wir denn eigentlich?? Sind wir unter erwachsenen Menschen, die ein Thema kontrovers diskutieren können, oder in einer Diktatur, die von einem User erstellt wird? So kann es nicht gehen.
Die jeweiligen Threads und Posts sprechen für sich selbst. Jeder kann entscheiden, wo er sich äußeren möchte. Beleidigungen und Unterstellungen kann man sich verbitten und außerdem den Mods melden. Deshalb halte ich es für völlig überflüssig, psychologische Konstrukte oder Diagnosen zu missbrauchen, um andere abzuwerten oder zu beleidigen. In bester und (ihm) hilfreicher Absicht attestierst du Omega diese Opferrolle ja offensichtlich nicht. Ich weiß nicht, was Omega eigentlich wollte. Wenn er jemanden beleidigen wollte, es aber nicht getan hat, ist das doch in Ordnung. Und falls du von seiner Art genervt sein solltest - sowas kommt vor, obwohl ich bisher den Eindruck von dir hatte, dass du mit sowas gut und einigermaßen entspannt umgehen kannst.

Liebe Grüße
Christina


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BeitragVerfasst: 24.Nov.2009, 01:05 
GastB hat geschrieben:
So kann es nicht gehen.

M.W. besteht hier das Problem bereits seit knapp 2 Jahren und es ist purer Euphemismus dies als Projektion oder falsche Einschätzung einzelner User darzustellen. Aufgrund der sprachlichen Konvention ist auf der verbalen Ebene die Möglichkeit gegeben extremen Ausdrucksweisen feindselige Haltung bestimmten Usern gegenüber zuzuordnen.
Auch ich bin der Meinung, dass hier eine Lösung notwendig ist. Ein gewisses Maß an Regeln sollte eingehalten werden.


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