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BeitragVerfasst: 22.Nov.2009, 20:19 
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Registriert: 08.Apr.2009, 19:31
Beiträge: 1409
Wäre es irgendwie machbar, dass sich die Streithähne hier einen anderen Spielplatz suchen ?

Ich würde hier sehr gerne wieder zu meinem Threadthema zurückkommen können.

Andere Teilnehmer, die zu dem Thema "Opferrolle" gerne etwas schreiben würden, schreckt euer Tun hier ab, das ist nicht Sinn und Zweck dieses Forums.

@pax:

Danke für die Enttäuschung, aber ich habe dir schon vor einigen Tagen, als du mich per PN in diese Streitigkeiten hineinziehen wolltest, ein klares und deutliches NEIN dazu gesagt.

Liebe Grüsse, omega

_________________
---


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 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: 22.Nov.2009, 20:21 
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Registriert: 25.Jan.2008, 21:22
Beiträge: 1962
omegaman hat geschrieben:
"Opferrolle" und Krankheitsgewinn können in einem Zusammenhang stehen,
die "Opferrolle" kann aber auch ein seperater und belastender zusätzlicher Zustand für den Betroffenen sein.
Meinst du so etwas wie sekundäre Viktimisierung?

omegaman hat geschrieben:
Opfer suggeriert automatisch auch den Begriff Täter.
Aber nicht alle unsere Probleme werden durch einen "Täter" ausgelöst.

Dies ist mit ein Grund, warum ich den Begriff Opferrolle als negativ einstufe.
Es gibt im Einzelfall natürlich Täter, aber es sollte keine Opfer (dies suggeriert hilflos und hoffnungslos) geben.
Der Begriff "Betroffene von Tätern" wäre hier wertfreier und weniger missverständlich.
Ich fände "Betroffene von Tätern" ausgesprochen verharmlosend. Es entspricht doch der Realität, dass ein Opfer in irgendeiner Weise entweder einem Täter oder einer Situation (Unfall, Naturkatastrophe oder auch Lebensumstände) ausgeliefert ist. Und was sollen die Betroffenen denn dann anderes sein als Opfer? Zu dumm zu flüchten? Um Schläge bettelnd? Zu faul, zu doof, um das Leben, egal unter welchen Bedingungen, gebacken zu bekommen? Ich kann irgendwie nicht ganz nachvollziehen, wieso der Begriff "Opfer" bei dir derart negativ belegt ist, und welche Alternativen du siehst.

Liebe Grüße
Christina


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BeitragVerfasst: 22.Nov.2009, 20:51 
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Registriert: 01.Nov.2007, 16:41
Beiträge: 325
Ich kenne diese Diskussionen zu dem, was bestimmte Begriffe wie "Opfer" und "Täter" etc. suggerieren können aus dem Bereich des "sexuellen Missbrauchs." Und ich denke, ein Vergleich damit ist hier definitiv fehl am Platze.

Die "Opferrolle" die eigentlich hier gemeint sein sollte, hat einen anderen Hintergrund. Die "Opferrolle" kann ein Krankheitsgewinn sein, aber nicht jeder Krankheitsgewinn äußert sich in der "Opferrolle". Die "Opferrolle" spiegelt eine bestimmte Verhaltensweise bzw. Grundhaltung wider. Und es geht nicht darum, jemanden als "Opfer" zu titulieren und ihm damit Hilflosigkeit und Hoffnungslosigkeit zu suggerieren. So ist dieser Begriff überhaupt nicht gemeint. Wenn auch er natürlich niemanden "bauchpinselt", sondern in gewisser Weise eine Kritik ist - demnach sicherlich auch in mancher Hinsicht negativ.


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BeitragVerfasst: 22.Nov.2009, 22:05 
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Registriert: 09.Jun.2009, 22:15
Beiträge: 3368
Zitat:
@pax:

Danke für die Enttäuschung, aber ich habe dir schon vor einigen Tagen, als du mich per PN in diese Streitigkeiten hineinziehen wolltest, ein klares und deutliches NEIN dazu gesagt.

Ich hatte dich gebeten in daheims Thread zurückzunehmen.

so schnell willst du mich hier öffentlich zu einem Täter machen. :roll: :roll:
Unglaublich
und siehst Dich permanent als Opfer. :
Zitat:
Ich kann irgendwie nicht ganz nachvollziehen, wieso der Begriff "Opfer" bei dir derart negativ belegt ist, und welche Alternativen du siehst.

DARUM CHRISTINA :roll: :roll:


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BeitragVerfasst: 23.Nov.2009, 00:33 
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Registriert: 30.Jan.2008, 01:18
Beiträge: 2428
Lilly42 hat geschrieben:
Die "Opferrolle" die eigentlich hier gemeint sein sollte, hat einen anderen Hintergrund. Die "Opferrolle" kann ein Krankheitsgewinn sein, aber nicht jeder Krankheitsgewinn äußert sich in der "Opferrolle". Die "Opferrolle" spiegelt eine bestimmte Verhaltensweise bzw. Grundhaltung wider. Und es geht nicht darum, jemanden als "Opfer" zu titulieren und ihm damit Hilflosigkeit und Hoffnungslosigkeit zu suggerieren. So ist dieser Begriff überhaupt nicht gemeint. Wenn auch er natürlich niemanden "bauchpinselt", sondern in gewisser Weise eine Kritik ist - demnach sicherlich auch in mancher Hinsicht negativ.

Das siehst du völlig richtig, Lilly.
Bei der "Opferrolle", die z.B. dem Threaderöffner öfter mal vorgeworfen wird, handelt es sich um eine selbstgewählte innere Haltung, indem gleichzeitig einer anderen Person (oder mehreren) eine Schuldzuweisung als böser Täter zugeschoben wird.
Das hat nichts mit einem "Stempel" oder ähnlichem zu tun und wird nicht von außen vergeben oder "aufgedrückt". Es ist lediglich die Feststellung, die andere über die Art und Weise machen, wie der Betreffende die Dinge sieht.
Wer sich bei jeder Kritik gemobbt fühlt, ist natürlich in einer Opferrolle bzw. nimmt diese sofort an. Das heißt aber nicht, dass er ein Opfer ist. Denn dann müsste es auch einen Täter geben. Ein Kritiker ist aber kein Täter und kein Mobber, sondern ein Kritiker.


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BeitragVerfasst: 23.Nov.2009, 00:52 
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Registriert: 03.Okt.2009, 22:43
Beiträge: 1470
pax hat geschrieben:
... so schnell willst du mich hier öffentlich zu einem Täter machen. Unglaublich

Nee, so schnell geht das nicht.
Scheinbar bin ich der Auslöser dieses Streits gewesen und melde mich hier deshalb zum Dienst.

Bitte nicht vergessen - dieses, in einen Handy-Thread hingeklackstes (An)klageliedchen ist der Stein des Anstoßes gewesen:

Zitat:
... ICH DARF DAS SPIEL NICHT MITBESTIMMEN
ABER ICH MUSS IMMER GUT ROLLEN...

... WENN MIR DANN EINMAL DIE LUFT AUSGEGT
WIRFT MAN MICH WEG UND SUCHT SICH EINEN NEUEN BALL...

Ich habe hier nicht alles gelesen und deshalb entzieht sich meiner Kenntnis, ob jemand bereits auf die glorreiche Idee gekommen ist einen Unterschied zwischen den Begriffen 'Opfer-Dasein' und 'Opfer-Rolle' zu definieren.

Falls ja, dann Pech, Guten Morgen Vent.

Durch das Annehmen, das Sich-Selbst-Verleihen einer Opferrolle wird man zum Doppeltäter. Einmal verletzt man die eigene menschliche Würde, indem man einer mit Bewusstsein versehenen Anhäufung von bis zu 10 Billionen Zellen ihre Eigenständigkeit entspricht, zum Anderen qualifiziert man seine Nächsten als "Täter" ab.

Warum demütigt man sich selbst auf diese Art und warum diese Feindseligkeit den anderen gegenüber? Na weil man sich davon Vorteile verspricht, warum denn sonst! Nehmen, nehmen, nehmen, immer und immer mehr.... weil man ja ein Opfer ist! Die Katze beißt sich in den *Sch*

:idea: :wink:

Gute Besserung

_________________
LG Vent


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BeitragVerfasst: 23.Nov.2009, 00:55 
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Registriert: 03.Okt.2009, 22:43
Beiträge: 1470
@ GastB:

Ähm.... sorry. Du hast gerade was ähnliches wie ich geschrieben.
Hab ich vor dem Absenden nicht gesehen...

:wink: 8)

_________________
LG Vent


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BeitragVerfasst: 23.Nov.2009, 02:03 
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Registriert: 30.Jan.2008, 01:18
Beiträge: 2428
Absolut kein Sorry nötig, vent. Je mehr Leute das schreiben, desto besser.
Es ist in der Tat eine doppelte Täterrolle mit großer Feindseligkeit. Du hast es noch pointierter und klarer gesagt als ich.


(Aber helfen wird es nach aller Erfahrung wohl trotzdem nicht. :? )


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BeitragVerfasst: 23.Nov.2009, 10:14 
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Registriert: 11.Apr.2009, 18:01
Beiträge: 235
Diese Seite finde ich super interessant:
http://de.wikipedia.org/wiki/Narzissmus

Es gibt unglaubliche viele Facetten mit unterschiedlichsten Ausdrucksformen und nicht immer ist es "krankhaft", Vieles wird gut beschrieben, begründet und man hat noch mehr Verständnis. Nicht jede laienhafte Diagnose, die oft fehlerhaft und kränkend/abwertend genutzt wird (z.B. als Beleidigung) , ist immer gleich ein Armutszeugnis, ganz im Gegenteil, wenn man denn weiß, wovon man schreibt.


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BeitragVerfasst: 23.Nov.2009, 12:39 
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Registriert: 08.Apr.2009, 19:31
Beiträge: 1409
Hallo Christina

In erster Linie wollte ich von dem Begriff "Opferrolle" wegkommen.
Dieser wird leider allzuhäufig negativ gegen das "Opfer" verwendet.

Natürlich gibt es in der Realität Opfer, ich selbst habe 2001 im Krankenhaus Opfer kennengelernt (sexueller Missbrauch).

Hier war jedoch ein persönlicher Grund Auslöser für mein Threadthema:
Etwa 50% meiner Zeit und meiner Kraft hier im Forum muss ich dafür aufwenden, um mir nicht den Stempel Opfer (oder Opferrollenspieler) aufdrücken zu lassen. Ich empfinde mich nicht als Opfer, sondern als Betroffener von Erfahrungen, Erlebnissen und Lebensumständen.

Ich denke, viele erleben im Verlauf ihrer Krankheit Ähnliches, vielleicht nicht in einem Forum, aber im Privatleben und/oder in der Familie. (z.B.: "Stell dich nicht so an, spiele hier nicht das arme Opfer, blah, blah, blah ...")
Daher halte ich diese Thematik für interessant.

Liebe Grüsse, omega

_________________
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