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BeitragVerfasst: 21.Nov.2009, 18:23 
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Registriert: 01.Nov.2007, 15:41
Beiträge: 326
Sorry, aber ich glaube, wir haben da vollkommen verschiedene Ansichten, was man unter "Opferrolle" versteht und reden derbe aneinander vorbei.


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BeitragVerfasst: 21.Nov.2009, 18:32 
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Registriert: 08.Apr.2009, 18:31
Beiträge: 1406
Und noch ein kleiner Nachtrag zum Nachdenken:

Sagt der Mörder zur Leiche:
"Selber schuld, wenn du wieder mal die Opferrolle spielst" . . . Bild

Allen für heute eine gute Nacht und liebe Grüsse, omega

_________________
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 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: 21.Nov.2009, 18:43 
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Registriert: 01.Nov.2007, 15:41
Beiträge: 326
Der Satz ist uralt, aber trotzdem ist diese letzte Bemerkung all dem gegenüber, was ich geschrieben habe, ziemlich abwertend.


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 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: 21.Nov.2009, 19:04 
:shock: :roll: :oops: Ich verkneif mir hier jeglichen K :lol: :lol: ommentar,, :lol: :lol: :lol: es führt zu nix,,, :roll: :oops:

lg suma


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BeitragVerfasst: 21.Nov.2009, 20:09 
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Registriert: 25.Jan.2008, 20:22
Beiträge: 2612
omegaman hat geschrieben:
Meine These dazu:

Die Opferrolle, sie steht auch im Zusammenhang zum Krankheitsgewinn, ist eine der verwerflichsten Rollen, denen sich ein Mensch in seinem Leben hingeben kann.
Hm, ich finde es erstens unangebracht, hier moralische Wertungen ins Spiel zu bringen, zweitens halte ich nur eine Rolle für verwerflich: die des Täters... Aber überhaupt ist es mit der sog. "Opferrolle" wie mit dem Krankheitsgewinn - es werden Begriffe, die in der indivuellen Psychotherapie beschreibend und nicht wertend gebraucht werden (sollten!!!), in der Alltagspsychologie in Vorwürfe umgewandelt. Das Opfer wäre nicht zum Opfer geworden, wäre es nur mit aufrechterer Körperhaltung und weniger gesenktem Blick durchs Leben gegangen, der Kranke wird geheilt, wenn man ihm seinen Krankheitsgewinn verwehrt. Dabei sind beide Konstrukte eigentlich dazu gedacht, dem Betroffenen zu helfen, aus seiner desolaten Situation herauszukommen.

omegaman hat geschrieben:
Jeder, der sich aus freiem Willen, die (oder eine) Opferrolle selbst auferlegt, übernimmt damit die volle und schuldhafte Verantwortung für seine Probleme, seine Krankheit und der momentanen Lebenssituation.
Man agiert und reagiert in allen möglichen Situationen doch immer nur so gut man eben kann. Da ist auch die Opferrolle nichts, wozu man sich aus freiem Willen entscheidet, als gäbe es noch zig andere Optionen. Sie ist vielmehr die Konsequenz aus vorangegangenen Erfahrungen und aktuellen Möglichkeiten. Trotzdem kann sie eine negative Konsequenz sein und Probleme verschärfen. Und: Die Opferrolle ist ein Symptom - ganz typisches Symptom einer Depression z.B. Die wird nämlich u.a. auf "erlernte Hilflosigkeit" zurückgeführt, die wiederholte Erfahrung, den Umständen hilflos ausgeliefert zu sein. Dazu gibt es gruselige Experimente mit Hunden, die "depressiv" gemacht wurden...

Lilly42 hat geschrieben:
3. Gibt es auch Theorien, die besagen, dass die Opferrolle nie nur einfach eine Opferrolle ist. Das bedeutet, dass jedes Opfer gleichzeitig Täter ist und jeder Täter gleichzeitig Opfer ist.
4. Was letztendlich aussagt, dass jeder seinen Teil zu allem dazu beiträgt. Insofern hat man auf die ein oder andere Art eine "Mitschuld" an den gegebenen Umständen. Frage: Was hast Du dazu beigetragen, dass man Dich bei dem 1 Eurojob derart behandelt? Hälst Du dem Löwen ein Stück Fleisch hin, beißt er zu.
Ich denke, man muss sehr aufpassen, in welchem Kontext man von der Opferrolle spricht. Es ist z.B. völlig okay und konstruktiv, wenn in der Psychotherapie herausgearbeitet wird, ob bzw. dass man sich in bestimmten Situationen in die Opferrolle drängen lässt oder sogar "freiwillig" hinein begibt, weil man sich vielleicht nicht anders als passiv-autoaggressiv zu wehren weiß. In dieser Situation ist es dann auch hilfreich, zu überlegen, inwiefern das eigene Verhalten ein bestimmtes Täterverhalten herausfordert oder begünstigt. Dann kann man sich in Zukunft zwecks Selbstschutz anders verhalten.

In einem Forum findet aber keine Psychotherapie statt. Und auch wenn man versucht, gegenseitig Tipps zu geben, den anderen mehr oder weniger zu analysieren (auch in bester Absicht), fehlen der geschützte Rahmen, das besondere Vertrauensverhältnis und der eindeutige Therapieauftrag, so dass aus der Rückmeldung schnell eine Bewertung wird. Es kann m.E. hier nicht um "Mitschuld" gehen. Der Täter ist kein Tier, kein Löwe, er unterliegt nicht (nur) seinen Instinkten, sondern er ist ein Mensch, der die volle und alleinige Verantwortung dafür trägt, ob er zum Täter wird oder nicht. Wenn das Opfer ein "leichtes" Opfer ist - um so schlimmer.

omegaman hat geschrieben:
Wenn man versucht, seine Aufgaben oder seine Lebenssituation (zum Zweck des konstruktiven und positiven Austauschs) in einem Beitrag darzustellen, dann ist es oftmals unumgänglich auch weniger begrüssungswerte Zustände, Aufgaben und/oder Empfindungen zu beschreiben.
Es kann natürlich auch sein, dass Leser den Eindruck haben, man mache es sich mit bestimmten Einstellungen oder Verhaltensweisen unnötig schwer. Je nachdem, in welche Begriffe diese Rückmeldung dann verpackt wird, kommt sie als Wertung daher oder wird so verstanden.

omegaman hat geschrieben:
Vor der Interpretation einer Opferrolle wäre diesr Teilnehmer natürlich in vollem Umfang geschützt, aber ob hier dann auch ein konstruktiver Dialog entstehen kann?
Vor Interpretationen gleich welcher Art kann man sich nur durch den Abbruch der Kommunikation wirksam schützen. Das ist es m.E. nicht wert. Außerdem ist eine Interpretation immer nur das, was ein anderer meint, man kann sich davon abgrenzen, und die Realität spiegelt eine solche Meinung auch nicht wider.

Liebe Grüße
Christina


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BeitragVerfasst: 22.Nov.2009, 11:31 
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Registriert: 08.Apr.2009, 18:31
Beiträge: 1406
Hallo

Eigentlich schade, dass dieser Thread nun auch wegen Sticheleibeiträgen einiger Teilnehmer aus dem Ruder läuft.

Das Thema "Opferrolle" ist, im Besonderen für Angst- und Depressionspatienten ein interessantes und wichtiges Thema,
da man oft von aussen in diese Rolle gedrängt wird, und sich die eigene Situation dadurch oftmals verschlimmert.

Dies wollte ich in meinem Thread zum Thema und zum Austausch stellen.

Dass sich hier nun, durch ein von mir zur Verdeutlichung verwendetes "Beispiel" Teilnehmer persönlich angesprochen (und abgewertet) fühlen, ist mir völlig unverständlich.

Liebe Grüsse, omega

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BeitragVerfasst: 22.Nov.2009, 12:04 
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Registriert: 26.Aug.2008, 10:38
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Wohnort: Hannover
Hallo,

welchen "Krankheitsgewinn" erreiche ich durch die "Opferrolle"?

LG

Elsa


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BeitragVerfasst: 22.Nov.2009, 12:06 
Hi Omegaman Ich verfolge deine Beiträge nun schon über einen längeren Zeitraum in vielen Threads bin auch durchaus beeindruckt von dir kann auch vieles nachvollziehen aber will dir auch aufzeigen das du dich selbst unötigerweise ins Abseits katapultierst,,,auch hier im Forum.. Was tust du eigentlich für DICH im realen Leben?Und das Du ordentlich oft unbegründet und unötiger Weise,Sticheleien austeilst gegen einige MITUSER.Vieleicht solltest du mal über DICH nachdenken.Du scheinst mit dir und deinem Leben und den Menschen um dich herum sehr unzufrieden zu sein.

ÄNDERN kannst nur DU es allein!

In uns selbst liegen die Sterne des Glücks


MFG

Kira


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BeitragVerfasst: 22.Nov.2009, 12:14 
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Registriert: 25.Jan.2008, 20:22
Beiträge: 2612
Elsa hat geschrieben:
welchen "Krankheitsgewinn" erreiche ich durch die "Opferrolle"?
Du stehst als die moralisch "Gute" da, die anderen oder die Umstände sind für deine Situation verantwortlich. Wenn du als Opfer sowieso keinen Einfluss hast, brauchst du gar nicht erst zu versuchen, etwas zu verändern. Wenn du es nicht versuchst, kannst du auch nicht scheitern. Damit ersparst du dir alle unangenehmen Gefühle, die mit einem möglichen Scheitern verbunden sind. In Beziehungen kannst du anderen ein schlechtes Gewissen machen, wenn du hilflos bist und leidest, oder sie veranlassen, sich besonders um dich zu kümmern, sich für dich einzusetzen etc. Natürlich alles um den Preis, dann auch wirklich hilflos und ausgeliefert zu sein und zu leiden. Das ist ja nicht gespielt.

Liebe Grüße
Christina


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BeitragVerfasst: 22.Nov.2009, 12:42 
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Registriert: 08.Apr.2009, 18:31
Beiträge: 1406
Hallo

"Opferrolle" und Krankheitsgewinn können in einem Zusammenhang stehen,
die "Opferrolle" kann aber auch ein seperater und belastender zusätzlicher Zustand für den Betroffenen sein.

Opfer suggeriert automatisch auch den Begriff Täter.
Aber nicht alle unsere Probleme werden durch einen "Täter" ausgelöst.

Dies ist mit ein Grund, warum ich den Begriff Opferrolle als negativ einstufe.
Es gibt im Einzelfall natürlich Täter, aber es sollte keine Opfer (dies suggeriert hilflos und hoffnungslos) geben.
Der Begriff "Betroffene von Tätern" wäre hier wertfreier und weniger missverständlich.

@Kira:

Was ich im realen Leben für mich tue, das kann man hier im Forum nachlesen, ich finde diese Frage in diesem Thread auch ein bischen frech.

Und dass ich mittlerweile auf inhaltlich leere, und rein persönlich stichelnde Beiträge (siehe suma), etwas sauer reagiere, dass lase ich mir an dieser Stelle auch nicht verbieten.

Gerade dein Beitrag zeigt mir, dass hier ein dringender Handlungsbedarf besteht, solchen Sticheleien hier im Forum baldmöglichst ein Ende zu setzen, denn es kann ja wohl nicht sein, dass einige hier permanent sticheln dürfen, und dem Stichelopfer (Thema!) verboten ist darauf angemessen zu reagieren.

Liebe Grüsse, omega

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