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Der Narr
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Betreff des Beitrags: Re: GEDICHTE Verfasst: 28.Feb.2011, 03:02 |
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Tief in mir und mit allem, was ich hatte, dachte ich in Dir, Du würdest so etwas wie auf Liebe zeigen. Doch wie immer bekam und fühlte ich nur, was es heißt, der Bräutigam der Vergeblichkeit zu sein.
Vergeblich war die Hoffnung und vergeblich die Liebe zu Dir. Du, die hat mein Herz, Du, an die ich denke. Immer noch - so lange Zeit.
Und immer wenn ich hoffte, dass du mein Herz nicht mehr bist, in meinem Denken tiefer Einsamkeit, sehe ich Dich irgendwo, sehe ich Dich mit irgendwem
Dann schmerzt es wieder, mein Herz, das ich nicht mehr besitze. Was auch niemand will haben und so bleibt es wieder nur, egal was ich auch fühle reine Vergeblichkeit.
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Der Narr
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Betreff des Beitrags: Re: GEDICHTE Verfasst: 28.Feb.2011, 03:04 |
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Bitte bleibe noch ein Weilchen, alleine Deiner Stimme Klang. Gibt mir ein wenig Ruhe, gibt mir die Illusion zu sein nicht allein. Auch wenn Du mir nicht gibst, nicht einen tiefen Blick - Dich bemühst nicht zu nah mir zu kommen, so bettle ich in Gedanken, bitte, bleibe noch ein wenig.
Ja, ich weiß, Du könntest mich niemals lieben. Deine Wärme, Deine Gedanken, Dein Körper und Dein Herz, gehören immer nur anderen, würden niemals sein des meine. Doch schenke mir noch ein paar Minuten. Schenke mir ein wenig Duft von Dir. Denn wenn du gleich wieder gehen wirst, bleibt nichts zurück, als Dein Geruch bei mir.
Bitte bleibe noch ein Weilchen. Noch ein paar Sekunden. Drei Wörter wenigstens. Siehst Du nicht, ich bin so allein - doch ich weiß, ich sehe es Dir an, es ruft Deine Liebe, ein anderer Mann. Und schon nimmst Du Deinen Mantel. Ein kleines Lächeln, Dein Abschiedsgruß und wieder bin ich nur mein eigener Gast, der hat gelernt verlassen zu sein.
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Der Narr
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Betreff des Beitrags: Re: GEDICHTE Verfasst: 02.Mär.2011, 23:17 |
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Ich borge mir ein wenig Zeit und schaue zu, wie die Könige tanzen. Wie die Untertanen sind so schön Untertan. Wie der Mensch sich dem Menschen beugt und verlangt, dass die Natur sich bedeckt, mit dem dreckig Menschenkleid.
Es lohnt sich nicht zu fragen, was steht in den meisten Menschen Seelen - tanzen sie doch nur um den Schein in jeder Sekunde, an allen Tagen.
Ich bin vom Gram zwar gequält aber beugen werde ich mich diesem nicht. Nicht einem König und nicht Euch, der Herde. Ihr straft mich zwar mit des Hofes Gelächter, doch lieber esse ich mit denen, die sich nicht mit Herr begrüßen.
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dunklerauenwald
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Betreff des Beitrags: Re: GEDICHTE Verfasst: 04.Mär.2011, 21:00 |
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Registriert: 31.Jul.2010, 18:21 Beiträge: 671 Wohnort: Die Erde-Speziell in der Oberpfalz
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 bin auch mal wieder da und sage Dir wie immer finde ich Deine Worte richtig schön und mit Gänsehautgarantie Dankeschön!!!
_________________ "Wer mit mir nicht klar kommt, sollte an sich arbeiten!"
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Beobachter
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Betreff des Beitrags: Re: GEDICHTE Verfasst: 07.Mär.2011, 14:59 |
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Registriert: 23.Apr.2010, 17:10 Beiträge: 4468 Wohnort: Im eigenen Käfig
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Franzois Villon, einer meiner Lieblingsautoren.
Zur Vorgeschichte:
Als ich in jungen Jahren, noch bei meinem Vater wohnend, meine Ängste vor Liebesdingen im Alkohol zu ertränken versuchte, da wurde ich nicht gefragt: "Wie geht es dir, warum trinkst du so viel, wie kann ich dir helfen ?" Nein, das elterliche Interesse an mir und meinem Problem beschränkte sich auf den einzigen Satz: "Was sollen den nur die Nachbarn denken ?"
Trost und Verständnis fand ich jedoch alsbald in der Literatur:
Die Lästerzungen
Im Kalk, noch ungelöscht, in Eisenbrei, in Salz, Salpeter, Phosphorgluten, in dem Urin von rossigen Eselsstuten und in Schlangengift und Altweiberspei in Rattenschiss und Wasser aus den Badewannen, im Saft von einem Krötenbauch und Drachenblut, in Wolfsmilch und im sauren Rest der Rotweinkannen, in Ochsengalle und Latrinenflut,
in diesem Saft soll man die Lästerzungen schmoren.
In eines Katers Hirn der nicht mehr fischt, im Geifer, der aus den Gebissen toller Hunde träuft, mit Affenpiss vermischt, mit Stacheln, einem Igel ausgerissen, im Regenfass, darin schon die Würmer schwimmen, krepierte Ratten und der grüne Schleim von Pilzen, die des Nachts wie Feuer glimmen, in Pferderotz und heissem Leim,
in diesem Saft soll man die Lästerzungen schmoren.
In dem Gefäss drin alles reingerät, was so ein Medikus herausgeholt aus dem schwieren Gedärm, an Eiter und verpestetem Sekret, in Salben, die sie in den Schlitz sich schmieren, die Hurenmenschen, um sich kalt zu halten, in all den Schmodder den die Lust zurücklässt, in den Spitzen und den Spalten,
in diesem Saft soll man die Lästerzungen schmoren.
Ihr Bürger, Brüder und Schwestern, packt all die sauberen Sachen in eure Hosen, um den Bottich voll zu machen, gebt noch die Nachgeburt von einem Schwein hinein, und hat es vier Wochen lang gegoren,
in diesem Saft sollen eure Lästerzungen schmoren.
(aus: Die lasterhaften Lieder und Balladen des Franzois Villon)
_________________ Nee, ich bin nicht die Signatur, ich mache hier nur sauber ...
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focus862
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Betreff des Beitrags: Re: GEDICHTE Verfasst: 07.Mär.2011, 22:18 |
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Mondnacht
von Joseph von Eichendorff
Es war, als hätt der Himmel Die Erde still geküsst, Dass sie im Blütenschimmer Von ihm nun träumen müsst.
Die Luft ging durch die Felder, Die Ähren wogten sacht, Es rauschten leis die Wälder, So sternklar war die Nacht.
Und meine Seele spannte Weit ihre Flügel aus, Flog durch die stillen Lande, Als flöge sie nach Haus.
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focus862
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Betreff des Beitrags: Re: GEDICHTE Verfasst: 07.Mär.2011, 22:24 |
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Verborgnes ICH
editiert, da dieses Gedicht dem Copyright unterliegt! Bitte beachtet unsere Hinweise zum Thema "Urheberrecht"! Danke! Petra
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Der Narr
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Betreff des Beitrags: Re: GEDICHTE Verfasst: 08.Mär.2011, 00:32 |
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formlos schweben wie wolken gleich nichts wollen,nichts vermissen nur manchmal träumen von ihrem bild was in mir wohnt,zu mir gehört und doch so unereichbar ist wie der fernste stern über mir
formlos schweben wie wolken gleich nicht mehr hoffen und nicht glauben müssen ohne schuld über die erde ziehn nicht mehr wissen wer ich bin,wer ich war zufrieden einfach sein mit ihrem bild in meinem herz wo sie immer sein wird
formlos schweben wie wolken gleich keine trauer,kein zweifel,kein verlangen ohne angst,ohne versagen,ohne einsamkeit einfach schlafen im tiefen schaum nicht mehr kämpfen,nichts bereuen einfach träumen bei ihr zu sein
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