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 Betreff des Beitrags: Bedeutung der Mitmenschen
BeitragVerfasst: 17.Dez.2008, 16:37 
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Registriert: 03.Nov.2008, 22:42
Beiträge: 433
Ich habe mich sehr daran gewöhnt fast ganz alleine zu leben, mich unter Menschen zu begeben, einer von ihnen zu sein fällt mir schwer, als wäre es unnatürlich. Ich will aber wieder in meine natürliche Umgebung; unter Menschen. Irgendwie zieht es mich dorthin, als könnte ich mich nur in menschlicher Umgebung verwirkilchen.

Man sagt immer ziemlich verwirrende Sachen darüber dass Freunde wichtig sind, das eine gute Liebschaft das beste auf der Welt ist. ''ohne dich kann ich nicht leben'' verwirrend, ich sollte demnach schon längst tot sein? Was ist wirklich die Bedeutung von Menschen in eurem Leben? SIND sie vielleicht sogar euer Leben?

Ich hab die Theorie dass man unbedeutend ist wenn man alleine ist, denn Menschen definieren sich gegenseitig. Da kann das Selbstwertgefühl noch so gut sein, alleine ist man Nichts.


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 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: 17.Dez.2008, 17:41 
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Registriert: 03.Nov.2008, 11:53
Beiträge: 401
Wohnort: Stuttgart
Hi Craven,

ich denke, dass die Menschen in unserm Leben eine wichtige Rolle spielen.
Wir Menschen brauchen Menschen, weil wir Menschen "Rudeltiere" sind.
Wären wir Einzelgänger, so wie mein Zwerghamster, würden wir nicht, hier im Einsamkeitsforum, unsere Geschichten schreiben.
Die Menschen, die mit unserer (menschlichen :( ) Gesellschaft am besten zurecht kommen, haben halt meist ein gut funktionierendes soziales Umfeld.

Ich persönlich, habe mich immer von anderen Menschen inspirieren lassen. Soll nicht heißen, dass ich Sie kopiert habe.
Das Leben bringt uns aber manchmal an neue Orte, wo die Menschen etwas anders sind. Dann kann es schon schwer werden.
An irgendeinem Punkt, kam ich nicht mehr zurecht.

Einsamkeit macht krank!
Ja, wir brauchen Menschen und Sie können zu unserem Leben werden

Das lass ich mal so stehen :wink:

Grüßle


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 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: 17.Dez.2008, 17:43 
Scheint hier um Liebesbeziehungen zu gehen.

Dann mal die radikale Sichtweise:
du lernst einen Menschen kennen, und plötzlich scheint es so, als macht dein Leben einen Sinn. Es ist so, als wäre das Stück Leere in dir gefüllt. Es gibt da jemanden, der dich braucht, der dich will und mit dem du alle Welt um dich herum vergißt. Dieses Gefühl verbindet sich leider sehr schnell mit Bedürftigkeit. Das heißt, du fängst an zu klammern. Du wirst vom anderen Menschen freiwillig abhängig, wie von einer ungesunden Droge. Man zieht in eine gemeinsame Wohnung, geht laufend freiwillig Kompromisse ein, gibt sich selbst fast auf. Eines Tages beginnst du dir (dein Ego, dein innerer Kritiker) vorzustellen, daß der andere dir nicht mehr sicher ist (siehe Eifersuchtsforum) und es kommt zu Besitzansprüchen und Manipulationsversuchen z.B. durch emotionale Erpressung oder es gibt plötzlich Schuldzuweisungen aber auch kritisieren, beurteilen, Mangel an Sensibilität (siehe Scheidungszahlen). Wenn der andere dich verlässt, wirst du verzweifelt sein.
Der Grund dafür: du hattest den Mittelpunkt deines Seins auf die andere Person gerichtet, d.h. auf etwas außerhalb von dir, nicht auf dein eigenes Selbst. Egal wovon du dich abhängig gemacht hast, in dem Fall ein anderer Mensch, am Ende kommt der Schmerz.
Dieser Schmerz bringt aber nur den Schmerz in dir zum Vorschein, der bereits in dir war, als du die Liebesbeziehung eingegangen bist. Es ist die Leere, das Fehlen von etwas, das du zuvor schon empfunden hast. Er ist jetzt nur stärker und heftiger als zuvor.

Fazit: Liebesbeziehungen und Freundschaften als Austausch und Feedback mit anderen, um sich selbst zu erfahren, Spaß miteinander zu haben und zu reifen ja klar, aber ohne den anderen zum Mittelpunkt der eigenen Welt zu machen.

MissErfolg


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 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: 17.Dez.2008, 17:55 
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Registriert: 03.Nov.2008, 11:53
Beiträge: 401
Wohnort: Stuttgart
@ MissErfolg,

ist schon interessant, wie unterschiedlich man denkt :D

LG Renton


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BeitragVerfasst: 17.Dez.2008, 18:16 
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Registriert: 10.Dez.2008, 18:07
Beiträge: 35
Wohnort: Bayern
Servus Craven,

jeder hat das Recht zu leben, zu existieren und auf dieser Welt zu sein. Jeder Mensch, ob alleine oder nicht, ist was, nämlich etwas besonderes etwas einzigartiges. Diese besondere, einzigartige ist das was uns Induvieduen ausmacht, uns auszeichnet, uns von einander unterscheidet. Wenn du das entdeckst, was dich ausmacht, dann findest du auch die Richtigen.

Das das nicht einfach ist, mussten wohl alle hier schon ein- oder mehrmals mit erleben, doch es ist machbar!

Doch solltest du, wenn du die richtigen gefunden hast, deine Individualität, deine einzigartigkeit, dein Ich nicht zu gunsten deren aufgeben. Denn sonst ist der Schmerz am Größten, der bei der Erkenntniss entsteht, doch die falsche Wahl getroffen zu haben.

So lange Rede kurzer Sinn, hoffe das es dir weiterhilft.

mfg

das strahlemännchen

_________________
...Doch sollten sie dir die Schuld, für ihr Versagen geben, haben sie selbst vor ihrem eigenen Schwächen Angst und können keine Aufrechten Menschen sein, die es wert sind, das du ihnen dein Herz offen legst...


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BeitragVerfasst: 17.Dez.2008, 19:02 
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Registriert: 03.Nov.2008, 22:42
Beiträge: 433
Hm... ich bin und bleibe allein, unter anderem weil ich Gesellschaft als Droge sehe und mir das Recht nicht wirklich zugestehe mich damit zu berauschen, als würde ich damit lediglich Schwäche überdecken.. Die Abhängigkeit kommt, so oder so in verschiedenem Ausmaß. Denke ich.

Mit Liebesbeziehungen kann man das gut veranschaulichen. Aber da funktioniert die Unabhäniggkeit so dass man sich auch an andere Menschen hält, sich sein soziales Netzwerk ausserhalb der Beziehung am Leben erhält. Man projeziert seine Abhängigkeit auf mehrere Menschen, vielleicht auch auf flexibel wechselnde Menschen, so das es die einzelnen Leute garnicht merken.

Ich stell solche Fragen weil ich nicht weiss ob ich Gesellschaft wirklich verdiene oder ob ich Menschen nur als Droge benutze... einfach um meinen Schmerz zu lindern. Wenn Einsamkeit krank macht sind wir doch alle von Geburt an abhängig? Ist das nicht in Wahrheit der einzige und egoistische Grund warum wir unsre Mitmenschen brauchen?

Aber vielleicht ist uns das egal und wir lassen uns gerne benutzen.

Bin ich ein erbrämlicher Junky weil ich mich nach Gesellschaft sehne?


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BeitragVerfasst: 17.Dez.2008, 19:24 
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Registriert: 03.Nov.2008, 11:53
Beiträge: 401
Wohnort: Stuttgart
Erstmal nur soviel: Ich fühle mich in meiner Theorie bestätigt.
Einsamkeit macht krank! ( kann dein Stadium noch nicht definieren :lol: )
Ich muss über Dein Geschriebenes noch nachdenken.

Mal sehen, was die anderen sagen.


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BeitragVerfasst: 17.Dez.2008, 19:37 
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Registriert: 10.Feb.2008, 04:37
Beiträge: 106
krank?

neiiiiiin ... krank war ich davor schon, die krankheit beförderte mich eher mehr als weniger ins abseits, oder auch - meinetwegen - einsamkeit. das ist aber ebenso individuell anzusehen wie eine zweisamkeit. haha - ja klar sehne ich mich nach ner lieben und treuen frau wo ich mal ... ach das geht zu weit :oops: :roll:

aber einsamkeit ist nicht der grund, warum ich mich nun als krank definiere.
und mein kranksein ist nicht der grund, warum ich einsam bin.

der gesunde menschenverstand ist allerdings der grund, warum man in seinem leben dinge tut die der gesunde mensch als krank darstellt *g*

und wenn ich jeden tag über meine einsamkeit nachdenke, werd ich noch krank.

seid ihr noch da :)?


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 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: 17.Dez.2008, 19:52 
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Registriert: 03.Nov.2008, 11:53
Beiträge: 401
Wohnort: Stuttgart
@ThomH

Ich rede hier nicht vom Alleinsein, weil das entsprechende "Weibchen"
nicht zu finden ist, sondern von der generellen Einsamkeit in unserer Gesellschaft, in unserem Umfeld.
Ich denke, dass Craven dies auch meint......oder?


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 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: 17.Dez.2008, 20:05 
Klasse Thema Craven.

So, da stellt sich die Frage, was ist der gesunde Menschenverstand?

Wie Arno Gruen schreibt: Der Wahnsinn der Normalität. Interessantes Buch.

Der, den wir hätten haben können, wenn wir nicht durch unsere Eltern (sie können nichts dafür - ich weiß) in andere Bahnen erzogen worden wären?
Der, den wir auch als EGO oder Kritiker kennen und der uns antreibt, damt wir/er unsere/seine Bedürfnisse befriedigt bekommen?
Das, was übrigbleibt, wenn man die ganzen Erfahrungen nicht mehr nach negativ und positiv bewertet, sondern einfach nur noch ist und das Leben annimmt wie es halt kommt, ohne zu erwarten?

Aus den östlichen Lehren kommt der Gedanke, daß das EGO (Verstand) bestrebt ist, ein Getrenntsein von unserem Selbst aufrecht zu erhalten. Das Getrenntsein von unserem Ureigensten ist das, was viele von uns als die innere Leere wahrnehmen.
Wir bestehen quasi aus Erziehung, Lernen, Gesetzen, Vorschriften, Schulregeln, Oma´s Sichtweise ....
Alles Zeugs, das mit unserem Eigentlichen nichts zu tun hat. Die ganzen Gedanken, die ständig im Gehirn rumknödeln über Vergangenes (uh, da habe ich vorhin einen Fehler gemacht..grübel...grübel) oder wie wird das Bewerbungsgespräch morgen werden (grübel..grübel...). Das ist uns doch nicht wirklich nützlich, nein es schadet doch oft. Es ist der Teil des Verstandes, der uns in selbstschädigendes Verhalten bringt, der uns in Beziehungen immer in die gleichen Situationen drängt.., der dafür sorgt, daß wir uns minderwertig, depressiv oder einsam fühlen. Das heißt, das EGO liefert uns auch gleich die passenden Sch.....gefühle dazu. Nützt uns das, oder schadet uns das. Sind wir wirklich in unserer Macht, also selbst - bewußt, oder sind wir unbewußt und vom EGO-Verstand dominiert?
Wer gibt hier den Ton an? Und wer sollte ihn eigentlich angeben?

MissErfolg

Noch eine Anmerkung:
"Wir sind dem Feind begegnet, und er ist wir." Walt Kelly


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