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Ich weis nicht, ob ich hier im richtigen Unterforum bin, aber ich schreibe einfach mal meine Geschichte auf und mal sehen, was dann kommt.

Seit sehr vielen Jahren plagen mich Selbstzweifel, Ängste vor der Zukunft, und viele andere Ängste. Es begann eigentlich schon als Jugendlicher. Ich war immer eher ein Aussenseiter, den man gemobbt hat und eher links liegen ließ. Mein Vater hat auch immer zu mir gesagt, ich wäre ein Versager und ich würde es nie zu etwas bringen. Irgendwann verinnerlicht man so eine Aussendarstellung und ich wurde schüchterner, zurückhaltender und immer vorsichtiger. Herausforderungen mied ich, nur, damit ich keine Niederlagen einstecken musste, welche an meinem ohnehin schon schlechten Selbsbewusstsein noch nagen könnte.
Im Laufe der Jahre wurden diese Ängste aber immer komplexer und langsam weis ich keinen Ausweg mehr. Ich brauche Hilfe. Ich packe es einfach nicht mehr alleine. Kommen neue Situationen, denke ich sofort negativ, was könnte alles schiefgehen? Ich komme dann ins grübeln, was dann nicht mehr aufhört. Bis ich dann regelrechte Angst habe und manche Dinge einfach lasse.
Beispiel: Jobsuche. Ich bin mit meinem jetzigen Job eigentlich unzufrieden. Habe in 5 Jahren schon mehrere Anläufe gemacht, was anderes zu beginnen. Ich wurde auch schon eingeladen zu Vorstellungsgesprächen. Sogar Probearbeiten sollte ich. Ich freue mich dann auch erst richtig, doch dann beginnt das nachgrübeln bis ich nur noch negativ denke, und das Ende vom Lied ist, dass ich dann absage und meinen Freunden und Bekannten erzähle, dass ich nicht genommen wurde, nur damit ich meine Schwäche nicht zeige.
Anderes Beispiel: Wenn ich draussen bin, und die Leute mich so anschauen, habe ich sofort das Gefühl, dass sie schlecht von mir denken und mich nicht mögen. Was ja eigentlich total unbegründet ist. Es macht mir dann aber gar keinen Spass, rauszugehen...
Und solche Dinge ziehen sich durch mein ganzes Leben. Meine Freundin hat sich nun auch von mir getrennt, weil ich immer so negativ und durch die Ängste so nervös und unruhig bin. Und das gab mir nun den endgültigen Stoss, etwas zu unternehmen.
Was kann man da am besten tun? Eine Verhaltenstherapie halte ich schonmal für gut, aber gegen diese Ängste muss ich auch vielleicht medikamentös was machen.

01.02.2014 16:25 • 04.02.2014 #1


9 Antworten ↓


Hallo,

ich war früher zu 100% genau so wie Du .....

Mittlerweile hab ich mein Leben aber im Griff und leb es!

Die Angst, und die Selbstzweifel, das kenn ich alles.
Ein schräger Blick von einem anderen menschen und sofort fühlte ich mich total komisch weil ich war wieder 100% davon überzeugt dass andere mich abstoßend finden.
Oder ein komisches Wort, musste nicht mal so gemeint gewesen sein, schon steckte ich wieder mitten drin in dieser Spirale aus Angst, Selbstzweifeln und Depressionen.

Ich weiß also was Du jetzt durchmachst.

Ein Patenrezept, wie Du da rauskommst, gibt es leider nicht.
Ich kann Dir nur raten Dir selber in den Popo zu treten an an dem Problem zu arbeiten, um so länger man sich von der Angst fressen lässt um so schwerer wird es sich daraus wieder zu befreien!

01.02.2014 17:45 • #2



Ständige Angst und trübe Gedanken

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Sehe das komplett anders als Shakespeare!
Das Leben in den Griff zu kriegen ist eine völlig falsche Zielsetzung.Damit kann man nur scheitern.
Das Leben ist immer größer als man selber.Wer klug ist,versteht das.Entscheidend ist es ,dem Leben mit seinen Veränderungen nicht allzuviel Widerstand entgegen zu setzen.Sich dem Lauf der Dinge nicht zu widersetzen,es geschehenzu lassen.
Darum gehts.
Und das Leben bewußt zu leben ist völlig unnötig.Niemand fällt aus dem Leben heraus.
Vertrauen ist das Zauberwort.

01.02.2014 22:42 • #3


Aber das ist ja die grosse Kunst. Das Leben so geschehen zu lassen, wie es kommt. Wenn ich da unbeschwingt, gelassen und ausgeglichen rangehen könnte, das wär für mich ein Sechser mit Zusatzzahl!

02.02.2014 11:34 • #4


Zitat von Chingachgook:
Das Leben in den Griff zu kriegen ist eine völlig falsche Zielsetzung.Damit kann man nur scheitern.


Ich habe nicht geschrieben DAS Leben im Griff zu haben, sondern MEIN Leben im Griff zu haben. Das sind zwei völlig verschiedene Sachen. Und mit MEIN Leben im Griff haben meinte ich dass ich mich nicht mehr durch dumme Bemerkungen oder Blicke runter ziehen lasse oder mir trübe Gedanken machen wegen Dingen die ich eh nicht ändern kann oder mich auf völlig sinnfreie Ängste konzentriere.

02.02.2014 12:11 • #5


Ich halte die Trennung von Das Leben und Mein Leben in diesem Zusammenhang für eine künstliche.
Selbstverständlich bezog ich mich auf das Leben,das auf mich zukommt,mit dem ich umgehen muß,letztlich also mein Leben.

Das Leben im Allgemeinen,das Leben von 6 Milliarden anderen Menschen war natürlich nicht gemeint.

Vielleicht ist eine saubere Trennung von Aspekten,auf die ich Einfluß habe und solchen,auf die ich keinen Einfluß habe ,sinnvoller.
Ob man in diesem Kontext gut beraten ist Dinge in den Griff kriegen zu wollen,oder ob es eher über Selbstakzeptanz läuft,muß wohl jeder für sich selber ausprobieren.
Ich habe mit letzterer Methode deutlich bessere Erfahrungen gemacht.

02.02.2014 13:34 • #6


Hallo,
Ich habe seit 3 Wochen immer wieder panickattacken und es macht mich fast wahnsinnig
Es geht einher mit Unwohlsein, magendruck, herzrasen.......
Hab in den letzten 3 Wochen 7 Ärzte gesehen, 4 mal EKG machen lassen, alles
ohne Befund und habe das gefühl ich werde wahnsinnig. Mit bromazepam geh es
etwas besser, aber ich will das eigentlich nicht nehmen.
ich habe grosse verlustängste. Aber mittlerweile ist die angst vor der nächsten Attacke
viel schlimmer!
Was könnt ihr mir raten! Brauche dringend Hilfe!

02.02.2014 18:10 • #7


Hallo Eve1970,

ich leide auch seit einiger Zeit an starken Verlustängsten. Es sind auch sonst noch andere Ängste bei mir vorhanden. Ja, das kenne ich , die Angst vor der Angst. Ich nehme seit einiger Zeit Opipramol ein. Dieses Medikament wirkt recht schnell und reduziert deine Ängste auf ein Minimum. Ich kenne deine Symptome nur allzu gut.
Vielleicht solltest du eine Therapie in Erwägung ziehen. Ich bin seit vier Wochen in einer ambulanten Verhaltenstherapie. Diese ist zwar erst am Anfang, aber da bekommst du Tipps wie du dich in bestimmten Situationen verhalten musst, dass die Panikattacken und Ängste dich nicht übermannen. Und es wird nachgeforscht, wo deine Ängste und PAs herkommen. Bitte sprich mal mit deinem Hausarzt über eine Therapie. Ich habe auch einige Zeit gebraucht , ehe ich mich dazu durchringen konnte. Aber so kurz vor Weihnachten bin ich dann komplett zusammengebrochen. Bitte lass es erst gar nicht so weit kommen.

liebe Grüße

Manfred

02.02.2014 20:26 • #8


Och danke, ich glaube, ich werde meinen Arzt auch mal nach Opipramol fragen... Und dann muss ich auf jeden Fall auch ne Verhaltenstherapie machen um von den negativen Gedanken runterzukommen!

03.02.2014 17:06 • #9


Ich habe nun einen Termin bei meinem Hausarzt gemacht. Der soll mich beraten, wo ich mich hinwenden kann und er soll mir schonmal was verschreiben gegen die Angst.

04.02.2014 20:31 • #10



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