Zitat von matthes:Ich denke und fühle das mir der nötige Respekt in der Familie fehlt und meine Grenzen die ich ziehe nur schwer geduldet werden bzw. gar nicht. Zum anderen wurde sich viel zu viel in meine Angelegenheiten eingemischt das ich das Gefühl bekommen habe hier wo ich noch wohne schwer geduldet zu sein.
Was ich demnächst machen werde bzw. schon mache mir eine eigene Wohnung zu suchen. Habe morgen einen Besichtigungs- Termin. Ich hoffe es klappt. Da hoffe ich etwas Ruhe zu bekommen von dem Streß den ich hatte.
Ok, wunderbar, Du bist jedenfalls in der Lage, Änderungen herbeizuführen.
Wiege Dich da aber nicht in falscher Sicherheit, so nach dem Motto: "Ich tue doch was, warum wird nichts besser?".
Man muss einfach begreifen, dass die Veränderung genau in dieser Sekunde starten kann. Die Vergangenheit kann NICHT mehr geändert werden. Wie auch, denn sie ist vorbei. Aber die Gegenwart kann geändert werden. Von daher schaffe äußere Rahmenbedingungen, von denen Du meinst, dass Du dich subjektiv besser fühlen würdest. Stütze Dich aber nicht darauf. Allein dadurch, dass Du jetzt eine grüne Tapette hast und keine rote mehr, wird NICHTS in der sozialen Umwelt anders.
Zitat von matthes:In meiner Kindheit wurde mir Angst gelehrt. Und dann hatte ich noch ein Traumatisches Erlebnis 2004 das ich eine Soziale Phobie entwickelt habe. Habe mir dann das Buch von Doris Wolf gekauft - Wie man Ängste überwindet. Sie schreibt: schaffen sie zuerst das aus dem Weg was ihnen Angst macht. Dies denke ich zu tun in dem ich umziehe.
Gut so. Selbsthilfe ist der richtige Weg.
Zitat von matthes:Dominanz spielt eine große Rolle in meiner Familie. Meine Mutter ist Dominat - meine Oma ( mütterlicherseits ) Ich bin zwar von meinen Elter weg. Doch habe ich die letzten Jahre hier wo ich wohne das gleiche bzw. die gleiche Dominanz erlebt wie ich es bei meinen Eltern erlebt habe.
Man hat mich nie Erwachsen werden lassen. Bzw. noch wie ein Kind behandelt.
Nun, so einen "Lebenslauf" haben viele. Die Abgrenzung vom Elternhaus ist sozusagen die erste Herausforderung im Leben und die muss zwingend erfolgen. Die Eltern haben dafür gesorgt, dass man so ist, wie man ist. Und die kleinen "Kinder in einem selbst", wollen alle gesehen werden. Genau DAS sind die "schlechten" Gefühle, verbunden mit Symptomen, die man u.U. mit Tabletten wegdrücken muss.
Zitat von matthes:Ich habe die letzten Jahre dafür gekämpft das man mich in Ruhe machen lest. Doch dem war nicht so.
Kämpfe nicht, handel lieber. Du bist Erwachsen, für Dich selber verantwortlich und kannst Dich einfach NICHT mit deinem Onkel und den Eltern auseinandersetzen. Du bist kein Kind mehr, sondern ein Mensch, der SEINEN Plan verfolgt. Und diesen Plan legst NUR DU fest. Niemand sonst.
Viele Probleme lösen sich auf, insb. zwischenmenschlich, wenn man sie einfach umgeht. Sie rücken damit dorthin, wo sie hingehören von der Wichtigkeit.
Zitat von matthes:Habe das auch mal meinen Arzt erzählt wegen der Gefühlskälte. Doch er meinte wie du das da schon noch Gefühle das sind.
Gefühle sind IMMER da! Sie gehen NIE weg.
Was Du vielleicht meinst bei Dir, ist, dass die Verbindung von Körper zur Seele nicht gut funktionierte damals. Gründe? Vielleicht weil Du stark dagegen gekämpft hast, statt sie zu sehen und auf sie zu hören.
Zitat von matthes:Ja ich bin nicht frei da hast du Recht. Versuche aber daran zu arbeiten und habe mir schon einen Plan gemacht. Bekomme ab Juni EU- Rente was mich erstmal sehr erleichtert. Da stehe ich auch nicht mehr so unter Druck bzw. bin von den Maßnahmen weg bzw. von Harz 4.
Ich habe viele Entscheidungen letztens getroffen. Die da wären: eigene Wohnung. Habe meine Teilselbständigkeit abgemeldet. Da ist der Druck erstmal raus - ich muss Geld verdienen.
Und habe vor mich vermehrt meinen Hobby wieder zu widmen.
Ich sehe das alles "nur" als äußere Umstände, die NICHTS mit Dir selber zu tun haben. Es ist egal, ob Du im Baumhaus wohnst, in der Steinzeithöhle oder im Luxusappartment. Dein innerer Zustand wird sich dadurch NICHT ändern.
Natürlich ist das positiv, aber mache Dir klar, dass das zum Leben dazugehört.
Das ist genau das, was ich oben meinte. Man verblendet sich damit und fragt sich, wenn alle diese Punkte dann umgesetzt und eingetreten sind, warum es einem immer noch so schlecht geht.
Zitat von matthes:Ich muss auch gerade an die Worte meines anderen Onkels denken das meine Zeit hier wo ich wohne abgelaufen ist. Dies hat mich schon sehr verletzt. Dies habe ich ihm auch geschrieben.
Auch hier der Tipp, Dich klar abzugrenzen. Lass Deinen Onkel halt deinen Onkel sein. Schenke ihm die Aufmerksamkeit, die ihm gebührt.
Mach Dir klar, dass ER DICH Kraft kostet. Nutze die Kraft für DICH! Nicht für deinen Onkel. Überhole ihn, lasse ihn liegen. Er schippt den Schnee und streicht den Zaun, denn DAS ist seine Lebensaufgabe. DU hast aber eine ganz andere!
Und das Schöne ist, Deine Seele macht dich sogar darauf aufmerksam.