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Eris
Hallo ihr,

da ich niemanden in meinem gesamten Umfeld kenne, der solche Symptome hat wie ich oder auch nur annähernd an Ängsten leidet, dachte ich, ich stelle euch mal diese beiden Frage. Ich weiß, das klingt blöd, da man ja auch sonst überall etwas über Angststörungen lesen kann, aber trotzem:

1. Ist es normal, dass ich mittlerweile täglich (oft von morgens bis abends) körperliche Symptome habe?
2. Ich habe tägliche Übelkeit, manchmal Erbrechen, täglich Kopfschmerzen, teilweise recht stark, täglich Gliederschmerzen, Muskelschmerzen, Knieschmerzen, Rückenschmerzen, Nackenschmerzen und heftige Verspannungen, Schwäche, usw usw usw... Und ich fühle mich körperlich schon total eingeschränkt. Ist auch das normal für eine Angststörung o.ä.? Auch wenn man gerade keine Angst hat? Also körperliche Symptome unabhängig von der momentan vorherrschenden psychischen Verfassung?

(Ich war schon bei gefühlt 5000 Ärzten. Eine rein körperl. Erkrankung kann also zu 90% ausgeschlossen werden.)

Vielen Dank für's Antworten!

01.09.2013 19:27 • 10.09.2013 #1


34 Antworten ↓


Fee*72
Hallo Eris..

ich hab auch fast tägliche Übelkeit,Mundtrockenheit,Rückenprobleme und Verspannungen,Juckreiz etc...
Ich war auch schon bei vielen Ärzten wo es heisst,körperlich alles in ordnung..im ersten Moment freue ich mich im nächsten dann wieder nicht,da ja dennoch die Beschwerden woher kommen und es einem ja nich wirklich gut geht..

lg
Fee

02.09.2013 07:59 • x 1 #2



Sind diese körperlichen Symptomen normal?

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Maldur
nun, wenn körperlich das meiste ausgeschlossen werden kann wird es wahrscheinlich was psychosomatisches sein. warst du schon mal bei einem therapeuten? wobei ich schon finde, dass du ein wenig zu viele körperliche schmerzen hast für was rein psychosomatisches. meine meinung.

aber durch das unbewusste anspannen tut schnell was weh. körperliche symptome sind schon unabhängig oft von der akuten psychischen situation. also auch wenn man meint, keine angst zu haben kann man angespannt sein. ich hab momentan auch keine greifbare angst bin aber angespannt.

aber klär sowas mit nem psychater oder therapeuten ab

02.09.2013 11:42 • x 1 #3


Hallo Eris,

könntest Du Dir vorstellen, für einige Zeit in eine psychosomatische Klinik zu gehen? Vor Jahren hatte ich ähnliche Beschwerden wie Du und war da schon so tief drin, dass nur noch ein Klinikaufenthalt geholfen hat.

02.09.2013 13:06 • x 1 #4


Mir geht es genauso wie dir.
Leide tagtäglich unter diversen Symptomen, auch wenn ich gerade keine Angst habe, zumindestens nicht bewusst. Die Symptome blieben nach der zweiten Panikattacke, die ich am Anfang meiner Erkrankung hatte und begleiten mich von morgens bis abends, manche Symptome sind abgeklungen und wurden von neuen abgelöst. Am Schlimmsten ist der Dauerschwindel und die manchmal auftretende Benommenheit oder Derealisation, die ich bei viel Stress verspüre. Habe seit 6 Monaten die Erkrankung, bin seit vier Monaten in ambulanter Therapie, da ich aber aufgrund meiner körperlichen Symptome im Alltag eingeschränkt bin, sprich ich studiere und habe Familie, bin aber oft so erschöpft, dass Prüfungsleistungen zum Horror geworden sind. Deshalb habe ich mich entschieden für ein paar Wochen in eine psychosomatische Klinik zu gehen, warte nun auf den Platz und werde aller Voraussicht nach nächste oder übernächste Woche aufgenommen. Medikamente nehme ich keine. Ich verstehe dich vollkommen, auch wenn nichts organisches dahintersteckt, man ist es einfach leid, ich vertrage überhaupt kein Stress mehr und sobald ich mich etwas aufrege, bekomme ich Beklemmungsgefühle und das GEfühl als würde mir jemand die Kehle zuschnüren:(
VG

02.09.2013 18:16 • x 2 #5


Eris
Danke für eure Antworten!

Ich muss leider noch auf meinen Termin bei einem Therapeuten bzw einer Psychosomatische Klinik warten.
Ich würde mich auch stationär behandeln lassen, habe aber Angst davor, dort nur mit Medikamenten vollgepumpt zu werden, da die leider oft einen großen Behandlungs- und Patientendruck haben.
Oder liege ich das falsch? :/

@hoperful: Auch Gliederschmerzen?

02.09.2013 18:46 • x 1 #6


Maldur
naja vollgepumpt wird man nicht eigentlich. aber tabletten gehören meist zu ner therapeutischen sache dazu. und nebenwirkungen, naja, sind meist nich so schlimm wie die derzeitigen sympthome. da darf man sich nich verrückt machen lassen.

02.09.2013 20:56 • #7


Eris
Zitat von Maldur:
naja vollgepumpt wird man nicht eigentlich. aber tabletten gehören meist zu ner therapeutischen sache dazu. und nebenwirkungen, naja, sind meist nich so schlimm wie die derzeitigen sympthome. da darf man sich nich verrückt machen lassen.


Aber das hieße ja, dass ich auf die Tabletten angewiesen bin bzw darauf eingestellt werde und die wahre Ursache bestehen bleibt. Ergo: Sobald ich die absetze, geht wieder los. Oder?

02.09.2013 21:08 • #8


Zitat von Eris:
Aber das hieße ja, dass ich auf die Tabletten angewiesen bin bzw darauf eingestellt werde und die wahre Ursache bestehen bleibt. Ergo: Sobald ich die absetze, geht wieder los. Oder?


Ich würde Medikamente nicht so negativ sehen. Bei mir war der Auslöser für die körperlichen Symptome der Angst (dauernde Übelkeit, Kopfschmerzen, Schwäche etc.) ein krasser Serotoninmangel. Und dagegen brauche ich eben die Tabletten.

Natürlich gibt es Medikamente, mit denen man nur ruhiggestellt wird, aber das machen gute Ärzte bzw. gute Kliniken nicht. Und die Tabletten sind ja auch nur _eine_ Säule der Therapie.

02.09.2013 21:28 • x 1 #9


Gliederschmerzen hatte ich in den ersten zwei Wochen meiner Erkrankungen, sogar der linke Arm tat weh, habe da nur noch an Thrombose und Herzinfarkt gedacht....
Ich möchte es auch ohne Medis versuchen, die Ärzte dürfen einem ja nichts aufzwängen.
Meine Therapeutin ist sogar gegen Medis, nur bei bei starken Depressionen rät sie dazu, aber das muss jeder für sich selbst entscheiden. Meine größten Ängste bei den Medis sind die NW, dass diese schlimmer als meine Symptome sind, und die Absetzsymptome, denn man möchte das Medi irgendwann ausschleichen lassen.

02.09.2013 22:13 • x 1 #10


Mir geht's ähnlich. Bin vor etwas mehr als 3 Wochen von Doxepin auf Opipramol umgestellt worden und habe eigentlich täglich körperliche Probleme wie Schwindel und Schmerzen bzw. ein Unwohlsein Gefühl in der linken Brust. Vieles kommt wohl kommt Rücken, aber die Syptome lösen schnell Panik bei mir aus und dann Sites mit dem rationalen Denken so eine Sache.

Bin parallel am Forschen, weil ich zeitweise auch Durchfall habe und ständig das Gefühl, das mein Bauch voller Luft ist. Ich nehme daher im Moment noch Lefax akut und überlege meinen Arzt mal drauf anzusprechen, ob wir dem Thema Roemheld-Syndrom mal Beachtung schenken sollten.

Habsburg eigentlich auch das Problem, dass sich jede Aufregung, egal ob positiv oder negativ, gleich körperlich auswirkt? Ich werde total unruhig und merke, dass meine Pumpe rast. Schrecklich, sich dauernd möglichst emotionslos verhalten zu wollen, damit keine Probleme auftreten.

08.09.2013 17:59 • #11


Die ganzen Symptome sind vollkommen normal, denn was sie Seele nicht verarbeitet drückt der Körper aus.
Versucht doch Entspannungsübungen, die ihr immer wieder macht. Das funktioniert zwar nicht von Anfang an aber wenn man genug übt, stellt sich schnell Erfolg ein.
Dazu gibt es auch gute CD´S, guckt im Netz nach!

Probiert aus was euch gut tut oder beruhigt

Viel Kraft wünsch ich euch!

08.09.2013 18:20 • x 1 #12


Psygirl,Du hast bestimmt recht. Ich habe allerdings bei der progressiven Muskelentspannung festgestellt, dass ich davon teilweise Kreislaufprobleme bekomme. Vielleicht sollte ich das lieber im Sitzen als im Liegen versuchen.

08.09.2013 18:26 • #13


Ja, das ist eine gute Idee!
Du kannst aber durchaus auch probieren, dir selbst was zusammen zu stellen, so hab ich das gemacht.
Ob du liegst oder sitzt ist ja ganz egal, mach es in einer Position in der du dich wohlfühlst, das ist das Wichtigste daran.
Du musst auch nicht unbedingt Mittel dazu zu haben, mir hat es auch einfach mal gut getan, mich in eine Wiese zu legen und die Augen zu schließen, die Geräusche der Natur zu hören.
Klingt zwar nicht professionell aber hat durchaus geholfen.
Am bestes viel ausprobieren, dann siehst du was dir gut tut

08.09.2013 18:34 • x 1 #14


Eris
Danke für die Tipps!

Ich hab vor Kurzem autogenes Training probiert.
Finde ich gut und halte ich auch für hilfreich.
Allerdings bin ich noch sehr ungeübt und schweife währenddessen gedanklich immer noch ab und denke dann wieder über Symptome nach. Hahaha!
Ist auf jeden Fall Übungssache...

Und auch wenn es immer alles andere als einfach ist, versuche ich den Symptomen immer möglichst positiv und gelassen zu begegnen. "Wenn ich jetzt kotzen muss, muss ich halt kotzen.", usw Aber das ist ebenfalls Übungssache und bedarf wohl noch hartem Training....

Habt ihr Probleme mit PMS? Und wenn ja, werde eure Symptome vor oder während der Mens auch heftiger?

08.09.2013 20:21 • #15


Eris
@Nuari: Ja, ich reagiere auch stark auf Aufregung und rege mich auch leicht auf.
Und sobald irgendwas ansteht, fühle ich mich total überfordert. Manchmal machen sich dann direkt auch Symptome bemerkbar, meist aber erst später. Dann nämlich, wenn ich mich wieder beruhigt habe und entspannt Zuhause irgendwo rumhocke.

08.09.2013 20:25 • x 1 #16


Genauso ist es bei mir auch! Meine Mens. steht an und so zwei Tage davor setzen meine Migräne ein, all meine Symptome verstärken sich auch während der Zeit, ich empfinde auch mehr Angst.
Fühle mich auch bei allen Sachen sofort überfordert, mache mir über jeden Piep Gedanken und das verschlimmert auch meine Symptome.

08.09.2013 21:17 • #17

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Eris
High Five!

08.09.2013 21:30 • #18


hi, wer kennt von euch Herzstolpern?

08.09.2013 21:33 • #19


auch ich habe Herzstolpern, kenne diese aber schon seit meiner Jugend. Habe mir früher nie Gedanken gemacht, erst seit meiner Angsterkankung hatte ich unter anderem auch eine Herz phobie, diverse Untersuchungen haben mich jedoch beruhigt, dass mein Herz ok ist trotz des Herzstolperns, welches ich manchmal habe.

08.09.2013 21:41 • #20



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