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Deli88
Moin, ich bin's mal wieder.

Seit fast 2 Jahren bin ich nun durchgehend erschöpft. Aufgrund dessen habe ich mit der Zeit eine starke Krankheitsangst entwickelt (siehe auch meine Beiträge), weil ich mir bis zum heutigen Tage eigtl. sicher bin, dass die Psyche nicht die eigtl Ursache ist. Denn das mit der Erschöpfung war quasi -mit Ausnahme einer kleinen Anlaufzeit- von jetzt auf gleich. Damals wurde ich sofort psychiatrisch betreut. Trotz diverser Therapien und Antidepressiva wurde es nie besser - nicht mal ein bisschen. Jetzt auf einmal, seit ein paar Tagen, ist die Erschöpfung verschwunden. Einfach so. Ich habe nichts anders gemacht als sonst.

Frage:

Gibt es Depressionen, die sich nur rein körperlich bemerkbar machen. Das heißt, ohne eine Beeinträchtigung der Stimmung?

04.02.2016 09:29 • 07.02.2016 #1


6 Antworten ↓


Ja, gibt es. Ich hatte in den ersten Jahren so eine. Die Stimmung ist erst später runtergegangen.
Ich bin damals wegen der Erschöpfung von Arzt zu Arzt gelaufen, habe Aufbaupräparate eingenommen, habe es mit Bewegung versucht - nichts hat geholfen. Irgendwann brachte ein Kollege von mir das Thema "Depression" auf den Tisch. Da hat es dann aber auch noch lange gedauert, bis ich zu einem Psychiater gegangen bin. Das bin ich erst, als auch die Stimmung schlecht wurde. Ich heulte ständig und wollte nicht mehr leben.

04.02.2016 10:24 • x 1 #2



Depression mit rein körperlichen Symptomen?

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Deli88
Naja, dass die Stimmung aufgrund dessen irgendwann in Mitleidenschaft gezogen wird, ist die logische Konsequenz. Denn ständig müde zu sein, deprimiert einen auf Dauer natürlich.

Man muss eben dem Grund für Manifestation der Erschöpfung auf die Schliche kommen. Tief im Unterbewusstsein ist was, was "raus" will und sich so bemerkbar macht. Und das herauszufinden, ist die wahre Kunst.

04.02.2016 18:40 • #3


boomerine
Hallo Deli,
ich muss juwi recht geben.
Es ist wirklich so.
Mit einem Therapeuten an deiner Seite, könnt ihr ergründen,
woran es liegt.
Es bedeutet Arbeit und nochmals Arbeit.
Es wird dich auch eine gewisse Zeit kosten, von heute auf morgen geht das nicht.
Ich spreche aus meiner Erfahrung,
aber wenn der Knoten geplatzt ist, wirst du sehen,
das es dir Tag für Tag besser geht.
lg boomerine

04.02.2016 19:21 • x 1 #4


Zitat von Deli88:
Naja, dass die Stimmung aufgrund dessen irgendwann in Mitleidenschaft gezogen wird, ist die logische Konsequenz. Denn ständig müde zu sein, deprimiert einen auf Dauer natürlich.

Man muss eben dem Grund für Manifestation der Erschöpfung auf die Schliche kommen. Tief im Unterbewusstsein ist was, was "raus" will und sich so bemerkbar macht. Und das herauszufinden, ist die wahre Kunst.


Ja genau, bei mir ging die Stimmung einfach wegen der Übermüdung runter, ich war körperlich fix und fertig und die Seele halt irgendwann auch. Und ja, das mit dem Herausfinden des Grundes ist der Knackpunkt, denn nur dann kann man gezielt etwas tun, damit es einem wieder besser geht. Bei mir war es so, dass ich überhaupt nicht das Leben führte, dass ich aufgrund meiner Veranlagungen, Bedürfnissen etc. hätte führen sollen. Die schwere Depression war ein Symptom eines nicht gelebten Lebens. Frust am Arbeitsplatz, der überhaupt nicht zu mir passte, war eines der Probleme, das ich vor ein paar Jahren mit Kündigung löste. Aber erst jetzt, in der neuen Therapie, finde ich langsam zu mir selbst. Ja, nur langsam - und es ist manchmal anstrengend. Aber es lohnt sich.
Hast du irgendeine Vermutung, was bei dir "raus will", oder tappst du noch völlig im Dunkeln?

04.02.2016 19:29 • x 1 #5


Ich hab auch so manche Komische Sachen. Bei mir mischt sich das Mit leichter Hypochondrie.
Seit 3 Jahren leide ich unter Müdigkeit und Antriebslosigkeit. Damals fing das an mit einer Leberwert erhöhung. und dann zuviel Google. Dann alles OK und vor einem Jahr überall Muskelzucken bis heute. Ich google = ALS = Kopf aus.
Naja zuckt nun seit einem Jahr ohne mehr beschwerden vermutlich Psyche.

Dann Seit X Jahen teils Starke Nacken und Schulter Verspannungen.
Welches wohl auch durch die schmerzen zu leichten Depressionen führt. Dazu habe ich ein kleines Prolaktinom welches mit einem Parkinsonmittel behandelt wird. Ich wieder Google = Parkinson
Dann Habe ich gelesen das es meist mit einer Richstörung beginnt. Und Promt habe ich es getestet. Orregano, Kaffe Leder Parrfüm etc. fast nichts gerochen.

Kann die Psyche auch den Geruchsinn so schnell ausschalten. Durch wieder aufflammende Hypochondrie oder Depri?

07.02.2016 21:20 • x 1 #6


Zitat von Deli88:
Moin, ich bin's mal wieder.

Seit fast 2 Jahren bin ich nun durchgehend erschöpft. Aufgrund dessen habe ich mit der Zeit eine starke Krankheitsangst entwickelt (siehe auch meine Beiträge), weil ich mir bis zum heutigen Tage eigtl. sicher bin, dass die Psyche nicht die eigtl Ursache ist. Denn das mit der Erschöpfung war quasi -mit Ausnahme einer kleinen Anlaufzeit- von jetzt auf gleich. Damals wurde ich sofort psychiatrisch betreut. Trotz diverser Therapien und Antidepressiva wurde es nie besser - nicht mal ein bisschen. Jetzt auf einmal, seit ein paar Tagen, ist die Erschöpfung verschwunden. Einfach so. Ich habe nichts anders gemacht als sonst.

Frage:

Gibt es Depressionen, die sich nur rein körperlich bemerkbar machen. Das heißt, ohne eine Beeinträchtigung der Stimmung?
Eine Depression macht sich nicht nur an der Stimmung bemerkbar. Noch bevor die Stimmung absinkt, hat es meist schon längst körperlich begonnen, daß die Körperreserven leer sind. Viele Lebensumstände können dabei eine Rolle spielen, meist seelischer oder körperlicher Stress gehen an die körpereigenen Reserven. Begünsigt wird das auch durch ungesunde Lebensweisen, z.B. zu wenig Schlaf, unregelmäßige oder ungesunde Ernährung oder Substanzmissbrauch. Auch entwickelte Phobien tragen zur Entstehung einer Depression bei oder andere körperliche Erkrankungen.
Bei einer guten Therapie lernt man nicht nur einen Weg aus der Depression herauszufinden, sondern auch eine neue Entstehung zu vermeiden. Man sollte wissen, daß Depressionen auch häufig wiederkehren oder episodisch verlaufen können. Man sollte sehr auf ausreichend und regelmäßigen Schlaf achten und sich gesünder ernähren, um körperlichen Erschöpfungszuständen entgegenzuwirken. Wer dauerhaft erschöpft ist, hat nicht durchweg gute Laune und auch wenn man es selbst nicht so sehr wahrnimmt, ist die Stimmung dabei längst gesenkt. Der Depressive selbst geht meist auch zu spät zum Arzt, weil er selbst nicht wahrnimmt, wirklich krank zu sein. Meist fällt es eher nahen Familienangehörigen oder Freunden auf.

Den Effekt, daß plötzlich innerhalb einiger Tage ein besseres Befinden da ist, den kenne ich sehr gut. Bei mir heißt das Zauberwort ACC off-label-use. Es ist ein Hustenlöser, aber eben auch eine natürliche Aminosäure, die der Körper braucht. Das habe ich durch Zufall nach einer Erkältung bemerkt. ACC wird auch in der Psychiatrie eingesetzt.
Zitat:
Des Weiteren findet Acetylcystein im Off-Label-Use Anwendung in der Nephrologie, bei Infektionskrankheiten und in der Psychiatrie.

https://de.wikipedia.org/wiki/Acetylcystein

07.02.2016 23:54 • x 1 #7




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Univ.-Prof. Dr. med. Isabella Heuser