chrischa

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allo Leute,

mal wieder etwas was mich nicht loslässt....

Ich hab seit einiger Zeit angst an einer Zwangsstörung erkrankt zu sein, zwar kenn ich es von meiner Angst, dass sie gern mal die Symptome wechselt aber das ist mir unheimlich.

Es wiederholen sich in akuter Anspannung, also wenn ich sehr unruhig bin, zum Beispiel einzelne Wörter immer wieder, oder das Telefon hat eben geklingelt und das Geräusch geht mir wie ein Ohrwurm immer und immerwieder durch den Kopf! Hilfe, das ist ja nicht zum aushalten! Irgendwann verschwindet es dann nach paar Minuten..

Des weiteren hab ich dann auch oft das Gefühl garnicht klar denken zu können, geschweige denn einen Satz in meinem Kopf formulieren zu können.
Ein Zwangserkrankung noch dazu? Bitte, das wär echt zu viel! Ist doch so schon schwer genug


Für Tipps oder einfach nur Posts, dass ihr das auch kennt wär ich dankbar

16.10.2011 19:40 • 27.06.2017 #1


9 Antworten ↓


Mixi


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ich kann dir in deinem fall nicht wirklich helfen
bist du in therapie? kannst das da nicht ansprechen? wenn nein, würd ich dir schon ne therapie raten.

ich muss gerade auch aufpassen,dass ich keine zwangserkrankung dazu bekomme. ich hab agoraphobie, aber auch angst vor krankheiten (passt ja zusammen). ich habe hier baktolin, statt spüli und liebe sakrotan über alles. außerdem habe ich desinfektionstücher bei mir.
muss grad echt aufpassen, dass ich keinen waschzwang bekomme...
aber angst und zwänge liegen glaub ich nahe. in unserer klinik sind die beiden krankheiten zusammen auf einer station...schätz schon, dass wir da anfällig für sind.

aber wenn wir das merken müssen wir versuchen gegen zu steuern.
du ahnst es, dann versuch mal nen gedankenstop oder ablenkung, wenn es los geht.
mach mal kopfkino. von 300 immer 7 abziehen oder sudoku. da geht nix anderes nebenher im kopf

17.10.2011 00:09 • #2


chrischa


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hey,

ja bin in therapie, allerdings seh ich meinen therapeuten nur ca 1 mal im Monat, das reicht auch eigentlich. Aber wenn sowas is Frag ich doch lieber auch mal bei Betroffenen. Medis nehm ich keine, da hab ich sehr schlechte Erfahrungen!

Leider antwortet ja so gut wie keiner, was mir ehrlich gesagt nur noch mehr angst macht, da ich jetzt so langsam denke vielleicht wirst du doch verrückt ....

19.10.2011 14:41 • #3


Schlaflose

Schlaflose


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Hallo Chrischa,

das Thema Zwangsgedanken ist hier schon sehr oft vorgekommen. Gib doch das Stichwort rechts oben bei der Suchfunktion ein und schon werden dir sämtliche Beiträge dazu angezeigt. Da findest du bestimmt vieles, was für dich interessant wäre.

Viele Grüße

19.10.2011 14:46 • #4


chrischa


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danke für den tipp, hab ich gemacht.

allerdings find ich da wenig zu meinem "symptom", natürlich kenn ich die art von angstgedanken, dass zum zu beispiel beim autofahren das lenkrad rumreißen könnte usw sind halt angstgedanken, aber diese art von zwangsgedanke hat hier scheinbar keiner....
man kennt das wie von nem lied, das man gehört, es geht einem manchma nich aus dem kopf, so ist das bei mir z.b dem telefon, allerdings nur wenn ich akut in anspannung/angst bin

19.10.2011 15:20 • #5


Heilstrom


Hallo Crischa,

doch, ich kenne diese Art von Zwangsgedanken. Und zwar weiß ich ziemlich genau, wann es ausbrach und wann es aufgehört hat. Das ist schon ziemlich lange her. Es war von Dezember 1990 bis irgendwann Mitte 1993. Eigentlich hatte ich gedacht, dass sowas nie wiederkommen würde, aber letzte Woche hat es mich in abgeschwächter Form zum ersten Mal wieder erwischt. Konkret sah es damals so aus, dass eine gelernte spanische Vokabel sich in meinem Kopf festgefressen hatte, und jedesmal, wenn ich die hörte oder las, war der Horror wieder da. Natürlich weiß ich diese Vokabel noch, aber der Horroreffekt ist schon ewig lange nicht mehr aufgetreten. Das Problem heute wird genauso wieder verschwinden.

Falls du wissen willst, was damals aus heutiger Sicht dazu geführt hat, und wie das wieder verschwunden ist (ohne Therapie), dann kann ich dir das gerne sagen. Es hat meistens was mit Selbstwertgefühl und/oder zeitweise unerreichbaren Ansprüchen an sich selbst zu tun.

Heilstrom

20.10.2011 22:03 • #6


Art Vandelay


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Ich denke, man kann das gut mit einem Ohrwurm vergleichen, den ja jeder kennen dürfte. Ein Lied oder besser gesagt: eine bestimmte Stelle in einem Lied, wiederholt sich immer und immer wieder.

Normalerweise geht der Ohrwurm von selbst wieder weg. Wenn man sich allerdings stark darauf konzentriert, wird er einem allerdings zunehmend unangenehm. Wenn man dann auch noch versucht, mit Gewalt diesen Ohrwurm "rauszubekommen", dann verschlimmert das ihn meistens und er bleibt viel länger im Ohr.

Man muss also nicht unbedingt an einer ausgewachsenen Zwangsstörung leiden, wenn sich bestimmte Dinge im Gehirn festzusetzen scheinen.

Zudem werden Zwangsstörungen ja heute als eine Untergruppe der Angststörungen insgesamt betrachtet. Und ich denke fast alle Betroffenen hier wissen, dass es ganz selten ist, dass man wirklich nur in eine einzige Kategorie der Angsterkrankungen fällt. Die Angsterkrankung richtet sich ja nicht nach den offiziellen Diagnosekriterien. Was du hast, ist, wie du schon schreibst, Angst. Diese Angst kommt auf ganz unterschiedliche Weise zum Ausdruck.

Du musst dir absolut keine Gedanken machen, dass nun noch eine ganz neue Krankheit hinzu kommen könnte. Wenn überhaupt, dann sind das - wie du ja auch schon geschrieben hast - Symptome deiner Angst. Und die sind nunmal sehr vielfältig.

Das Beruhigende ist aber, dass die Angst die Wurzel all dieser Ausprägungen bleibt. Wenn du es schaffst, mit Angst ganz allgemein besser umzugehen, dann werden sich die Symptome - ob es Herzrasen, Schwindel oder eben sich wiederholende Geräusche sind, die dir Angst machen - auch immer mehr abschwächen und dann ganz verschwinden.

Übrigens kenne ich das - wie so Vieles, was auf dem Mist der Angst wachsen kann - natürlich auch. Daher kann ich dir einen kleinen Tipp geben, der auf den ersten Blick paradox erscheinen mag:

Nächstes mal, wenn du so ein sich wiederholendes Geräusch oder ein sich wiederholendes Wort als Ohrwurm hast, mach einfach mal das Gegenteil von dem, was du intuitiv getan hättest. Intuitiv, also aus dem Bauch heraus, wehrt man sich dagegen und versucht, es wieder los zu werden. Jetzt versuch aber einfach mal das Gegenteil: Versuch möglichst lange diesen Ohrwurm zu wiederholen, ohne an irgendetwas anderes zu denken. Nimm dir vor: "Ich wiederhole das jetzt bist übermorgen, ununterbrochen!" Du wirst sehen: Das schaffst du keine 10 Minuten. Irgendwo wird sich zumindest ein anderer Gedanke oder ein anderes Geräusch in diese Schleife "einschleichen". Mir ging es dabei sogar oft so, dass ich nach einer gewissen Zeit über mich selbst lachen musste, weil die Wiederholerei irgendwie vollkommen albern wirkte. Mittels dieser kleinen Übung kannst du vielleicht im Selbstversuch merken, dass man gar nicht dagegenarbeiten muss, sondern dass der Ohrwurm wieder von selbst verschwindet, selbst dann, wenn man ihn bewusst behalten will. Und dass es nichts ist, vor dem man Angst haben muss.

Ich wünsche dir viel Erfolg und alles Gute!

22.10.2011 09:19 • #7


chrischa


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Hallo artwandelay und heilstrom,

danke für eure lieben und auch langen mails, dass sich jemand noch so viel zeit nimmt find ich gut!

mittlerweile hab ichs auch begriffen, dass meine angst wieder einmal die symptompalette abwandert!

wünsch euch einen schönen abend und viele angstfreie tage!

27.10.2011 18:37 • #8


yash


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Hey,

diese Angst hatte/habe ich auch noch zusätzlich eine Zwangserkrankung zu bekommen.

Also 1. eine Zwangserkrankung ist zumindest was die Ursache angeht sehr sehr ähnlich mit einer Angsterkrankung.

Ich z.B. mache wiederholt viele Vorgänge... z.B. die zwanghafte Überprüfung der Symptome.
z.B. nervöses Schwitzen, ich reibe meine Hände um zu sehen, ob diese wässrig sind oder ich faß mir unter die Achseln um zu sehen ob ich schwitze... Nicht jede Minute aber schon 2-3x am Tag.
Im Moment seit 2 Wochen ca. (oder ich achte erst jetzt mehr drauf) knirsche ich als mit meinen Zähnen, also beiße mir die ganze zeit auf die Zähne und kann das auch nicht so wirklich unterbinden.

Bei mir ist es so, dass ich Angst habe die Kontrolle zu verlieren über mich und meinen Körper und checke mich deshalb immer ab. Das ist aber der Teil der Angsterkranung und noch keine direkte Zwangserkrankung UND selbst wenns ein kleiner Teil ist, wie gesagt es ist, was die Ursache angeht eh das selbe. Solltest du also in Therapie sein, wird das automatisch "mitbehandelt". Also nicht verrückt machen!

kurz mal ein kurzer Wissenschaftlicher Beitrag einer Klinik dazu:

"Letztlich sind Zwangsstörungen auch Angststörungen. Ein Mensch, der unter Zwängen leidet, mag seine Handlungen oder Zwangsgedanken selbst als völlig unsinnig ansehen. Dennoch übt er sie immer wieder von neuem aus, schaut z. B. zehnmal nach, ob die Haustür abgeschlossen ist. Die Handlung gibt ihm jedoch ein (meist leider nur kurzfristiges) Gefühl von "es unter Kontrolle zu haben". Die Betroffenen leiden unter unangenehmen, übertriebenen und sich häufig wiederholenden Handlungen oder Gedanken, gegen die sie sich wehren. Die häufigste Form stellen Zwänge dar, alltägliche Abläufe immer wieder zu kontrollieren, z. B. sich zu häufig zu waschen, zu oft und intensiv zu putzen oder Dinge zu ordnen. Andere Personen werden von bestimmten, immer wiederkehrenden Gedanken belastet, die in ihnen Furcht entstehen lassen, so genannte Zwangsgedanken."

http://www.privatklinik-zwischenahn.de/ ... panik.html

03.11.2011 00:39 • #9


Teddyy133


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Hey ich weiss es ist sehr lange her aber würde gerne wissen (wenn du hier noch aktiv bist) ob du das losgeworden bist? Ich bin 20 und habe die selben Symptome die mir Angst machen.. Dazu kommen noch monotone Geräusche .. Es wiederholt sich nicht ständig aber es kommt mir vor als würde ich das in Gedanken wiederholen.. Also nochmal an dieses Geräusch denken.. Mir macht das alles auch sehr große Angst .

27.06.2017 12:10 • #10



Mira Weyer


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