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Hallo zusammen,

ich weiß gar nicht wo ich anfangen soll. Ich versuche mich kurz zu halten...
Wie der Titel schon sagt, mich hats wieder voll erwischt. Wieso wieder?
2010 hatte ich nach längerer psychischen Belastung letztendlich einen Zusammenbruch und mir gings dann seitdem viele Monate richtig schlecht. Ich war psychisch total geschwächt, wie bei einem Burnout.

Obwohl es durch Medikamente oder was auch immer etwas besser wurde, bin ich seit 2010 nie wirklich zu 100% gesund geworden, es ist zwar besser geworden und ich konnte mein Studium irgendwann wieder nachgehen, aber gesund, angstlos und fröhlich kann man nicht sagen.

Jetzt ist es leider wieder seit 1.5 Wochen so schlimm, wie damals. Wieder haben psychische Belastungen dazu geführt, dass ich so schwach bin, wie damals. Jede Minute ist aktuell eigentlich die Hölle . Die Angst und Depressionen sitzen wieder stark in der Brust (vor allem in der Herzgegend) und ich habe ganz viele negativen Gedanken und Ängste. Da ich psychisch jetzt extrem labil bin, fühlt sich jeder Angstgedanke an, wie ein Schlag ins Gesicht...

Ich nehme seit längerem schon Lyrica. Meine Ärztin hat mir seit gestern Seroquel (wieder) gegeben, aber es macht mich bisher einfach nur unfassbar müde und die Ängste sind immer noch da. Ich habe einfach nur Angst vor so vielen, vor allem, dass es nicht weggeht und dass ich wieder in ne Klinik muss und wenn ich in der Klinik bin, dass sich die Ärzte und Therapeuten nicht richtig um mich kümmern (wie damals). Ich will einfach nur, dass es weggeht und dass es mir besser geht.

Ablenken, Spaziergänge etc. helfen nicht wirklich, die Beschwerden sind weiterhin permanent da. Ich bin einfach nur am Ende wieder....

Was kann ich nun machen?

Vielen Dank fürs Lesen....

30.12.2017 16:05 • 02.01.2018 #1


8 Antworten ↓


kleiner
Hi joe.

Schön dass du hier bist. Leider aus keinen schönen Anlass.
Ich werd einfach das Gefühl nicht los,...das es derzeit bei vielen die ich kenne, Einbrüche psychischer art gibt.

Bei mir ja aktuell auch, und das obwohl ich monatelang stabil war. Ich kann dich daher gut verstehen.

Vll ist es das trübe Wetter die Feiertage, ich habe keine Ahnung...ich kann dir nur sagen du bist nicht alleine.

lann verstehen dass du das loshaben willst, funktioniert nur nich so einfach.

Das geht leider nur über annehmen und akzeptieren. Lese da gerade etwas nach...kann dir dem link mal per pn schicken.

Grüße

30.12.2017 16:21 • x 1 #2



Mich hats wieder komplett erwischt, verzweifelt

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Hallo Joe,

mir geht es momentan auch so. Ganz viele Ängste kommen wieder hoch. Ausserdem schlafe ich schlecht und träume jede Menge verwirrte Sachen.
Denke auch das man das jetzt erstmal so annehmen und akzeptieren muss sowie kleiner schon gesagt hat.
Aber du siehst, du bist nicht allein.

Lg von inki

30.12.2017 16:38 • x 2 #3


Vielen Lieben dank für eure Antworten schonmal.
Ich hab schon öfters gehört, dass man die Angst annehmen und akzeptieren soll....

Können wir uns darüber unterhalten?
Wie genau nimmt man eine Angst an ? Wie geh ich vor?
Denn wenn ich meine ganzen Ängste und negative Gedanken (und das sind viele) verspühre, schmerzen die so sehr, dass ich sie einfach weghaben will. Ich will nicht, dass sie da sind, ich will sie nicht spühren, ich will mich und meinen Körper einfach besser fühlen und mit diesen Ängsten geht das nicht.

30.12.2017 17:10 • #4


kopfloseshuhn
Hallo Joe.

Das ist eingroßes Problem, das viele haben. Dieses kleinkindhafte aufstampfen und glauben es wird alles wieder gut, wenn man nur laut genug und doll genug < ich will das nicht< will.
Fliegt eine dicke Fliege weg, sollte der Misthaufen mit den Armen wedeln und sagen geh weg ich will dich nicht nicht?
Nein.
Du willst dich spüren. Aber GENAU das tust du gerade mit der Angst. Und zwar so doll, dass du es nciht mehr ignorieren kannst, dass du irgendwo ein großes inneres Problem hast.
Und die Angst lässt sie dich fühlen, diese Probleme weil du sonst die Scheuklappen aufsetzt und wieder kleinkindhaft (das ist überigens gar nicht böse gemeint sondernganz normal) einen auf < was ichnciht sehe ist nicht da> machst.

Angst nimmt man an indem man sich mit ihr beschäftigt und sie nicht mehr einfach nur weg haben will.
Sie will dir etwas sagen, finde heraus was es ist.

Du hattes, wie mir scheint keine gute Therapie erwischt, das solltest du versuchen zu ändernund dir eine adäquate ambulante Therapie suchen.
Da das aber nicht von heute auf morgen geht, weil Plätze rart und nicht jeder erstbeste Therapeut passt (darum mehrere Wartelisten besetzten!) und nicht mehr nur auf die Medis vertrtauen.
Das ist einer der großen Fehler den auch viele machen. Sie nehmen Medis und fühlen sich besser und glauben, das reicht. Nein tut es eben in den allermeisten Fällen tatsächlich nicht. Denn wenn das wahre Problem nicht gefunden wurde und gelöst, wird die Angst nur immer lauter rufen müssen < Hier Joe, hör mich, sieh mich an, Du hast ein Problem.>

Und deswegen kommt die Angst dann auch wieder.

Bei den Gedanken, die so weh tun wirst du schauen müssen, was sind es für Gednaken? Sind es welche, die mich von meinem wahren Problem ablenken? (hypochondrische Ängst zB tun so etwas gerne) Oder was wollen mir die Angstgedanken sagen?

Du wirst leider nicht umhin kommen, dem zuzuhören. Dich damit zu beschäftigen und zu handeln. Und dann plötzlich bist du all dem gar nicht mehr so ausgeliefert.

Fang vielleicht ein Tagebuch an. Rede mit uns hier. Sei GUT zu dir, kümmer dich um dich und das, was dir wirklich wichitg ist. Und lass es zu, dass es dir einfach auch mal schlecht gehen darf. Denn die doofe Fliege namens Angst wird nicht einfach wieder fort fliegen. Dafür braucht es Zeit, Selbstreflektion, Veränderung....
Liebe Grüße

30.12.2017 17:35 • x 3 #5


Vielleicht magst du mal erzählen was für Ängste du hast oder negative Gedanken?

30.12.2017 17:38 • #6


kleiner
Wenn ich ne panikattacke bekommen habe, habe ich versucht mit ihr zu reden. Ich nenne sie heinz oder so.
Dann versuche ich die Panik, als nur Angst anzusehen. Es kann einen nix passieren ausser eben dieses schlimme Gefühl. Das nimmt etwas die Bedrohung.
Und ganz wichtig, atmen.
Ich hab in diesen Situationen nicht geatmet, vor Angst dass hat das ganze noch verschlimmert.
Hat natürlich nicht immer funktioniert, ein Prozess über Jahre. Gehe auch zur Therapeutin.

Eine erste Besserung hat damals auch Antidepressiva gebracht, ich konnte zumindest wieder klar denken und mich konzentrieren.

Es kommt auch drauf an ob du in gewissen Situationen panik hast oder dauerhaft...

Diese chronische Angst ist etwas schwieriger, da kämpf ich selber mit.
Die akuten konnte ich damit zumindest etwas steuern.

30.12.2017 17:40 • #7


Zitat von kleiner:
Hi joe.

Schön dass du hier bist. Leider aus keinen schönen Anlass.
Ich werd einfach das Gefühl nicht los,...das es derzeit bei vielen die ich kenne, Einbrüche psychischer art gibt.

Bei mir ja aktuell auch, und das obwohl ich monatelang stabil war. Ich kann dich daher gut verstehen.

Vll ist es das trübe Wetter die Feiertage, ich habe keine Ahnung...ich kann dir nur sagen du bist nicht alleine.

lann verstehen dass du das loshaben willst, funktioniert nur nich so einfach.

Das geht leider nur über annehmen und akzeptieren. Lese da gerade etwas nach...kann dir dem link mal per pn schicken.

Grüße


Mir geht es genauso, obwohl es mir in der letzten Zeit eigentlich wieder besser ging. Jetzt über die Feiertage wurde es bei mir auch wieder schlimmer. Und das obwohl ich Weihnachten eigentlich sehr gerne mag und die Feiertage wirklich schön für mich waren. In 2 Wochen gehe ich in den Urlaub, auf den ich mich auch schon lange gefreut habe und jetzt ist die Angst wieder da. Manchmal habe ich das Gefühl, dass es mir immer wieder schlechter geht, wenn ich mich besonders auf etwas Schönes freue. Sollte es nicht eigentlich genau anders sein? Vielleicht habe ich Angst, dass ich diese Dinge nicht richtig genießen kann. Das macht mich irgendwie verrückt.

30.12.2017 19:28 • #8


Danke für eure Antworten. Ich hoffe ihr hattet ein einigermaßen schönen Start ins neue Jahr, meiner war eher bedingt aber naja...

Aktuell habe ich vor allem Angst vor der Angst. Ich habe aufgrund meiner Angststörung damals aufhören müssen zu studieren und habe es dann geschafft irgendwann dass ich mein Studium (zwar mit einigen Symptomen die geblieben sind) wieder aufzunehmen. Ich habe die letzten Semester gut gemeistert, aber jetzt da es mir wieder so schlecht geht, habe ich Angst wieder alles zu verlieren.

Wenn ich morgens aufwache habe ich Angst vor dem Tag, so dass ich am liebsten gar nicht aufwachen will.
Ich glaube eine zentrale Angst ist wirklich, dass es nicht weggeht, dass es schlimmer wird, ich in der Klinik wieder lande und mir dann keiner helfen kann. Generell Katastrophengedanken, was alles passieren kann.
Also generell, dass die Angst so schlimm wird, dass sie nicht weggeht, dass die Medikamente dann nicht helfen und was dann, wenn nichts mehr hilft?

Die letzten stressigen Monate haben mich und meine Psyche wieder ziemlich geschwächt, dass es soweit gekommen ist, wie es jetzt ist.

Eigentlich müsste meine Frage lauten: Wie schaffe ich es, wieder Stärkung und Erholung zu bekommen, so dass ich nicht mehr so übersensible bin, wie ich es jetzt bin, und mein dickes Feld zurück bekomme?

Danke fürs Lesen!

02.01.2018 16:47 • #9




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Mira Weyer