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Tim13
Hallo Ihr,

Mein Thema ist etwas schwer zu beschreiben. Nach Jahrelanger GAD, u. psychosomatischer Störung, Vermeidungsverhalten und schlechter Konditionierung, stecke ich nun 24/7 im Flucht oder Kampf Modus, und mein Parasympathikus ist anscheinend tot. Ich komme da nicht mehr raus.

Natürlich würde man mir jetzt empfehlen, entspann dich doch mal. Das Problem ist, ich kann das nicht mehr. Ich habe einen durchgehend hohen Muskeltonus und sobald ich nur ansatzweiße versuche mich fallenzulassen, oder zu entspannen, dreht mein Körper total durch. Noch mehr Herzrasen, Blutdruck schießt rauf dass ich denke es sprengt mir die Halsschlagader, ich bekomm alle zustände, und bei jeder Kleinigkeit falle ich unweigerlich sofort wieder in die Anspannung.

Bei mir sitzt das ganze auch total im Oberen Rücken und gegenseitig in der Brust. Da wuselt diese Energie, und sobald ich locker lasse, fährt mir dieser Strom im Rücken auf und ab, ein absolut schlimmes Gefühl, und auch der Herzschlag wird sofort total wahrnehmbar was mich in den Wahnsinn treibt und ich dann auch schon unterbewusst wieder in die Anspannung gehe.

Was ist denn da das beste verhalten? Mich hinlegen, entspannen und quasi dieses Gefühl sich steigern lassen, mit der Einstellung, wenn ich sterbe dann sterbe ich halt, oder langfristig immer kurzfristig dieses Gefühl durch die Entspannung sich austoben lassen dann aber wieder zurück in die Anspannung zu gehen, um nicht durchzudrehen?

Ich bin mir nicht sicher wie ich das angehen soll. Schmerzhafte Rückenmassagen helfen immer nur für ganz kurze Momente, wo ich durchatmen und entspannen kann aber durch die Konditionierung gehe ich danach sofort wieder in die Anspannung.
Irgendwie habe ich das Gefühl dass die Angst und Anspannung halt in dem Bereich durch eine damalige starke Herzangst sich irgendwie festgesetzt hat, und ich da mich jetzt reinfühlen muss, und das durchspielen muss was da drin wütet. Aber auf der anderen Seite denk ich mir, da habe ich irgendwie Befangenheit davor und suche einen Weg durch eben spazieren gehen, Traume Release Excercises, Yoga das diese Angst ja auch dadurch abnehmen muss, bis es irgendwann an einem Level ist, wo ich mich hin traue.

Weiß jemand von euch, was ich meine? Kann mir jemand Tipps geben, würde mich sehr freuen.

04.05.2024 22:46 • 16.05.2024 x 1 #1


11 Antworten ↓


colitis9439
Hallo

Hast du mal dein Zwerchfell massiert?
Viel Anspannung rührt daher. Auch in Ruhe. Dieser Muskel kann dir deinen ganzen Herz-/Bauchraum einengen.

Eine Atemübung hilft mir ganz gut: Komplett ausatmen. Noch 3-mal ausatmen und wirklich den letzten Rest Luft herausdrücken. Dann langsam wieder einatmen. Das dehnt dein Zwerchfell schonmal ganz gut.

Ansonsten nehme ich an, dass du schon Medikamente probierst?

Ganz ähnlich auch die Übung in diesem Video:

05.05.2024 01:20 • #2


A


Kann mich nicht mehr entspannen

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Schlaflose
Mir hilft am besten körperliche Bewegung, um zu entspannen. Regelmäßiger Ausdauersport baut meine Stresshormone ab und hinterher bin ich so richtig schön schlaff, müde und herrlich entspannt.
Aller Arten von Entspannungstechniken funktionieren bei mir nicht, machen es nur schlimmer.

05.05.2024 08:17 • #3


Tim13
Danke für die Antworten. Die Zwerchfellmassage werde ich ausprobieren.
Medikamente habe ich schon probiert, Antidepressiva um genau zu sein, leider ohne Wirkung.
Zurzeit nehme ich eine minimalst Dosis von Betablockern, einfach um die Stresshormone etwas abzusenken.

Körperliche Bewegung ist bei mir leider ein Thema. Ich komme da sehr schnell in einen gewissen Zustand. Sprich sobald ich ein gewisses Aktivitätslevel überschreite, kennt mein Körper kein halten mehr und steigert sich immer weiter rein, das heißt, dass wenn ich etwas zu schnell gehe, mein Körper sofort die Herzfrequenz auf die Maximalfrequenz steigert, und so reagiert als wäre ich gerade im Todeskampf.
Was ich gerade mache ist, langsames spazieren gehen und leichtes Wandern. Mittlerweile min 2 mal die Woche eine Runde um den See, sind so 10 tausend Schritte, das geht ganz gut. Joggen geht bei mir leider nicht, eben wegen der Reaktion vom Herz und Nervensystem (Bekomme dann auch wenn ich schlafen gehe Herzrasen und wach mit kalten Schweiß auf, was für mich einfach auch ein Zeichen ist, das es dann zuviel war)

Ich habe nächste Woche einen Termin bei einem Neurologen, aber der wird mir Vermutlich auch nur wieder raten eine Therapie zu machen. Leider habe ich schon 3 gemacht, ohne Erfolg. Mir fehlt da irgendwie der Ansatz, der rote Faden wie ich das angehen könnte.
Aber danke euch für die Antworten.

15.05.2024 22:35 • #4


Donnerbrause
@Tim13 Nordic Walken ist gut, Medikamente gezwungenermaßen sag ich mal, am besten ist echt eine Gesprächstherapie, eine Psychotherapie

15.05.2024 22:50 • #5


Z
Hallo Tim,

was genau für Therapien hast Du denn bisher gemacht?

Ich muss nämlich an die Ergotherapie für psychische Erkrankungen denken, insbesondere Neurofeedback.
Das wär ein anderer Ansatz.

Die Ergo verschreiben Psychiater und Hausarzt.

15.05.2024 22:51 • #6


Donnerbrause
Bin Donnerbrause, nur Psychotherapie und Psychoanalyse

15.05.2024 22:54 • #7


Z
@Donnerbrause
Ich meinte Tim, den Ersteller des Themas

Aber vielleicht wär das ja auch für Dich ein Ansatz

15.05.2024 22:57 • #8


Donnerbrause
Nein Ergotherapie ist nicht mein Ding, ich gehe lieber schwimmen

15.05.2024 22:58 • #9


Tim13
@Zinny 2 Gesprächstherapien die aber total ein Reinfall waren. Das war mehr ein, und wie geht es ihnen heute so Ding, und nicht wirklich eine Hilfe.
Die 3 war eine Sexualtherapie, die ich eigentlich begann weil eben für Sexualität beim Mann der Parasympathikus aktiv sein sollte und ohne Entspannung das nicht wirklich klappt und das war eigentlich die einzige die mir geholfen hat. Nicht nur sexuell sondern generell hat mir das sehr geholfen, leider wurde die Therapeutin schwer krank und musste aufhören. Das war sehr schade, weil sie hat mir sehr geholfen.

Aber da bei uns die Neurologen ja auch Psychiater sind, werde ich das nächste Woche beim Termin erfragen. Dank dir.

15.05.2024 23:00 • x 1 #10


Ferrum
Ich kenne dein Problem der ununterbrochenen Anspannung, selbst nachts, ebenfalls. Es war eine Folge meiner Ängste und belastete mich zusätzlich sehr stark.
Von Therapien halte ich nicht viel in dem Zusammenhang. Ich finde gut, dass du dich etwas bewegst, aber das solltest du steigern auf schnellere Gangart oder zweimal um den See. Dein Körper wird sich bald daran gewöhnen und du profitierst mehr davon, während er jetzt noch Alarm macht. Wie sieht es aus mit Fahrradfahren? Aber eigentlich empfehle ich zudem Ruhe über Wochen inklusive Verantwortungslosigkeit ohne viele Menschen. Das kannst du gut erreichen, wenn du dir in Dänemark ein Haus für dich am Strand mietest .
Manchmal muss man sein Leben an solche Gegebenheiten anpassen.

16.05.2024 07:23 • x 1 #11


Tim13
Du hast vermutlich recht. Ich bin leider beruflich etwas zeitlich eingespannt, aber ich versuche so oft wie möglich mich zu bewegen. Merke aber natürlich auch vorallem unter der Woche, wenn ich nachts nur 45 Minuten gehe, dass mir das deutlich zu wenig ist. Ich denke ich sollte das intensivieren, denn auch vorallem wenn man schon so Körperliche Missempfindungen hat, und das Nervensystem sofort anschlägt und dann noch eine objektiv schlechte Kondition dazu kommt, weil man sich nicht bewegt, das sicherlich nicht förderlich ist.

Fahrrad habe ich zurzeit keines.

Und wegen den Ängsten, ja da wird schon etwas dran sein, aber für mich ist das absolut nicht greifbar. Ich weiß nur, ich kann mich nicht entspannen, ich hab ständig Adrenalin in mir, mein Herz rast, alles tut weh, ich bin auf 100 Kaffee gefühlsmäßig und sobald ich mich versuche zu entspannen, fang ich zu zucken an, höre meinen Herzschlag, Puls von 180 und ich denke mich haut es gleich um.
Schwierig da irgendwie eine Lösung zu finden. Gedankenhygiene und Bewegung sicherlich fördernd, aber irgendwie so der letzte Anstoß fehlt mir, wie ich das lösen kann.

16.05.2024 22:34 • #12


A


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