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Hallo ihr Lieben

Ich habe seid ca. 2 Wochen extreme Panikattacken und bin dauernervös. Ich schaffe es mit nichts mich abzulenken und wenn dann vielleicht für 10 Sekunden.

Ich habe das Gefühl, dass ich mich nicht traue mich zu entspannen aus Angst, das sich die nächste Panikattacke dann noch schlimmer anfühlt. Kennt ihr das? Ich weiß wie super wichtig es jetzt wäre mal zu entspannen, auch einfach um zu merken, dass es noch möglich ist. Aber sobald ich es versuche geht die Anspannung direkt hoch.
Ich trau mich wirklich garnicht zu entspannen.
So nach dem Motto:" wenn ich auf einem bestimmten Pegel bleibe, dann kann es mich nicht so raus reißen und überraschen!"
Ich weiß garnicht was ich machen soll.

Normalerweise komme ich mit Entspannungsübungen super klar und sie haben mir immer geholfen, aber seid 2 Wochen geht garnix mehr...

Ich würde mich über Antworten und Tips von euch sehr freuen!

Liebste Grüße Lila

30.11.2013 15:49 • 01.12.2013 #1


10 Antworten ↓


Hallo Lila,
bin auch dauerangespannt und hab auch sehr große probleme zu endspannen!
Glaub unser problem ist das der Kopf nicht abschalten kann und wenn die Murmel im
Kopf erst mal rollt ist sie sehr schwer wieder anzuhalten!
Trotzdem viel erfolg!
Liebe Grüße Ra-Ma

30.11.2013 16:40 • #2



Angst zu entspannen?

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Ich kenn das. Das hat echt mit dem kopf also den gedanken zu tun..
Ich hab so én paar tricks.
Bei Bedarf einfach schreiben..

30.11.2013 18:11 • #3


Ich habe zwar keine Panikattacken, aber diese "Angst vorm Entspannen" habe ich auch. Von suggestiven Entspannungsübungen, die in Richtung autogenes Training gehen, werde ich eher hibbelig als ruhig. Da keimt in mir so eine unangenehme Nervosität auf, die ich mir nicht recht erklären kann. Vielleicht hat man Angst, dass nicht Aufgearbeitetes von früher, unangenehme Gedanken und Gefühle hochkommen, sobald man den Alltag ausschaltet?

30.11.2013 18:20 • #4


Erst mal vielen vielen Dank für eure Antworten!

@ juwi.: Ja vielleicht, wobei ich nicht wüsste was da bei mir hoch kommen sollte. Habe eigentlich keine schwerwiegend schlimmen Erfahrungen gemacht. Vor allem konnte ich das sonst immer super! Bei PMS bin ich sogar oft eingeschlafen.

Bei mir ist es tatsächlich so, dass die Attacken die letzte Zeit so heftig waren, das ich wirklich Angst habe von 0 auf 100 geschossen zu werden. So wie das ganze ja auch Anfing. Mir ging es die ganze Zeit eigentlich recht gut. Zwar mit Attacken, aber die hatte ich im Griff und sie ließen irgendwann nach, so dass ich wieder entspannt war.
Aber diesmal komm ich nich mehr richtig runter davon und habe diese lästige Daueranspannung.

Und irgendwie denke ich: lieber von 50 auf 100 als von 0 auf 100. Ist dieser Gedanke nachvollziehbar?

@Zora: Jaaa bitte, bin dankbar um jeden Tip!

30.11.2013 21:18 • #5


Jenamel
Hallo,

ja ich kenne das. Ich war/bin auch Dauerangespannt. Ich muss immer in Bewegung sein, weil ich so die Anspannung bzw Unruhe nicht merke. Sobald ich Abends auf dem Sofa sitze merke ich die Anspannung. Bin sogar so angespannt das meine Musken zucken um sich zu entspannen bzw zu entladen. Richtig blöd. Je mehr ich auf mich achte desto mehr bemerke ich. Laufe auch den ganzen Tag mit hochgezogenen Schultern rum so angespannt bin ich. Versuche es mit PMR jedoch sollte man es ja jeden Tag machen und dann kann es erst wirken. Habe ein Buch darüber gelesen. Man muss den Körper und sein Gehirn trainieren.
Lg Jenamel

30.11.2013 22:06 • #6


Huhu ist vielleicht keine Dauerlösung und sollte nicht oft gemacht werden aber wenn s mal gar nicht geht und man gar nicht mehr runterkommt mal eine halbe Tavor einnehmen .. Das der Körper einfach mal runterfährt .. Tipp ist nicht von mir sondern meiner Neurologin ..

01.12.2013 14:10 • #7


Hey eddi

Ja ich habe bromazepam dafür. Das nehme ich jetzt seid 8 Tagen. Hat nur leider ein sehr hohes Abhängigkeitspotential. Und vor allem merke ich, das ich mich davon psychisch abhängig mache. Habe heute noch keine genommen und denke mir die ganze zeit ob ich nich doch lieber eine nehmen soll, damit ich ruhig bleibe und keine schlimme Attacke bekomme! aber versuche es zu lassen, weil ich erstens keine Lust auf nen Entzug habe und weil ich es aus eigener Kraft schaffen will damit ich hinterher auch überzeugt sagen kann: ICH habe es geschafft und nicht eine Tablett!
Aber das ist natürlich sau schwer! -.-

01.12.2013 22:13 • #8


Ich finde, dass Tavor nur körperlich runterfährt, man wird müde - aber das Gedankenkreisen (bei mir Hauptauslöser der Anspannung) bleibt abgeschwächt erhalten. Aber wenn bei euch eher die körperliche Anspannung und nicht die geistige das Hauptproblem ist, kann Tavor als Notfallmedikament schon nützlich sein. Mir wurde es auch vom Psychiater in Situationen untertags empfohlen, in denen ich es gar nicht mehr aushalte. Weil ich es aber eh schon jede Nacht nehme, habe ich auf weitere Untertags-Dosen weitgehend verzichtet. Hab es wirklich nur genommen, wenn ich kurz davor stand, mir aus Verzweiflung etwas anzutun.

01.12.2013 23:57 • #9


Zitat von lila1988:
aber versuche es zu lassen, weil ich erstens keine Lust auf nen Entzug habe und weil ich es aus eigener Kraft schaffen will damit ich hinterher auch überzeugt sagen kann: ICH habe es geschafft und nicht eine Tablett!


Das ehrt dich, dass du es ohne Hilfe schaffen willst. Aber du tust dir leichter, wenn du - verantwortungsbewusst - Medikamente einsetzt, wenn du merkst, die Selbsthilfe greift nicht so gut, wie sie sollte. Benzos zu nehmen soll die Ausnahme sein, ja, aber wenn du sie brauchst, nimm sie. Du hast nichts davon, wenn du dich quälst. Wenn du kleine Dosen nimmst und die nicht täglich, brauchst du keinen Entzug zu fürchten.

02.12.2013 00:01 • #10


Hallo juwi

Ja mir geht es genauso. Es macht müde und die Panik schnellt nicht mehr so hoch, aber der Angstgedanke bleibt und fühlt sich nach wie vor unangenehm an! Hab da auch irgendwie mehr erwartet! :-/

Ich habe jetzt doch eine genommen, weil ich merkte dass ich wieder garnicht zur Ruhe komme... und bisher ist die Wirkung auch nur so lala.
Ja ich halte es auch für wichtig etwas zu nehmen um auch mal entspannen und vor allem Schlafen zu können um zu Kräften kommen zu können. Ich merke nur leider das ich es Anfange jeden Tag zu nehmen... aus Angst, dass ich es sonst nicht aushalte und wieder so depressiv werde.
Ich nehme schon Trevilor 75mg und Opipramol 75mg. Deswegen mag ich so ungern noch ein weiteres Medikament dazu zählen müssen.
Aber ja, gerade geht es nicht anders!

Tagsüber versuche ich aber nichts zu nehmen, nur für den Abend. Das geht bisher auch!

02.12.2013 00:21 • #11



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