Pfeil rechts

hallo leute.
also, mein erster post hier. ich beschreibe mein problem gleich, weiter unten dann ein bisschen zur geschichte, also, was ich als mögliche ursache sehe etc.:
die symptome an denen ich derzeit leide sind unglaublich vielschichtig, was mich am stärksten verwundert ist dabei, wie enorm phasenweise das alles auftritt:
im endeffekt kann ich mir eine liste typischer symptome von serotoninmangel nehmen und schön alles abkreuzen was ich habe.
aber das tritt alles so unglaublich willkürlich auf. ist das normal?
angefangen hatte alles mit einem unspezifischen angstgefühl, aber mittlerweile bzw. schon seit einiger zeit verspüre ich extrem viele unterschiedliche zustände. manchmal zum beispiel sind die typischen körperlichen gefühle wie extreme unruhe, kältegefühl etc. da, ohne dass ich irgendwie eine angst verspüre. dann wiederum hab ich im minutentakt (oder auch mal länger anhaltend) wechselnde, willkürliche stimmungsschwankungen zwischen depression, leichter euphorie, gereiztheit etc.. dann wiederum schon auch schreckliche angst, teils unspezifisch, teils einfach über den zustand an sich (wie soll es weitergehen?). wenn ich mir artikel in den kopf rufe wo sich leute mit solchen problemen umgebracht haben da wird mir dann schon ganz anders. dennoch jedoch kann ich diese sorgen in anderen phasen dann ganz locker betrachten, also ohe angst. sie erscheinen mir dann VÖLLIG nichtig. es kommt auch öfters vor, vor allem abends, dass das alles meilenweit für mich entfernt scheint und ich fast schon lachen muss und überhaupt nicht mehr nachvollziehen kann, wie elend ich mich noch knapp einer stunde gefühlt habe.

meine frage: ist das überhaupt eine angststörung? bin ich einfach vielleicht nur völlig überlastet und fertig und brauch bloß ein bisschen längere ruhe? (s.u.)

27.01.2010 17:05 • 27.01.2010 #1


6 Antworten ↓


ok verzeihung. sehe gerade, das sollte ins "generalisierte angst"-forum. bitte verschieben.

den edit-button hab ich leider auch nich gefunden. gibt es den hier gar nicht?

27.01.2010 17:07 • #2



Ist das überhaupt eine "echte" angststörung?

x 3


Christina
Hallo Eckart,

das kann eine echte Angststörung sein, obwohl ich bei den tageszeitlichen Schwankungen eher in Richtung Depression denken würde. Da können auch heftige Angstsymptome auftreten, und es ist nicht untypisch, dass man sich erst unendlich elend gefühlt hat und abends dann 'ne Party feiern könnte... Nah verwandt mit einer Depression wäre auch ein Burnout-Syndrom. Langer Rede kurzer Sinn: Geh' zu einem Fachmann zwecks Diagnose und ggf. Psychotherapie. Das mit der Ruhe ist so eine Sache. Natürlich ist es sinnvoll und notwendig, Überlastungen abzubauen und ein vernünftiges Maß an Entspannung in den Alltag zu integrieren. Aber mitunter neigt man unter dem Deckmantel der Entlastung zu Meideverhalten, und das verschlimmert auf Dauer so ziemlich jede psychische Störung. Vielleicht ist "Gefühle verstehen, Probleme bewältigen" von Dr. Doris Wolf und Dr. Rolf Merkle hilfreich für dich, um selbst schon etwas zu verändern, ohne in die eine oder andere Falle zu tappen.

Liebe Grüße
Christina


P.S.: Nein, hier gibt's keine Edit-Funktion (mehr).

27.01.2010 18:49 • #3


hey danke dir für die antwort. sehe gerade, dass ich die eingangs erwähnte vorgeschichte vergessen hatte : ) naja, hier mal in kurzform:

meinen jetzigen problemen ging ein einmaliger (also, genau genommen war es das zweite mal mit abstand von einem halben jahr) konsum von Dro. bzw. mdma voraus. wobei dazwischen sicherlich ein abstand von einem monat lag. dazu stand ich aber gleichzeitig auch stark unter stress wegen meines doch sehr aufwendigen studiums bzw. der art und weise, wie ich dieses angegangen bin (aka keine festen schlafrythmen mehr usw.).

es sieht wohl so aus als ob ich diese Dro. nicht vertrage da ich da zu einer affinität zu störungen neige; beim letzten mal trat danach ein ähnliches problem auf in form eines reizmagens (und begleitenden symptomen wie stimmungschwankungen etc., wenn auch in deutlich schwächerer form als jetzt), aber auch da erst nachdem ich mich durch studiumsbedingten stress belastet fühlte. interessanterweise ist der komplett (und ich mein komplett) nach ca. drei monaten und ende der klausurenphase innerhalb kürzester zeit (war kurz davor noch ne darmspiegelung anzufordern) von selbst verschwunden. bei stressbelastung zwischen diesen beiden phasen traten keinerlei probleme auf. daher hoffe ich natürlich inständig, dass das problem dieses mal ebenso verschwindet. kennt sich jemand aus mit Dro.(mit-)bedingten angstsymptomen, und ob die eventuell eher ausheilen? psychiater-termin ist nämlich leider erst im herbst.

und nochwas: da ja Dro. nun tatsächlich eingreift in das serotonerge system ist ja anzunehmen, dass ich dort im moment einfach eine störung in form eines mangels aufweise. hat jemand eventuell schon erfahrungen mit 5-htp? alles was ich bisher dazu gefunden habe, ist teilweise sehr widersprüchlich, ich weiß aber auch, dass es in kreisen, in denen Dro. öfter konsumiert ist, durchaus gängig ist, dieses präparat zur hilfe zu ziehen (dann allerdings eher zur abmilderung der wenige tage andauernden symptome direkt nach konsum).
ich werde wohl keine versuche auf eigene faust versuchen, dennoch wäre das mir deutlich lieber als ein "echtes" antidepressivum, allein schon aufgrund der wirkungsweise, da man ja mit ein bisschen optimismus 5-htp auch einfach als nahrungsergänzung bezeichnen könnte (als was es ja auch in england verkauft wird) : )

es kann sein, dass ich das ganze problem zu sehr auf die neurologisch-wissenschaftliche komponente reduziere. aber die liegt mir einfach mehr : )

27.01.2010 22:54 • #4


hoppla, gleich zwei fehler:
psychater termin im märz. und hiermit

Zitat:
wobei dazwischen sicherlich ein abstand von einem monat lag


meinte ich zwischen ausbrechen ernster angstsymptome und dem konsum.

sorry. edit-funktion wäre wirklich wunderbar : )

27.01.2010 22:58 • #5


Christina
Hi Eckart,

mir scheint der Abstand zwischen Konsum und Symptomen zu groß, als dass es ein Dro. Problem sein kann - zumindest bei jeweils nur einmaligem Konsum. Könnte nicht auch eine Stressphase im zeitlichen Zusammenhang mit dem MDMA-Konsum stehen und damit ursächlich für deine Probleme verantwortlich sein? Und ansonsten: Dro. Angstsymptome können sich von selbst erledigen, sie können aber auch ihrerseits überhaupt erst eine Angststörung auslösen - das kommt darauf an, wie man mit den Ängsten umgehen kann.

Was 5-HTP angeht, solltest du dir nicht zu viel davon versprechen. Der sog. Serotoninmangel ist kein Mangel, das Gehirn kann bei auch nur ansatzweise normaler Ernährung ausreichend Serotonin herstellen. Fraglich ist nur, ob es das Serotonin dann auch "sinnvoll" verwendet. Da bringt es nichts, einfach nur mehr Baustoff zur Verfügung zu stellen. Wenn der Serotoninhaushalt durch MDMA beeinträchtigt ist (was bei zweimaligem Konsum unwahrscheinlich ist), sollte man mit SSRI eingreifen, denn die sorgen dafür, dass das Serotonin in den Synapsen wirken kann.

Liebe Grüße
Christina

27.01.2010 23:39 • #6


hey. ja, ich habe mir auch schon lange gedanken darüber gemacht, ob nicht ein wenig zuviel zeit lag zwischen konsum und ausbruch der störung. ich denke auch, dass da die stressphase eine wichtige rolle spielt, aber es erschien mir in beiden malen so, als ob ich nach dem konsum mit dem stress anders, nämlich schlechter, umgehen konnte. also die dinge haben mich mehr mitgenommen, ich fühlte mich irgendwie weniger belastbar, unkonzentrierter usw.. im endeffekt kann ja auch diesmal nur die zeit letzendlich meine hoffnung erfüllen oder eben nicht. aber ich beschäftige mich natürlich jeden tag damit, das ist quasi schon zwanghaft, das lässt mich selten los.

28.01.2010 00:13 • #7




Auch interessant

Hits

Antworten

Letzter Beitrag


Mira Weyer