Theoriepraxis1
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• • 27.05.2019 x 1 #1
Lieber Forenbesucher,
dieses Forum dient dazu, Menschen zu unterstützen und Austausch zu ermöglichen. Wer Hilfe braucht, findet sie hier, und wer helfen möchte, ist willkommen. Moderatoren achten darauf, dass der Umgang respektvoll bleibt. Für eine angenehme Atmosphäre sind verständnisvolle, ermutigende und einfühlsame Beiträge explizit erwünscht. Verletzende oder verurteilende Beiträge sind nicht erlaubt.
Theoriepraxis1
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• • 27.05.2019 x 1 #1
Icefalki
Mitglied
Zitat von Theoriepraxis1:Mein Körper ist in Dauerstress ... es wird mir wirklich langsam alles zu viel ... was mache ich falsch ?
• x 3 #2
x 3
Sweet21
Gast
Zitat von Icefalki:
Falsch macht hier niemand etwas. Und unbegründete Angst ist darum so heftig, weil man sie sich nicht erklären kann und sie deshalb ständig fürchtet. Das ist das Los aller, die sich damit herumschlagen müssen.
Die erste Panikattacke brennt sich dermassen ins Hirn ein, dass man echt von einem traumatischen Erlebnis sprechen kann. Was zu allem noch hinzukommt, ist diese extreme Hilflosigkeit, dieses überhaupt nicht begreifen können, was da mit einem passiert.
Ich muss immer grinsen, wenn im Fernsehen gerade von einer Panikattacke berichtet wird, und anschliessend den restlichen Film alles wunderbar weiter funktioniert. Da könnte man schon beinahe annehmen, ok, armer Kerl, hatte gerade ne Panikattacke, naja, ging ja vorüber.
Geht aber nicht vorbei. Denn jetzt besteht das Leben aus dieser Erfahrung, die man nie mehr haben möchte und deshalb in einer extremen Erwartungshaltung lebt. Dabei bleibt das Denken, das Hirn im Anspannungsmodus, in extremer Wahrnehmung sämtlicher Vorgänge, denn überall könnte sie ja ausbrechen, und das darf einfach nicht mehr passieren.
Allerdings kann niemand lernen, wenn er Angst hat. Insofern muss man Mechanismen erarbeiten, oder mit Medis das Grauen mal deckeln, damit man den Umgang langsam hinbekommt.
Ist doch in einer Prüfungssituation das Gleiche. Solange man nicht weiss, ob das Gelernte dran kommt, solange hat man Angst. Sieht man das Thema, kann die Aufgabe lösen, ist die Angst weg.
Ergo braucht es Lösungen bei Ängsten. Welche, muss jeder selber rausfinden und die werden in der Therapie erarbeitet.
• x 3 #3
Theoriepraxis1
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• x 1 #4
Icefalki
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• x 3 #5
Theoriepraxis1
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• x 2 #6
Jessi-1202
Mitglied
Zitat von Theoriepraxis1:Hallo Icefalki ! Sehr sehr guter Text! Ich höre überall , lern die Angst zu akzeptieren , du musst durch die Angst durch , die Angst will dich nur beschützen , in der Evolution war damals so , dann fragt man sich , wie haben den die Menschen damals mit einer angststörung gelebt ?! Wir kriegen es ja nicht mal richtig hin raus zu gehen ?! Ich finde , dass man die Angst nicht loswerden kann... tut mir leid das hier schreiben zu müssen , aber wir haben leider Pech ... es gibt Einzelfälle , wo Betroffene das noch nicht so lange haben und bei den das nicht so ausgeprägt ist wie bei uns ... wir müssen eher lernen mit der Angst umzugehen ...
• #7
Jessi-1202
Mitglied
Zitat von Icefalki:Das Problem einer Angsterkrankung hat mit der Persönlichkeit auch was zu tun. Es gibt einen Grund, warum man sie überhaupt bekommen hat, meistens liegt es an der Überforderung. Wir leben in einer Welt, die extremst viel fordert. Wir sind ständig am wuseln. Ob in der Arbeit, im privaten Bereich, immer gilt es, man hat zu funktionieren, muss was abliefern, muss was am Laufen haben. Gesund, fit, erfolgreich, nur das zählt. Ob man es nun wahrhaben möchte, oder auch nicht, ,Stress wird nicht mehr wirklich wahrgenommen, man geht über seine Grenzen. Tja, das kann schon Angst ...
• x 1 #8