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Hallo Leute,

das ist das erste mal dass ich so ein Forum verwende.
Am Samstag vor Ostern bin ich mitten in der Nacht aufgewacht und hatte ein starkes Schwindelgefühl. Ich bin dann aufs Klo getorkelt und dort wurde es mir immer schwummeriger bis schießlich alles schwarz vor meinen Augen wurde.
Bin dann wenig später auf dem Boden zu mir gekommen mit einer leichten Beule.

Da das kurz vor Ostern war hab ich einen Arztbesuch erstmal vor mir hergeschoben, aber das ganze hat mir echt einen gehörigen Schrecken eingejagt und als ich dann die Symptome im Internet gegoogelt habe (schwerer Fehler im nachhinein. ) wurd mir ganz anders (Herzinfarkt, Lungenembolie etc. was man halt bei solchen Kreislaufproblemen gerne mal kommt). Letzten Freitag war ich dann beim Hausarzt und der hat ein EKG und einen Lungenfunktionstest durchgeführt. Beide Tests waren völlig ok und Ende dieser Woche hab ich dann noch einen Bluttest und ein Belastungs EKG vor mir.

Das Problem ist. Seitdem leide ich unter ständigen Angstgefühlen. Ich wache morgens viel zu früh auf und mein Herz rast bereits. Den ganzen Tag über ist mit leicht schwindelig, ich zittere und ich fühle mich ständig unter Druck als hätte ich gleich eine wichtige Prüfung. Nur abends so ab 21 Uhr lassen die Angstgefühle nach und ich komm zumindest einigermaßen an meinen Schlaf.

Leide ich eventuell unter einer Angststörung die ich mir durch meine sch. Googlesuche selber einrede? Und habt ihr Tipps für mich wie ich die Angstsymptome etwas lindern kann bis zu meinem nächsten Arzttermin?

Vielen Dank schonmal im voraus.

21.04.2020 14:47 • 29.04.2020 #1


19 Antworten ↓


kritisches_Auge
Wie war der Samstag vor Ostern, hast du etwas Besonderes erlebt, dich aufgeregt, geärgert, viel gearbeitet, warst du unter Stress?

21.04.2020 20:49 • #2



Bin ohnmächtig geworden und weiß nicht warum

x 3


Ähm ja, also wenn man nun wirklich aufm Boden lag und weg war, sollte man aber sofort den RTW rufen oder zumindest umgehend in eine notfallpraxis.

21.04.2020 20:54 • x 3 #3


Zitat von kritisches_Auge:
Wie war der Samstag vor Ostern, hast du etwas Besonderes erlebt, dich aufgeregt, geärgert, viel gearbeitet, warst du unter Stress?


Eigentlich nicht. Ich bin sehr spät ins Bett gegangen und hab auch nicht richtig zu abend gegessen. Vielleicht lag es ja daran.

Zitat von schnapper:
Ähm ja, also wenn man nun wirklich aufm Boden lag und weg war, sollte man aber sofort den RTW rufen oder zumindest umgehend in eine notfallpraxis.

Ja eigentlich schon, aber in dem Moment gings mir danach eigentlich wieder gut und ich habs dann verdrängt/aufgeschoben.

22.04.2020 08:56 • #4


Südmama
Hallo Ban, hallo Alle,

ein Großteil davon könnte von mir sein.

Ich bin Anfang Dezember um 3 Uhr Nachts mit starkem "Sodbrennen" aufgewacht, bin in die Küche, um mir Wasser zu holen. Hab da schon gemerkt, mein Kreislauf spinnt. Bin anschließend zur Toilette und im Bad ohnmächtig geworden. Mein Mann hat mich dann "zusammengeklaubt" und zurück ins Bett. Ich hatte Angst zu sterben, fürchterliche Sorgen, wer sich um das Kind kümmert, wenn ich nicht mehr kann, ich war vollkommen benommen, Schwindel, Zittern, Weinen, pure Panik.

Die Benommenheit hielt an, so dass ich 2 Tage nach diesem Vorfall in die Klinik bin. Man hat lediglich Herztöne von nur 44 festgestellt und mich am Abend wieder nach Hause geschickt.

5 Tage später selbiges, nur ohne Ohnmacht, diesesmal aber gleich in die Klinik. Wieder die Sache mit den langsamen Herztönen. Ich solle mich ausruhen.

Von da an hatte ich durchgehend die Angst, wieder ohnmächtig zu werden. (Erwartungsangst). Das hat sich mittlerweile zum Glück ebessert, dafür wache ich fast jede Nacht schweißgebadet auf und kann nicht mehr gut alleine sein. Ich lag 8 Wochen nur im Bett, hab 14 Kilo! abgenommen. Ich habe Ende Januar eine Psychotherapie begonnen, die mir hilft. Der Schwindel/die Benommenheit ist fast immer da, ab und zu gibt es mal einen guten Tag.

Langzeit-EKG 2x gemacht, alles i. O.
Blutwerte etc alles unauffällig.

Ich habe einen Burnout, der sich in einer Angststörung äußert. Das Jahr vor meinem Zusammenbruch war unglaublich stressig, so im Nachhinein betrachtet, kein Wunder dass jetzt alles streikt.

Mir persönlich setzt so zu, dass ich nicht mehr belastbar bin und mein Leben einfach nicht mehr UNBESCHWERT sein wird. Bleibt das für immer so?

Das hilft Dir jetzt wahrscheinlich gar nicht viel weiter, aber Du bist nicht allein!

Ganz liebe Grüße,
Südmama

22.04.2020 17:31 • x 1 #5


Zitat von Südmama:
Hallo Ban, hallo Alle, ein Großteil davon könnte von mir sein.Ich bin Anfang Dezember um 3 Uhr Nachts mit starkem "Sodbrennen" aufgewacht, bin in die Küche, um mir Wasser zu holen. Hab da schon gemerkt, mein Kreislauf spinnt. Bin anschließend zur Toilette und im Bad ohnmächtig geworden. Mein Mann hat mich dann "zusammengeklaubt" und zurück ins Bett. Ich hatte Angst zu sterben, fürchterliche Sorgen, wer sich um das Kind kümmert, wenn ich nicht mehr kann, ich war vollkommen benommen, Schwindel, Zittern, Weinen, pure Panik. Die Benommenheit ...


Ohje Südmama das klingt gar nicht gut. Hoffe bei mir ist es nicht so schlimm. Wünsch dir gute Besserung und das es jeden Tag ein klein bissl besser wird.
Morgen steht erstmal ein Bluttest an und ich hab schon unter normalen Umständen Panik vor Spritzen... Mal sehen, ob ich heut ein Auge zumachen kann. Das einzig positive die letzten Tage war ja, dass ich eigentlich gut schlafen kann aber bin jetzt schon bissl hibbelig.
Ansonsten war heut eigentlich ein guter Tag. Hab mich zu einem Spaziergang gezwungen und der tat echt gut.
Naja ist auf jedenfall gut zu wissen, dass ich nicht allein son sch. durchmache.

Liebe Grüße zurück,
Ban23

22.04.2020 20:25 • #6


Mal kurzes Update: Bluttest EKG etc. sind durch und außer mangelnder Ausdauer beim Belastungsekg wurde nichts festgestellt. Trotzdem fühl ich mich noch immer unruhig und hab dauernd so ein Schwindelgefühl. Kennt das jemand?

25.04.2020 10:26 • #7


Icefalki
Ist meinem Sohn auch passiert. Gottseidank kenne ich mich da ein bisschen aus. Man nennt das eine Synkope, also eine kurze Bewusstlosigkeit, wegen unzureichender Durchblutung des Gehirns. Kann mal passieren, meistens niedriger Blutdruck, wenn alles sonst ok ist, ist das körperlich nix Schlimmes.

Schlimm ist nur, weil das natürlich einen enormen Schrecken hinterlässt, weil man plötzlich merkt, Mist, ich bin doch nicht so unverwundbar, wie ich dachte. Und das macht Angst.

Braucht es nicht. Dein Körper hat prima funktioniert, denn er hat dich quasi auf den Boden gelegt, um diesem Mangel an Sauerstoff im Gehirn sofort zu regeln. Absolut perfekt, besser geht nimmer.

Das ist alles. Und du vergisst jetzt den ganzen Schmarrn dieser Googelei und glaubst mir mal. Das ist keine Krankheit sondern eine sofortige Reaktion auf eine Unterversorgung und die war nötig.

Spät ins Bett, wenig gegessen kann da schon mal Verwirrung im Körper stiften. Der Blutdruck ist unten, dir ist schwindlig und Peng, liegst du flach. Völlig normal.

Anstatt nun das Vertrauen in deinen Körper zu verlieren, sag mal Danke, dass er so toll reagiert hat und fahr mal wieder runter.

Zur Zeit schüttete er, auch wieder vollkommen normal, extrem viel Adrenalin aus, weil du Angst hast. Du hast Angst, dass wieder was passiert, obwohl dieses Geschehen vollkommen gut und medizinisch verständlich ist. Kannst dir den ganzen Stress sparen, weil etwas, das gut war, nun nicht im Nachheinein als schrecklich anzusehen ist.

Bei meinem Sohn hat diese Erklärung vollkommen gereicht, zumal der Kardiologe das Gleiche gesagt hat. Nur nicht so ausführlich.

25.04.2020 10:54 • x 3 #8


Cloudsinthesky
Das ist meinem Exfreund auch passiert. Wir waren auf einem Fest und plötzlich kippt er einfach um.
das war extrem beängstigend für mich. Er hat es eher locker genommen.

So was kann auch ein Trauma hinterlassen und das kann man sehr gut mit trauma Therapie behandeln, falls es nicht von selbst aufhört, Angst zu machen.

Klar auch gut untersucht sollte man sein.

25.04.2020 11:00 • x 1 #9


Abendschein
Zitat von Icefalki:
Ist meinem Sohn auch passiert. Gottseidank kenne ich mich da ein bisschen aus. Man nennt das eine Synkope, also eine kurze Bewusstlosigkeit, wegen unzureichender Durchblutung des Gehirns. Kann mal passieren, meistens niedriger Blutdruck, wenn alles sonst ok ist, ist das körperlich nix Schlimmes. Schlimm ist nur, weil das natürlich einen enormen Schrecken hinterlässt, weil man plötzlich merkt, Mist, ich bin doch nicht so unverwundbar, wie ich dachte. Und das macht Angst. Braucht es nicht. Dein Körper hat prima funktioniert, denn er hat dich quasi auf den Boden gelegt, um diesem Mangel an Sauerstoff im ...


Man soll doch vor dem Zubettgehen nicht soviel Essen und am besten um 18 Uhr....oder?

25.04.2020 11:01 • #10


Danke für die vielen netten Antworten. Rein logisch verstehe ich ja auch, dass das alles eigentlich völlig normal und in Ordnung war. Mein Unterbewusstsein will das aber wohl noch nicht so ganz einsehen und ist immernoch in erhöhter Alarmbereitschaft. Deswegen springe ich noch immer auf jedes vermeintliche Warnsignal sofort an.

Habt ihr irgendwelche Tipps, wie mansich da ablenken und beruhigen kann wenn die Gedanken daran mal wieder hochkommen?

25.04.2020 11:12 • #11


Cloudsinthesky
Ich sage mir immer, ich bin sicher und stabil, alles ist in Ordnung und das notfalls in Dauerschleife

25.04.2020 11:44 • x 1 #12


Icefalki
Zitat von Abendschein:
Man soll doch vor dem Zubettgehen nicht soviel Essen und am besten um 18 Uhr....oder?


Mein Sohn hatte sich nach eigener Aussage überfressen. Und was man soll oder nicht, ist mir Pieps.

Der TE hat von spät ins Bett geschrieben und nicht viel gegessen, wenn ich eine Anamnese machen würde, würde ich noch deutlich mehr fragen.

25.04.2020 14:32 • #13


Ufff letzte Nacht war nich gut. Habe noch Denn sie wissen nicht was passiert angesehen und über meine Müdigkeit raus bis zu Ende angeschaut. Danach war mein Puls aber wieder oben und ich konnt nicht schlafen. Hatte dauernd das Gefühl zu wenig Luft zu bekommen. Bin dann um 6 Uhr morgens aufgeschreckt mit Panik und hatte erstmal richtig Durchfall.

Nächstes mal hör ich auf mein Müdigkeitsgefühl und geh rechtzeitig schlafen....

26.04.2020 10:48 • #14


Dachte ich schreib mal wieder ein Update: Inzwischen gehts mir eigentlich besser. Normalerweise keine Angst mehr, aber ich werd dieses Schwindelgefühl dass hin und wieder kommt und geht nich los. Außerdem wach ich immernoch morgens um halb sechs sechs mit pochendem Herz auf.

Hoffe das wird noch besser sonst muss ich mir professionelle Hilfe suchen und das kann gerade sicher dauern...

29.04.2020 17:40 • #15


Calima
Zitat von Ban23:
Bluttest EKG etc. sind durch und außer mangelnder Ausdauer beim Belastungsekg wurde nichts festgestellt.


Ist der Puls konstant so niedrig gewesen?

29.04.2020 17:45 • #16


Zitat von Calima:
Ist der Puls konstant so niedrig gewesen?

Ne eigentlich nicht. Ich mess grad auch privat hin und wieder und wenn ich ned grad wieder Herzklopfen hab ist der Puls so bei 80 rum.

29.04.2020 17:49 • #17

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Calima
Na, dann ist doch alles im grünen Bereich! Glückwunsch! Und jetzt lebe weiter. Dein Körper ist bereit dazu, lass deinen Kopf folgen.

29.04.2020 17:56 • x 1 #18


Sag das meinem Unterbewusstsein, dass mich um halb 6 ausm Bett holt und mir falsche Schwindelgefühle einredet.
Aber trotzdem Danke. Tu mein bestes die Sache abzuhaken.

29.04.2020 18:04 • #19


Calima
Zitat von Ban23:
Sag das meinem Unterbewusstsein, dass mich um halb 6 ausm Bett holt und mir falsche Schwindelgefühle einredet.


Nein. Ich sag' das deinem Bewusstsein . Das kannst du nämlich beeinflussen. Ich nenne dieses Feststellen von Unwohlgefühlen beim Aufwachen, dieses in sich Hineinhören, "Systemcheck". Und meine Heilung begann damit, dass ich mir diesen verboten habe.

Stattdessen bin ich sofort aufgestanden - auch morgens um 4, wenn es sein musste und habe angefangen, mich zu bewegen. Manchmal bin ich danach wieder ins Bett, wenn meine Hirn das zuließ, ansonsten bin ich wach geblieben und habe mich beschäftigt. Bloß nicht drüber nachdenken, das endet immer ungut.

29.04.2020 18:09 • #20



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Mira Weyer