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Anonym0519

Anonym0519
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Hallo,
ich eröffne mal wieder ein Thema.
Es geht um Arbeitgeber - >ÖD.
Ich bin seit ca 10 Monate AU geschrieben und bekomme jeden Monat gefühlt Post für ein BEM Gespräch, am Anfang mit Drohung einer Kündigung, im letzten Brief war dieser Absatz zum Glück verschwunden.
Es geht auch um Wiedereingliederung, macht es Sinn darüber nachzudenken
Stundenweise wieder arbeiten zu gehen obwohl man noch nicht stabil ist?
Ich habe mich auch gefragt ob mir die Arbeit etwas mehr Stabilität geben würde.
Therapeut sagt, über eine Wiedereingliederung ist noch nicht zu denken.
Ich bin hin und her gerissen, was ich im Leben gehabt habe war eigentlich nur die Arbeit, ich fühle mich etwas verloren.

29.04.2023 #1


64 Antworten ↓
Grashüpfer

Grashüpfer
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Dass die Personalabteilung fragt, ob ein BEM gewünscht ist, ist sicherlich in Ordnung, und dass sie ein Interesse daran haben, zu wissen, ob der Mitarbeiter sich wieder einbringen will, ist auch nachvollziehbar. Aber dürfen sie solchen Druck ausüben? Das scheint mir doch übers Ziel hinauszuschießen. Du bist krank, psychisch nicht fit, da kann sich solcher Druck auch kontraproduktiv auswirken. Ich würde es als sehr belastend empfinden und würde mich in die Ecke gedrängt fühlen. Dein Arzt sagt doch, @Anonym0519 , dass es für ein BEM noch zu früh ist, richtig? Kann er dir nicht ein entsprechendes Schreiben an den AG ausstellen? Du antwortest deinem AG, dass du das BEM gerne in Anspruch nehmen möchtest, ein Wiedereinstieg jetzt aber noch zu früh ist, und dass dies auch aus ärztlicher Sicht zutrifft. Das Schreiben legst du bei. Dann sollte eigentlich eine Weile Ruhe herrschen, das müssen sie akzeptieren.
Du solltest dich aber vorher unbedingt zum BEM beraten lassen, wie schon jemand geschrieben hat, gibt es einiges zu beachten. Wenn du zum Personalrat kein Vertrauen hast, lass dich vom Schwerbehindertenvertreter beraten. Und du solltest das Gespräch mit dem AG auf keinen Fall allein führen. Soweit ich weiß, muss jemand vom Personalrat dabei sein, und wenn du willst, kannst du auch eine zweite Vertrauensperson hinzuziehen.

29.04.2023 10:55 • x 2 #63


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A


Arbeitgeber macht Druck nach längerer Krankheit

x 3


Perle

Perle
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Hallo @Anonym0519

wenn Du soweit bist, dass Du wieder arbeiten kannst, gehst Du über Wiedereingliederung zurück zu Deinem Arbeitgeber. Während der Wiedereingliederung (Hamburger Modell) bist Du weiterhin krank geschrieben; Stufenweise wird Deine Arbeitszeit über mehrere Wochen erhöht.

Der Plan wurde bei mir damals vom behandelnden Arzt in Absprache mit mir anhand eines Vordrucks erstellt und dem AG zwecks Einverständnis übermittelt. Du kannst die Wiedereingliederung jederzeit abbrechen, wenn Du merkst, dass Du doch noch nicht stabil genug für eine Rückkehr bist.

Das BEM kannst Du zu jedem Zeitpunkt führen, Du könntest auch darauf verzichten aber es würde schon kooperativer wirken, wenn Du Gesprächsbereitschaft signalisierst.

Du könntest z. B. im BEM nach erfolgreicher Wiedereingliederung mit Deinem AG vereinbaren, dass Du für eine bestimmte Zeitspanne Brückenteilzeit in Anspruch nehmen möchtest ( mind. 1 bis max. 5 Jahre). Dann hast Du zwar weniger Gehalt aber dafür mehr Zeit für Dich, was ich gerade nach einer Langzeiterkrankung wichtig finde.

LG Perle

28.04.2023 19:06 • x 3 #27


Zum Beitrag im Thema ↓


456-abc
Ich rate dir das BEMAngebot anzunehmen. Es ist klug das zu tun im Hinblick auf dein weiteres Arbeitsleben im ÖD. Daneben eine Schwerbehinderung beantragen um Kündigungsschutz zu erlangen.

x 3 #2


456-abc
wenn du den Behinderungsgrad hast kannst du begleitende Hilfe am Arbeitsplatz in Anspruch nehmen und hast sehr viele Möglichkeiten.

x 2 #3


456-abc
Du bist noch jung und möchtest wahrscheinlich wieder arbeiten oder? Wiedereingliederung ist etwas Gutes, eventuell gehst du noch in eine Tagesklinik.

x 2 #4


Anonym0519
@456-abc ich möchte auf jeden Fall wieder arbeiten ich habe nur bedenken hinsichtlich der Arbeitszeiten aber ich denke das lässt sich dann auch klären.
Ein BEM Gespräch zu führen macht aber erst Sinn wenn man auf dem Wege der Besserung ist oder?
Das Pensum ist dort einfach stramm wenn ich das so formulieren kann.

wie lässt sich so eine schwerbehinderung beantragen? Über den AG? Oder müsste ich das mit dem behandelnden Arzt besprechen und ausfüllen, ich habe gar keine Ahnung.

#5


456-abc
Ich würde zunächst den BEM Fragebogen ausfüllen und ankreuzen dass du das Angebot generell annimmst. Dann suchst du dir eine BEM Beratungsperson aus (die Berater sind auf dem Fragebogen aufgelistet). Im nächsten Schritt teilst du mit dass zur Zeit Gespräche krankheitsbedingt noch nicht möglich sind, du aber mitteilen wirst, wenn dies der Fall ist. Dem Personalrat teilst du mit dass du einen Antrag auf Behinderungsgrad gestellt hast und nimmst Kontakt zu eurem Schwerbehindertenbeauftragten auf. Den Antrag stellst du beim Versorgungsamt (Formular im Internet).

x 2 #6


456-abc
Warst du in der Vergangenheit sehr oft sehr lange krank?

#7


Anonym0519
@456-abc bisher 1x 9 Monate, dass ist nun das zweite mal.

Zwischendurch immer mal kürzere Krankheitsausfälle.

Macht es Sinn vorab sich beraten zu lassen bevor man so einen Antrag stellt auf Schwerbehinderung?
Gibt es da spezielle Anlaufstellen?

#8


Schlaflose
Bei uns ist es Pflicht, einem Arbeitnehmer ein BEM-Gespräch anzubieten, wenn er innerhalb eines Jahres insgesamt 6 Wochen krank geschrieben war, auch wenn es nicht am Stück und wegen unterschiedlicher Erkrankungen war. Man muss es aber nicht annehmen. Für Angestellte im Öffentlichen Dienst gelten in erster Linie die Regeln der Krankenkassen. Nur die Beamten unterliegen bei Krankheit den Regeln des Öffentlichen Dienstes. Die werden zum Amtsarzt geschickt und der entscheidet, wie es weitergeht.

x 1 #9


456-abc
@Schlaflose Ja das stimmt, aber es ist klug das Angebot anzunehmen. Was im BEM besprochen wird, ist vertraulich und kommt nicht in die Personalakte.

#10


456-abc
@Anonym0519 Ja beim Personalrat und beim Sozialverband. Gleichzeitig zum Psychiater weil der etwas schreiben muss. Man kann auch die Betriebsärztin mit einbeziehen.

#11


Anonym0519
Ich möchte das Gespräch definitiv annehmen, nur setzen mich diese schreiben unter Druck da ich ständig neue Briefe erhalten obwohl ich schon per Email Kontakt aufgenommen habe um mitzuteilen dass ich mich melde wenn es mir gesundheitlich besser geht.
Scheinbar sind das so Standard Briefe die in regelmäßigen Abständen immer wieder losgeschickt werden

#12


456-abc
Du kannst auch gerne den Schwerbehindertenbeauftragten kontaktieren und um Unterstützung bitten.

#13


Islandfan
Nimm am BEM teil, denn während der Eingliederung bist du unkündbar.

x 1 #14


456-abc
Ja das hört aber auf wenn du das Angebot annimmst. Ich würde schnellstmöglich Personalrat und Schwerbehindertenbeauftragten informieren dass man dir so extremen Druck macht und du dadurch kränker wirst.

#15


Schlaflose
Zitat von Anonym0519:
nur setzen mich diese schreiben unter Druck da ich ständig neue Briefe erhalten obwohl ich schon per Email Kontakt aufgenommen habe um mitzuteilen dass ich mich melde wenn es mir gesundheitlich besser geht.

Wie gesagt, der ÖD als Arbeitgeber ist verpflichtet, das zu tun. Es ist nicht, um dir Druck zu machen. Sie müssen von dir hören, ob du ein Gespräch machen willst oder nicht. Wenn du nein sagst,müssen sie es akzeptieren.

#16


Schlaflose
Zitat von 456-abc:
@Schlaflose Ja das stimmt, aber es ist klug das Angebot anzunehmen. Was im BEM besprochen wird, ist vertraulich und kommt nicht in die Personalakte.

Ja natürlich ist es klug, aber es ist kein Druck seitens des Arbeitergebers, den Arbeitnehmer zu zwingen wieder zu arbeiten, wenn er sich noch nicht gut genug dafür fühlt. Wenn man das im Gespräch so kommuniziert und das mit ärztlichen Attesten belegen kann, wird das akzeptiert.

#17

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Grummel72
Ich bin auch im ÖD und das BEM Gespräch solltest auf alle Fälle machen da sie dir dann nicht einen Strick draus drehen können das du kein Interesse an einer Verbesserung am Arbeitsplatz hast.
Ich hab letztens eine Mail bekommen das sie mich zum Betriebsarzt schicken müssen ob ich meine Arbeit überhaupt noch machen kann, wobei das kein Problem ist.
Aber sollen sie mich ruhig schicken ich hab von den letzten 15 Jahren alle Befunde zusammen und dann schauen wir mal was rauskommt.
Bin aber auch schon 25 Jahre dort und da kann nimmer viel passieren.
Eine Schwerbehinderung zu bekommen ist heutzutage nicht mehr so einfach.
Werd meinen Psychiater auch mal wieder darauf ansprechen.

x 2 #18


Anonym0519
@Grummel72 in einem Schreiben haben sie mir tatsächlich auch mit Amtsarzt gedroht und Gutachten zur Tauglichkeit. Dieser Absatz ist aber nun auch verschwunden, die Briefe werden immer weicher. Vielleicht weil sie die Krankmeldung aus der Psycho.Klinik nun vorliegen haben, k.A

x 1 #19


Anonym0519
Habe in den fast 10 Monaten bestimmt 6/7 Briefe erhalten.

x 2 #20


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Mira Weyer
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