Pfeil rechts
8

Hallo,
vielleicht kennen mich noch einige, ich bin hier schon seit 3 Jahren und paar zerquetschte hier angemeldet und ich habe gerade gesehen, dass ich zum letzten mal am 02.07.2015 online war, also schon mehr als 2 Jahre vergangen und ja irgendwie passt es, ist ja auch eine Zeitspanne, die für mich schnell vergangen ist ^^
Mir ging es aber auch lange Zeit gut, fast keine Panik mehr, doch jetzt, wo ich die Antidepressiva im September 2016 abgesetzt habe, kommen schon langsam wieder solche Gedanken, aber ich möchte trotzdem erstmal ohne Medikamente auskommen.

Nun ja, wie der Titel schon sagt, habe ich in letzter Zeit verstärkte Angst vor der Zeit und vor Uhren und irgendwie auch vor Kalendern. Ich muss ständig alle 3 Minuten auf die Uhr gucken und sehen, dass sich schon wieder die Uhrzeit geändert hat und irgendwie macht mich das immer "traurig" oder "ängstlich", keine Ahnung wie ich es beschreiben soll. Es ist halt so, dass die Zeit so schnell fließt für mich und wenn ich daran denke, dass wir in 5 Monaten schon 2018 haben, könnte ich anfangen zu schreien! Ich habe ständig Bammel, wenn Silvester ist und ich es anhand des Datums sehen kann, dass sich schon wieder die Jahreszahl geändert hat. Ich meine in 3 Jahren haben wir schon 2020, ich kann und will es mir einfach nicht vorstellen, 2010 klang für mich schon so futuristisch und nun ist es auch schon 7,5 Jahre rum! Je höher die Jahreszahl geht, desto beängstiger ist es. Jetzt haben wir schon den 8. Monat von 2017! Vielleicht macht mir gerade das futuristische Angst, ich habe so Angst, dass die Welt sich plötzlich ändert und ich nix mehr wieder erkenne und nicht zurechtkomme und dass ich nicht mehr hier leben will. Ich habe Angst vor starken technologischen Fortschritt, dass die Autos doch schon bald fliegen können und dass die ganzen Gebäude anders gebaut werden, so wie ich es bis jetzt nicht kenne. Wenn daran denke, dass ich 2050! definitiv miterleben werde, das kann ich einfach nicht fassen, das klingt alles so komisch.

Aber ich komme mir so bescheuert vor, wenn ich es schreibe, es sind doch nur einfach blöde Zahlen, aber die ganzen Daten, Uhren und die Zeit beschäftigen mich schon seit Monaten sehr stark. Ich hatte schon immer solche Gedanken, aber seit diesem Jahr ist es irgendwie ganz schlimm. Es liegt halt nicht nur, dass mir diese futuristischen zahlen angst machen, nein, es ist halt allgemein die Veränderung, die definitiv später auf der Welt stattfinden wird. Ich meine es verändert sich ständig irgendwas, keine Frage, aber ich habe Angst, dass es so stark ist, dass nix mehr wie es gerade momentan ist, übrigbleibt.

Ich rechne sogar aus, wie lange meine Mutter noch leben könnte und stelle irgendwelche Prognosen auf, dass sie ca. 2049 (bald haben wir schon die 20er, dann die 30er und schon kommen die 40er, die 10er Jahre sind ja schon fast um)eventuell noch leben könnte, aber sie hatte vor 11 Jahren Krebs im 3. Stadium. Jetzt ist sie "gesund", also ihr fehlt ein Stück Darm, aber sonst macht sie viel Sport, ernährt sich gesund und muss halt zur Darmspiegelung gehen, aber trotzdem. Sie hat mir mal erzählt, dass sie diese Spiegelung nicht mehr machen will, weil die Vorbereitung für die eine Qual ist und sie sich sehr schlecht fühlt dabei und ich kann ihr einfach nicht beistehen, es geht mir so schlecht dabei. Ihre letzte Spiegelung hatte sie im Januar 2016 und der Arzt meinte, dass es gut bei ihr aussieht und sie erst in 2 Jahren wiederkommen muss. Tja und da dachte ich mir: "2 Jahre? Das dauert ja noch etwas!" UND was passiert? Jetzt sind es schon 5 Monate bis Januar 2018 und 2 Jahre sind vergangen! Häää? Das macht mir echt Angst! Und in 5 Monaten heißt es wieder quälen, das nimmt mich immer so mit, wenn ich höre, dass es ihr so schlecht geht, aber ich kann das alles einfach nicht ertragen

Die Zeit verfließt so schnell, ich habe immer Angst, dass ich zu wenig Zeit habe, dass die so schnell vergeht und das schlimmste daran ist, dass man vor der Zeit nicht entfliehen kann, sie ist allgegenwärtig und man kann nix ändern, außer vielleicht nicht mehr den Kalender umblättern, eventuell die Uhr abstellen, habe ich schon gemacht, zumindest am Desktop. Aber ich brauche ja auch die Zeit, sonst wird ja alles chaotisch, und keine Orientierung, aber irgendwie will ich trotzdem zeitlos leben ich habe mich auch schon mit der Relativitästheorie beschäftigt, was Zeit ist, Raum und Zeit etc., aber habe das leider nicht mehr bis zum Schluss durchgezogen, naja...

Im Grunde genommen habe ich keine Angst vorm Alter, mir ist es egal ob ich jetzt 10, 50 oder 20 bin, es sind einfach nur die Veränderung, Technik,futuristische Zeit, vielleicht was man so im TV manchmal sieht, wenn man über Zukunft redet, Tod meiner Mutter und und und... ich komme mir wirklich doof und verwirrt vor, wenn ich so einen Text schreibe, ich hatte auch schon immer einen besonderen Bezug zu Zahlen, Daten, damit ich jetzt nicht völlig bekloppt wirke

Naja, ich wollte es einfach schreiben, so geht es mir etwas besser, wer schreiben mag, der kann gerne schreiben, wenn nicht, dann nicht...wüsste auch nicht wie man sich dazu äußern sollte...

Schönen Tag noch!

P.S.: Ich weiß gerade nicht, wie spät es ist, da Uhr abgestellt, doch ich kann mir schon denken, dass der Tag bald schon wieder rum ist!

05.08.2017 16:05 • 24.12.2017 #1


26 Antworten ↓


Und jetzt ist schon fast der Sommer rum und ich habe auch Angst, dass ich den Sommer nicht mit sinnvollen und spaßigen Tätigkeiten ausnutze und nur zu Hause sitze, weil niemand Zeit... also einfach die Zeit nicht sinnvoll nutzen zu können, aufgrund von zu wenig Zeit

05.08.2017 16:30 • x 1 #2



Angst vor Zeit und Uhren

x 3


Tut mir leid, wenn ich hier ständig rein schreibe, aber ich war so lange nicht hier und mir fallen ständig weitere dinge ein. Irgendwie merke ich wieder, dass diese doofe Zeit voranschreitet und ich mich nicht mal traue mich schlafen zu legen, da ich ja die Zeit verschlafen werde. Ich möchte irgendwie ständig was tun, um was sinnvolles zu machen, damit ich wenigstens kein so schlechtes Gewissen habe und nicht das Gefühl habe die Zeit würde sinnlos dahinfließen.

So, jetzt wars es erstmal, jetzt habe ich wieder mich ausgeschrieben.

05.08.2017 21:24 • #3


Veritas
Ich kann dich schon verstehen. Alle 3 Min. auf die Uhr zu gucken, ist natürlich blöd. Was die Technik angeht, lasse Ich es einfach auf mich zu kommen, als Technikverweigerer gehe Ich eher davon aus, das nichts Brauchbares für mich auf den Markt kommt. Ich kann mich mit dieser ganzen Smartphone, TV-Blaaa-wird-umgeschaltet-auf-Blaa-K.acke nicht anfreunden. Die Zeit geht so schnell um, das ist verrückt, früüüher war das nicht so, aber als Bengel hatte man auch nicht die ewig gleiche Routine (Arbeit, essen, schlafen, mickrige Rente, Tod). Ich bin so "bekloppt" Ich hole mir dauernd Zeit zurück, dir mir geklaut wurde (Bahn zu spät usw.). Da hat man dann mehr Zeit, aber gesund ist es ja nicht, Ich schlafe v.a. in der Woche viel zu wenig... Jau, bald fängt wieder die Kälte an, mich nervt es fast jetzt schon... Bis es wärmer wird zieht sich dann die Zeit, haha. Wie wenn man im Knast wäre, Knastis können einem auch Leid tun... Die Eltern werden auch nicht jünger und dauernd sterben Musiker, die man kennt. Darüber mache Ich mir auch manchmal Gedanken. Irgendwann ist unsere Zeit abgelaufen, das gehört zum Leben dazu. Reich müsste man seit, dann könnte man sich freikaufen von der Arbeitswelt - und hätte mehr Z.E.I.T.

Nehmen wir uns etwas Zeit, wie's der Scatman (RIP) machte. Viel blieb ihm ja nicht...

05.08.2017 21:43 • x 1 #4


Ich habe vor vielen Jahren deshalb meine Armbanduhr abgelegt. Zeit ist für mich echt relativ und nicht, weil Herr Einstein das untersuchte. Ich habe immer zu wenig Zeit. Eine Uhr zu haben, macht es nicht besser und es gibt ja überall Uhren, dazu muß man sich keine ums Handgelenk wickeln.

05.08.2017 22:15 • x 1 #5


Am besten soll es gar keine Uhren und gar keine Zeit geben! Aber leider so komplett ohne Uhr leben geht ja auch nicht, wie soll man denn Termine wahrnehmen? Ach mann, wenn meine Mutter darüber anfängt zu reden, dass ich dran denken soll, das ich z.B. am Montag einen Termin um so viel Uhr habe, also was in Zukunft kommt, könnte ich meine Ohren zu halten. Ich würde auch so gerne im Hier und Jetzt leben können, aber leider lebe ich zu sehr in der Vergangenheit oder in Zukunft, wie viel zeit vergangen ist.

Eine Sache die mir Angst macht beim älter werden ist, dass einem die Zeit noch viel schneller vorkommt und wie soll es denn für mich mit 50 sein, wenn es jetzt schon so "schlimm" ist?

Das einfachste ist doch, einfach so zu tun, als ob es immer die gleiche Uhrzeit und das gleiche Datum ist und nicht mehr schlafen zu gehen, um den Tag nicht unnötig abzubrechen und zu verschlafen, sondern in jeder Sekunde was sinnvolles zu machen und zu sagen "Ja, ich lebe mein Leben"!
Und falls ich doch schlafen gehe, gucke ich gar nicht auf die Uhr, ist mir doch egal wie spät es ist.

05.08.2017 22:25 • #6


Ich habe schon mal einen Thread drüber geschrieben und ich kenne irgendwie niemanden, der davor wirklich Angst hat: Vor der Zeit!
Ich habe mal gegoogelt, ob es für diese Angst auch einen Namen gibt und das gibt es tatsächlich. Das nennt sie Chronophobie. Ich möchte aber auch nicht jeder Angst, die ich habe einen Namen geben Naja, ist ja auch jetzt egal. Gibt es hier doch jemanden, der auch dieses Phänomen bei sich beobachtet?

Ich versuche ständig die Zeit auszublenden, nicht mehr so oft auf die Uhr zu schauen, nicht mehr im Kalender blättern, aber trotzdem muss ich immer noch an diese dumme Zeit denken. Wenn ich wieder auf die Uhr gucke, dann ist es immer so erschreckend wie schnell die Zeit vergeht, wie schnell 2 Jahre vergehen, das ist alles so erschreckend! Ich wünschte, ich wäre wieder ein Kind, denn die achten nicht auf die Zeit, haben noch keine wirkliche Vorstellung, was Zeit überhaupt bedeutet und für die kommt es so vor, als ob 1 Jahr gefühlt 5 Jahre dauert. Die denken bestimmt nicht "oh nee, nächsten Monat habe ich den und den Termin" und schwupp, ist ein Monat schon wieder rum. Die Zeit rast und rast und in gefühlt paar Stunden, gehe ich schon wieder ins Bett und verschlafe 8 Stunden oder mehr meines Lebens!

Das klingt auch ganz bescheuert, aber ich habe auch einen bestimmten Bezug zu Zahlen, Daten etc., das will ich auch nicht mehr haben und am liebsten abschalten.

Vielleicht gibt es ja auch jemand, der, wie soll ich sagen...Chronophobie hat? Weiß auch nicht, ob es Chronophobie ist, aber ich nenne es mal so, damit es einfacher ist es zu beschreiben.

LG

20.10.2017 14:17 • #7


Zitat von Dani2107:
dann ist es immer so erschreckend wie schnell die Zeit vergeht,


Dieser Satz lässt mich vermuten,dass Du weniger vor der Zeit an sich Angst hast sondern eher vor der Vergänglichkeit (altern,evt. krank werden etc.)und dem Tod.
Die Angst vor dem Tod ist sehr verbreitet.Die liegt vielleicht darunter.
Falls Du Dich da angesprochen fühlst,kann ich Dir ein gutes Buch empfehlen"JETZT,die Kraft der Gegenwart" von Eckhart Tolle.

20.10.2017 17:01 • #8


kopfloseshuhn
IChfinde es zumindest auch erschreckend, wie schnell die Zeit vergeht.
Ansonsten sit das Thema Zeit für mich eher schwierig weil wenig Zeitgefühl, zu wenig konstanz.

Aber es hilft zum Beispiel sich ein Tagebuch anzulegen in Form eines Kalenders und immer reinzuschreiben, was man so gemacht hat. Also Termine, SChönes und bemerksenswertes.
So kann man sich daran zumindest festhalten, dass die Zeit nicht so ohne dich verflogen ist.

20.10.2017 17:31 • x 2 #9


Ja auch die Vergänglichkeit finde ich sehr erschreckend, das stimmt schon. Vorm Tod direkt, also was zumindest meine Person betrifft, denke ich momentan nicht so intensiv nach. Es ist irgendwie so, dass ich denke, dass mir zu wenig Zeit bleibt und ich nicht jede Sekunde, jede Minute, jede Stunde etc. voll auskoste. Vielleicht liegt es auch daran, dass ich momentan fast nur Zuhause bin und mir eine gewisse Beschäftigung fehlt. Im November (boah, wie ich es hasse jetzt schon darüber zu reden, was im nächsten Monat bevorsteht), habe ich wieder eine Beschäftigung, was einerseits gut ist, aber andererseits habe ich Angst, dass die Angst noch schlimmer wird und die Zeit gefühlt noch schneller vergeht, wenn ich wieder eine richtige Routine habe, denn wie man weiß, vergeht die Zeit noch schneller durch Wiederholungen, da das Gehirn keine neuen Erlebnisse abspeichert. Wie denn auch, wenn man jeden Tag das gleiche tut?

Es ist trotzdem irgendwie traurig, das jedes Ereignis binnen Sekunden schon der Vergangenheit angehört. Am liebsten würde ich jeden Tag mit diversen Aktivitäten ausfüllen, damit ich sagen kann, dass ich wirklich lebe und dass mein Gehirn beschäftigt ist, Erlebnisse zu verarbeiten und ich somit die gefühlte Zeit etwas ausdehnen kann. Ich gehe auch nicht gerne schlafen, denn, wenn man schläft und nach 8! Stunden aufwacht (und 8 Stunden klingen irgendwie nicht wenig, wenn ich es jetzt neutral betrachte), denkt man sich "was, schon 8 Stunden vergangen?". In der Zeit kann man doch was effektives machen, um wirklich zu fühlen, dass man lebt.

Gut, um auf Thema Tod zurück zukommen: Wie schon gesagt ist es momentan so, dass ich nicht an meinen Tod denke, will ich auch gerade nicht, sondern eher von anderen Menschen, wie der meiner Mutter z.B. Ich rechne sogar schon aus, im welchen Jahr sie theoretisch nicht mehr da ist, wenn man die durchschnittliche Lebenserwartung von Frauen dazu nimmt. Irgendwie klingt das doch bescheuer oder? Ich habe dann Angst, dass ich auch zu wenig Zeit mit ihr habe, dass 20 oder 30 wieder wie im Fluge vergehen, das ist echt schrecklich!

Ich versuche auch immer im Hier und Jetzt zu leben, wie es Kinder tun und vermeide es an die Zukunft zu denken, doch leider lebe ich so oft in der Vergangenheit, ich will das alles nicht!

Es hat mich schon getriggert, als ich bei der Ergotherapie neue Termine bekommen habe. Das war im September und sie hat gesagt, dass es im November wieder los geht und die Termine bis kurz vor Weihnachten gehen und da wollte ich mir am liebsten die Ohren zu halten, weil sie schon im September darüber geredet hat, was in 2 bis 3 Monaten sein wird und ich dann wieder festgestellt habe, dass das Jahr sich dem Ende neigt.

Wenn man auch die rechnerische Variante betrachtet, so stellt man fest, dass ein Jahr für einen 10 Jährigen 1/10 seines ganzen Lebens ist, für einen 50 Jährigen ist es nur 1/50, ist das nicht erschreckend, wie klein und mickrig ein Jahr für einen Erwachsenen ist? Da habe ich Angst, dass es noch viel schlimmer wird je älter ich werde...

@kopfloseshuhn, habe ich es richtig verstanden: Du besitzt wenig Zeitgefühl oder wie?

20.10.2017 18:54 • #10


kopfloseshuhn
Das heißt ja alles eigentlich, dass du keine Angst vor der Zeit hast sondern Angst davor, diese nicht gut genug zu nutzen. Aber ab dem Schlaf wird es unsinnig. Schlaf braucht der Körper nunmal. Ohne Akkus nix los.

Viele meiner TAge sind auch gleichförmig aber das ist auch eine Art von Sicherheit, wahrscheinlich auch eine, die ich brauche.

Und ja, ich habe durch die Dissoziationen extrem wenig Zeitgefühl und auch Probleme etwas zeitlich zuzuordnen. Ich führe halt Listen mit den wichtigensten Daten - Dinge, an die sich andere mühelos erinnern können. Ich muss sie mühsam rekonstruieren. Und das klappt auch nur mit Papier. Wann gingich eigentlich zur Schule? Wann gingich arbeiten? Wie alt bin ich eigentlich?
Wenn ich gestern im Zoo war, kann es sich heute anfühlen als wäre es ein Jahr her und umgekehrt fühlen sich viele Dinge so an, als wäre es gestern gewesen.
Die Zeit und ich...ja schwierig.

21.10.2017 10:49 • #11


Schlaflose
Zitat von Dani2107:
Wie schon gesagt ist es momentan so, dass ich nicht an meinen Tod denke, will ich auch gerade nicht, sondern eher von anderen Menschen, wie der meiner Mutter z.B. Ich rechne sogar schon aus, im welchen Jahr sie theoretisch nicht mehr da ist, wenn man die durchschnittliche Lebenserwartung von Frauen dazu nimmt. Irgendwie klingt das doch bescheuer oder? Ich habe dann Angst, dass ich auch zu wenig Zeit mit ihr habe, dass 20 oder 30 wieder wie im Fluge vergehen, das ist echt schrecklich!


Das ging mir auch schon seit meiner Jugend so. Und vor knapp zwei Jahren ist es dann passiert, sie ist mit 79 gestorben. Es war gar nicht so schlimm wie ich mir das vorher immer ausgemalt habe.

21.10.2017 11:37 • #12


Ja das mit dem Schlaf ist natürlich bescheuert, sonst kann man den Tag gleich vergessen und, wenn man zu müde ist irgendwas zu tun, verbringt bestimmt den ganzen Tag im Bett oder auf dem Sofa, schläft vielleicht doch nochmal ein, guckt Fernseher etc., und da vergeht die Zeit auch im Nu und regt sich natürlich auch wieder auf, dass man die Zeit nicht richtig genutzt hat.

Gestern war auch wieder sehr extrem. Habe wieder die Uhr im Wohnzimmer umgedreht, damit ich es mir nicht angucken muss.
Ja dass ich Angst habe, die Zeit nicht richtig genutzt zu haben, das stimmt natürlich auch, ich finde das pusht sich gegenseitig auf. Ich gucke auf die Uhr, sehe wie sich der Zeiger bewegt, es triggert mich und dann denke ich dran, dass ich nicht jede Sekunde vollwertig genutzt habe. Ich habe es auch gegoogelt: Wie man die Zeit vom Empfinden her ausdehnen kann und dafür gibt es tatsächlich Ratschläge

Ich hoffe auch insgeheim, dass es einfach nur eine Phase ist. Kann eigentlich eine Phase so lange dauern, ca.1 Jahr? Denn seitdem ist es sehr schlimm mit der Zeit geworden. Ich will auf jeden Fall, dass es weggeht. Ich meine, man kann nun mal der Zeit nicht entfliehen, sie ist ein fester Bestandteil vom Leben, aber das ist eigentlich das schlimmste dran. Wenn ich wieder mal Angst habe schwer krank zu sein, ja, damit kann ich besser umgehen, ich versuche nicht zu googeln, überlege mir wie hoch die Wahrscheinlichkeit ist, dass ich tatsächliche diese eine Krankheit hätte, könnte mich besser ablenken und kann somit dem entfliehen, aber mit der Zeit? Das geht doch gar nicht wirklich, es ist was alltägliches...leider....

Ich hoffe auch, dass ich den Tod auch nicht als so schlimm empfinde, wenn er später eintritt, jetzt bezogen auf andere Personen. Der gehört ja auch zum Kreislauf dazu und irgendwie muss man auch damit fertig werden, das haben viele davor geschafft, ich versuche so wenig wie möglich dran zu denken jetzt und stelle mir vor, dass die nächsten 20, 30 Jahre im Schneckentempo vergehen!

LG

23.10.2017 15:27 • #13


An sich brauche ich auch eine gewisse Gleichförmigkeit am Tag, damit ich mich nicht ständig neu sortieren muss, jedoch wünschte ich mir, dass ich es nicht brauche und ich jeden Tag verschieden viel Aktion habe, um so den Tag auszufüllen.

Ich finde Zeit bringt auch jede Menge Veränderung mit. Ich habe Angst, dass sich alles verändert, nie wieder mehr so sein wird wie früher. Menschen, die sich plötzlich verändern, allein schon vom Aussehen her, doch gravierender ist es, wenn sie sich innerlich verändert, man sich auseinanderlebt, einfach die Atmosphäre nicht mehr so ist wie es mal war. Auch vor mir habe ich Angst, dass ich mich verändere, mich nicht mehr wiedererkenne, dass andere sagen, wie sehr ich mich verändert habe. Am liebsten möchte ich, dass für immer alles so bleibt wie es ist.

23.10.2017 15:54 • #14


TomTomson
Diese Angst die du beschreibst ist eigentlich völlig normal, ich denke jeder Mensch hat die wohl hin und wieder, der Mensch ist nunmal das einzige Lebewesen das weiss, dass es irgendwann sterben wird. Aber um diese Angst loszuwerden hilft dir nur Akzeptanz. Jeder Mensch würde wenn er könnte die Zeit beeinflussen, aber wir können es nunmal nicht, also ist auch jeder Gedanke daran nur verschwendete Energie und raubt dir Lebensfreude. Wenn du dich das nächste mal dabei ertappst darüber nachzudenken, sag dir selber, dass du es nicht beeinflussen kannst, ja es ist schade aber so ist es eben, es ist völlig natürlich dass wir Menschen irgendwann sterben und es gehört einfach dazu, wir wissen nicht was dann passiert. Und dann lass die Gedanken einfach in Ruhe, beschäftige dich nicht aktiv damit, weil du ja weisst dass es nichts bringt, aber wehre dich auch nicht gegen sie. Lasse sie einfach da sein und akzeptiere dass du nichts an der Zeit ändern kannst.

Ja man denkt ständig an etwas rum, weil man meint, dass dies irgendetwas bringt, weil man einfach nicht loslassen kann und denkt, wenn ich jetzt aufhöre darüber nachzudenken entgleitet mir alles. Aber tu es einfach und du wirst sehen wie befreiend es sein kann und auch das Leben wird dir nicht entgleiten, im Gegenteil du wirst viel mehr Freude und Freiheit empfinden.

24.10.2017 12:32 • x 2 #15


Ich habe auch ne ziemlich dämliche Angst vor Zeit, nein, sie macht mich viel mehr depressiv. Der größte Trigger ist für mich das Datum, echt warum gibt es so eine schei*e überhaupt? Kann die Menschheit nicht einfach im Jetzt leben ohne diese "psychologische Zeit" von Vergangenheit und Zukunft? Das Jahr kam mir so kurz vor, bald Weihnachten, mein Verstand steckt noch im Juni fest und ich bin damit total überfordert. Ich weiß nicht mal ob ich damit klar komme, dass da bald 2018 auf dem Kalender stehen wird. Aber ich glaube bei mir ist das nochmal was ganz anderes, ich habe nämlich Angst mich in der Zeit "zu verlieren" bzw. ich irgendwann keine Beziehung mehr dazu habe weil sie halt zu schnell vergeht. Habe mich auch vor kurzem ziemlich gefangen in der Zeit gefühlt. Werde meine Story hier bald posten...

08.11.2017 02:47 • #16


Ich habe auch eine Zeitmacke.

Mir sitzt eine Riesenuhr im Nacken, ständig.

Immer Zeitdruck, auch wenn garnichts anliegt.

Chronophobie?

Muss ich mal googlen.

08.11.2017 03:34 • #17

Sponsor-Mitgliedschaft

Ich finde auch traurig, dass wir 2018 haben werden, weil ich die Zahl nicht soo mag :/

Zitat von Kathi 1970:
Ich habe auch eine Zeitmacke.

Mir sitzt eine Riesenuhr im Nacken, ständig.

Immer Zeitdruck, auch wenn garnichts anliegt.

Chronophobie?

Muss ich mal googlen.


Hast du es gegooglet?

08.11.2017 22:59 • #18


@Nadosa war das immer schon so? Hast du auch einen Bezug zu Daten und faszinieren sie dich auch oder hast du nur Angst vor denen?

08.11.2017 23:42 • #19


Nein seit August, kam ganz plötzlich. Eher total Schiss davor.

09.11.2017 19:16 • #20



x 4


Pfeil rechts


Auch interessant

Hits

Antworten

Letzter Beitrag


Mira Weyer