hallo julie90,
du bist gewiss nicht alleine mit solchen gedanken, ich kenne das auch zu genuege und das schon ueber viele, viele jahre. bei mir war es teilweise so schlimm das ich nicht mehr aus dem bett kam und gleichzeitig unter totaler schlaflosigkeit litt, was mir dann noch mehr angst bereitet hat, jetzt an schloflosigkeit sterben zu muessen. meine erfahrung dazu ist, das sich jedes gedankenrad auch wieder abschwaecht, ob du nun etwas bewusstes dagegen unternimmst oder nicht und das wiederum ist doch etwas troestlich. ich habe ueber 17 jahre 3 solcher schlimmen episoden gehabt, wo wirklich nichts mehr ging, nicht schlafen koennen, nicht richtig laufen koennen, nicht richtig sehen koennen ( beschreibe hier nur ein paar symptome) und war dabei immer am zittern. diesen angstzustand zu halten verbraucht sehr viel energie, energie die ich irgendwann nicht mehr hatte und ploetzlich war dieser zustand wieder vorbei. wie genau ich das gemacht habe weiss ich nicht, ich habe es mehr oder weniger durchlebt, zeit spielt dabei keine rolle, da jeder eine andere braucht.
so extrem wie bei mir, scheint es bei dir aber nicht zu sein, sicher kann man das leiden durch gespraechstherapien, medikamenten, ablenkungen, sport u.s.w. vielleicht etwas lindern, habe ich auch alles mal ausprobiert. doch diesen schalter im kopf muss man letztendlich selber umlegen, wann auch immer das sein wird und ich weiss mit sicherheit das das auch bei dir irgendwann der fall ist.
Zitat von Julie90:Angst alleine im Nichts sein, ohne die Menschen, die ich liebe und das für die Ewigkeit. Ich sehne mich nach Ruhe von dieser Angst, mein Leben wieder genießen zu können. Doch ich weiß nicht wie, die andauernde Angst frisst mich fast auf.
........ach ja, dieses leidige gruebeln, was kommt danach , hier mal ein gruebelgedanke von mir.
vielleicht verlaeuft der tod genauso wie das leben.
also, man wird geboren und du wirst empfangen von deiner mutter die dich haelt und dir geborgenheit gibt (angst kennst du da noch gar nicht). die wahrscheinlichkeit das du auch in den tod geboren wirst und dann auch von "etwas" empfangen wirst, was dich haelt und dir geborgenheit gibt, klingt da doch gar nicht mehr so unwahrschleinlich (hat mit daran glauben jetzt nichts zu tun).
ja und wer weiss vielleicht liebst du dann deinen "tod" so sehr, das du nicht mehr geboren werden moechtest (oh, ich hoffe du verstehst meinen gedankengang ).
alles ist moeglich und die angst und zweifel darueber sind auch mein staendiger begleiter, du bist nicht allein mit solchen sorgen.
menschen mit viel fantasie neigen eher zu solchen gedanken und weiss gott, ich habe schon immer sehr viel davon gehabt . mein mann hingegen war immer sehr fantasielos, litt folglich auch nie an solchen aengsten. doch wer will jetzt beurteilen welches leben das bessere ist oder erfuelltere.
alles liebe zum dritten advent,
angsthaeschen
(ich gebe meiner angst jetzt eine tasse "caro" und esse ein stueck stollen)