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Ich haben eben en Gespräch über einige Stunden geführt über solchen Themen. Ich mache das gerne ... ich tausche mich gerne mit anderen Personen aus und je mehr ich darüber spreche umso ehr verstehe ich das es nicht nur eine komische Macke von mir ist.
Ängste und Störungen gab es frühr auch nur haben wir heute ein ganz anderen Bezug dazu. In der Nachkriegszeit hat es sozusagen knallhart gesagt keine Sau gejuckt ob du Zukunftsängste hattest, die hatten wohl viele. Ich behaupte mal in der Industrialisierung, bei 14-16 Stunden Arbeit am Tag, da gab es mehr Personen die unter starken Psychischen Problemen litten. Hätte es damals das Wissen wie heute über Burn-Out und & Co gegeben ... es hätte ein riesen Konjukturpacket gebraucht um die ganzen Patienten zu finanzieren. Durch TV, Internet und Co verstärkt sich das und es bringt die Problematiken stärker zum Ausdruck. Auch das Wissen über die Psyche eines Menschen hat in den letzten 100 Jahren gewaltige Sprünge gemacht. Nur frühr war das Wissen nicht da und noch dazu gab es keine Alternativen. Irgend ein Leibeigener vor Jahrhunderten konnte sich nicht krankschreiben lassen weil er psychisch kaputt war und es hatte auch niemanden interessiert. Es gab keine Therapeuten. Nur weil es nirgends wirklich dokumentiert ist heißt es nicht, dass diese Menschen nicht reihenweise unter Psychischen Störungen litten. Die Annahme dies wäre nicht so gewesen halte ich für naiv.
Aber was mir im Kopf rumgeistert. Wie schaft ihr es bei allem was euch umgibt noch halbwegs auf den Füßen stehen zu bleiben? Wenn ich einmal auf die Welt blicke reißt man mir den Boden unter den Füßen weg. Ich habe an einigen Tagen das Bedürfnis einfach von hier weg zu gehen. Weg voll all dem was mich umgibt. Runter von diesem Planeten. Ich sehe es vieleicht an vielen Punkten zu extrem und zu negativ aber in vielen Momenten bleibt mir nur eine riesen Portion Wut während mir eine Träne die Wange runter läuft. Ich versuche mich schon nicht zu sehr beeinflussen zu lassen aber bei all dem Geiz, Neid, Hass, Chaos, der Willkür, der Gleichgültigkeit auf der Welt ... ich wäre froh wenn ich wegsehen könnte und so unwissend und gleichgültig mein Leben führen könnte wie viele andere Menschen.
Z.b. bringen mich solche Sache zur Verzweiflung. Seit 20 Jahren halten die Industrielänger den Krieg im Kongo am Leben. Was am Anfang der Sturz einer Dikatatur war ist heute nichts anders als ein bewaffneter Konflik um Rohstoffe. Es geht dort nicht mehr darum wer die bessere Idee hat. Es geht nicht mehr darum etwas zu verbessern oder ein bestehendes System zu stürzen. Das ist längst in vergessen. Es geht nur noch um Macht und Geld, wer die Macht hat, der hat die Kontrolle über die Rohstoffe und damit die Macht über das Geld. Und warum ist das so wichtig? Weil dort seltene Metalle gefördert werden die in der Konzentration kaum an anderen Orten zu finden sind. Diese Metalle gehen an die Industrieländer und landen unter anderem in Notebooks, Handys und vielen anderen technischen Produkten. Und jetzt kommt das was mich am meisten aufregt: unsere Konsumgeilheit.
Passend nehme ich hier den bekannten Herstelle mit dem Apfel im Logo. Jedes Jahr kommt ein neues IPhone auf dem Markt. Dabei geht es nicht um technische Neuerungen oder darum das die alten Handys nach etlichen Jahren ihren Geist aufgeben. Nein hier geht es nur um Lifestyle ... um das neuste und schickste Smartphone. Ich kenne 1-2 Personen die haben vom IPhone1 bis zum 4er alle durch gehabt. Sie hätten nicht das IPhone2 gebraucht, das Erste tats noch sehr gut und konnte das selbe. Aber es war nicht das neuste ... nicht das flachste usw. Jetzt liegen bei denen 3 Smartphones rum im Wert von mehreren hundert Euro. 1 Jahr benutzt und dann aus Konsumgeilheit verstauben lassen.
Was noch dazu kommt, in der Wirktschaft ist es normal Produkte so zu entwerfen, dass sie nach einem bestimmten Zeitraum deffekt sind. Stichwort Drucker, die Dinger haben sogar nen Chip drinne der irgendwann sagt "10000 Seiten gedruckt, ich bin jetzt Kaputt" . Und das alles nur um den Konsum aufrecht zu halten. Also müsste eh nach kurzer Zeit ein Neues herhalten. Und dann, auch wenn es immer schade ist wenn ein Mensch stirbt, als irgend so ein Industriegigant verstirbt meinen plötzlich Medien und Konsumenten, dass die Welt untergeht nur weil 1 Mensch, 1 Mensch der die Konsumgeilheit fördert und der wie wir alle verantwortlich ist das in Kongo weiterhin Menschen sterben. Dieser Mensch wird in den Himmel gehoben, mich wundert es das er vom Papst nicht heilig gesprochen wurde. Die Menschen meinen plötzlich trauern zu müssen ... gedenken zu müssen. Es wurde ein riesen Hype darauß gemacht. Aber es wird nicht an ein einziges Opfer im Kongo gedacht, der/die sterben musste nur damit wir in der Bahn auf Google Street View unser Haus sehen können.
Ich kann garnicht beschreiben wie sehr ich empfinden wenn ich daran denke und das hier schreibe. Und das hier ist nur ein Beispiel ... man könnte noch hunderte bringen. An allen Ecken trifft man auf solche Misstände, es ist schon schwer nicht darüber zu stolpern. Ich kann diesen Text nur schwer schreiben ohne mir Vorzustellen wie das Blut der Opfer an den Tasten klebt ... wie ich mich mitverantwortlich mache in dem ich dieses Produkt gekauft habe. Warum sterben tausende von Menschen, nur damit wir immer das tollste neuste Handy haben? Mein Handy fällt langsam auseinander ... es wird mit Klebeband zusammengehalten und ich werde wenn auch nur ein Neues kaufen wenns wirklich mit dem Teil vorbei ist.
Warum denken viele andere Menschen nicht so? Warum überhäufen sie sich immer wieder aufs neue mit Sachen die sie nicht brauchen und für die Menschen ihr Leben verloren haben. Das übersteigt meinen Verstand. Wenn dann noch die Merkel sich vor die Kamera stellt und unser Wachstum bejubelt, unseren technischen Fortschritt bejubelt ... dann ists bei mir völlig aus. Ich verstehe nicht wie sowas die vielen Menschen kalt lässt und da meine ich nichtmal den Bürger auf der Straße ... viel mehr die Industrie die die Metalle kaufen. Die Personen die die Macht haben was zu bewegen. Wie kann es denen die aufklären könnten so völlig egal sein, dass die Menschen in Unwissenheit gebadet werden? Wie soll man da jemals mit sich selbst und seinen Ängsten ins Reine kommen?