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H

herbstmädchen
Mitglied

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Sammelthema
Hallo!
Ich bin 18 Jahre alt, bin im 3. Semester und mache nächstes Jahr mein Abi. Ein ziemlich schlechtes Abi ...
Meine Noten sind ziemlich ... beschissen.
In Mathe hatte ich bisher einmal eine glatte 4, dann einmal eine5- (!), dieses Jahr ist es immerhin eine glatte 3 geworden.
Deutsch hatte ich bisher 4+, 4+ und 3- ...
Dabei bin ich in Deutsch nicht mal schlecht, in den Klausuren hatte ich immer eine 2 oder 2+, aber mündlich scheitert dann alles bei mir ...
Naja, alle anderen Fächer sind auch eher schlecht als recht ...
Ich werde wohl ca. ein Abi von 3,0 machen ... Immerhin ist es keine 3 vorm Komma, aber was soll denn ein zukünftiger Arbeitgeber denken, wenn er mein Zeugnis mal sieht ... 5- in Mathe ? Alles klar ...
Die einzigen Fächer, die ich kann sind Politische Wissenschaften und Geschichte ...
Da gebe ich mir Mühe, arbeite viel mit, halte freiwillig Referate usw ... Trotzdem habe ich in beiden Fächern nur eine 3+ bzw. 2- bekommen.
Hatte eigentlich mit einer 2+ oder so gerechnet ...

Jedenfalls bin ich hier echt am Verzweifeln ... Was soll ich denn bitteschön mit so einem Abi anfangen ?
Ich wollte eigentlich Politik studieren ... Wie gesagt, das einzige was ich kann und das einzige was mich interessiert.
Aber, mit so einem Abi Politik ? An den meisten Unis liegt der NC bei 1,5. Wie lange soll ich denn dann warten ? 10 Semester ?

Ich habe einfach nur Angst vor der Zukunft. Angst zu Versagen. Ich weiß, dass ich nicht doof bin und mehr drauf habe als ein Abi von 3,0

Alle in meiner Familie sind intelligent und erfolgreich. Nur ich bekomme es hin eine 4+ in Deutsch und eine 5- in Mathe zu kriegen.
Klar, ich versuche mir auch zu sagen, dass Noten nicht das ganze Leben sind.
Und, dass es auch genug Menschen gibt, die mit einem schlechten Abi oder eben auch keinem Abi, sondern mit einem Hauptschulabschluss glücklich werden. Aber ich habe auch wohl mehr Ansprüche als jemand, der auf die Hauptschule geht.
Ich komme ungefähr aus der gehobenen Mittelschicht, alle in der Familie sind Akademiker, verdienen gut. Klar, ich will auch studieren.
Aber ich bin momentan einfach hoffnunglos ... Mit so einem Abi sehe ich gar keine Chance, dass aus mir was wird.

Ich habe einfach Angst. Angst davor keine passende Uni zu finden. Angst davor im Studium zu versagen. Angst davor später keinen Job zu finden. Okay, irgendwas findet man immer. Ich könnte mich auch an die Kasse bei Lidl setzen - aber damit wäre ich sicherlich nicht glücklich.
Ich habe Angst davor nächstes Jahr mehr oder weniger auf mich alleine gestellt zu sein.
In der Schule bekommt man ja noch alles "serviert", im Juni stehe ich dann alleine da.
Muss mich selber um alles kümmern. Klar, würde ich finanziell unterstützt werden etc ... aber trotzdem.
Ich habe einfach Angst diesen ganzen Herausforderungen nicht gewachsen zu sein. Zu versagen.
Mit meinem Abitur werde ich es richtig schwer haben ...
Ich fühle mich einfach überfordert. Habe jetzt ungefähr 2 Stunden wegen meinem Zeugnis geheult ...
Diese Zukunftsorgen lassen mich nicht mehr los ... Ich grübel jeden Tag, kann abends oft nicht einschlafen, könnte immer wenn ich an mein Abi denke, heulen ... Hinzu kommt noch, dass ich Halbwaise bin. Das ist auch alles gerade nicht so einfach. Mein Vater ist auch schon 62 und man weiß ja nie, was kommt ...

28.03.2021 #1


86 Antworten ↓
I

ivo
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Hallo zusammen,
hab dieses Forum beim Stöbern entdeckt. Hab zur Zeit ma wieder echte Probleme.... Vielleicht könnt ihr mir ja den ein oder anderen hilfreichen Tip geben
Ich versuch mal mein Problem zusammenzufasse :
Ich bin 30. Bin gerade dabei mich mit einer kleine Firma selbstständig zu machen. Was auch gar nich sooo schlecht klappt. Läuft natürlich noch nich alles so wie es soll.
Ich bin Singel und lebe und wohne in einer kleinen Einliegerwohnung im Haus meiner Eltern. Da meine Eltern schon etwas älter sind, versuche ich ihnen natürlich so gut es geht zu helfen.
Panikatacken hatte ich vor ca. 6 Jahren schonmal aufgrund eines enormen Lebenswandels. Wurde zwar nie von einem Arzt diagnostiziert aber das Gefühl damals lässt sich nur mit Angst beschreiben. Ist aber eine andere Geschichte.
Nun zum aktuellen Problem :
Mein Vater war schon immer Sehbehindert, allerdings is er nun seit gut einem Jahr koplett blind. Was auch schon eine enorme Umstellung bedeutete und auch eine enorme Belastung für meine Mutter. Das haben wir aber noch relativ gut hinbekommen.
Da meine Mutter starke Probleme mit den Gelenken hatte, musste sie nun vor zwei Wochen ins Krankenhaus um die entsprechenden Ersatzteile einsetzen zu lasen . Eine Woche vor diesem Krankenhaustermin hatte nun mein Vater einen Unfall bei dem er sich den Oberarm gebrochen hat. Aufgrund seiner Blinheit leidet er schon ne ganze Weile an einer Depression. Die wurde zwar behandelt, aber ist natürlich nicht weg. Dadurch leidet er an konzentrationsschwäche und wirkt auch manchmal etwas abwesend. Wie im Halbschlaf. Durch diesen Unfall musste er ins Krankenhaus da er sich zuHause kaum mehr bewegen konnte. Er konnte auch nicht mehr aufstehn, da er ja beide arme dazu brauchte. Der Bruch musste nun doch noch operiert werden. Was er scheinbar auch ganz gut überstanden hat. Jetz ist er eben im Krankenhaus und muss eben die Heilung abwarten. Da schlägt seine Depression natürlich um so heftiger zu. Dazu muss man sich ma vorstellen, blind in einer komplett fremden umgebung. Kann man sich da wohlfühlen? Nein! Ich besuche ihn täglich, da er ja auch hilfe beim essen braucht. Alleine gehen kann er auch noch nciht. Aber immer wenn ich da bin sagt er : komm, wir gehen jetz nach Hause.
Dabei kann er auch sehr energisch werden. Dass er gar nicht aufstehen kann hat er da natürlich vergessen. Mittlerweile fängt er auch an sehr wirre Sachen zu erzählen. z.B. dass er gestern noch in einer anderen Stadt war oder gar an irgendwelchen Veranstaltungen teilgenommen hat. Ich denke zwar dass es Träume sind die er zu ernst nimmt bzw. die sehr realistisch waren, aber diese aufforderungen dass er nach Hause möchte zerren doch sehr an meinem Nervenkostüm. Vor allem dshalb weil er ganz und gar nicht einsieh warum er jetz noch im Kranknhaus sein muss.
Da meine Mutter auch im Krankenhaus ist (in einem anderen) bleibt viel an mir hängen. Fazit: Ich fühl mich extrem hilflos, da ich meinem Vater helfen möchte aber nicht weiss wie. Alle Lösungen wären nicht in seinem Sinn. Ihn einfach aufgeben und sagen: "gut, er ist nun ein dementer Pflegefall" kann ich nicht und will ich auch nicht. Auch wenn es zZ sehr danach aussieht.
Leider schlägt mich das Ganze so aus der Spur dass ich kaum noch zum arbeiten komm. Zum Glück hab ich zZ verständnissvolle Kunden aber die möchten auch mal ihre Aufträge erledigt haben.
Das Problem ist, nach den täglichen Krankenhausbesuchen bin ich so erledigt dass ich nur noch dumm vor der Glotze sitz. Mit viel Motivation kann ich vielleicht noch eine Kleinigkeit erledigen aber mit arbeiten hat das nichts zu tun. Vor allem quält mich jetz die Angst: Wie wird das in Zukunft weitergehn? Muss ich mich schon von meinem Vater verabschieden? Bleibt er ein Pflegefall? Dazu kommt dass ich schon seit Jahren Angst vor dem alleine sein habe. Und ich muss sagen, ich habe mich scon lange nicht mehr so einsam gefühlt. Seit ein paar Tagen hab ich auch immer wieder Panikatacken (Schwindel, das Gefühl gleich umzukippen, starkes Herzkopfen). Diese gehen zwar mit gutem zureden auch wieder Weg, aber trotzdem sagt mir das dass mir die Situaton schwer über den Kopf wächst.
Ich bekomme zwar schon Untersützung von Verwandten und Freunde meine Eltern aber irgendwie is mir das ganze tortzdem zu viel. Vor allem kommen dabei die alten Ängste auch wieder auf. Obwohl ich damit bisher ganz gut umgehen konnt.
Ich überlege schon einen Therapeuten aufzusuchen, was mir aber dann doch etwas lächerlich erscheint. Vor allem da es ein Thema mit dem sich quasi jeder früher oder später auseinandersetzen muss.

So, ma genug geschrieben. Vielleicht hat ja noch jemand einen Rat oder ähnliche Erfahrungen.
Und danke fürs durchlesen

25.02.2010 02:31 • #19


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A


Angst vor der Zukunft

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A

Arwen12
Mitglied

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Hallo liebe Leserinnen und Leser,

Zunächst vielen Dank für das Lesen meines Beitrages.

Ich bin hier um mich ein bisschen darüber auszutauschen, welche Ängste/ Sorgen und dadurch tägliche leiden mich sehr beschäftigen. Ich wende mich hier an die community, weil meine Freunde/ verwandte/ bekannte aber auch leider Ärzte wirklich nicht wahrnehmen und einfach nicht mit mir darüber reden. Ob es nun wollen oder können ist weiß ich nicht!

Nun zu meiner angst. Ich bin 26 Jahre alt, Single, habe bwl studiert und Arbeite seither in einer Bank als kundenberaterin (mit sicherem Arbeitsplatz, ich kann also nur gekündigt werden wenn ich Mist baue... Was ich bisher nie getan habe, wurde neulich befördert). Ich bin soweit gesund, hab rein gar nix. Würde auch behaupten, dass ich mit meinem Äußeren (groß, schlank,blond, usw) zufrieden sein kann. Ich hab weder Alk. oder geldprobleme, rauche nicht, ernähre mich gesund ... Also keinerlei schlechte Angewohnheiten. Jeder also wirklich alle sagen mir ständig immer nur wie toll mein leben ist, wie gut es mich getroffen hat dass ich so intelligent bin, und dabei trotzdem super aussehe und viel Glück habe mit meiner Figur. Alle sagen mir ständig wie super mein leben ist!

Dabei scheint es nur so... Denn ich bin eigentlich Tod unglücklich! Warum? Ich weiß es wirklich nicht. Ist es meine Vergangenheit die hinter mir liegt? Meiner Mutter war die Beziehung zu einem Mann immer wichtiger als zu mir. Das zieht sich noch bis heute! Mein leiblicher Vater will nix von mir wissen, was mir sehr sehr weh tut. Bei seiner neuen Frau hat er nicht mal erzählt dass es mich gibt! Habe mit zwei einen Stiefvater bekommen. Er war dann für mich mein Papa! Also wirklich!Bis ich in die Pubertät gekommen bin und er mehr von mir wollte... Das möchte ich hier auch nicht weiter ausführlich erläutern, ich denke es reicht für den Kontext! Als ich mein Studium angefangen habe, habe ich mich nebenher um meinen Onkel und meine Oma gekümmert. Mein Onkel war sehr Alk. krank und ist letztendlich daran gestorben. Obwohl ich nie ein wirklich gutes Verhältnis zu ihm hatte tut es mir immer noch unglaublich weh, ihn verloren zu haben. Meine Oma ist mittlerweile im Altersheim. Ich hatte in diesen schweren Zeiten meines Lebens immerhin immer eine beste Freundin an meiner Seite. Vor zwei Jahren hat sich dann raus gestellt, dass sie stets hinter meinem Rücken über mich her gezogen ist, sich teilweise sogar mit meinem ex getroffen hat. Die "Freundschaft" ist vor zwei Jahren daran zerbrochen. Während meines Studiums war es für mich finanziell extrem schwierig, ich kam auch mental oft an meine Grenzen.

Doch jetzt, jetzt wo eigentlich, bis auf eine Partnerschaft, alles in meinem Leben passt und funktioniert bin ich so getrieben von meiner Vergangenheit und den Erinnerungen daran, dass ich eine extreme angst vor der Zukunft entwickelt habe.

Was wenn es nicht so bleibt? Ich will mal eine Familie, finde jedoch einfach nicht den richtigen Partner. Was wenn ich nie jemanden finde? Und nie Kinder haben werde? In meinem Alltag schwirren mir soviel male dieses was wenn dies, was wenn jenes, und das wirklich täglich! Ich habe einfach keine ruhige Minute mehr im Kopf!

Man muss dazu sagen, dass ich bis vor 4 Monaten verlobt war. Die Hochzeit war geplant und, zumindest aus meiner Sicht, war alles perfekt! Wir haben zusammen gewohnt, alles war bereits kindergerecht eingerichtet ... Alles! Und von heute auf morgen kam mein verlobter heim und meinte er wollte nie heiraten, sowieso nie Kinder. Er hat mir das vier Jahre lang nur gesagt, um mich zu halten!Um mich für sich zu haben! Meinte er will einfach nur mit mir zusammen sein. Hat dann aber auch Schluss gemacht...

Naja soweit habe ich mich eigentlich erholt.

Gibt es vielleicht jemand, dem es ähnlich geht? Jemand der mir Tipps geben kann?

Vielen lieben Dank und einen schönen abend wünsche ich euch!

14.12.2016 23:12 • #52


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G
Mach dir mal keinen Kopf...3,0 ist keine Katastrophe...Ich hatte 3,7 und hab jetzt schon mein zweites Studium angefangen.
Es gibt glaube ich mehr Studiengänge ohne NC als mit, und selbst für Politik würde sich was finden, ich wurde mit 3,7 für Sozialwissenschaften genommen - da ist auch viel Politik drin und dazu Soziologie und VWL....und als zweites Fach Geschichte. total spannend eigentlich, vielleicht ärger ich mich irgendwann dass ich abgebrochen hab.

Was ich dir sagen wollte - es gibt keinen Grund zur Panik, zieh dein Abi in ruhe durch und versuch dich nicht ständig unter Druck zu setzen, dann wird es besser als du glaubst. Es gibt immer irgendwo einen Weg und auch ein schei##abi ist kein Weltuntergang

liebe grüße..
grauzone

#2


L
Hallo Herbstmädchen,

Ich hoffe das ich dir ein bisschen helfen kann.
Auch ich habe "nur" ein Abi von 3,1. Ich gebe zu, auch ich hatte Angst, das mich damit jeder für eine Versagerin hält, und ich nie im Leben etwas zusatande bringen werde, aber so ist es nicht. Mitlerweile bin ich stolz darauf das ich mein Abi geschafft habe. (das hätten mir die wenigsten zugetraut).
Jetzt mache ich eine Ausbildung. Es ist genau die Ausbildung die ich machen wollte, und ich bin sowohl in der Schule als auch im Praktischen so gut, das ich die Ausbildungszeit verkürzen darf.
Danach werde ich Studieren, Biologie das war immer mein Traum, und ich bin mir sicher das ich auch das hinbekommen werde.

Natürlich musste ich bei meinem Vorstellungsgespärch mir auch Fragen zu meinen Noten stellen lassen, aber ich habe darauf ehrlich geantwortet warum sie so schlecht sind.
Und es hat auch geklappt! Und das auch noch in meinem "fast" Traumberuf;)

Also mach die da mal keine Sorgen, das ist alles halb so wild.

LG Cat

#3


W
Meine Freundin kann auch grade nicht mehr weil sie vorm Diplom steht und unter Druck ist. Vielleicht kannst Du ja eine Klasse wiederholen?

Im Übrigen wollte ich sagen: Ich war selbst schon bei Vorstellungsgesprächen dabei. Es wurde nur 20% auf Noten geachtet. Wenn uns ein Mensch fasziniert hat, rein von der Person her, haben wir den dann trotz schlechter Noten eingestellt.
Ein 1er Kandidat war uns z.Bsp. zu arrogant, daher bekam er eine Absage.

Noten sagen nicht alles aus. Ich habe auch einen Durchschnitt von 3, nochwas gehabt. Bin trotzdem weit oben gelandet. Und trotzdem hat mich die und die Firma schon eingestellt, weil sie mich als Mensch gesehen haben und nicht mein Zeugnis in den Vordergrund stellten.

#4


M
Hallo Herbstmädchen!
Also, ich kenne das gut, als ich Abi gemacht habe, haben wir uns auch alle verrückt gemacht. Es kommt einem so vor, als bräuchte man unbedingt gute Noten, um studieren zu können. Es gibt aber wirklich mehr als genug Fächer, die man mit einem niedrigen Durchschnitt studieren kann, viele haben mittlerweile auch gar keinen nc. Falls du unbedingt Politik studieren möchtest und nicht an Deutschland festhältst, dann würde ich dir die Uni Wien empfehlen. Es ist eine sehr schöne und gute Uni und das beste ist, dass dort kein nc (wie überall in Österreich) gefordert wird. Eine gute Freundin von mir studiert dort Politik und ist überglücklich, in Deutschland hätte sie warten müssen, weil ihr nc nicht ausgereicht hat. Überhaupt kenne ich viele, die nach Österreich studieren gehen, anstatt hier auf einen Platz zu warten. Wenn du aber in Deutschland bleiben möchtest, könntest du wie oben schon gesagt wurde Sozialwissenschaften studieren, das hat auch viel mit Politik zu tun.
Mach dir auf jeden Fall nicht so viele Sorgen, es findet sich für alles eine Lösung
Liebe Grüße!
Maya

#5


T
hab ziemlich dasselbe Problem... nur bei mir liegt der Schwerpunkt halt auf dem selbstständig werden. Ich hab das gefühl, ich bin darauf kein bisschen vorbereitet und werde mich bei meinen zukünftigen WG-mitbewohnern lächerlich machen wegen schlechter kochkünste und vor allem weil ich einfach strohdoofe Fragen stelle. Das mit dem Studium... nun ich frag mich natürlich schon ob meine engere Wahl (Dokumentation) die richtige ist, weil es mit Mathe zu tun hat ich aber keine Ahnung habe inwiefern und das fach ist so klein, dass man da nicht sofort leute findet mit denen man sich austauschen könnte. - zumal ich davor auch schon wieder Angst hätte (wegen doofen fragen). Ich komme mir einfach nur naiv vor wie ich in die Welt hinausschaue und hab immer das gefühl alle anderen sind weiter als ich. Ich krieg jedes Mal panik, wenn ich mich mit der Zukunft befassen muss, z.b. suche ich grad nen Job um die Zeit nachm Abi zu überbrücken und bin total angespannt, wenn ich auch nur einen Anruf bei potentiellen Arbeitgebern machen muss. Normal bin ich nicht schüchtern, aber in diesem Fall total, was zur folge hat, dass ich den eindruck krieg ich hab wegen meinem Auftreten sowieso keine Chance.
Ich hab beschlossen ins kalte wasser zu springen und das selbstständig werden mit etwas positivem zu verbinden, nämlich Neuseeland. Ich hoffe ein halbes Jahr Work&Travel treibt mir diese Panik aus.
Kann mir irgendwer sagen, wie ich mit der Angst vor Neuem umgehen soll?

#6


L
Hallo Leute,

ich hab erxtreme Angst vor der Zukunft. Ich bin seit kurzem wieder Singel. Ich hab immer den Traum gehabt eine Familie zu gründen und nun bin ich wieder weit davon entfernt. Ich werde auch nicht jünger und damit steigt auch meine Angst vor der Zukunft, immer allein zu sein nie eine Familie gründen zu können.
Ich ziehe mich total zurück ,klar jetzt bin ich noch in der Trauer über die Trennung meines Exfreundes. aber auch mit grosser Angst, dieses allein sein macht mich depressiv.
Kann mir jemand Tips geben?
Liebe Grüße
LadyKatha

#7


G
Huhu,

also erst mal verarbeite die Trennung ordentlich und dann kannste wieder auf "Suche" gehen
Es ist völlig normal, dass man erst mal in ein Loch fällt und sich neu finden muss.

Ich weiss ja nicht wie alt Du bist, aber es gibt noch lange Möglichkeiten eine Familie zu gründen - manche eher - manche später.

Mach Dir nicht so einen Druck - das bringt nämlich gar nichts oder Dir den Falschen ins Haus (so wie mir damals)

Du wirst das schon schaffen - nur bringt es nix Dich auf Dauer einzuigeln, aber tu Dir erst mal die Ruhe an und im Frühjahr gehts dann wieder los !

LG
Gabi

#8


W
Zitat:
Ich ziehe mich total zurück ,

Ja, Ja das kenne ich. Dann bekommt man den Gedanken nicht aus dem Kopf, dass man nun tatsächlich alleine ist.
Plötzlich tut man sich leid und sieht sich als Versager.
Das kenne ich.
Im Grunde hilft da glaub nur rausgehen, mit Freunden sich ablenken und zunächst keine neue Bindung eingehen.
Das wird noch eine Zeit dauern, aber Du tiffst bestimmt noch den Partner Deines Lebens.

#9


W
Geht es Dir wieder besser?

#10


V
Hallo

ich kann dich gut verstehen, denn ich kenne das, man nennt das auch Torschlusspanik. Es geht aber immer wieder irgendwie weiter. Ein Fehler wäre jetzt, panisch jemand neues zu suchen, was ziemlich wahrscheinlich wieder ein Reinfall wird. Lass dir Zeit, ich weiss nicht wie alt du bist, aber es ist eigentlich nie zu spät, eine Familie zu gründen, nur für eigene Kinder eventuell.
Wenn du glaubst, dass du deine Angst nicht mehr aushältst, dann gehe zum Hausarzt und lasse dir etwas verschreiben. Das hat mir sehr geholfen und ich bin wieder gelassener geworden.

Nicht unterkriegen Lassen und liebe Grüsse, Vivaldi.

#11


N
mich hat es nach einer Trennung genau so erwischt. Mir ging es sehr schlecht, bin auch noch nicht ganz durch damit. Das ist unabhänig von Alter oder Geschlecht. Es trifft jeden nach einer Trennung. Den einen mehr, den anderen weniger.
Es ist gut das Du hier geschrieben hast. Hier findest Du verständnis und Hilfe. Fühlst Dich nicht allein. Und genau das brauchst Du jetzt. Also schreibe weiter hier im Board. Führe ein Tagebuch und vertrau Dich Ihm an. Es gibt auch gute Bücher von z.B. Doris Wolf. Die helfen mir gut. Ich arbeite schon seit vielen Wochen damit. Schau mal bei Amazon, auch die Kundenmeinungen. Ansonsten lenk Dich ab, egal wie. Geh zum Arzt, der kann Dir helfen. Wenns ganz schlimm wird ruf die Seelsorge an. Mit den Frühling kommt auch wieder bessere Stimmung dazu. Du schaffst das. Kopf hoch.

#12


S
ich mache meine arbeit sehr gern .Aber seit vielen jahren habe ich immer angst auf arbeit .Das geht schon früh vor der arbeit los.Da bekomme ich total panik .Ich habe dann immer beruhigungsmittel genommen damit ich überhaupt arbeiten konnte.Jetzt bin ich schon fasst ein jahr krank geschrieben .Ich nehme jetzt nur selten eine tablette habe aber grosse angst ,wie es weiter gehen soll.wenn ich wieder arbeiten gehen muss.schon wenn ich daran denke bekomme ich panik .kennt jemand das gefühl .Sternhimmel

#13


S
ich mache meine arbeit sehr gern .Aber seit vielen jahren habe ich immer angst auf arbeit .Das geht schon früh vor der arbeit los.Da bekomme ich total panik .Ich habe dann immer beruhigungsmittel genommen damit ich überhaupt arbeiten konnte.Jetzt bin ich schon fasst ein jahr krank geschrieben .Ich nehme jetzt nur selten eine tablette habe aber grosse angst ,wie es weiter gehen soll.wenn ich wieder arbeiten gehen muss.schon wenn ich daran denke bekomme ich panik .kennt jemand das gefühl .Sternhimmel

#14


S
ich mache meine arbeit sehr gern .Aber seit vielen jahren habe ich immer angst auf arbeit .Das geht schon früh vor der arbeit los.Da bekomme ich total panik .Ich habe dann immer beruhigungsmittel genommen damit ich überhaupt arbeiten konnte.Jetzt bin ich schon fasst ein jahr krank geschrieben .Ich nehme jetzt nur selten eine tablette habe aber grosse angst ,wie es weiter gehen soll.wenn ich wieder arbeiten gehen muss.schon wenn ich daran denke bekomme ich panik .kennt jemand das gefühl .Sternhimmel

#15


S

Angst vor Zukunft

hallo,

vielleicht kann mir hier jemand helfen. ich leide unter diversen angstattacken und bin auch seit september in therapie. nur hilft mir das insofern nichts, da bisher kein ansatz gefunden wurde und die anfälle immer wieder da sind.
grade momentan sehr heftig. ich habe vor zukunft im sinne von schlechten nachrichten aus dem fernsehen angst. das hängt stark mit politischen meldungen zusammen. zb aktuell der iran und der atomstreit. ich habe angst vor eskalation, krieg, usw. fühle mich selbst betroffen und male mir die schlimmsten horrorszenarien in gedanken aus. die therapeutin sagt immer, dass diese ängste normal sind... aber ich finde das keineswegs normal. ich kann tagelang an nichts anderes mehr denken. habe eine 2-monate alte tochter und sehe so schwarz, dass ich für sie keine zukunft mehr sehe. in meinem kopf sind nur noch krieg und zerstörung, angst vor dem schlimmsten was passieren kann.

ich bin dann wie ein kleines kind und hoffe auf jemandem, der mir sagt, dass das nicht passieren wird. der mir dann erklärt, warum es nicht dazu kommen wird. ich informiere mich auch in den medien so wenig, suche mir die headlines heraus und schon geht das kopfkino los. frage dann meinen mann oder meine mutter, ob das schlimm ist und was passieren kann. die machen sich viel weniger gedanken darüber - nehmen die nachrichten zwar auf, aber nicht so extrem wie ich. ich dagegen lege ihnen das dann so aus, als würden sie mit scheuklappen durch die welt laufen und nichts erkennen... bin ich völlig weltfremd oder habe ich anlass zu dieser angst? ich kenne mich in solchen situationen selbst nicht mehr aus und hätte am liebsten jemanden, der mir sagt, dass alles nicht so schlimm ist und wie einem kleinen kind erklärt, warum kein anlass zur sorgen besteht. das tut aber niemand und so steigert sich meine angst ins unermeßliche. ich hatte das schon bei verschiedensten meldungen. derzeit ist es eben aktuell oben beschriebenes thema!

was kann ich tun? und wie komme ich aus dieser gefangenheit wieder raus? die angst zeigt sich so, dass ich an nichts anderes mehr denken kann. ich habe ein engelchen und ein teufelchen auf jeder schulter sitzen... das engelchen sagt: alles nicht so schlimm... das teufelchen sagt mir alles schlimme, was passieren kann... ich könnte auf knopfdruck in tränen ausbrechen... habe so ein fluchtgefühl in mir... mache mir den ganzen tag gedanken... verbiete mir irgendwelche bildzeitungs-schreckensmeldungen zu lesen -. tue es aber doch... eine überschrift zu dem thema reicht schon aus...

auf der einen seite weiß ich dass das quatsch ist, auf der anderen seite fühle ich mich bestätigt, wenn meine therepeuin sagt, dass diese ängste jeder hat und die normal seien. meine antwort darauf ist : siehste... sie sagt angst haben ist normal, also besteht ein grund und somit habe ich noch mehr angst... ich denke mir, vielleicht spricht einfach keiner aus, dass es gefährlich ist, weil jeder sein leben lebt und negatives wegschiebt. so gelange ich in diesen angststrudel und finde immer mehr bestätigungen dafür die angst haben zu müssen und andere als blind zu bezeichnen. ich glaube in solchen momenten nur an das negative und wenn mir einer sagen würde, ich soll mal wieder runter kommen und es ist definitiv nicht gefährlich, dann hätte ich evtl auch noch zweifel.

vielleicht hat jemand ähnliches erlebt oder weiß was ich dagegen tun kann...

sanna

#16


S
Dann bin ich mal der erste der dir antwortet.
Also als erstens möchte ich mich voll und ganz deiner therapeutin anschliessen. Ich und millionen anderer haben auch Angst wenn es um Krieg geht. Manche Menschen empfinden das mehr manche weniger. Kommst du aus dem Iran ? Wenn du Bekannte oder Verwandte , Familie unten hast ist das , dass normalste der Welt. Wenn nicht bist du eben ein fürsorglicher Mensch. Was ist falsch daran? Wenn jeder so denken würde wie du bzw empfinden würde , würde es keine Kriege geben.
Schieß das Teufelchen mal von der Schulter bzw sag ihm ,er soll die Panikmacherei sein lassen du bist völlig normal und deine Angst berechtigt.
Kannst mich hier gerne auch privat anschreiben falls die Angst dich erdrückt
Alles alles liebe und gute

#17

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Christina
Zitat von Sanna78:
auf der einen seite weiß ich dass das quatsch ist, auf der anderen seite fühle ich mich bestätigt, wenn meine therepeuin sagt, dass diese ängste jeder hat und die normal seien.
Ich finde es nicht "normal", sich rund um die Uhr Sorgen zu machen, unermessliche Ängste zu haben und auf Knopfdruck in Tränen ausbrechen zu können. "Normal" und für das eigene Leben und Befinden nützlicher ist es, diese Dinge zur Kenntnis zu nehmen, mehr oder weniger Anteil zu nehmen, sich dann aber abgrenzen zu können.

Zitat von Sanna78:
meine antwort darauf ist : siehste... sie sagt angst haben ist normal, also besteht ein grund und somit habe ich noch mehr angst...
Das ist ein Denkfehler. Dass jemand Angst hat, heißt noch längst nicht, dass auch ein Grund dazu besteht. Beispiel: Es gibt eine gläserne Plattform, die mehrere hundert Meter über dem Grund in den Grand Canyon hineinragt. Extrem viele Menschen würden die für kein Geld der Welt betreten. Diese (Höhen)Angst ist absolut normal, aber begründet ist sie nicht.

Zitat von Sanna78:
ich denke mir, vielleicht spricht einfach keiner aus, dass es gefährlich ist, weil jeder sein leben lebt und negatives wegschiebt. so gelange ich in diesen angststrudel und finde immer mehr bestätigungen dafür die angst haben zu müssen und andere als blind zu bezeichnen. ich glaube in solchen momenten nur an das negative und wenn mir einer sagen würde, ich soll mal wieder runter kommen und es ist definitiv nicht gefährlich, dann hätte ich evtl auch noch zweifel.
Ich weiß nicht, wie gefährlich die Sache mit dem Iran und dem Atomstreit ist, halte sie aber nicht für harmlos. Ich bin außerdem der festen Überzeugung, dass man sich nicht wirksam vor Terroranschlägen schützen kann. Und wenn's dumm läuft, kommt einem bei der nächsten Autobahnfahrt ein Geisterfahrer entgegen. Das ganze Leben ist gefährlich und es endet immer mit dem Tod! Das ist eine Sache, die man akzeptieren lernen muss. Es gibt Risiken, die wir nicht beeinflussen können. Und wenn man sie nicht beeinflussen kann, ist es Zeit- und Energieverschwendung, sich ängstlich damit zu befassen. Angst hat nur dann irgendeinen Sinn, wenn sie dazu führt, Gefahrensituationen rechtzeitig zu erkennen und etwas gegen die Gefahr zu unternehmen. Wenn du also Verwandte im Iran (oder dessen Nachbarstaaten) hättest, denen du vor einem drohenden Krieg Asyl gewähren wolltest, wäre deine Angst sinnvoll. Wenn du "nur" allgemein oder für dich und deine Familie hier in Deutschland Angst vor Krieg und Eskalation hast, führt diese Angst zu nichts. Außer ein paar Konserven zu hamstern, könntest du im Ernstfall nichts tun. Du hättest den "Blinden" gegenüber, die keine Angst hatten, keinerlei Überlebensvorteil. Im Gegenteil: Bis zum Ernstfall ging es denen wenigstens gut, die hätten dann vielleicht noch psychische "Reserven". Das "Zauberwort" ist realistisches Denken: Ist die Katastrophe wahrscheinlich? Falls realistischerweise ja, dann lohnt es sich, Vorkehrungen zu treffen. Gibt es überhaupt irgendetwas, das du tun kannst, um die Katastrophe zu verhindern oder ihr zu entrinnen, wenn sie eintritt? Falls nein, solltest du versuchen, dich davon abzugrenzen und das Ganze als allgemeines Lebensrisiko zu verbuchen.

Ist eigentlich ausgeschlossen, dass deine Ängste eine postpartale Sache sind? Hormonell könntest du noch ein wenig Achterbahn fahren und gestresst bist du mutmaßlich auch. Kann gut sein, dass die Ängste demnächst von selbst abnehmen.

Liebe Grüße
Christina

#18


I
Hallo zusammen,
hab dieses Forum beim Stöbern entdeckt. Hab zur Zeit ma wieder echte Probleme.... Vielleicht könnt ihr mir ja den ein oder anderen hilfreichen Tip geben
Ich versuch mal mein Problem zusammenzufasse :
Ich bin 30. Bin gerade dabei mich mit einer kleine Firma selbstständig zu machen. Was auch gar nich sooo schlecht klappt. Läuft natürlich noch nich alles so wie es soll.
Ich bin Singel und lebe und wohne in einer kleinen Einliegerwohnung im Haus meiner Eltern. Da meine Eltern schon etwas älter sind, versuche ich ihnen natürlich so gut es geht zu helfen.
Panikatacken hatte ich vor ca. 6 Jahren schonmal aufgrund eines enormen Lebenswandels. Wurde zwar nie von einem Arzt diagnostiziert aber das Gefühl damals lässt sich nur mit Angst beschreiben. Ist aber eine andere Geschichte.
Nun zum aktuellen Problem :
Mein Vater war schon immer Sehbehindert, allerdings is er nun seit gut einem Jahr koplett blind. Was auch schon eine enorme Umstellung bedeutete und auch eine enorme Belastung für meine Mutter. Das haben wir aber noch relativ gut hinbekommen.
Da meine Mutter starke Probleme mit den Gelenken hatte, musste sie nun vor zwei Wochen ins Krankenhaus um die entsprechenden Ersatzteile einsetzen zu lasen . Eine Woche vor diesem Krankenhaustermin hatte nun mein Vater einen Unfall bei dem er sich den Oberarm gebrochen hat. Aufgrund seiner Blinheit leidet er schon ne ganze Weile an einer Depression. Die wurde zwar behandelt, aber ist natürlich nicht weg. Dadurch leidet er an konzentrationsschwäche und wirkt auch manchmal etwas abwesend. Wie im Halbschlaf. Durch diesen Unfall musste er ins Krankenhaus da er sich zuHause kaum mehr bewegen konnte. Er konnte auch nicht mehr aufstehn, da er ja beide arme dazu brauchte. Der Bruch musste nun doch noch operiert werden. Was er scheinbar auch ganz gut überstanden hat. Jetz ist er eben im Krankenhaus und muss eben die Heilung abwarten. Da schlägt seine Depression natürlich um so heftiger zu. Dazu muss man sich ma vorstellen, blind in einer komplett fremden umgebung. Kann man sich da wohlfühlen? Nein! Ich besuche ihn täglich, da er ja auch hilfe beim essen braucht. Alleine gehen kann er auch noch nciht. Aber immer wenn ich da bin sagt er : komm, wir gehen jetz nach Hause.
Dabei kann er auch sehr energisch werden. Dass er gar nicht aufstehen kann hat er da natürlich vergessen. Mittlerweile fängt er auch an sehr wirre Sachen zu erzählen. z.B. dass er gestern noch in einer anderen Stadt war oder gar an irgendwelchen Veranstaltungen teilgenommen hat. Ich denke zwar dass es Träume sind die er zu ernst nimmt bzw. die sehr realistisch waren, aber diese aufforderungen dass er nach Hause möchte zerren doch sehr an meinem Nervenkostüm. Vor allem dshalb weil er ganz und gar nicht einsieh warum er jetz noch im Kranknhaus sein muss.
Da meine Mutter auch im Krankenhaus ist (in einem anderen) bleibt viel an mir hängen. Fazit: Ich fühl mich extrem hilflos, da ich meinem Vater helfen möchte aber nicht weiss wie. Alle Lösungen wären nicht in seinem Sinn. Ihn einfach aufgeben und sagen: "gut, er ist nun ein dementer Pflegefall" kann ich nicht und will ich auch nicht. Auch wenn es zZ sehr danach aussieht.
Leider schlägt mich das Ganze so aus der Spur dass ich kaum noch zum arbeiten komm. Zum Glück hab ich zZ verständnissvolle Kunden aber die möchten auch mal ihre Aufträge erledigt haben.
Das Problem ist, nach den täglichen Krankenhausbesuchen bin ich so erledigt dass ich nur noch dumm vor der Glotze sitz. Mit viel Motivation kann ich vielleicht noch eine Kleinigkeit erledigen aber mit arbeiten hat das nichts zu tun. Vor allem quält mich jetz die Angst: Wie wird das in Zukunft weitergehn? Muss ich mich schon von meinem Vater verabschieden? Bleibt er ein Pflegefall? Dazu kommt dass ich schon seit Jahren Angst vor dem alleine sein habe. Und ich muss sagen, ich habe mich scon lange nicht mehr so einsam gefühlt. Seit ein paar Tagen hab ich auch immer wieder Panikatacken (Schwindel, das Gefühl gleich umzukippen, starkes Herzkopfen). Diese gehen zwar mit gutem zureden auch wieder Weg, aber trotzdem sagt mir das dass mir die Situaton schwer über den Kopf wächst.
Ich bekomme zwar schon Untersützung von Verwandten und Freunde meine Eltern aber irgendwie is mir das ganze tortzdem zu viel. Vor allem kommen dabei die alten Ängste auch wieder auf. Obwohl ich damit bisher ganz gut umgehen konnt.
Ich überlege schon einen Therapeuten aufzusuchen, was mir aber dann doch etwas lächerlich erscheint. Vor allem da es ein Thema mit dem sich quasi jeder früher oder später auseinandersetzen muss.

So, ma genug geschrieben. Vielleicht hat ja noch jemand einen Rat oder ähnliche Erfahrungen.
Und danke fürs durchlesen

#19


K
Hi ivo, mal so ganz grundsätzlich, nach dem, was Du so schreibst, ist es absolut verständlich, dass es Dir so geht, wie es jetzt geht. Das ist reine Überforderung und so was löst gern Angst und Panik aus. Du merkst, Du schaffst ganz objektiv nicht, was da jetzt von Dir gefordert ist und bist emotional stark eingebunden und eine Lösung siehst Du nicht. Zwei hilfebedürftige Menschen in verschiedenen Krankenhäusern und noch arbeiten, das schaffen auch gesunde Leute nicht so gut und schon gar nicht auf Dauer. Vorher denk ich mal, war es auch schon nicht gerade einfach, doch noch kompensierbar. Nun geht es über Deine Grenzen. Dazu der existenzielle Druck, selbstständig sein fordert viel von einem. Und Du siehst deutlich, es kann gut sein, so wie bisher wird das mit Deinen Eltern nicht weiter gehen. Deinem Vater geht es sehr viel schlechter durch die veränderte Situation und natürlich fühlst Du Dich hilflos. Und genau deshalb müsste man mal schauen, ob es nicht irgendeine Hilfe für ihn gibt und damit gleichzeitig für Dich. Vielleicht wird es wieder besser, wenn er wieder nach Hause kommt, vielleicht nicht. Und natürlich wühlt es Dich sehr auf, wenn er so vehement zeigt, dass er mit Dir nach Hause will. Vielleicht gelingt es Dir, das so nah nicht an Dich heran zu lassen. Du kannst es jetzt einfach nicht ändern. Und Dein Gedankenkarussell bringt Dich nicht weiter.

Weißt Du, Du wirst einen Kompromiss finden müssen zwischen den Lösungsmöglichkeiten, die in seinem Sinne wären und denen, die nötig sind und letzten Endes auch für Dich wichtig wären. Ich weiß nicht, ob Du alles allein schaffen kannst. Eine Weile bestimmt. Doch Du merkst ja schon jetzt, wie Dein Körper reagiert.

Ich weiß nicht, ob eine Therapie für Dich notwendig ist. Aber Du hast Angst und es ist sicher nicht falsch, da beizeiten gegenzusteuern. Vielleicht würde auch schon helfen, eine Beratung zu finden, welche Möglichkeiten es für Euch nun überhaupt geben könnte. Dann hätte man etwas, worüber man mal nachdenken könnte, dann hängt nicht alles so sehr in der Luft. Man könnte vielleicht eine Orientierung finden. Ich denke, Dein Vater hat nicht nur geträumt, ich denke, diese Umstellung hat seine Krankheit verschlechtert.

Naja, so meine Gedanken dazu. Lieben Gruß, kia

#20


A


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Mira Weyer
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