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Hallo..
Ich habe ein riesiges Problem.
Ich bin in der 12. Klasse und stecke gerade mitten im Abitur. Ich weiß nicht wie ich das schaffen soll. Ich bin ziemlich schlecht in manchen Fächern. Aber bei mir liegt es wirklich an den Lehrern. Ich bin zum Beispiel in Spanisch und Mathe richtig gut, weil ich die Lehrer richtig gern habe. Nur diese beiden Lehrerinnen habe ich so gern, dass ich wirklich Angst habe sie nach der Schule zu verlieren. Vielleicht liegt es daran, dass meine Mutter mir früher nicht genug Liebe gegeben hat und ich vielleicht einen "Mutterersatz" suche. Ich habe schon immer geklammert. Bei meiner Spanischlehrerin ist es ganz extrem. Ich sitze manchmal zu Hause und weine, weil ich daran denke, dass ich sie nach der 13. nie wieder sehe. Oder nicht mehr mit ihr reden kann.
Jetzt würde ich wirklich gerne Lehramt studieren für die Fächer Spanisch und Englisch. Nur, weil ich hoffe an meiner jetzigen Schule einen Job zu bekommen. Ich denke, dass es mir wirklich Spaß machen würde, weil ich mir nicht vorstellen kann, jeden Tag das gleiche zu machen. Andererseits denke ich, dass ich zu schlecht bin um Spanisch bzw Lehramt zu studieren, denn ich brauche ja für Sprachen Deutsch. Aber da ich in Deutsch wirklich schlecht bin ( 3-4 ), denke ich, dass ich an keiner Uni angenommen werde. Aber ich bin in Spanisch gut (1-).
Aber mein größtes Problem ist eigentlich, dass ich mich so extrem an meine Lehrerin klammere. Was soll ich machen? Ich weiß, dass es total sinnlos ist. Und eigentlich auch ziemlich dämlich. Aber es ist nunmal so.

25.11.2009 20:24 • 26.11.2009 #1


4 Antworten ↓


elster
Vielleicht solltest du dein Verhältnis zu deiner Mutter aufarbeiten, denn faktisch dreht sich zuviel in deinem Leben um die Akzeptanz und das positive Feedback von weiblichen Autoritätspersonen. Früher oder später wirst du diese Lehrerinnen verlieren, das ist nun mal so, daher ist eine Aufarbeitung dieses "mütterlichen Liebesentzuges" sicher eine hilfreiche Sache im Hinblick auf deine komplette Zukunft. Ich denke, man kann auch Deutsch u.ä mit schlechtem Abi studieren, soweit ich weiß ist da kein N.C. bei den Fächern.
Die Frage ist nur : Willst du wirklich Lehramt studieren oder auf diese Art und Weise bloß die "Mutter-ideale", die diese Lehrerinnen für dich symbolisieren, nicht verlieren? Ich denke nicht, das man sich als Lehrer die Schule frei aussuchern kann, da wird man doch hinversetzt, wo was frei ist, oder ?

25.11.2009 20:36 • #2



Angst vor der Zeit nach der Schule

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Hallo,

also prinzipiell denke ich auch wie Elster, dass es wohl nicht so eine gute Idee wäre, wenn du Deinen Beruf nur danach auswählen würdest, dass Du die Hoffnung hast, mit dieser Lehrerin zusammenarbeiten zu können. Und es ist ja wirklich nicht gesagt, ob Du an dieser Schule arbeiten könntest. Klar, wenn Du gerne Lehrer/in werden möchtest, mach es, aber halt vielleicht nicht nur deshalb...
Und Elster hat wohl auch recht, dass es besser wäre, stattdessen das Verhältnis zu Deiner Mutter "aufzuarbeiten".
Aber wäre es nicht zumindest theoretisch denkbar, dass Du auch nach der Schule privat Kontakt zu der Lehrerin haben könntest, wenn sie Dir so wichtig ist ? Ich habe mal gehört, dass es das hin und wieder geben soll, dass nach Ende der Schulzeit Lehrer mit ehemaligen Schülern befreundet sind... Ohne dass ich Dir da jetzt zu große Hoffnungen machen will, das hängst natürlich auch von der Lehrerin ab und klar, wichtiger wäre es wohl zu überlegen, wie das eben überhaupt kommt, dass Du so sehr an ihr hängst und was man dagegen tun kann...

Ich hatte übrigens auch Spanisch als zweite Fremdsprache aber im Gegensatz zu Dir war ich da grottenschlecht und hab es sobald wie möglich abgewählt...

Viele Grüße Berliner

25.11.2009 20:52 • #3


Das ist aber nicht si einfach das Verhältnis zu meiner Mutter aufzubessern. Sie versteht mich in vielen Dingen einfach nicht. Und sie wohnt 40 kilometer entfernt, denn ich lebe bei meinem Vater. Ich kann nicht so einfach zu ihr hingehen und sie auf einmal "lieben".. Wir haben uns glaube ich das letzte Mal vor 6 Jahren gesagt, dass wir uns lieb haben. Also ich weiß nicht. Jetzt, wo ich nicht mehr mit ihr zusammen lebe, verstehen wir uns natürlich auch besser, aber von "Mutterliebe" sprechen ist vielleicht nicht das richtige. Ich weiß, es klingt hard, aber ich würde nicht sagen, dass ich sie lieb habe. Vielleicht irgendwo in meinem Unterbewusstsein, ich meine sie ist immerhin meine Mutter.
Aber schonmal danke für die Antworten!

26.11.2009 07:09 • #4


Hallo,

ich weiß natürlich nicht, ob man das Verhältnis verbessern kann, aber es ist halt die Frage, ob man irgendetwas tun kann, damit Du nicht mehr nach einem - wie Du ja selbst sagst - "Mutterersatz" suchst... Vermutlich meinte Elster mit "aufarbeiten" eher, ob Du vielleicht lernen kannst, das Verhältnis zu Deiner Mutter zu akzeptieren, oder zu verstehen, warum es so ist - naja, im besten Fall vielleicht auch es zu verbessern...
(Ich hab ja auch komische Verhältnisse zu meinen Eltern... Bei meinem Vater ist es vielleicht ein bisschen so wie bei Deiner Mutter, also unser Verhältnis ist schlecht, aber zu meiner Mutter habe ich leider ein eher zu enges, abhängiges Verhältnis... Naja, ich geb mir Mühe, das alles zu bessern aber gerade mein Vater macht es auch fast unmöglich...)

MfG Berliner

26.11.2009 10:59 • #5




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