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Hallo

Ich weiß gar nicht, was ich mir vom Thread eröffne. Wahrscheinlich einfach nur ein bisschen Quatschen und mir von-der-Seele-reden. Ich hatte meine Angst mal wieder gut im Griff, jetzt ist es wieder schlimm. Ich meine die Gründe zu kennen, aber die kann ich nicht so einfach ausschalten. Ich habe 3 Hauptprobleme

1. Zuerstmal hatte ich die letzte Zeit sehr unangenehme körperliche Beschwerden. Die Ursache wurde inzwischen gefunden und behandelt, in dem Punkt geht es mir also besser. Thema könnte eigentlich erledigt sein. Aber diese Zeit hat wieder meine Selbstbeobachtung und die Angst vor (schlimmeren) Krankheiten getriggert. Ich vermute wieder hinter jedem Zwicken "jetzt gehts schon wieder los, hoffentlich werden das keine schlimmen Schmerzen, hoffentlich muss ich nicht ins KH" und so weiter. Ich drehe wegen allem komplett frei. Früher konnte ich mir sagen "Es war sonst auch nie was körperliches", jetzt eben nicht mehr, denn 1x war eben wirklich was -.-

2. Zweitens habe ich mein Studium beendet. Im Moment jobbe ich noch wie während des Studiums, ab September arbeite ich dann in einer neuen Firma in Vollzeit. Mir macht dieser Abschnitt wahnsinnige Angst. ich weiß nichtmal wieso. Während des Studiums musste ich viel mehr leisten und hatte viel mehr Druck, aber das war ich wohl gewöhnt. Prüfungen haben mich extrem gestresst, aber nur kurz davor und danach und nicht wochenlang. Im Beruf wird wieder alles neu. Ich habe eigentlich die Einstellung, dass die Welt nicht untergeht und es schlimmeres gibt, WENN ich dem nicht gewachsen wäre und mir was anderes suchen muss.. Aber.. mein Gefühl will anders als der Verstand. Ich habe totale Angst zu versagen obwohl ich keinen Grund dazu habe und mich mein Umfeld in allem unterstützen würde. Ich verstehe das nicht Während des Studiums habe ich mir gewünscht endlich fertig zu werden und jetzt....

3. Ist mein Freund im August für 3 Wochen weg und ich alleine. Auch das macht mir Angst und wiedermal weiß ich nciht, wieso. Er musste mir noch nie bei Panik "helfen", dann bin ich eher lieber für mich. Aber irgendwie brauche ich doch das Gefühl, dass jemand da ist, WENN ich Hilfe brauche, quasi als Absicherung. Die letzten Jahre hab ich es gut verkraftet auch mal alleine zu sein, aber im Moment kocht das alles so hoch, dass ich gar nicht an die 3 Wochen denken mag. Anfang des Jahres wurde in unserem Haus eingebrochen und davor habe ich auch Angst, dass es wieder passiert und ich ausgeliefert bin

So und diese drei Punkte führen dazu, dass ich schlecht schlafe, mit Herzklopfen und durchgeschwitzt aufwache, vermehrt Angstschwindel habe der wieder mehr Angst macht (Teufelskreis) und ich den ganzen Tag über null zur Ruhe komme, egal was ich versuche

27.07.2016 21:10 • 28.07.2016 #1


4 Antworten ↓


Niemand?

27.07.2016 23:28 • #2



Angst akut zurück

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Icefalki
Ich kann dich dahingehend beruhigen, dass es beinahe normal ist, dass wir in stressigen, ungewohnten Situationen unsere Angst überinterpretieren. Jeder normale Mensch ist auch aufgeregt, wenn es zu Veränderungen kommt. Nur, er kann es nachvollziehen und musste mit übertriebenen Ängsten nicht leben.

Angst, Aufregung, Ungewissheit führt logischerweise zum Anstieg von Adrenalin. Und fühlt sich immer gleich an.

Da uns dieser Zustand aber seeeeehr bekannt ist, steigt die Furcht vor Rückfällen extremst an.

Und dann ist es kein Wunder, dass uns diese Situationen extremst triggern.

Versuch es hinzunehmen, dass deine Angst oder Unruhe einen Grund hat, den du haben darfst.

Du darfst aufgeregt sein. Gesteh es dir ein.

27.07.2016 23:37 • x 1 #3


Hey, ich danke dir! Da sagst du was, ich glaube du hast es mal eben auf den Punkt getroffen. Ich DARF Angst haben. Mir war das gar nicht so klar. Ich glaube, dass ich mir in den letzten Wochen öfter unbewusst gesagt habe, dass ich nicht nochmal mehr Angst als "normalgesunde" Menschen entwickeln DARF, weil ich eigentlich darüber hinweg sein sollte und alles wieder schlimm wird, wenn es einmal wieder einreißt. Dass ich jetzt langsam mal lockerer sein MUSS. Das musste ja schiefgehen...

27.07.2016 23:44 • #4


Daisho
Zitat von Squirry:
Dass ich jetzt langsam mal lockerer sein MUSS. Das musste ja schiefgehen...


Vielleicht nicht lockerer sein 'muss' sondern lockerer sein darfst? Vielleicht solltest du auch versuchen, die momentane freie Zeit als Chance zu begreifen.
In der Zeit des Studiums warst du ausreichend äußeren Zwängen unterworfen. Du 'musstest' mehr reagieren als agieren. Und, gleich wie positiv eine Beziehung ist, auch sie erfordert Aufmerksamkeit, Zeit und Kraft. Vielleicht solltest du die frei verfügbare Zeit einfach nutzen um etwas zu tun, wozu dir bisher die Zeit fehlte. Sei es, dass du es dir gut gehen lässt, mit Freunden ausgehst, mit denen du sonst wenig Zeit verbringen konntest, oder einfach mal einen Film anschaust, ein Buch liest, zu dem dir bislang die Zeit fehlte.

Und was deine Erkrankung betrifft, vielleicht auch hier eine etwas andere Position beziehen? Du kennst es sicherlich auch. Da ist man im Stress; absolut gestresst, aber abgesehen von diesem körperlich topfit.
Man freut sich auf den Urlaub, doch kaum hat er begonnen, liegt man mit einer Erkältung flach. Der Körper nimmt sich einfach das Recht seine Reserven aufzufüllen. Vielleicht war es hier ähnlich? Vielleicht ist die Freie Zeit auch einfach eine Chance für dich deine körperlichen Reserven ein wenig aufzufüllen um bereits für neue Herausforderungen zu sein?

28.07.2016 06:21 • #5




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Mira Weyer