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squashplayer
Hallo,

ich denke ja über eine Wiedereingliederung nach. Das einzige was wirklich krass ist bei mir ist das Herzrasen. Das kann über Stunden gehen und danach bin ich völlig alle. Mit Symptomen wie Schwindel und so kann ich leben.

Ich habe mir nun überlegt, dass ich bei der Wiedereingliederung die ersten Tag extrem panisch sein werde, da hilft kein Autogenes Training und kein Opipramol.

Deshalb habe ich mir überlegt, da auch mein Blutdruck dann durch die Decke geht, dass man vielleicht immer für vormittags einen Betablocker gibt, damit das verdammte Herz nicht so rast. Wenn nötigt auch nachmittags. Zu Hause habe ich das Problem ja nicht, da nehme ich dann nur mein Opipramol zum Schlafen.

Ich weiß nicht wie man sonst das Herzrasen unter Kontrolle kriegen kann.

Was haltet ihr von diesen Betablocker - Plan?

VG

Squashplayer

27.02.2018 15:54 • 13.03.2018 #1


19 Antworten ↓


Also ein Bekannter von mir hatte auch immer Herzrasen durch Panik
und dem wurde auch ein Betablocker gegeben besprich das mal mit deinem Arzt.
Wann willst du die Wiedereingliederung machen? Stehe auch davor.

27.02.2018 17:32 • #2


Die Frage ist, wieso hast du Herzrasen?

27.02.2018 19:07 • #3


Skeletor
Zitat von squashplayer:
Hallo,

ich denke ja über eine Wiedereingliederung nach. Das einzige was wirklich krass ist bei mir ist das Herzrasen. Das kann über Stunden gehen und danach bin ich völlig alle. Mit Symptomen wie Schwindel und so kann ich leben.

Ich habe mir nun überlegt, dass ich bei der Wiedereingliederung die ersten Tag extrem panisch sein werde, da hilft kein Autogenes Training und kein Opipramol.

Deshalb habe ich mir überlegt, da auch mein Blutdruck dann durch die Decke geht, dass man vielleicht immer für vormittags einen Betablocker gibt, damit das verdammte Herz nicht so rast. Wenn nötigt auch nachmittags. Zu Hause habe ich das Problem ja nicht, da nehme ich dann nur mein Opipramol zum Schlafen.

Ich weiß nicht wie man sonst das Herzrasen unter Kontrolle kriegen kann.

Was haltet ihr von diesen Betablocker - Plan?

VG

Squashplayer

Kann man definitiv probieren. Propanolol ist das Mittel der Wahl: es handelt sich um einen Betablocker und wird auch regelmäßig off-Label gegen Intrusionen, Übererregbarkeit, Ängste, Panik eingesetzt...

27.02.2018 22:49 • #4


Skeletor
alternativ vielleicht mal Pregabalin ("Lyrica") ausprobieren. Wirkt bei einigen ganz gut gegen Ängste & Panik.

27.02.2018 22:58 • #5


lotusmann
Betablocker sind eine gute Idee wenn man Symptomen wir Herzrasen oder Tremor und Kontrolle kriegen will. Bei mir hat ab 40 mg täglich funktioniert.

27.02.2018 23:04 • #6


squashplayer
Danke für die Tipps.

Zu Propanolol:
Das Problem bei mir ist, dass der Blutdruck stark schwankt. Das heißt, ich habe vielleicht die Hälfte des Tages 150 aber den Rest 130 systolisch. Würde das bedeuten, dass der Betablocker auch in den "guten Zeiten" den Blutdruck vermindert? Dann besteht doch die Gefahr, dass man vom Blutdruck her zwischendurch voll "abstürzt"?

Da ich meistens nur vormittags das Herzrasen habe, könnte man dann evtl. nur vormittags eine Tablette nehmen und nachmittags dann nicht? Wie lang wirken die denn?

Zu Lyrica:
Hatte mit meinem Arzt mal darüber gesprochen. Er meinte, das wäre nicht angezeigt bei Angststörungen, auch wenn man in Foren immer mal jemand sehen würde, der das bekommt. Habe auch gelesen, es kann zu starken Entzugserscheinungen führen. Ich glaube, er würde mir das einfach nicht verschreiben.

28.02.2018 11:11 • x 1 #7


la2la2
An deiner Stelle würde ich es zuerst mal mit was harmlosem wie Strophanthin probieren. Ist pflanzlich und hat im Gegensatz zu den ganzen chemischen Mittelchen keine nennenswerten Nebenwirkungen (sofern man es nicht vollkommen übertreibt mit der Dosierung). Allerdings kennt und verschreibt das nicht jeder Arzt - einfach mal versuchen..... Zweiter Nachteil wäre, dass die Krankenkasse es nicht ohne weiteres zahlt. Ne gute Info Seite dazu: http://www.strophantus.de/

28.02.2018 11:15 • #8


Skeletor
Zitat von squashplayer:
Zu Lyrica:
Hatte mit meinem Arzt mal darüber gesprochen. Er meinte, das wäre nicht angezeigt bei Angststörungen, auch wenn man in Foren immer mal jemand sehen würde, der das bekommt. Habe auch gelesen, es kann zu starken Entzugserscheinungen führen. Ich glaube, er würde mir das einfach nicht verschreiben.


"Pregabalin ist ein Wirkstoff aus der Gruppe der Antiepileptika, der zur Behandlung von Nervenschmerzen, einer Epilepsie und generalisierten Angststörungen eingesetzt wird. Die Effekte beruhen auf der Senkung der neuronalen Erregbarkeit." - Quelle: http://www.pharmawiki.ch/wiki/index.php?wiki=Pregabalin

"Pregabalin ist ein Arzneistoff aus der Gruppe der Antikonvulsiva. Zugelassen ist es EU-weit seit 2004 zur Behandlung von neuropathischen Schmerzen, der Epilepsie sowie der generalisierten Angststörung (GAS)." - Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Pregabalin

"Pregabalin wurde in 6 kontrollierten Studien über einen Zeitraum von 4 bis 6 Wochen sowie in einer 8-wöchigen Studie mit älteren Patienten und in einer Langzeitstudie zur Rückfallprävention mit einer doppelblinden Rückfallpräventionsphase von 6 Monaten untersucht. Eine Besserung der Symptome von generalisierten Angststörungen gemäß der Hamilton-Angst-Skala (HAM-A) wurde innerhalb der 1. Woche beobachtet. In kontrollierten klinischen Studien über 4 bis 8 Wochen zeigten 52 % der mit Pregabalin behandelten Patienten und 38 % der Patienten unter Placebo eine im Vergleich zu den Ausgangswerten mindestens 50%ige Verbesserung des HAM-A-Gesamt-Scores.[13]" - Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Pregabalin

28.02.2018 16:23 • #9


squashplayer
@skeletor: Ja ich hatte eigentlich auch eher positives über Lyrica gelesen, aber mein Arzt scheint eher anders zu denken. Vielleicht sollte ich nochmal mit ihm sprechen!

28.02.2018 16:52 • x 1 #10


Skeletor
Zitat von squashplayer:
@skeletor: Ja ich hatte eigentlich auch eher positives über Lyrica gelesen, aber mein Arzt scheint eher anders zu denken. Vielleicht sollte ich nochmal mit ihm sprechen!

Ich bin ja viel auf SocialAnxietySupport unterwegs, wo die ganzen schweren Angstfälle unterwegs sind, und die sind regelrecht begeistert von Pregabalin ("Lyrica") und preisen es als gute deutlich weniger abhängigmachende Benzo-Alternative an... Ich habe es noch nicht ausprobiert, bin aber auch dabei meinen Arzt zu beschnacken

28.02.2018 19:17 • #11


Also von 150 mg hab ich wenig gemerkt

28.02.2018 19:23 • #12


Skeletor
Für Ängste sollten es 300mg Pregabalin sein. 150mg was für die meisten @socialanxietysupport ebenfalls enttäuschend.

28.02.2018 20:17 • #13


squashplayer
Ja aber wer verschreibt einem das Zeug? Mein "Facharzt für Psychosomatik" nicht. Meine Hausärztin wohl auch nicht, die ja der Meinung ist "Die Pille, die sie suchen, gibt es nicht!"

Also woher nehmen....

28.02.2018 21:05 • #14


Morlin
Ein Betablocker kann den Herzschlag beruhigen, das heißt der Puls ist nicht mehr so hoch. Mir hilft es schon habe es nach einer Herzklappen Op bekommen. Es hilft mir aber auch bei dem durch die Ängst erhöhten Puls. Es beruhigt mich eher. Gerade bei Prüfungsangst nehmen einige Betablocker.

28.02.2018 21:20 • #15


Skeletor
Zitat von squashplayer:
Ja aber wer verschreibt einem das Zeug? Mein "Facharzt für Psychosomatik" nicht. Meine Hausärztin wohl auch nicht, die ja der Meinung ist "Die Pille, die sie suchen, gibt es nicht!"

Also woher nehmen....

Solange nerven bis er oder sie es verschreibt

EDIT: Sag, Du hast dich ausgiebig informiert und denkst, dieses Medikament könnte dir helfen...

28.02.2018 23:26 • x 2 #16


Wobei ich das medi von den Nebenwirkungen auch weniger interessant finde

01.03.2018 20:05 • #17


Gerd1965
Mit Lyrica würde ich da etwas vorsichtig sein, ich hatte gegen meine Polyneuropathie Schmerzen täglich 600 mg zu mir genommen, hatte überhaupt keine Probleme damit, kenne aber Fälle die das Runterdosieren nicht schaffen, geschweige denn das Ausschleichen.
Habe schon mal einen Bericht gelesen, der eine gewisse Abhängigkeit bei Pregabalin beschrieb. Finde auch, dass man mit einem milden Betablocker einen Versuch starten sollte.
ZB. mit Metoprolol

01.03.2018 20:14 • #18


Ich selbst nehme seit einem guten halben Jahr Betablocker aufgrund meiner Tachykardie. Man fand keine Körperliche Ursache und geht von Stress,Psyche aus. Ich nehme morgens eine Tablette Metoprolol 47.5mg Retard. Das hilft sehr gut. Habe von Grund auf einen eher niedrigen Blutdruck. Der sank natürlich geringfügig weiter runter, aber wirklich nur bedingt.
Insgesamt geht es mir besser, obwohl ich eigentlich nicht gerne Medis nehme.

10.03.2018 15:54 • x 1 #19


squashplayer
Mein Arzt hat mir jetzt Lyrica verschrieben. Bei Lektüre der Nebenwirkungen habe ich aber gedacht: Alter Schwede...die Tabletten habe ich hier liegen, aber ich traue mich nicht sie zu nehmen!

13.03.2018 14:01 • #20




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Univ.-Prof. Dr. Jürgen Margraf