10.11.2011 09:19 • 22.01.2020 #1


6 Antworten ↓


Ich bin auch seit August krankgeschrieben und mache seit 2 Wochen Wiedereingliederung. Für mich läuft es bis jetzt gut, da ich ja ohne Angabe von Gründen abbrechen könnte.
Diesmal war ich aber 8 Wochen in der Psychologie-Klinik.
Aber das letzte Mal, musste ich auch nach ein paar Gesprächen Psychiater und mit Mirtazapin wieder arbeiten gehen. Das war nicht ohne.

Da du ja noch keine richtige Therapie gemacht hast, ist das aus meiner langjährigen Krankheitserfahrung nicht gut, wenn du wieder arbeiten gehst. Das Problem ist ja nicht gelöst und da du ja dann auch noch unter den funktionieren Druck gestellt wirst, ist der nächste Ausfall vorprogrammiert.
Ich hatte dann 25 Sitzungen und bin trotzdem wieder sehr krank geworden, gerade da ich den gleichen Druck wieder nachgegeben hatte.
Viel Kraft wünsche ich dir

13.11.2011 17:43 • #2



Hallo Diabolo777,

Angst vor Wiedereingliederung

x 3#3


Was könnte die Angst auslösen dem Job?

16.11.2011 00:54 • #3


22.01.2020 14:29 • #4


Herzenswaerme
Vielleicht verstehe ich es jetzt nicht richtig aber ist das nicht ein Widerspruch in sich, dass einerseits eine ArbeitsUNFÄHIGKEIT festgestellt wird und anderseits eine Wiedereingliederung eingeleitet wird?
Hmm. Leider kann ich Dir dazu nichts sagen aber vielleicht tröstet es Dich ja, dass die Psychologen wohl allgemein eine Art Scheu davor haben, sich deutlich zu solchen Dingen zu äußern. Es ging mir nicht anders und ich bin schon sehr gespannt, was das nächste Verfahren mit sich bringt.
Ich denke, dass Du noch im KG-Bezug bist. Da kommt eine solche Wiedereingliederung oft in diesem Zeitraum, da Du ansonsten Hartz-IV erhalten würdest oder? Solltest Du es nicht schaffen, steht Dir ohnehin danach noch alles "frei", sprich, dass Du die Wiedereingliederung immer noch abbrechen kannst.

Obwohl ich persönlich ein solches Verfahren nicht durchlaufen habe, habe ich genauso große Angst wie Du, da es mir ebenfalls entsprechend "schlecht" geht, obwohl ich mich schon während der ambulanten Therapie "erholt" habe und es nach wie vor tue. Wenn es einem schlecht geht, ist eine solche ambulante Therapie sehr viel wert. Allerdings sitzt man auf "glühenden Kohlen", weil man nicht weiß, wie es weitergehen soll.
Ich zum Beispiel habe Angst vor der Zukunft. Du auch? Es ist zwar schön, dass es Geldbezüge dieser Art gibt - Krankengeld etc. - aber irgendwann wird man auch mal alt und dann? - Darüber denke ich ständig nach, weil ich wahnsinnige Angst davor habe, was einmal mit mir sein wird, wenn ich soweit gekommen bin -. ich möchte nicht im Alter Hartz-IV-Empfängerin sein, verstehst Du. Ich erlaube mir an dieser Stelle nicht, Deine Situation zu beurteilen aber all diese Institutionen sind auch dazu da, um Dich genau davor zu schützen. Wenn Du nicht arbeiten kannst, fällst Du höchstwahrscheinlich irgendwann mal in Altersarmut, aufgrund fehlender Rentenanwartschaften, das heißt, so eine Wiedereingliederung kann auch eine große Chance für Dich sein. Wenn es aber nicht klappt, dann ist das so. Du hast es zumindest versucht. Das Krankengeld läuft nicht "ewig" aber ich denke, das weißt Du schon längst. Sollte es Dir dann immer noch so schlecht gehen und die Wiedereingliederung gescheitert sein, bleibt nur noch der Rentenantrag. Wie es ggf. das Arbeitsamt in einem solchen Fall behandeln würde, weiß ich leider nicht, da ich dort noch nie war.

22.01.2020 15:20 • x 1 #5


Hallo
Ich hatte damals, nach 1 Jahr Krankheit, Wiedereingliederung beantragt. Dieses wurde ohne Begründung abgelehnt, was eigentlich ungesetzlich ist. Dann wurde ich erst richtig depressiv, weil dann noch die Existenzangst dazu kam. Um nicht in Hartz 4 zu fallen, hab ich mich gesundschreiben lassen und hab mich beim Arbeitgeber ohne Wiedereingliederung arbeitsfähig gemeldet. Immer hin hatte ich ja noch einen gültigen Arbeitsvertrag. Natürlich hatte ich auch Angst vor dieser Herausforderung. Irgendwie kam ich mir auch etwas komisch vor. Doch nach einigen Tagen war die Angst weg. Ich weis aber auch, dass das nicht jeder schaft. Aber was ist die Alternative ? Ohne Arbeit kannst du noch depressiver werden, weil dann noch die Existenzangst dazu kommt. Ich weis, es ist nicht einfach. Manchmal frage ich mich auch, wie ich das alles geschafft habe. Aber ich habe es halt versucht. Eigentlich kann man nur gewinnen. Mir geht es jetzt wieder gut und weil ich meine Existenz gesichert habe.

Gruß
win10

22.01.2020 15:54 • x 1 #6


Vielen Dank ihr Lieben.

Ich muss sagen, dass ich was meine Existenz angeht relativ abgesichert bin, weil ich Beamtin bin. Allerdings ist der Gedanke, wenn man so lange krank ist, natürlich auch der, ob nicht bald versucht wird mich in Pension zu schicken.

Schon klar, ich stehe dann immer noch besser da, als manch anderer. Aber ich bin noch sehr jung, habe einen Hauskredit usw.

.. Der Widerspruch an sich ist da, das ist ja auch das, was es mir schwer macht eine Entscheidung zu treffen. Wollen nein, sollen ja, können ich weiß es nicht.

Ich war bisher sehr sehr leistungsorientiert, was mich auch krank gemacht hat. Dementsprechend befürchte ich, dass wenn ich die Wiedereingliederung nicht schaffe, wieder tief falle

@win10 : danke, schön zu hören, dass du es trotzdem direktem Einstieg in Vollzeit geschafft hast! Das lässt einen hoffen, dass man das zumindest mit Wiedereingliederung auch schaffen könnte. Aber klar, jeder ist anders.

22.01.2020 16:31 • #7




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