matzl01
Hallo,

ich bin Bj. 66, verheiratet, 1 Kind und hatte vor 20 Jahren die "blöden" Angstzustände schon einmal.

Ich war über 15 Jahre ohne Angst- und Panikstörung (selbst der Felbertauerntunnel war kein Problem), aber leider sind diese nun aufgrund eines Burnout wieder zurück gekommen.

Mitten auf der Autobahn durch Terminstress schwarz vor Augen, gerade noch von der Autobahn gefahren, Rettungswagen und seit diesem Moment geht alleine Autofahren so gut wie nicht mehr. Bei Fahrten mit Begleitung oder als Beifahrer habe ich so gut wie keine größeren Probleme.

Zusätzliche Probleme mit Magen, Herz- und Kreuzschmerzen, hohen Blutdruck und plötzlich auftretender Müdigkeit und natürlich Angst und Panik.

6 Wochen Klinik haben mich zwar wieder etwas zurecht gerückt aber in den Griff bekommen habe ich die Angst noch lange nicht. Z.Zt. läuft die Wiedereingliederung (1/4 Jahr mit 2 / 4 / 6 Stunden) welche in einer Woche zu Ende ist und dann wieder in Vollgas übergehen soll.

Die Wiedereingliederung funktioniert in meinen Augen ganz gut, allerdings gibt es bei Angstzuständen halt auch einmal Rückschläge welche dann gleich extreme Reaktionen in der Firma nach sich ziehen. Du kannst jetzt nicht ehr gehen …..

Ich bin gerade am Überlegen wie ich damit umgehen soll, da ich merke das ich wieder in die alten Muster mit - Hauptsächlich die Arbeit klappt, den Rest kannst du dann ausruhen - übergehe.

Zeit oder besser gesagt Kraft und Lust zum fahren üben, Sport oder allem anderen was mir gut tun soll sind nach 6 Std. Arbeit wenig vorhanden.

Aufgeben gibt es bei mir nicht, darum möchte ich auf gar keinen Fall die Wiedereingliederung abbrechen, allerdings sind 8 - 10 Std. arbeiten im Moment sicher nicht machbar. Nun bin ich am Überlegen ob man die Wiedereingl. evtl. noch einmal Verlängern kann oder welche anderen Möglichkeiten ich habe.

So, das war es erst einmal.

Liebe Grüße

23.03.2014 12:27 • 23.03.2014 #1


5 Antworten ↓


Hallo Willkommen hier bei uns Matzl01,

Schön das du schon positive Erfahrungen mit dem Klinikaufenthalt gemacht hast.

Das mit der Änderung der Stundenanzahl musst du vermutlich nochmal mit deinem Arzt besprechen
Es ist schon wichtig das du es Piano angehst und dir die Zeiten für die Trainigs und Entspannungübungen aber auch für Belohnungen nimmst.

Klar muss man sehen das man wieder ins Arbeitsleben zurück kommt...aber wenn zu schnell..
Wer hat etwas davon ? Du nicht...deine Gesundheit leidet....Deine Familie leidet....da du zu ausgelaugt bist
Und dann wenig Kraft für die schönen Dinge findest...Und dein Arbeitgeber nicht...
Weil du dann wieder längrfristig ausfällst.

Also hab Mut und versuche noch mal nen kleinen Schritt zurück...Deine Gesundheit ist nicht ersetzbar..
aBer wenn man gar nicht mehr kann.. ist dein Arbeitsplatz ganz schnell wieder besetzt.

Viel Erfolg
Bleeny

23.03.2014 12:38 • #2


matzl01
Hallo bleeny,

vielen Dank für die lieben Worte.

Leider ist das alles nach einem 3/4 Jahr Krankheit nicht so einfach.

Nicht nur das ich mich selbst Frage warum das alles nicht einfacher geht - schließlich habe ich das ja schon mal geschaft -,
natürlich fehlt irgendwann die Geduld bei einem Arbeitgeber und außerdem fehlt bei dem Krankengeld auch noch einiges
wenn man eine Familie ernähren und ein Haus bezahlen muss.

Viel einfacher wäre es natürlich, wenn es immer nur Aufwärts und nicht teilweise extrem Rückwärts gehen würde

Aber alles wird Gut, aufgeben zählt nicht!

23.03.2014 13:14 • #3


Dein Avatar ist echt gut und spiegelt sovieles wieder wie man sich fühlt
nämlich gefangen zu sein aber das schöne draussen alles sehen zu können
es scheint so nah und doch oft soweit fern.

Übrigens dein Blog gefällt mir gut nur fehlt dir dort bestimmt eher der Austausch mit
Gleichgesinnten.

Ich habe meine Angsterkrankung auch schon mal überwunden und nach einem bzw. Mehreren Stressauslösern kam es wieder.

Aber diesmal wusste ich schneller wie ich es angehen muss und suchte mir gleich einen privaten Therapeuthen weil auf die der gesetzlichen Kassen warten man ewig. Das wollte ich nicht.

Bei mir fing es im Febr.2013 wieder an also jetzt schon ein Jahr aber es klappt zunehmend besser.
Noch nicht alles aber ich trainiere fleisig weiter auf Medis habe ich verzichtet, hchstens mal was aus der Hömiopathie da mir klar war das dies nur ne kurzfristige Lösung sein kann aber nicht wirklich dem Heilungsprozess hilft.

Es sind ja Urinstinkte die da hochkommen nur das sie jetzt irrational bei Dingen passieren die in unserer Zeit nicht wirklich gefährlich sind dies müssen wir unserem Gehirn wieder beibringen.

LG bleeny

23.03.2014 13:46 • #4


matzl01
Hallo,

ich hoffe das man hier bei der Einführung überhaupt so viel schreiben darf

1. Avatar habe ich lange gesucht aber als ich ihn sa wuste ich das ist es.
2. Den Blog habe ich eigentlich einmal als eine Art Tagebuch für mich gesehen um aufzuschreiben wie es vorwärts oder rückwärts geht.
Man vergisst, bei Angst, recht schnell die Erfolge aber die Misserfolge brennen sich ins Gedächtnis ein. Das war die Entstehung des Blogs.
3. Dummerweise habe ich so gut wie keine Ahnung mehr wie ich damals die Angst besiegt habe, ich weis nur das es über 5 Jahre gedauert hat,
ich habe in der Zeit meine Frau gefunden, geheiratet und dann wurde meine Frau schwanger. Dies war der Auslöser sofort die Angst nicht mehr ernst zu nehmen.
Ich habe innerhalb von 2 Wochen erstens für mich festgelegt mein Kind sieht mich nie mit Angst, ein Haus gekauft und einen Baum gepflanzt.
Kling jetzt evtl. blöd aber war so. Ab diesem Zeitpunkt war die Angst zwar noch da, aber nicht mehr wichtig!
4. Klinik und Psychotherapie hatte ich Glück. Ich habe nie den Kontakt zu meinem Nervenarzt oder Psychologen verloren und außerdem habe ich einen guten Freund
der in eine Klinik arbeitet, somit hing der Klinikaufenthalt nur an der Krankenkasse, das Zimmer war innerhalb 2 Wochen frei.

Ich habe das Hauptproblem das ich gegen die Angst mit "aushalten" oder besser "akzeptieren" schon an komme, aber wenn ich das übertreibe und nicht rechtzeitig STOP sage mir das Burnout mit extremer Müdigkeit zeigt das es jetzt sofort reicht.
Was mich auch noch nervt ist das ich extrem auf Verletzungen und Angriffe gegen mich reagiere. Das muss noch nicht mal bös gemeint sein, mein Körper merkt im Moment sofort wenn im etwas nicht gefällt. Dies ist unter Stress im Büro manchmal extrem schwierig.

Manchmal frag ich mich ob ich mir nicht mehr Zeit hätte geben sollen, allerdings war und ist auf der Arbeit so viel los das ich dort gebraucht werde.
Dies ist ja auch was gutes

23.03.2014 14:08 • #5


Ja bei das mit dem Tagebuch ist immer gut bei mir ist es dann eher
das Gedichte schreiben was ich hier unger meinem Alten Nick cooky45 getan habe
sowie das malen und nähen.

Klar steht man auch unter Druck wenn man Haus und Familie hat ich selbst
bekomme jetzt auch seit einem Jahr Krankengeld aber eigentlich will ich das auch nicht sondern
unabhängig sein.

Schön ist aber zu höhren das dein Familieres Umfeld dich unterstützt.

VErsuche weiter deine Trainings zu machen und auf deine Signale zu höhren das ist auf jeden Fall der richtige Weg.

23.03.2014 14:21 • #6




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