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Cassiopeia

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Hallöchen zusammen,

befinde mich seit einer Woche in einer psychosomatischen Reha. Ich habe sie selbst beantragt in November als es mir noch richtig schlecht ging ich Depp grrr. Es ging mir Zuhause immer besser, mache ambulante Psychotherapie, viel Sport und so wenig Vermeidung wie möglich. Nun hier: der Schwindel ist wieder da, das Herz klopft wie wild, ich fühle mich gestreßt, nicht wohl, kenne das alles schon. Das Gras wächst eben nicht schneller, wenn man dran zieht. Ich habe das Gefühl, dass ich so richtig jetzt wieder in das Gefühl komme: mit mir stimmt was nicht, weil mir überall suggeriert wird, dass ich mich verändern muß.

Wenn ein "normaler" Mensch sagt: ich mag die Musik nicht und dies und jenes mag ich, aber dieses so gar nicht, dann ist das gut, bist Du in so einer Einrichtung und sagst bei der Tanztherapie, dass Pop Musik nichts ist, wo ich mich entfalten kann...dann ist das ein Grund drüber nachzudenken, was denn mit mir nicht richtig ist....das will ich alles nicht mehr.

Ach weh, ich hoffe ich kann abbrechen, sonst komme ich hier schlimmer raus als ich rein kam. Das war auch der Fall in der psychosomatischen Klinik.

Kennt es Jemand auch solche Verschlechterungen?

16.04.2019 14:17 • 16.04.2019 #1


4 Antworten ↓


Wollpert03


Gibt es in der Reha Therapie-Angebote die nützlich für dich sind?
Würde an deiner Stelle sagen, dass ich aus Tanztherapie raus möchte, falls dir das Angebot da nicht zusagt.

16.04.2019 14:49 • #2


la2la2

la2la2


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Zitat von Cassiopeia:
Wenn ein "normaler" Mensch sagt: ich mag die Musik nicht und dies und jenes mag ich, aber dieses so gar nicht, dann ist das gut, bist Du in so einer Einrichtung und sagst bei der Tanztherapie, dass Pop Musik nichts ist, wo ich mich entfalten kann...dann ist das ein Grund drüber nachzudenken, was denn mit mir nicht richtig ist....das will ich alles nicht mehr.

Dann nutze die "Therapie" doch dazu, dass du lernst den Mund aufzumachen. Gib halt mal Contra. In dem Beispiel: "Genauso wie ich akzeptieren muss, dass sie Schlager, Klassik, Klaviermusik oder irgendwas anderes nicht mögen, müssen sie halt akzeptieren, dass Pop Musik für mich nichts ist".

Zitat von Cassiopeia:
Ach weh, ich hoffe ich kann abbrechen, sonst komme ich hier schlimmer raus als ich rein kam. Das war auch der Fall in der psychosomatischen Klinik.

Wie ist denn deine Situation?
Hat deine Krankenkasse dich zur Reha gezwungen? Möchtest du ne "Rente" beantragen oder hast du vielleicht sogar nen Job, den du derzeit wegen der Reha nicht machst?
Zwingen kann dich eh keiner - schlimmstenfalls gibts halt dann keine BU-Rente oder die Krankenkasse macht ein Theater, wenn sie dich zur Reha gezwungen hat....

16.04.2019 15:03 • #3


Cassiopeia

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Ich habe die Reha in November selbst beantragt ganz aus eigenem Antrieb. Damals dachte ich noch, dass ich ambulant nicht so weit voran komme. Aber das Gegenteil war der Fall, ich komme sehr gut Zuhause voran. Mein Blickwinkel hat sich langsam verändert, ich fühlte mich nicht mehr nur krank, sondern immer normaler. Habe viele Expositionen gemacht und was man alles so macht.

Ich bin AU , habe einen Job. Meine Chefin hat mir jetzt einen Auflösungsvertrag angeboten. Ich fühle mich noch nicht arbeitsfähig, aber wenn ich mir die Entwicklung aus der Angst heraus anschaue dann denke ich, dass ich im September/Oktober soweit bin, dass ich arbeiten kann. Bin schon dabei mich zu bewerben.

Hier bin ich wieder voll in der Angst, somatisiere total, die Krankheitsängste sind da....weil ich hier bin und hier irgendwie so ein Schubladendenken herrscht, dass ich immer mehr wieder in das Angst Thema komme und in das Gefühl ich wäre krank.

Ich hatte auch kaum noch mit Freunden über die Krankheit oder die Symptome gesprochen. Meine Gedanken fingen an sich anderen Themen zuzuwenden.

Morgen auf meinem Plan: Test zur geistigen Leistungsfähigkeit....das nervt mich wieder. Ich will mich nicht testen lassen, habe da wirklich einen Widerstand. Ich möchte gefragt werden, wie ich mich fühle und wie ich mich einschätze in meinen Fähigkeiten.

Na ja ihr sieht, ich rege mich auf, auch über meine Doofheit selbst auf die Idee gekommen zu sein eine Reha machen zu wollen.

Ich werde den Mund aufmachen ja! Habe damit auch schon angefangen und ich muß sagen: es macht mir Spaß, ich fühle meine wilde, freie Seite.

Wir sind nämlich alle ganz normale Menschen mit Schwierigkeiten ja aber mit vielen Anteilen, die funktionieren!

Morgen kann mein Therapeut hier direkt mal meine Meinung hören. Freue mich schon drauf!

Viele Grüße und Gute N8

16.04.2019 19:52 • x 1 #4


Wollpert03


Wenn du das alles so negativ siehst, dann stehst du dir selbst im Weg bei der Therapie.
Schade drum.

16.04.2019 20:01 • #5



Univ.-Prof. Dr. Jürgen Margraf


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