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B
erstmal ein fröhliches hallo zusammen. seit einem jahr bin ich wöchentlich in tiefenpsycholgischer behandlung. die entscheidung endlich eine therapie zu beginnen war längst überfällig. doch ich konnte zuvor immer wieder meine problematik kompensieren. erst als ich selbst meine taktik durchschaute und dementsprechende schritte einleitete stieg der leidensdruck schnell an. so gelang mir der erste entscheidende schritt. das war vor einem jahr. in dieser zeit hat sich viel bewegt. heute habe ich den termin für meinen ersten stationären aufenthalt telefonisch mitgeteilt bekommen. weiter habe ich die diagnose einer selbstunsicher-vermeidenden persönlichkeitsstörung vor einiger zeit erhalten. durch zufall bin ich auf dieses forum gestoßen, beiträge haben mich berührt und so habe ich beschlossen, so gut es eben geht, mich heute hier vorzustellen. ich habe große angst den klinikaufenthalt nicht anzutreten. die chancen stehen so um die 50%. ich könnte mir das nicht verzeihen. damit ich das irgendwie hinbekomme und durchstehen kann hilft es mir vielleicht dieses forum als begleiter zu haben. so das wars mal für den anfang. sicher füge ich mit der zeit auch mehr persönliches hinzu. nur das braucht etwas zeit... beste grüße -bill-

23.03.2010 17:30 • 01.07.2011 #1


46 Antworten ↓


P
Hi Bill!
Schön, dass Du hier bist.
Na, das find ich jetzt mal klasse, dass Du Deine Probleme so mutig angehst.

23.03.2010 17:33 • #2


A


Tiefenpsychologische Behandlung wöchentlich - Erfahrung

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B
dank dir, pax! letztlich hat mich die suche im netz, meine diagnose besser zu verstehen zu dem strang von gahan geführt. die art und weise eures umgangs hat mir gefallen und auch mut gemacht mich hier anzumelden. ich werde versuchen mich hier mehr einzubringen. aber zuerst muß ich mir mal etwas überblick verschaffen...

23.03.2010 19:57 • #3


P

Das mach mal, und Gahan wird sich sicher auch über Deine Antwort freuen.

23.03.2010 19:59 • #4


P
Zitat:
aber zuerst muß ich mir mal etwas überblick verschaffen

und was macht Dein Überblick bill

25.03.2010 01:29 • #5


B
ehrlich gesagt hat der überblick, neben all den sehr interessanten aspekten genau das ausgelöst was er so oft tut. rückzug... es fällt mir sehr schwer hier etwas zu schreiben. vielleicht auch gerade deswegen weil ich angst davor habe mit wahrheiten konfrontiert zu werden für die ich mich zu schwach fühle. auch die angst vor ablehnung spielt da immer eine große rolle. ich weiß, dass dies unschöne varianten von widerstand sind. mein klinikaufenthalt rückt die tage unaufhaltsam näher. gestern wollte ich zum arzt und mir beruhigungstabletten (nur für die fahrt) verschreiben lassen und habe es nicht geschafft. jetzt gleich werde ich einen erneuten anlauf versuchen. das gefühl wegen der klinik ist doch sehr ambivalent. theoretisch weiß man wie wichtig das für einen ist. manchmal spürt man sogar eine winzig kleine freude/neugier beim gedanken daran aufkommen. doch langsam aber sicher schaltet sich die angstautomatiksteuerung ein... diese abzuwehren kostet ziemlich viel kraft. ein lieber gruß -bill-

26.03.2010 08:55 • #6


P
Bill, kann Dich jemand in die Klinik begleiten?
Rückzugsgedanken? Hier brauchst Du doch keine Angst haben. Selbst wenn mal was ungutes kommen sollte, es gibt iimmer viele, die dir helfen wollen

26.03.2010 09:13 • #7


B
@pax: zum glück muß ich den weg nicht alleine bewältigen. zu den rückzugsgedanken: in guten zeiten weiß ich das ja auch...
ich war gerade beim arzt und der hat mir tavor aufgeschrieben. ich hab ihm noch einen zettel mitgebracht auf dem eine freundin mir grobe hinweise der wirkstoffe betreffend gemacht hat. ich habe sie um rat gebeten. wörtlich kommentierte er den zettel mit die superschlauen brauchen wir hier nicht. ich versuchte ihm zu erklären, dass es einfach nur ein nett gedachter hinweis war... die rezeptabholung danach war dann wohl des guten zuviel. die apothekerin war eigentlich sehr nett, zu nett, da sie ein referat über tavor in der vollen apotheke hielt. 2 minuten konnte ich ihren vortrag auch standhalten doch dann purzelten die ersten schweißperlen runter und die sache wurde doch sehr brenzlig. mein schweiß schien sie aber eher zu motivieren... sie wollte nicht zu ende kommen. trotzdem geschafft. puuh.

26.03.2010 13:46 • #8


P
Zitat:
schien sie aber eher zu motivieren..

Ja, und mit Humor geht es auch gleich um einiges besser.

26.03.2010 13:54 • #9


B
ja, das soll auch nicht lächerlich klingen. bestimmt nicht, jedoch bringt es in all diese ausweglosen und ernsten situationen etwas farbe rein. jetzt kann ich auch sagen, dass ich schon sehr grinsen musste als ich den threadtitel hallo ich bin auch ein neuer fürchti gelesen habe. das ist so eine art humor die mir trost spendet...

27.03.2010 17:16 • #10


P
Und dass es ganz viele Menschen gibt, die sich fürchten.
Man ist damit nicht alleine.

27.03.2010 18:40 • #11


G
Hallo bill,




ich habe mir Dein Thread einmal ganz genau durch gelesen, und vieles könnte auch von mir persönlich stammen.
Ich habe auch eine sehr große Angst vor einem Klinik Aufenthalt.
Was mir am meisten immer Angst macht, ist immer diese Ungewissheit, an welch einen Menschen man gerät.
Hoffentlich, stimmt die Chemie und auch die Wellenlänge zwischen dem Psychiater und mir ?
Hoffentlich, komme ich mit den anderen Patienten aus, und daß Heimweh übermannt mich auch immer wieder.
In einem fremden Raum zu schlafen, mit einer fremden Person da drinne, ist für mich auch der Horror schlecht hin.
Aber wiederum machen mir diese Gefühle wie, Scham, Pein, Blamage, Verlegenheit, sich verlassen, einsam, hilflos, ausgeliefert, haltlos fühlen,..u.v.m.............mir so zu schaffen, sodaß es für mich zur Qual wird, unter
normalen Menschen Leben zu können.
Zukunftsangst, Perspektivlosigkeit, und auch Einsamkeit sind dann natürlich,
die Konsequenzen, die diese Geschichte nun zwangsläufig mit sich zieht.



LG Gahan

27.03.2010 23:13 • #12


B
danke gahan und pax für eure zeilen. das hat mir sehr viel bedeutet.
@gahan: trotz allen ängsten ist dieser schritt für uns existenziell und auch wenn einiges nicht so seín wird wie wir uns das wünschen wird die klinik helfen, die ängste nach und nach in den griff zu bekommen und (vielleicht) endlich ein lebenswerteres leben zu leben. wenn du an dieser schwelle stehst (oder an einer anderen) kannst dir sicher sein, dass du nicht alleine bist...
tictac macht die uhr. um 8.00 uhr morgens geht der zug. ich werde eine tavor nehmen und mich innerlich zu einem kampfhund verwandeln. das mach ich oft in solchen sitúationen. wie gerne würde ich ein freundlicheres tier sein. aber dieser häßliche, muskulöse köter hat mir schon paar mal in solchen momenten geholfen.
ich werde euch schreiben ob das geklappt hat mit der aufnahme...
bis dahin allen die das lesen einen sorgenfreien sonntag.

there is a light that never goes out -bill-

28.03.2010 13:28 • #13


P
Zitat:
und mich innerlich zu einem kampfhund verwandeln.

Bill, das ist ja klasse. Dieser Satz hat mich jetzt im wahrsten Sinne tierisch gefreut.

Es ist eine gute Idee, wenn Du hier schreibst, wie es Dir in der Klinik geht.
Ich werde versuchen da zu sein. OK?

Du schaffst das, viel Glück dabei.

28.03.2010 14:14 • #14


G
Hallo bill,



Du wirst das eher schaffen als ich, weil Du ein Psychopharmaka ein nimmst.
So etwas habe ich leider nicht.
Aber die Psychatrie ist leider, eine Institution, die rein auf die ( Schulmedizin ) abgestimmt ist.
Ich würde gerne in eine Klinik gehen, wo die Ansätze der Alternativen Medizin geboten wären.
Es gibt ja auch Heilpraktiker, mit Psychoterapheutischer Ausbildung.
Denn die Alternative Medizin, ist oft für den menschlichen Körper besser zu verkraften.
Aber ich möchte nicht die Psychatrie, grundsätzlich tadeln oder in das Abseits stellen, es geht hier um die individuellen Möglichkeiten der Langzeitbehandlung, und der Körperlichen Komplikationen, die daraus erwachsen könnten.
Ich bin nicht der Auffassung nahe, daß die Lehrmedizin ( Schulmedizin )
schlecht ist, oder verdammt werden sollte, aber in gewissen Bereichen, sollte man doch, die Vorsicht walten lassen.



LG Gahan

28.03.2010 15:43 • #15


P
Zitat:
Denn die Alternative Medizin, ist oft für den menschlichen Körper besser zu verkraften.

Denkfehler Gahan.
Alles zu seiner Zeit.
Es heißt nicht auf lebenslang, und bis der Tod Euch scheidet.
Auch wichtig ist die Veränderung der Verhaltensmuster und die Veränderung der Denkweise.

28.03.2010 16:27 • #16


G
Hallo pax,




das ist aber alles ein kleines bischen zu pauschal gedacht.

Es gibt leider für gewisse, Morbiditäten keine endgültige Heilung, ADHS ist zum
Beispiel nicht heilbar.
Entnommen aus der Fachliteratur.



LG Gahan

28.03.2010 18:36 • #17

Sponsor-Mitgliedschaft

P
Zitat:
ADHS ist zum
Beispiel nicht heilbar.
Entnommen aus der Fachliteratur.

Gahan, bei Dir fehlt mir momentan der Kampfgeist.
Findest es besser alles so zu belassen wie es ist?
ADHS- es gibt Möglichkeiten.
Therapie, Kampfsportarten......
Du ergibst Dich grad zu sehr in Deinem Schicksal
Aber den ersten Schritt ins Forum hast getan, und Du willst Dich auseinandersetzen. das seh ich.
Bill ist einen Schritt weiter, und da kommst Du auch noch hin. Du solltest da bereit dazu sein. Das wird.

28.03.2010 19:14 • #18


G
Hallo pax,




ich muss mich doch sehr über Dich wundern, wenn der bill weiter ist als ich, dann ist das ja auch sein gutes Recht, aber ich habe da eben halt mein eigenes Tempo drauf.
Ich glaube ich verlasse dieses Thread, denn sonst gibt es hier noch Futterneid.
Ich bin eben auch nicht, des Grals letzter Hüter.



LG Gahan

28.03.2010 19:53 • #19


B
hmm, ich seh das mit weiter sein als relativ an. ich meine weiter sein drückt sich meiner meinung nicht immer in einer bestimmten therapieform oder bestimmten handlungen aus.
@gahan: mir fällt es leicht dir das zuzuflüstern was ich selbst ebenfalls nicht bzw sehr schlecht kann: aber vielleicht könnten wir beide versuchen nicht den rückwärtsgang einzulegen wenn es mal unterschiedliche meinungen gibt?
ich würde mir sehr wünschen, dass du diesen thread hier erhalten bleibst. er braucht dich!
deine meinung zur schulmedizin finde ich sehr richtig. das beruhigungsmittel ist auch das erste meines lebens und ich bin da auch sehr vorsichtig mit. es soll nur die therapieflucht verhindern. wichtiger als das therapieangebot sehe ich derzeit meine bereitschaft auf eine veränderung einlassen zu können.
sicher kann man seine probleme nicht einfach loswerden doch vielleicht kann man eines tages ein tänzchen mit seinen geistern wagen...
bis die tage!

28.03.2010 20:47 • #20


A


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Univ.-Prof. Dr. Jürgen Margraf