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Hallo,
ich leide unter einer ausgeprägten Angststörung mit psychosomatischen Beschwerden. Die letzten Monate hatte ich es alles ganz gut im Griff aber momentan geht bei mir gar nichts mehr. Mein Vermeidungsverhalten wird immer schlimmer und mein Therapeut und ich haben beide beschloßen, dass ein Klinikaufenthalt das einzig sinnvolle ist.
Die Klinik meiner Wahl sagt aber frühestens in 6 Wochen und dann 8 Wochen Behandlung. Dann fängt aber mein Semester wieder an und wenn ich nicht hingehe verliere ich meinen BaföG-Anspruch, ein Jahr Studienzeit( Nur Zulassungen zum Wintersemester) und stehe im Endeffekt mit nichts da. Keine Therapie würde auch eine Katastrophe auslösen. Ich verlasse jetzt schon kaum noch mein Zimmer. Die Ambulante Therapie greift nur wenig bei mir zur Zeit und in die Psychiatrie will ich auch nie wieder, das ist Massenruhigstellung ohne Therapie.
Weiß jemande eine Psychosomatische Klinik mit weniger als 6 Wochen Wartezeit? Oder Hat jemand eine Idee wie ich aus dieser auswegslosen Situation wiede rauskomme?
Ich kann mein Studium und das Bafög auf keinen Fall hinschmeißen, dann habe ich nichts mehr zum Leben. Ich bin völlig verzeifelt.

04.08.2010 11:56 • 10.08.2010 #1


5 Antworten ↓


Hey MrsDalloway,

leider kenne ich keine psychosomatische Klinik wo man relativ kurzfristig einen Platz bekommt. Aber ich hatte ein paar Gedanken, wie du evtl. das Bafög-Problem regeln kannst:

Kenn mich mit den Bafög-Richtlinien nicht so aus, da ich noch nie welches bekommen habe, aber ist es nicht möglich, dass du aufgrund von Krankheit ein Urlaubsemester einlegst? Das könnte dir dein Therapeut doch sicher bescheinigen. Es wäre so doch evtl. möglich das Bafög für ein Semester auszusetzen, du kannst in die Klinik und dich darauf konzentrieren wieder auf den Damm zu kommen und dein Studium danach weiter führen? Oder ist das zu naiv gedacht von mir? Ich weiß, dass der Bafög-Verein etwas schwerfällig ist und erst immer grundsätzlich dagegen entscheidet aber wenn es so ist, dass dir das Studium fachlich liegt und deine Probleme woanders her rühren, dann sollte doch eine Lösung des Problems möglich sein. Was ist mit Eltern, Familie, Freunden? Wissen die von deinen Problemen und können dich unterstützen? (Nicht in erster Linie finanziell sondern vor allem moralisch!) Warst du schon bei der Studienberatung deiner Uni/FH und hast dich dort beraten lassen? Möglicherweise kann dir auch der Asta weiter helfen in Bezug auf Bafög-Fragen oder sonstige Finanzierungsmöglichkeiten. Falls du dich nicht getraust alleine hin zu gehen, schreib ne E-Mail oder ruf an oder bitte am besten einen Menschen deines Vertrauens (evtl. deinen Therapeuten) dich zu begleiten! Mach nicht den Fehler wie ich und setz deine Gesundheit und somit auch deine Zukunft auf’s Spiel aus Angst davor, dass es sonst nicht mehr weiter geht. Es ist wichtig für dich, dass du deine Ängste in den Griff bekommst und wenn dir dabei die stationäre Therapie helfen kann setz alle Hebel in Bewegung und mach sie. Sonst schiebst du, wenn es dumm läuft, irgendwann das Studium immer mehr vor dir her und kommst damit auch nicht mehr zu Rande (spreche aus Erfahrung)! Geh am besten so schnell wie möglich zur Studienberatung und/oder zur Beratung des Asta und frag nach wie es sich mit Bafög verhält im Falle eines Urlaubssemesters aus Krankheitsgründen. Danach würde ich mit deinem Sachbearbeiter beim Bafög-Amt sprechen. Ich denke, dass schlimmste was passieren kann ist, dass dir gesagt wird, okay Bafög läuft weiter und du musst dir für das oder die Semester, die du evtl. die Regelstudienzeit überziehst, einen Studienkredit nehmen oder einen Nebenjob suchen. Das werden aber nicht so viele sein, wenn du dir jetzt die Zeit für dich nimmst und nach deiner Gesundheit schaust! Es gibt immer einen Weg! Und krank werden kann man immer, auch ein solcher Fall muss doch im Bafög berücksichtigt sein. Also keine Panik! Du packst das!


LG snapdragon

06.08.2010 14:24 • #2



Schnelle Aufnahme Psychosomatische Klinik

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Du kannst dir auch einen Notfall-Einweisung geben lassen. Die meisten psychosomischen Kliniken haben Notfallplätze und können dich dann sofort aufnehmen.

06.08.2010 16:20 • #3


Danke für eure Beiträge!
Akuteinweisung geht hier in den Kliniken zur Zeit nicht, die sind alle total überbelastet.
Ich hoffe jetzt einfach auf ein Wunder, dass die Wartezeit bei der Klinik nicht 6 sondern nur 3-4 Wochen dauert und dann würde das alles passen.
Plan B ist ambulantes Autogenes Training und weiterhin Therapie und versuchen Sport zu machen... Was bei einer Angst in Verbindung mit Extrasystolen echt nicht leicht ist.
Aber ich bin ein bisschen positiver als letzte Woche.
Nur Wochenenden sind blöd, da werde ich (durch fehlende soziale Einbindung) immer ein bisschen depressiv und weiß nicht, was ich den ganzen Tag machen soll...
Liebe Grüße,
MrsDalloway

07.08.2010 17:24 • #4


Du, ich hab mich im Januar auch selbst eingewiesen. Und wenn jemand psychiatrisch um Hilfe bittet dürfen sie ihn nicht wegschicken. Ich wurde auch aufgenommen .

Also in meiner Klinik wurde gesagt 6-12 Wochen. Da waren einige die weniger wollten, blieben dann aber doch, weil sie einfach die Zeit brauchten. Und Medikamente bekam man da nur auf eigenen Wunsch keiner wurde gegen seinen willen gedröhnt!

Alles Gute!

07.08.2010 17:39 • #5


wenn du als Notfall in die Klinik gehst, wirst du nicht weggeschickt!!Viel Glück

10.08.2010 08:06 • #6




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Univ.-Prof. Dr. Jürgen Margraf