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Kadam
Hallo zusammen

Ich hatte Anfang der Woche ein Gespräch bezüglich der stationären Aufnahme in einer psychosomatischen Klinik wegen meiner Angststörung. Da wurde mir nun mitgeteilt, dass ich keine Chance auf eine Aufnahme hätte, wenn ich aktuell nicht in ambulanter Therapie wäre. Meine Therapie ist im November letzten Jahres (nach 2 Jahren Therapie) geendet - im Internet findet man nun bei anderen Kliniken unterschiedliche Aussagen dazu, wie z.B. dass eine Therapie in den letzten 2 Jahren und zusätzlicher Empfehlung durch die Ärzte auch reichen würde. Ich bin normal gesetzlich versichert. Habt ihr da irgendwelche Erfahrungswerte?

30.08.2017 20:18 • 31.08.2017 #1


5 Antworten ↓


la2la2
Hey,
das liegt dann an den Ärzten in der Klinik, dass sie dich nicht aufnehmen wollen. Es gibt nur den Allgemeinen Grundsatz bei den Kassen: Ambulant vor stationär. Alles, was sich ambulant genauso regeln lässt, soll nicht stationär gemacht werden - egal ob Kardiologe, Urologe, Dermatologe oder Psychiater/Psychologe.

Zitat von Kadam:
Meine Therapie ist im November letzten Jahres (nach 2 Jahren Therapie) geendet

Dann frag mal bei deiner Krankenkasse, ob du jetzt wieder eine ambulante Therapie bezahlt bekommen würdest. Falls nicht, hast du ein super Argument für die Klinik, dass du garkeine ambulante Therapie machen kannst derzeit.

Theoretisch reicht ein Einweisungsschein vom Hausarzt. Auf dem muss irgendeine F-Diagnose stehen. Dann rufst du bei ner Klinik an und bekommst einen Termin.
Wenn du wirklich die Aufnahme willst, dann mach denen sehr deutlich, wie schlecht es geht. Die Überlegung ob das Leben in dem Zustand so noch Sinn macht, zieht immer. Es darf jedoch nur eine grobe Überlegung sein, da du sonst irgendwo in einer geschlossenen Station landen würdest.

30.08.2017 21:40 • x 1 #2



Aufnahme psychosomatische Klinik - Ablauf / Erfahrungen?

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Kadam
Vielen Dank für deine Antwort - nochmal um kurz dazu auszuholen - beim Gespräch wurde mir davon erstmal gar nichts gesagt. Zur Aufnahme wäre aber noch eine Absprache der Psychologin mit dem Oberärztin notwendig. Später wurde mir dann telefonisch mitgeteilt, dass die Krankenkasse das eben ablehnen würde, wenn ich nicht aktuell in Therapie wäre. Es wäre allerdings möglich, dass ich dort schnell eine ambulante Therapie anfange um dann stationär aufgenommen zu werden. Die schnelle Aufnahme für die ambulante Therapie würde aber im Rahmen einer Studie erfolgen, an der ich dann teilnehmen würde - hier bleibt genau so ein wenig mein Bedenken, weshalb ich auch diese Frage hier gestellt habe. Benötigen die eventuell Studienteilnehmer und ich passe da ins Schema rein und daher "drängen" sie mich dazu, das kombiniert zu machen? Naja, ich habe heute ein Informationsgespräch zu der Studie, da werde ich mir das mal anhören...

31.08.2017 08:21 • #3


la2la2
Zitat von Kadam:
Es wäre allerdings möglich, dass ich dort schnell eine ambulante Therapie anfange um dann stationär aufgenommen zu werden.

Dann ist doch alles gut.

Zitat von Kadam:
die ambulante Therapie würde aber im Rahmen einer Studie erfolgen, an der ich dann teilnehmen würde

Entscheidend ist, was es für eine Studie ist. Geht um eine psychologische Studie oder eine Studie in der Medikamente ausprobiert werden sollen? Bei bewährten Medikamenten (derzeit ist es im Trend Antibiotika etc. in Bezug auf Depressionen zu testen), kann nicht allzu viel schief gehen. Wenn aber Meidkamente getestet werden sollen, die noch garnicht zugelassen sind und erst wenige hundert Menschen ausprobiert haben: Finger weg. Das kann im schlimmsten Fall zu Langzeitschäden führen. Nicht ohne Grund werden Teilnehmer für Medikamenten Studien mit vier bis fünstelligen Summen angelockt.

Berichte mal bitte, was für eine Art Studie es ist.

31.08.2017 10:06 • #4


Kadam
Geht um eine rein psychologische Studie, bei der analytische gegen Verhaltenstherapie verglichen werden soll. Die Studie geht insgesamt über 6 Jahre um die Wirksamkeit langfristig vergleichen zu können (also auch wenn man nur 1 Jahr Therapie macht, wird nach 6 Jahren am Ende nochmal gefragt, wie es einem geht und man muss halt jährlich Bericht erstatten). An sich also keine so kritische Sache - mein Problem daran ist jetzt eher, dass die Therapieform zufällig vergeben wird. Da eine analytische Therapie sehr zeitaufwendig ist, da 3 Termine in der Woche stattfinden sollen, bin ich da aktuell sehr skeptisch, wie ich das als Vollzeit berufstätiger geregelt bekommen sollte. Daher werde ich das wohl eher ablehnen...

31.08.2017 15:53 • #5


la2la2
Nutze die Chance, es gibt keine bessere psychologische Betreuung als im Rahmen einer Studie.
Das ist eine einmalige Chance, da es auch intensiv validiert wird und bei Studien oft die besten Therapeuten mitmachen mit sehr viel Erfahrung und nicht irgendein Niedergelassener, der halt gerade freie Plätze hat

Sag denen einfach, wie deine Arbeitszeiten liegen und frage, ob dann trotzdem die Studie möglich ist.

31.08.2017 16:04 • x 1 #6




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