Zitat von Juli84: Bezüglich der psychoanalytischen Therapie würde ich mich freuen, wenn jemand berichten könnte, wie sie abgelaufen ist, ob nur in der Vergangenheit gewühlt wurde oder ob auch neue Bewertungen und ein besserer Umgang mit den Problemen und eventuell Verhaltensänderungen erarbeitet wurden und natürlich, ob diese Therapie erfolgreich war und ob derjenige diese Therapieform empfehlen würde.
Das ist bei mir schon über 10 Jahre her und ich weiß nicht, wie gut ich mich noch daran erinnern kann.
Mitunter spielt doch oft beides mit herein oder das eine löst das andere aus.
Bei mir ging es tatsächlich zurück bis zur Schwangerschaft meiner Mutter mit mir, der Geburt und der Zeit danach.
Vor allem auch deswegen, weil es meiner Mutter nicht gut ging...
Ich war dann auch jahrelang Bettnässer, hatte schon in der Grundschule Probleme in der Schule (ich kann das alles nicht)..
ich war auch immer eher ein Außenseiter, trug nicht die richtigen Klamotten, hatte nur doofe Sachen...und keinen coolen Schulranzen....also dieses Mobbing gabs auch schon vor 50 Jahren, wenn auch nicht ganz so schlimm und ohne Social Media.
Im Laufe der Therapie wurde auch vieles hinterfragt....WARUM manches damals so war, warum jemand sich so oder so verhalten hat...warum manches sich so oder so ereignet hat und nicht anders....UND was es mit mir gemacht hat.
Man muss nicht für alles und jeden Verständnis haben....was vielleicht falsch gelaufen ist oder einen bedrückt hat...
vieles lässt sich aber auch erklären (analysieren)
Wir alle werden durch unsere Eltern, Familie, soziales Umfeld, Bildungsstand usw. geprägt.
Das ist bei uns so...aber auch bei unseren Eltern....unseren Großeltern und Urgroßeltern.....usw.
Da kann man dann mal etwas genauer hinschauen....was man vielleicht verzeihen kann. Vergessen geht nicht. Verzeihen ja.
Man kann schauen, ob man sich aus alten angelernten Verhaltensweisen der Kindheit lösen kann....und wie.
Sicher ist es auch davon abhängig, wie der Therapeut oder Psychologe arbeitet und wie berufserfahren er ist.
Ich hatte zum Glück eine Ärztin für psychosomatische Medizin einige Jahre an meiner Seite.