Ich war gestern bei der Psychotherapeutin. Ich habe noch eine Probestunde. Wir haben uns über die Therapieform unterhalten, auch im Vergleich zur kognitiven Verhaltenstherapie.
Ich soll mal probieren auf der Couch zu liegen und sie sitzt neben mir und guckt mich nicht an und ich sehe sie nur von der Seite, so dass ich ihre Mimik nicht sehe und so von ihrer Mimik nicht beeinflusst werden kann. Aber wenn ich mich damit nicht wohl fühle, setzen wir uns wieder gegenüber in die Sessel.
Sie will viel mit mir im Dialog sein, Fragen stellen und auch etwas dazu sagen. Das ist mir auch sehr wichtig.
Sie meint, sie würde den Fokus auch viel auf Körperarbeit legen, also wie fühlt sich das, worüber ich grad rede, im Körper an. Sie hat auch gesagt, dass jede Zelle des Körpers alles speichert und wir müssen gucken, was alles bei mir gespeichert ist.
Sie meint, man analysiert, was man gemacht hat und wann man es schon mal in der Vergangenheit so gemacht hat, so dass ein Muster entstanden ist. Und da kommt man dann durch das warum oder so zu neuen Sichtweisen, aus denen sich dann von selbst neue Verhaltensweisen entwickeln.
Sie hat aber auch gesagt, dass es dauerhaft 2x pro Woche ist, nicht nur am Anfang und dass sich Erfolge nicht so schnell einstellen. Das kann Monate dauern.
Daher hat sie mir auch gesagt, dass es auch gut ist erstmal die Operation als definiertes Ereignis mit einer kognitiven Verhaltenstherapie zu bearbeiten, damit sich schnell ein Erfolg einstellt und es mir schon mal besser geht, und danach dann Psychoanalyse bei ihr zu machen.
Aber ich will zu keiner anderen und traue nur ihr zu mir helfen zu können.
Ich habe mir dann nochmal Bedenkzeit wegen den nicht schnellen Erfolgen gegeben, aber ihr vorhin eine E-Mail geschrieben, dass ich es bei ihr machen will. Es bringt ja nichts, wenn ich woanders hingehe, wo kognitive Verhaltenstherapie gemacht wird, ich aber trotzdem bei derjenigen nicht glaube, dass sie mir überhaupt helfen kann.
12.08.2025 14:13 •
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