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Hallo,
suche Betroffene, die auch die Diagnose Phobischer Schwankschwindel erhalten haben. Wer möchte sich mit mir austauschen, gerne auch über PN?

Orthopäde, Augenarzt, Neurologe, Psychologe haben die Diagnose bestätigt.
Wobei meine Heilpraktikerin fest davon überzeugt ist, dass meine HWS (die wirklich geschädigt ist) der Hauptauslöser ist.
Heute plagen mich wieder starke Zweifel, ob nicht doch was ernstes dahintersteckt. Dagegen spricht allerdings, dass ich mich im Haus frei bewegen kann ohne Angst und Gehstörungen. Auch beim Autofahren gehts mir super, Treppenlaufen keine Probleme.
Sobald ich vom Auto ein paar Meter laufen muss, sei es in einen Laden, Arztpraxis, Apotheke, Tankstelle dgl. packt mich dermaßen diese grauenvolle Angst nicht mehr gehen zu können, Unwirklichkeitsgefühle, Gefühl das Gleichgewicht zu verlieren, Benommenheit, Todesängste die aus dem hinteren Rücken kommen.
Im Supermarkt drinnen geht es dann einigermaßen, weil ich den Einkaufswagen zur Sicherheit habe.

Ich will das alles nicht mehr, meine Lebensqualität ist total im Eimer.
Mache bereits eine Verhaltenstherapie, nehme Insidon und wenns ganz schlimm wird, auch mal Tavor. Desweiteren Atemübungen und prog. Muskelentspannung.
Ich stelle mich natürlich trotzdem den angstmachenden Situationen, hinterher ist mir kotzschlecht, ich friere und hab auch schon an Gewicht verloren (das einzig positive)

Wie geht das wieder weg (oder bleibt das jetzt für immer?) Hat jemand Erfahrungen? So kann ich nicht mehr leben.

Gruß Lena

02.12.2012 17:16 • 28.04.2015 #1


62 Antworten ↓


Hey!
Mir geht es ganz genau wie dir! Also wirklich haargenau! Wenn ich fragen darf, was machst du denn so beruflich? Kommst du da klar oder auch schwindel? Wir können uns auch gern über pn austauschen wenn du magst!
Lg

03.12.2012 00:54 • #2



Phobischer Schwankschwindel Therapie & Medikamente?

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Blüte
Hallo Zusammen

Darf ich euch fragen was alles überprüft wurde betreffend Schwankschwindel?
Ich hab das ja auch, alle paar Wochen/Monate für eib paar Tage/Wochen - seit 2 Jahren. Diese Woche hats wieder angefangen und ich habe solche Panik! Angst wirklich was schlimmes zu haben.

Ich habe den Arzt schon oft gefragt, aber richtig auf Schwabkschwindel untersucht wurde ich noch nie. Viel anderes; alles i.o. Aber jetzt ist er wieder da? Was ist wenn ich eine Keankheit habe?

Bitte hilft mir

Sniff..

Blüte

22.12.2012 16:36 • #3


Hallo, leide auch seit 2010 unter phobischen Schwankschwindel, fals der Thread hier noch aktuell ist, würde ich mich über einen austausch freuen!

13.05.2013 10:45 • #4


Habe auch dieses Problem in verschiedenen Situationen, außer Zuhause, da bin ich sicher. Einfach schlimm, weil ich immer denke, dass mein Kreislauf Schuld ist oder was anderes ernstes.

13.05.2013 18:52 • #5


eisblume44
hallo zusammen ..

ich leide auch unter diesem Problem , leider auch zuhause .
ganz besonders eben draußen wenn ich unterwegs bin .. und wenn ich beim Arzt nach frage , kommt immer nur das ist ihre Psyche

@blüte
ich kann das nachvollziehen, mir geht ebenso . das ich denke das muss was ernsthaftes sein .. und diese Ungewissheit macht dann alles noch schlimmer, weil man sich da reinsteigert - so geht es mir .

13.05.2013 19:58 • #6


Es freut mich das dieses Thema nach so langer zeit noch lebt! Ich habe diese Schwindelanfälle erstmalig im März 2010 bemerkt.
Ich bin Kraftfahrer von Beruf, und ich hatte beim Fahren ab und an das Gefühl als wenn mir jemand kurzfristig den Stecke raus zieht......schwindel !

Nun das ganze wurde mit der Zeit immer schlimmer ! Es zog sich noch bis August 2010,ab da ging dann nichts mehr!
Fast täglich dieser Schwindel, ich rannte wie besoffen durch die Gegend!

Von August 2010 an bis ca. Anfang 2012 hatte ich eine regelrechte Ärtzeodysee hinter mir.

Habe 78 Wochen krank gefeiert, ausgesteuert worden und bin seit März 2012 EU - Rentner.

Bis heute ist der Schwindel nicht weg gegangen ! Einen geeigneten Therapeuten finde ich nicht, selbst meine Krankenkasse findet keinen in meiner Nähe!

Anscheint hat alles 1999 bei mir schon angefangen, da ist mir im Kopf ein Aneurysma geplatzt, wurde geclipt!

2004 Karpaltunnelsyndrom OP beidseitig, 2005 Lungenentzündung beidseitig wo dann COPD festgestellt wurde und auch eine Schlafapnoe (schlafe seit dem mit Cpap ) 2006 kam eine Diabetes noch dazu.

Ich habe all die Jahre gearbeiet, 30 Jahre auf dem LKW und heute darf und kann ich nicht mehr, es schmerzt manchmal sehr.

Puh ich glaube nun habe ich erstmal genug geschrieben, wer mag darf gerne fragen.

14.05.2013 05:50 • #7


Hallo Lena und alle anderen Betroffenen!

Mich würde interessieren, wie es euch mittlerweile geht.

Auch ich habe von meinem Hausarzt diese Diagnose erhalten, zweifle jedoch schon seit längerem daran. Kann mir einfach nicht vorstellen, dass nur die Psyche diesen Schwindel auslösen kann.

Wer kann mir helfen?

Liebe Grüße an alle

10.03.2014 18:46 • #8


Auch ich geselle mich dazu, leide seit März 2013 unter Angst und Panikstörung, erst war es eine Art Benommenheit die in einen Schwankschwindel überging, ich habe es nicht mehr immer, aber es gibt keine Woche ohne. Ich merke diesen vor allem draußen, Einkaufshäuser, Supermärkte, öffentl. Verkehrmittel etc. eigentlich all die Dinge vor denen ich mich am Anfagn meiner Erkrankung gefürchtet und gemieden habe, habe oder hatte auch Agoraphobie. Nun mache ich seit vielen Monaten wieder fast alles wie früher, aber der Schwindel ist trotzdem da. Ich wurde neurologisch untersucht, auch vom HNO-Arzt, alles befundlos, es gibt kleine Test die der Arzt machen kann, um z. B. ausschließen zu können, ob es nicht am Gleichgewichtsorgan im Ohr liegt. Ich habe ja auch keine Schwierigkeiten mit dem Fahrrad zu fahren, oder auf einem Balken zu balancieren. Ich war im September in einer psychosomatischen Klinik, die sich auch mit dem psychogenen Schwindel beschäftigt dort hatte ich auch Gleichgewichtstherapie, die mir sehr gut tat und mir gleichzeitig auch die Bestätigung gab, dass mit meinem Gleichgewichtsorgan alles ok ist, es ist der Kopf, die Psyche. Das haben oft Menschen die Angst vor der Angst haben, sprich Agoraphobie entwickeln, bestimmt Plätze meiden, weil sie Angst haben, dort in PA auszubrechen, dies speichert sich oft im Kopf ab. Man sollte sich dann Erden hieß es von den Therapeuten, ganz feste auf dem Boden aufstampfen oder einen Punkt mit den Augen fixieren. Es gibt auch Übungen für zwischendurch, z. B. Augen von recht nach links bewegen oder im Uhrzeigersinn drehen. Es fiel mir sehr schwer diesen Schwindel zu akzeptieren, aber es scheint wohl so zu sein, dass er mich noch für eine Weile begleiten wird, deshalb versuche ich ihn immer mehr zu ignorieren, erst dann besteht die Chance glaube ich, dass dieser verschwindet.

10.03.2014 20:40 • #9


Frozen Angel
Hallo ich bin auch betroffen. Schwankschwindel seit 2 Monaten sowohl drinnen als auch draußen. Habe noch keine Diagnose erhalten da ich noch so ziemlich am Anfang bin und körperlich erst alles ausgeschlossen werden muss. Dass die Psyche diesen Schwindel auslöst liegt bei mir sehr nahe. HNO, Blut, Blutdruck, EKG alles ohne Befund. Hausarzt meint auch Psyche und selbst meine Therapeutin ist fest davon überzeugt. Ich hab aber trotzdem Angst, dass etwas Schlimmes dahintersteckt oder ein Vorbote für was Schlimmes ist Aber woher kommen dann die wackligen Beine? Seitdem ich ihn habe, vermeide ich natürlich viele Dinge die ich vorher ohne nachzudenken getan habe. Ich trau mich kaum noch allein raus vor Angst umzufallen und mir weh zu tun (mit dem Kopf auf Asphalt schlagen zB.). Umgefallen bin ich noch nie aber trotzdem denke ich es jedesmal, da ich mich mit dem Schwindel so unsicher auf den Beinen fühle.

Mich würde auch interessieren was man dagegen tun kann

10.03.2014 21:09 • #10


Hallöchen, dass ist es eben. Es ist ein Teufelskreislauf. Der Schwindel wurde hervorgerufen durch Angst bzw. Agoraphobie. Der Schwindel macht uns wiederum noch mehr Angst, so dass wir gewisse Situation vermeiden und schon schließt sich der Kreis.
Hier könnt ihr mal nachlesen über die Ursachen, so hat es mir auch der Arzt erklärt.
http://www.schwindel-ratgeber.de/index. ... indel.html

11.03.2014 08:49 • x 1 #11


@ hoperful
Vielen Dank für den Link. Finde mich ziemlich wieder! Es ist nur so schwierig, das alles auszuhalten!

Also bei mir fing es mit gutartigem Lagerungsschwindel an, der dann angeblich in einen phobischen Schwankschwindel übergegangen ist (so mein Neurologe).

Habe zwar das Gefühl, dass es besser geworden ist (teilweise war er auch schon ganz weg), aber er ist irgendwie doch immer da, bzw. kommt immer wieder.

Manchmal kann ich ganz gut damit umgehen und ein anderes Mal bin ich fast am verzweifeln. Habe hier auch schon gelesen, dass er wirklich weggehen kann, man braucht nur Geduld (ich hab ihn schon über ein 3/4 Jahr).

Als ich letztes Jahr Mass. verschrieben bekommen habe, war er eine Zeitlang weg. Aus diesem Grund denke ich immer wieder, ob es nicht doch mit der Muskulatur zusammenhängt. Hab mir jetzt das Buch von Helga Pohl gekauft und regelrecht verschlungen. Vielleicht ist das meine HILFE!?!?!
Jedoch ist die Behandlung sicher sehr teuer und von mir aus auch ziemlich weit weg. Evtl. kann auch ein normaler Physiotherapeut helfen?

Grüße euch ganz lieb!

11.03.2014 17:49 • #12


Hallo Carlota_09,
es kommt sogar sehr häufig vor, dass sich aus einem körperlich bedingten Schwindel oder Lagerungsschwindel auch der phobische Schwindel entwickeln kann, dass ist so ähnlich wie mit dem chronischen Schmerz. Auch wenn die tatsächlichen Schmerzen behoben sind, dauert es lange bis dieses im Schmerzgedächtnis ausgelöscht sind. So ist es auch mit dem Schwindel. Ich habe diesen jetzt ca. 8 Monate, die Benommenheit ist eigentlich seltener da, nur noch wenn ich lange am Pc gearbeitet habe oder zu lange an meinen Studienarbeiten hänge, wenn ich dann aufstehe und mich wieder auf etwas Neues besinnen möche fühle ich mich dann erstmal wieder etwas komisch so leicht desorientiert und die Umgebung kommt mir so eigenartig vor. Ich weiß noch wo der Schwindel zum ersten Mal aufgetreten ist, da hatte ich schon drei Monate etwa die Angststörung und plötzlich war mir so schwummrig draußen im Garten es hat geschwankt, es hat sich nichts gedreht. Und von da an blieb es. Mal mehr mal weniger. Inzwischen ignoriere ich den Schwindel so gut es geht.
Hier noch ein interessanter Link
http://orpha-selbsthilfe.de/forum/index ... pic=2044.0

11.03.2014 18:07 • #13


Dieser Link hat mir auch noch mal sehr geholfen, den Schwindel zu verstehen.
http://www.hardtwaldklinik2.de/schwindel.html

11.03.2014 18:48 • #14


Prima, vielen Dank. Werde die Übungen für die HWS mal probieren, vielleicht hilft`s ja.
Manchmal ist die Angst einfach übermächtig, dass ich den Schwindel nie mehr los bekomme!
Wünsche mir, ich wär so stark wie Du!

11.03.2014 19:01 • #15


Och Carlota, so stark bin ich gar nicht. Aber natürlich ist es schon viel besser als am Anfang meiner Erkrankung dank der Therapie, die ich mache und der ständigen Konfrontation. Mich hat halt überzeugt, hey du bist noch nie umgefallen, so wirst du es auch nicht! Denn am Anfang war immer die Angst da, in Ohnmacht zu fallen, aber es hat sich inzwischen abgespeichert durch die tagtäglichen Erfahrungen, dass wir trotz der Angststörung nicht einfach umkippen.

11.03.2014 20:38 • #16


Hallo hoperful und all die anderen Geplagten,

mich würde interessieren, wie es Dir/Euch im Moment geht.

Ich selbst bin z.Zt. total fertig. Dauerschwindel seit über 7 Wochen. Mir geht`s nur im Liegen gut. Einfach nur schrecklich. Bin mit den Nerven ziemlich unten und weiß nicht mehr weiter!

Grüß alle ganz lieb
Carlotta

28.06.2014 15:08 • #17

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Hallo Carlotta,

ach ja also ich weiß langsam nicht mehr ob ich mich an den Schwindel gewöhnt habe...er ist nicht dauerhaft da, wenn ich Angst habe, verspüre ich ihn mehr oder wenn ich Stress habe.
Was denkst du woran es liegen könnte, dass du seit 7 Wochen dauerhaften Schwindel hast. Ist irgendetwas vorgefallen? Viel Stress?

28.06.2014 15:31 • #18


Hallo hoperful,

vielen Dank für Deine schnelle Antwort!

Ich kann es mir selbst nicht erklären. Er war irgendwann durchgehend da.

Meine Heilpraktikerin, bei der ich wegen dem Schwindel in Behandlung war, hat mich diese Woche gefragt (nachdem sie selbst mit ihrem Latein am Ende ist), ob mich irgend etwas belastet. Mit dieser Frage habe ich nicht gerechnet, da ich immer dachte, dass es eine körperliche Erklärung gibt, und ich fing an zu weinen.

Wir haben lange darüber gesprochen und sie sagte mir, dass ich das, was mich belastet, bereinigen soll. Bin jetzt hin und her gerissen und habe Angst, den Schwindel nie mehr los zu bekommen.

Was kann ich tun?

Liebe Grüße an Dich
Carlotta

28.06.2014 15:40 • #19


Hallo ich leide auch seit einem Jahr unter diesem schrecklichen Schwindel .. Es war eine Zeitlang wirklich mal besser und da habe ich es auch geschafft alles normal zu machen , arbeiten , Alltag usw .. Dachte erst schon das er bald ganz verschwinden würde aber seit ca 2 Monaten ist es wieder sehr schlimm, dazu oft Kopfdruck und Übelkeit seit neuestem .. Bin mittlerweile so fertig deswegen das ich mir erneut ein ssri cipralex Tropfen habe verschreiben lassen .. Hab aber so Schiss vor den Nebenwirkungen .. hatte schon so schlechte Erfahrung mit paroxetin gemacht .. Aber so möchte ich auch nicht mehr , der Schwindel bestimmt mein leben und das sollte echt nicht sein .. Hab eine kleine Tochter und möchte so gern wieder alles unternehmen ohne Schwindel /-( viele Grüße an alle !

28.06.2014 19:08 • #20



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Univ.-Prof. Dr. Jürgen Margraf