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Oktewia
Hallo ihr lieben,
Mein aktueller Stand , die Ängste und panikattacken kamen bei mir die letzten Wochen schnell und rasch zum Vorschein, momentan kann ich kaum vor die Tür, einkaufen oder Termine einhalten sind schwer für mich, arbeiten kann ich seit 2,5 Wochen auch nicht mehr, das schlimmste neben den Panik Attacken sind die Angstgedanken die ich habe, Angst verrückt zuwerden, die Kontrolle zu verlieren etc.

Ich hab wirklich in den letzten Wochen , die Hölle hinter mir, es war so eine Qual ich dachte echt ich komm da nie nie wieder raus, deswegen habe ich mich auch entschlossen eine stationäre Klinik aufzusuchen, die ist Ca. 15 km entfernt , also mit dem Auto brauche ich ungefähr 15 Minuten dort hin. Eigentlich ja nicht weit, aber für mich ne Weltreise , ich schaff es momentan nur eine Ortschaft weiter -.-

Nunja jedenfalls sagte mir die Frau von der Klinik, das ich eine Wartezeit habe bis zu 3 Wochen. Und heute rief ein netter Mann an und sagte das jetzt schon am DO um 08 Uhr was frei wäre, ich hätte am liebsten gesagt "nein ich kann nicht" ich hab jetzt aufeinmal totale Panik in mir, da es mir mit den Angst Gedanken besser ergangen ist, ich habe so eine Angst das es durch die Klinik wieder schlimmer wird
Das ist eigentlich meine größte Angst, Angst vorm schlimmer werden ...das würde ich nicht durchhalten, dann kommen die standart Ängste wie, wenn ich da alleine rumsitze und keiner gibt sich mit mir ab? Wenn ich gehen will oder das Gefühl habe da rauszumüssen, was mach ich den dann....? Oder Angst das die mich dort alle für verrückt halten und mich nimmer raus lassen usw. Eigl hab ich 100 angstfragen aber die kann ich jetzt net alle stellen sonst würd ich morgen früh noch tippen.

Ich frag mich auch wie ich Überhaupt den Weg dort hin schaffen soll ?
Und das schlimme ist dass meine Mama in Urlaub geht, ein Tag danach wenn ich in die Klinik komme, dann kann sie mich erstmal gar nicht besuchen, das macht mich auch total Nervös ich Versuch mich mit den Worten zu beruhigen ..
" ich kann gehen wann ich will" aber trotzdem macht mir das alles ein Riesen Angst Gefühl, und nebenbei muss ich auch noch meine geliebte Katze für die Wochen abgeben, sie ist mein ein und alles , sie hat mir Kraft gegeben fällt mir sehr schwer sie nicht bei mir zu haben auch beim einschlafen

Ach man , wenn ich wüsste ob es mir dadurch besser oder schlechter geht
Ich weis nur das durch die Therapien es mir immer schlechter ging, bzw. das durch Therapien die Angst und Panik Störung hochgekommen ist . Aber vll muss das so sein, das ich es bearbeite ...
Vll . Könnt ihr mir etwas Mut machen und vll auch paar Tipps geben ? Oder ob ihr euch durch einen stationären Aufenthalt besser gefühlt habt?

23.02.2016 12:28 • 10.04.2016 #1


61 Antworten ↓


Schlaflose
Zitat von Oktewia:
Das ist eigentlich meine größte Angst, Angst vorm schlimmer werden ...das würde ich nicht durchhalten, dann kommen die standart Ängste wie, wenn ich da alleine rumsitze und keiner gibt sich mit mir ab? Wenn ich gehen will oder das Gefühl habe da rauszumüssen, was mach ich den dann....? Oder Angst das die mich dort alle für verrückt halten und mich nimmer raus lassen usw. Eigl hab ich 100 angstfragen aber die kann ich jetzt net alle stellen sonst würd ich morgen früh noch tippen.


Was für eine Klinik ist das denn? Eine Psychiatrie? Nicht mehr rauslassen tut man nur Leute, die eine Gefahr für sich oder andere darstellen. Also wenn du nicht versuchst dich oder jemanden anderen zu verletzen oder umzubringen haben sie nicht das Recht, dich dort zu behalten. Ansonsten kannst du kommen und gehen, wie du willst. Und alleine herumitzen kann man in einer Klinik sowieso nicht. Da sind ständig Leuten um einen herum. Und du bist bestimmt in einem Mehrbettzimmer untergebracht.

23.02.2016 14:01 • #2



Am Donnerstag Stationäre Klinik, kommt so plötzlich

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Oktewia
Ja ich bin mit einer Person in einem Zimmer,
Nein das ist ne normale Uni Klinik wo ganz viele Stationen hat Wien.b für angststörungen oder für Depressionen usw. Und ich bin logischerweise in der Station bei den angststörungen.

Ja zwangsgedanken habe ich, das ich Angst habe mir was anzutun oder anderen, aber das gehört wohl eher auch zu den Ängsten ..

23.02.2016 14:14 • #3


Schlaflose
Wenn es keine Psychatrie ist, gibt es keine geschlossene Abteilung und dann können sie auch niemanden dabehalten.
Wenn du Angst hast, jemandem etwas anzutun, dann tust du es ja nicht. Der Mensch tut nichts, wovor er Angst hat. Wenn jemand einem anderen etwas antut, dann will er das so.
Ich kann mir von mir sehr gut vorstellen, jemandem etwas anzutun, wenn er mich dazu provoziert. Ich habe auch keine Angst davor, es zu tun. Dann ist es mein freier Wille.

23.02.2016 14:27 • #4


FeuerWasser
Zitat:
da es mir mit den Angst Gedanken besser ergangen ist, ich habe so eine Angst das es durch die Klinik wieder schlimmer wird


Dir geht es mit den Angst Gedanken so gut, dass du kaum die Wohnung verlassen kannst und nur eine Ortschaft weiter kommst.
Therapie hat den Sinn an den Kern der Sache ran zu gehen. Natürlich ist das sehr unangehmen, damit musst du dich auch reflektieren,
dich deinen Ängsten stellen und die Auslöser bearbeiten. Das wird auch zur Folge haben, dass erst eine Verschlimmerung eintritt und dann eine
Besserung.
Machst du nichts, nimmst du dir selbst die Chance, dass in deinem Leben etwas besser werden kann. Flucht und Verweigerung bringt dich nicht weiter.
Du musst dir selbst die Frage stellen was du erreichen möchtest, eine Besserung - Verschlechterung/Stagnierung.
Ich kenne ähnliches von mir selbst. Ich bin mit dem Taxi in die Klinik gefahren und erstmal vor der Eingangstür erbrochen und es war mir egal weil ich
im Leben voran kommen wollte.

23.02.2016 14:45 • x 1 #5


Oktewia
@FeuerWasser
Danke für deine Antwort, wie lange warst du den in eine Klinik und wie weit hat sie dir geholfen?
Ich bin ängstlich aber auch neugierig , denn ich habe ja noch eine Hoffnung in mir das ich es dadurch meistern kann, das es gut gehen wird und ich ins Leben zurück finden kann, dass ist auch mein Ziel und deswegen habe ich mich auch für den Weg in die stationäre Klinik zu gehen, entschlossen. Ja wie oben schon geschrieben ich habe Eigl nur Angst vor einer Verschlimmerung.
Klar geht's mir schlimm genug , ohnehin schon, aber vor paar Tagen war ich in meinen Angstgedanken echt festgehangen , es war kaum auszuhalten, seit paar Tagen is das schon wie fast verschwunden, warum weis ich Eigl gar nicht so genau und will ich auch gar nicht wissen und ja ich hab eben Angst das es in der Klinik erneut hoch kommt und evtl es mir noch schlechter geht .... Ich weis nicht ob ich das schaffe

Ich bin eher ein Verdrängungsmensch

23.02.2016 14:52 • #6


FeuerWasser
Zitat:
Danke für deine Antwort, wie lange warst du den in eine Klinik und wie weit hat sie dir geholfen?


Ich bin seit 15 Jahren in Therapie und hatte gut 12 stationäre Aufenthalte. Ich habe aber auch ein anderes Erkrankungsbild
wo Ängste schon auch eine große Rolle spielen.
Da ich im stationären Rahmen nicht mehr therapiefähig bin mach ich jetzt weiterhin Psychotherapie und bin in einer Tagesbetreuung.
Ich habe auch schon einiges durchgestanden und bin nervlich bedingt mit Herzattacken im Krankenhaus gelegen, hatte halbseitige Lähmungserscheinungen
und vieles mehr. Unterm Strich geht es aber darum weiter zu machen, durchbeißen, sich nicht entmutigen lassen.
Du musst da ran gehen wo es weh tut und dann bist du an dem Punkt wo sich etwas verändern kann.

23.02.2016 16:09 • #7


Hallo oktewia,

ich klink mich einfach mal ein. Ich habe lange nichts mehr von dir gehört, und erst jetzt gelesen, dass es dir nicht gut geht. So wie du schreibst, wie es dir momentan geht, würde ich dir raten, nimm den Termin am Donnerstag an. Wenn du keine Möglichkeit siehst, es ohne Klinik zu schaffen, würdest du die Sache nur aufschieben. Wenn dein Entschluss feststeht, dann mach es gleich. Es wird sonst nur schwerer.
Ich wünsch dir alles Gute, und gib dir einen Ruck. Je eher du beginnst, desto schneller kommst du aus diesem Hamsterrad raus.
Viel, viel Erfolg !

23.02.2016 16:14 • x 1 #8


Oktewia
Zitat von seesaibling:
Hallo oktewia,

ich klink mich einfach mal ein. Ich habe lange nichts mehr von dir gehört, und erst jetzt gelesen, dass es dir nicht gut geht. So wie du schreibst, wie es dir momentan geht, würde ich dir raten, nimm den Termin am Donnerstag an. Wenn du keine Möglichkeit siehst, es ohne Klinik zu schaffen, würdest du die Sache nur aufschieben. Wenn dein Entschluss feststeht, dann mach es gleich. Es wird sonst nur schwerer.
Ich wünsch dir alles Gute, und gib dir einen Ruck. Je eher du beginnst, desto schneller kommst du aus diesem Hamsterrad raus.
Viel, viel Erfolg !



Okay ich versuche es viel bleibt mir ja echt nicht übrig und ja du hast recht ich würde es nur aufschieben. Mich erschreckt es einfach nur das es jetzt so plötzlich kam, und ich noch alles organisieren muss, weil Eigl. Gesagt wurde das ich eine Woche vorher Bescheid bekomme und nicht zwei Tage
Ich hoffe ich halte das alles durch , und vorallendingen hoffe ich Erfolg dadurch , ich weis zwar das ich nicht geheilt raus komme wie als wäre nichts gewesen aber wenigstens das ich wieder eigenständig Dinge erledigen kann oder es schaffe zu arbeiten, wäre schon mal toll.
Aber vom daheim rumsitzen wird's auch nicht besser...ich mach mir immer zu viele Gedanken

23.02.2016 16:23 • #9


Icefalki
Meine Liebe, du kommst nicht in die Hölle, du wirst nicht eingesperrt, sondern dir wird geholfen.

Musst das als Schritt aus dem Dunkeln ins Licht ansehen. Wir Angsthasen mögen eben keine Veränderung. Das ist unser Hauptproblem. Und können dann normale Aufregung nicht mehr unterscheiden.

Denk doch mal, klar hast du davor Angst. Kennst das ja nicht. Und diese Angst ist normal.

Also, keine Panik, Aufregung darf sein. Und ich bin mir sicher, dass du davon profitierst.

Also, ich wünsche dir alles Gute und bin gespannt, was du berichten kannst.

Wenn es zu Beginn etwas holprig wird, aushalten, ist alles ganz normal. Und du bist dort nicht alleine.

Versuche dich, so ein klitzekleines Stückchen zu freuen. Ein Ministückchen..

Dir wird jetzt geholfen, daran denke!

23.02.2016 23:07 • x 1 #10


Oktewia
@Icefalki
Danke für Deine aufbauende Worte, jetzt geht es mir ein wenig besser.
Du hast recht , ich muss dran halten das es was positives ist , und das mir geholfen wird. ich werde euch aufjedenfall berichten , wie es so für mich sein wird.
Ich werde auch ein Tagebuch angelegen wo ich jeden Tag in der Klinik reinschreiben werde, vll hilft mir das ja

Dankeschön , ich bleib stark

23.02.2016 23:50 • #11


Oktewia
Weis jemand vll wie das mit Medikamenten aussieht ? Ich will aufkeinenfall welche nehmen, ich hab es bisher immer ohne geschafft, auser vll mal Lasea oder Neurexan. Aber ich will nichts einnehmen was nicht pflanzlich ist. Wird man dort gezwungen evtl Medikamente einzunehmen ? Wie war das bei euch

24.02.2016 15:08 • #12


@Oktewia

Du bist ein freier handlungsfähiger Mensch und es liegt in Deiner
Entscheidung und Verantwortung, niemand kann Dich dazu
zwingen Medikamente zu nehmen.
Wünsche Dir viel Kraft und Mut.

24.02.2016 15:28 • #13


Oktewia
Okay danke , dass beruhigt mich jetzt wieder, ich hab eben schon wieder Panik bekommen und mir bildlich vorgestellt wie ich Medikamente schlucken muss und dann total neben der Spur bin .

Oh man ich bin so aufgeregt ich kann an nichts anderes denken oder mich ablenken. Ich hab Angst und bin aber auch iwie total neugierig wie das so sein wird, klar erwarte ich natürlich eine Besserung . wenigstens ein paar Schritte in Richtung normales Leben.

Dankeschön

24.02.2016 15:31 • #14


Oktewia,

kann ich sehr gut nachfühlen, ich bin schon eine erfahrene Angsthäsin und kenne
diese Ängste. Habe es immer möglichst vermieden Medikamente zu nehmen. Kenne Todesängste
und Vermeidungsverhalten. Habe schon mehrere Psychosomatische Klinikaufenthalte hinter mir
und möglichst mit Einzelzimmer. Habe mich vorher erkundigt und den Klinikwunsch durchgesetzt,
was meistens geklappt hat, hängt letztendlich auch vom Kostenträger ab, der eigene Klinken
betreibt.
Steht denn schon die Klink fest bei Dir?

24.02.2016 15:55 • #15


Oktewia
Ja meine Klinik ist von mir Ca. 15 Minuten Autofahrt entfernt
Sie hat gute Bewertungen und ist sehr speziellisiert auf Angststörungen.
Ich kenne sogar ein paar persönlich, die dort sich auch schon behandelt haben. Auch meine kleine Schwester war dort schon.
Ich habe eigentlich nur Angst davor, dass es mir da schlechter gehen wird oder das es nichts bringt, dass ich quasi um sonst dort gewesen bin oder vll sogar schlimmer rauskomme wie jetzt. Da ich eben oft die Erfahrung gemacht habe das wenn ich eine Therapie ambulant begonnen habe, die Angst und Panikstörung extrem zum Vorschein kam, vll weil ich mich damit beschäftige habe.
Aber ich sehe es ja auch so, dass ich momentan nicht im Stande bin damit umzugehen, oder meinen Alltag zu bewältigen , sobald ich vor die Tür gehe oder ich irgendwelche Termine habe.

Haben dir den diese stationären Behandlungen etwas gebracht ?

24.02.2016 16:03 • #16


@Oktewia

wichtig war zunächst für mich aus dem Umfeld heraus zu kommen, war völlig mit meiner Aufgabe als Hausfrau
und Mutter überfordert,Habe zu dem Zeitpunkt den Ernst der Lage
nicht erkannt. Wollte allen gerecht werden und habe mich darüber total vergessen mit meinen Bedürfnissen.
Zwei Jahre wußte ich nicht, daß ich an einer Angst- u. Panikstörung litt. Ich habe das immer auf mein Schlaf-
mangel zurück geführt, zu dem Zeitpunkt habe ich voll gestillt und zwei Jahre lang nicht mehr durchgeschlafen.
Nachdem ich das zweite Kind auch voll gestillt hatte, ging nichts mehr. Konnte das Haus nicht mehr verlassen. Habe
mich dann zunächst für eine Mutter-Kind-Kur entschieden. Das war aber nicht mein letzter Aufenthalt.

24.02.2016 16:27 • #17

Sponsor-Mitgliedschaft

Oktewia
Darf man sein Handy und Laptop benutzen ? Oder is das bei jeder Klinik unterschiedlich

24.02.2016 17:42 • #18


siri
Hallo Oktewia,

ich war bisher in diesem Thema nicht aktiv, habe nur still mitgelesen.
Ich möchte dir dennoch alles, alles Gute wünschen.

Ich war letztes Jahr im Mai für 5 Wochen, ebenfalls aufgrund einer Angststörung, in einer Psychosomatischen Klinik.
Bei mir war Handy erlaubt, wenngleich ich in den Bergen war und wenig Empfang hatte.
Nur einmal wöchentlich sollte ( war allerdings freiwillig ) ein medienfreier Tag stattfinden.

Vielleicht magst du uns ja auf dem Laufenden halten?


Ganz liebe Grüße von siri

24.02.2016 17:54 • #19


Oktewia
@siri

Hallo Siri
Vielen Dank
Ich habe vorhin nochmal in der Klinik angerufen, ich hätte jetzt nochmal so viele Fragen die ich beantwortet haben wollte,
Also Handy und Laptop darf ich mitbringen, WLAN ist dort auch frei.
Medikamente muss ich keine nehmen wenn ich das nicht möchte. Also er hat mir mehr oder weniger die Angst dort hin zugehen echt genommen.

Das einzigste womit er mir Angst gemacht hat ist, das ich freitags Blut abgenommen kriege also es wird ein rund um Check gemacht und ich habe schon immer richtige Panik vor Nadeln und Blut gehabt und blutabnehmen is noch viel schlimmer, meine Schwester die Arzthelferin ist l hat mir immer privat Blut abgenommen , da ging es grad noch so... Aber wenn ich bei fremden bin stell ich mich schlimmer an wie jedes kleines Kind, das is grad echt lächerlich oder , das jetzt meine größte Angst ist dort hinzugehen wegen dem Blut abnehmen ....aber ich finds echt schrecklich und auch als ich die letzten 7 Jahre angstfrei war hatte ich dennoch diese picks Phobie

24.02.2016 19:13 • #20



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Univ.-Prof. Dr. Jürgen Margraf