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Miro

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Ich befinde mich gerade in einer hochakuten Phase, nur angespannt, weine ständig, kann kaum essen, schlafe schlecht. Es ist seit ein paar Tagen so schlimm.
Verhaltenstherapie habe ich angefangen, bin krank geschrieben, Medikamente nehme ich keine (habe auch starke Angst vor den Nebenwirkungen).
Habe jetzt die Möglichkeit mich stationär aufnehmen zu lassen. Da sind dann aber alle kranken, auch Psychotiker oder Suchtkranke auf Entzug. Sowas macht mir Angst, überhaupt all die Eindrücke die da wären.
Andere Alternative wäre Montag zu schauen, ob ich irgendwoher Medikamente bekommen kann von einem Arzt. Und dann bei einer Tagesklinik anzumelden, Therapieplatz wäre ca ab Mitte Februar verfügbar. Und bis dahin ambulant und mit Medikamenten über Wasser halten. Hat dann den Nachteil, dass ich selbst mit der Angst vor Nebenwirkungen klar kommen müsste.

Habt ihr Erfahrungen oder könnt mir etwas raten oder helfen bei der Entscheidungsfindung? Zu Hause habe ich meinen liebevollen Mann, der mir viel hilft.

02.05.2019 #1


33 Antworten ↓
T

this_is_me
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Hallo,

ich bin immer noch wach und kann nicht schlafen.. ich brauche eure Hilfe. Ich möchte jetzt hier nicht den Mega langen Text schreiben.. es geht darum dass ich schon immer an Panikattacken gelitten habe.. hat glaub ich mit 14 angefangen.. seit 2014 bin ich bei einem Psychologen und mache eine Verhaltenstherapie.. also ambulant.. es wurde eine Soziale Phobie diagnostiziert. Seit 3,5 Jahren arbeite ich und habe einen Festvertrag. Ich komme aber einfach nicht mehr weiter.. ich habe gute Tage und dann immer diese Rückschläge ..aber die Phobie ist immer da. Ich habe keine Lebensqualität mehr und bin überwiegend, nicht immer aber oft depressiv. So gut wie jeden Monat bin ich krank geschrieben weil ich Grippe habe.. mein Immunsystem leider darunter und an so Nächte wie heute, mach ich kein Auge zu. Ich müsste morgen bzw. Nachher wieder arbeiten gehen.. war bis gestern wegen Grippe mal wieder krank geschrieben.. ich gehe aber nachher zum Arzt und möchte mit ihm reden dass ich gern in eine Tagesklinik möchte. Wie es aussieht bringt mir die ambulante Therapie nicht viel. Das Ding ist dass ich vor paar Monaten Hausarzt gewechselt habe und er garnichts von meinen psychischen Krankheiten weis Sad darf dann wieder die ganze Story erzählen.. Leute ich bin momentan überfordert.. ich weis nicht in welche Reihenfolge ich was machen soll..ich hab ein gutes Verhältnis zu meinem Chef ..will ich nicht kaputt machen .. was mache ich denn so lange bis die Tagesklinik mich aufnimmt ? Werde ich dann so lange krank geschrieben ? Habe da mal angerufen und mich informiert.. die hätten erst im September einen Termin zum Vorgespräch frei ..
Könnte ich denn auch zwischenzeitlich immer wieder mal arbeiten gehen wenn ich es packe? Ich bin so überfordert.. ich weis momentan nicht wo vorn und hinten ist..kann mich mein Hausarzt denn so lange krank schreiben ? Oder muss ich zum Psychiater? Da hab ich eh einen Termin Anfang nächsten Monats ...und der will mich bestimmt mit Tabletten voll pumpen ... das möchte ich nicht... ach Leute ich könnte grad weinen bin aber viel zu müde dafür .. ich schäme mich... ich hab das solange hinausgezogen weil ich mich dafür schäme so lang auf Arbeit dann weg zu bleiben und die dann alle mitbekommen warum ich so lange weg bin... Sad jetzt ist mein Text doch lang geworden ...

02.05.2019 05:25 • #32


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A


Akute Phase - besser stationär aufnehmen lassen?

x 3


T

this_is_me
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Ich war vorhin beim Hausarzt.. bin jetzt zwei Wochen krank geschrieben und nehme ab heute Abend Laif 900.
Mein Chef weis Bescheid und habe ihm die Wahrheit gesagt...
Ich bin halt anfälliger für Erkältungen und Grippen.. seit November bin ich ständig krank ..
Allergien wurde nicht getestet .. hat der Arzt aber auch nicht angesprochen..
Den Hausarzt habe ich gewechselt weil mein alter sich vergrößert hat und er immer so voll ist dass der sich kaum Zeit für mich nimmt .. mit Fieber zum Arzt und wollt nur 3 Tage krank schreiben und so.. lauter so geschichten. Habe mich nicht mehr gut aufgehoben gefühlt .
Ja ich war in Therapie .. dann ging es mir zwischenzeitlich gut und hab pausiert .. bei bedarf immer wieder einen Termin gemacht alle paar Monate ... vor paar Monaten hat sich auch was in meinem Leben verändert und ich denke ich habe das noch nicht verarbeitet. Bin jetzt schon so lang bei diesem Psychologen und irgendwie sagt mir mein Gefühl dass ich wechseln soll... aber bis ich jetzt wieder einen Termin bei jemand anderen bekomme ... irgendwie gräbt der nicht so richtig in mir .. wisst ihr wie ich meine .: weis nicht wie ich es in Worte fassen soll.. er ist nicht tiefgründig . Ich erzähle ihm was und bekomm immer die gleiche Antwort .. ruhig bleiben.. annehmen die Situation und Atemübungen machen ... na super ...

02.05.2019 14:08 • #34


Zum Beitrag im Thema ↓


Safira
Psychotiker findet man wirklich nur auf der geschlossenen und Süchtige auf Entzug auf der Entzugsstation oder auch in der geschlossenen, je nachdem Very Happy

Sprich doch mal mit der Klinik (da wo Du aufgenommen werden könntest) und frage mal genauer nach was Dich erwarten könnte.
Auch in der Tagesklinik wirst Du von kranken Menschen umgeben sein. Jeder hat dort seine Probleme und sitzen so gut wie im selben Boot.

Dein Mann gibt Dir Sicherheit und das Gefühl für Dich da zu sein. Das ist sehr gut. Also unternimm was und tu etwas für Dich.

#2


Miro
Zitat von Safira:
Psychotiker findet man wirklich nur auf der geschlossenen und Süchtige auf Entzug auf der Entzugsstation oder auch in der geschlossenen, je nachdem Very Happy

Sprich doch mal mit der Klinik (da wo Du aufgenommen werden könntest) und frage mal genauer nach was Dich erwarten könnte.
Auch in der Tagesklinik wirst Du von kranken Menschen umgeben sein. Jeder hat dort seine Probleme und sitzen so gut wie im selben Boot.

Dein Mann gibt Dir Sicherheit und das Gefühl für Dich da zu sein. Das ist sehr gut. Also unternimm was und tu etwas für Dich.


Hi!
Habe heute da nachgefragt. Auf der Akutstation wäre das so, dass alle Krankheitsbilder zusammen kommen. Es gibt aber eine stationäre Station für Ängste & Depressionen, da könnte ich morgen zum Aufnahmegespräch und man würde schauen wann was frei ist. Und da ich ja ein guter Angstpatient bin, habe ich mir gerade Bewertungen im Internet angesehen, die leider überwiegend schlecht waren (man würde dort allen Sertralin geben, Essen wäre schlecht, über Personal wurde schlechtes geschrieben und das man eher alleine wäre mit sich). Ehrlich gesagt macht mir das Angst und ich frage mich ob das so das richtige ist. Ich könnte jetzt beim Aufnahmearzt fragen wie denn genau der Ablauf aussieht und welche medikamentösen Möglichkeiten es gibt. Leider habe ich SSRIs in der Vergangenheit nicht gut vertragen und sie schnell abgesetzt. Mit tryzyklischen ADs oder Promethazin kam ich besser zurecht, wenn es diese Möglichkeit nicht gäbe wäre das echt doof.
Andere Möglichkeit wäre, dass ich morgen versuche zu einem Neurologen zu kommen und zu Hause Medis ausprobiere. Dann könnte ich mich um einen Tagesklinikplatz bemühen und mit meiner Therapeutin bis dahin weitermachen.
Würden die Aufnahmeärzte ggf auch etwas verschreiben, auch wenn man sich da nicht aufnehmen lässt, bzw sich dann für die Tagesklinik entscheidet?

#3


Gerd1965
Zitat von Miro:
Habe jetzt die Möglichkeit mich stationär aufnehmen zu lassen.

Üblicherweise wird so etwas in Der Ambulanz der jeweiligen Klinik besprochen, wo man sich auch sehr gut informieren kann.
Zitat von Miro:
ob ich irgendwoher Medikamente bekommen kann von einem Arzt

Irendwoher ist sicher daneben, du solltest dich an einen Vertrauensarzt wenden, am besten einem Psychiater, der geziehlt auf deine Erkrankung ein Medikament verschreibt.
Zitat von Miro:
dann bei einer Tagesklinik anzumelden, Therapieplatz wäre ca ab Mitte Februar verfügbar

Das kannst ausschließlich du entscheiden, ob du mit deinem Leidensdruck zu Hause klar kommst oder ob du sofort Hilfe benötigst.
Wie du dich entscheidest, handle mit "Köpfchen", dann wird es dir auch bald besser gehen.
Zitat von Miro:
habe ich mir gerade Bewertungen im Internet angesehen, die leider überwiegend schlecht waren

Bewertungen sind subjektive Empfindungen, Sertralin ein hervorragendes Medikament und wegen dem Essen Bewertungen lesen und ernst nehmen, naja. Über Essen wird oft in den besten Lokalen hergezogen. Das sollte glaub ich dein geringstes Problem sein.

#4


Miro
Zitat von Gerd1965:
Üblicherweise wird so etwas in Der Ambulanz der jeweiligen Klinik besprochen, wo man sich auch sehr gut informieren kann.

Irendwoher ist sicher daneben, du solltest dich an einen Vertrauensarzt wenden, am besten einem Psychiater, der geziehlt auf deine Erkrankung ein Medikament verschreibt.

Das kannst ausschließlich du entscheiden, ob du mit deinem Leidensdruck zu Hause klar kommst oder ob du sofort Hilfe benötigst.
Wie du dich entscheidest, handle mit "Köpfchen", dann wird es dir auch bald besser gehen.



Danke! Mein Leidensdruck ist schon sehr hoch. Mit guten Medikamenten die die Erregung/Angespanntheit dämpfen und wenn ich schlafen könnte, dann würde ich mich definitiv zu Hause wohler fühlen. Ich habe aber keinen Psychiater bis jetzt, da ich das letzte Mal vor 5-6 Jahren Medis wg Angst brauchte und dann umgezogen bin. Ich wüsste halt nicht, wie ich es schaffen könnte gleich morgen noch bei einem vorstellig zu werden, als ich letzte woche bei einem Anrief hieß es vor Mai keine Chance.

x 1 #5


Gerd1965
Zitat von Miro:
als ich letzte woche bei einem Anrief hieß es vor Mai keine Chance.

Psyachiatrie Ambulanz? Die schlagen ein Medikament vor und das kann dann der Hausarzt verordnen Wink

x 1 #6


la2la2
Zitat von Miro:
Habe jetzt die Möglichkeit mich stationär aufnehmen zu lassen. Da sind dann aber alle kranken, auch Psychotiker oder Suchtkranke auf Entzug. Sowas macht mir Angst, überhaupt all die Eindrücke die da wären.

Versuche in der Psychosomatik (NICHT Psychiartrie!) ein Bett oder Platz in der Tagesklinik zu bekommen. Wink
Entscheidender Unterschied: In der Psychiartrie wird meist hauptsächlich versucht mit Medikamenten die Symptome zu unterdrücken und "Therapie" nur nebenbei. In der Psychosomatik hingegen wird meist versucht durch Therapie (viel intensiver) das Problem anzugehen und Medikamente nur, wenn es unbedingt notwendig ist......

Du hast FREIE Klinikwahl in Deutschland. Wenn die Klinik bei euch vor Ort einen schlechten Ruf hat (nicht Internet, sondern Mund-zu-Mund Propaganda), schau nach einer anderen Klinik. Nur die Fahrtkosten musst du selber tragen, wenn du nicht die nächstgelegene wählst. Aber die paar Euro sind sehr gut investiert, wenn eine andere besser ist. Wink

x 2 #7


Safira
Zitat von Miro:
Es gibt aber eine stationäre Station für Ängste & Depressionen


und das ist genau das richtige für Dich. Probiere es einfach aus. Bewertungen sind rein subjektiv geschrieben. Du kannst ganz andere Erfahrungen machen. Übernehme jetzt mal selber Verantwortung für Dich. Dein Mann kann das nicht ewig für dich übernehmen. Probiere es aus und Du wirst sehen wie es Dir geht.

Am besten wäre es Du gehst da morgen hin und verschaffst Dir einen ersten Eindruck. Medikamente wirst Du höchstwahrscheinlich nicht bekommen ohne Aufnahme. Weil Du ohne Aufnahme nicht in Behandlung bist. Hast Du keinen Psychiater?

#8


Miro
Zitat von Safira:

und das ist genau das richtige für Dich. Probiere es einfach aus. Bewertungen sind rein subjektiv geschrieben. Du kannst ganz andere Erfahrungen machen. Übernehme jetzt mal selber Verantwortung für Dich. Dein Mann kann das nicht ewig für dich übernehmen. Probiere es aus und Du wirst sehen wie es Dir geht.

Am besten wäre es Du gehst da morgen hin und verschaffst Dir einen ersten Eindruck. Medikamente wirst Du höchstwahrscheinlich nicht bekommen ohne Aufnahme. Weil Du ohne Aufnahme nicht in Behandlung bist. Hast Du keinen Psychiater?


Habe leider keinen Psychiater, habe das letzte Mal vor 5-6 Jahren Medis gebraucht und bin danach umgezogen.
Es ist erst seit 1-2 Wochen so akut, hatte im letzten Jahr eine Fehlgeburt und danach haben sich nach und nach Angstsymptome eingeschlichen und ich hab mit Vermeidung angefangen. Hatte im Dezember noch mit einer Verhaltenstherapie angefangen, da war es auch noch nicht so akut wie diese Woche. Ich bin aber definitiv jemand der Verantwortung für sich übernimmt, hatte das nur mit meinem Mann geschrieben, weil ja oft geraten wird stationär, wenn die Verhältnisse zu Hause schwierig sind.

#9


Safira
Zitat von Miro:
weil ja oft geraten wird stationär, wenn die Verhältnisse zu Hause schwierig sind.


nicht nur dann. Es ist auch ein geschützter Rahmen wo Du 24h/tag professionelle Betreuung und Unterstützung hast. Da ist immer jemand den man ansprechen kann. Mal weg vom Alltag und nur um Dich kümmern.

Mit der Verantwortung habe ich nur geschrieben weil sich das leider oft so einschleicht. Später hast Du Dein Vermeidungsverhalten eingeräumt was dieses noch bestätigt. Es war nicht böse gemeint. Aber es kann sehr gut sein das Dein Mann automatisch Aufgaben übernimmt um Dich zu entlasten.

x 1 #10


Safira
Miro... 4 Themen am selben Tag? Freunde

geh morgen in die Klinik und stimme der Aufnahme zu. Frage Dich was Dir im schlimmsten Fall dort passieren kann. Und welche Alternativen Du in den nächsten Tagen hast.

x 2 #11


Miro
Zitat von Safira:
Miro... 4 Themen am selben Tag? Freunde

geh morgen in die Klinik und stimme der Aufnahme zu. Frage Dich was Dir im schlimmsten Fall dort passieren kann. Und welche Alternativen Du in den nächsten Tagen hast.


Ich hatte viele Fragen, Gedanken waren gestern stark am kreisen, innere Anspannung kaum aushaltbar und nur am weinen. Der Austausch hatte mir etwas geholfen oder ich wollte nur versuchen die Kontrolle zu bekommen über die Ängste ich sag ja, es ist leider gerade akut. Zum Glück geht es mir heute nach Tagen wieder besser sonst wäre ich sogar auf diese Akutstation gegangen.

#12


kalina
Zitat von la2la2:
Versuche in der Psychosomatik (NICHT Psychiartrie!) ein Bett oder Platz in der Tagesklinik zu bekommen.
Entscheidender Unterschied: In der Psychiartrie wird meist hauptsächlich versucht mit Medikamenten die Symptome zu unterdrücken und "Therapie" nur nebenbei. In der Psychosomatik hingegen wird meist versucht durch Therapie (viel intensiver) das Problem anzugehen und Medikamente nur, wenn es unbedingt notwendig ist......


Das würde ich auch so machen. Wenn möglich nur Psychosomatik. Manchmal hilft ja schon, dort anzurufen und Dich auf die Warteliste schreiben zu lassen und dabei betonen, dass es sehr dringlich ist. Manchmal geht dann die Aufnahme schneller als gedacht, wenn kurzfristig jemand anderes absagt.

x 2 #13


Safira
Zitat von Miro:
Ich hatte viele Fragen, Gedanken waren gestern stark am kreisen, innere Anspannung kaum aushaltbar und nur am weinen. Der Austausch hatte mir etwas geholfen oder ich wollte nur versuchen die Kontrolle zu bekommen über die Ängste ich sag ja, es ist leider gerade akut. Zum Glück geht es mir heute nach Tagen wieder besser sonst wäre ich sogar auf diese Akutstation gegangen.

Welche Entspannungsverfahren kennst Du? Hilft Dir auch Bewegung? Stresskiller Nr.1. Hier schreiben ist auch gut. Gehe aber morgen in die Klinik und spreche mit dem Arzt. Lass Dir helfen

x 1 #14


Miro
Zitat von Safira:
Welche Entspannungsverfahren kennst Du? Hilft Dir auch Bewegung? Stresskiller Nr.1. Hier schreiben ist auch gut. Gehe aber morgen in die Klinik und spreche mit dem Arzt. Lass Dir helfen


Die Therapeutin hatte mir die 5-4-3-2-1 Übung gezeigt und ich kenne noch Atemübungen wo ich beim ein und ausatmen zähle oder ein Wort wie Ent und Spannung sage. Daran war in den letzten Tagen nicht zu denken, nach 2 min war die Unruhe so krass, dass ich aufspringen musste.
Spazieren gehen habe ich gemacht, jeden Tag und mind 1x. Heute sogar im schlimmsten Regen ever und super nass geworden. Gestern Abend habe ich gepuzzlet, das hatte geholfen. Aber ich denke der Punkt ist da wo ich es einfach nur mit Verhaltenstherapie nicht hinbekomme. Wenn ich dann endlich irgendwann erschöpft einschlafe, wache ich nach 3/4 Stunden mit starker Unruhe auf, das ist echt der Horror. Und den ganzen Tag Anspannung aushalten, nichts mehr essen, ständig Erbrechen, ich denke ich benötige gerade eine intensivere Therapie als 1-2x pro Woche. Ich schaue morgen mal ob stationär oder Tagesklinik, eins von beidem wird es werden.

#15


Safira
wenn Du aufspringen musst, scheint Bewegung gut zu helfen. Wie ist es Dir denn nach dem Spaziergang gegangen?

x 1 #16


Miro
Zitat von Safira:
wenn Du aufspringen musst, scheint Bewegung gut zu helfen. Wie ist es Dir denn nach dem Spaziergang gegangen?



Gestern war es irgendwie danach schlimmer, hab aber auch während des Spaziergangs echt schlimm geweint und war am Ende, im Kopf hatte ich schon gegrübelt, ob ich mich einweisen lasse auf dieser Akutstation.
Heute wieder mit Panik um 4 aufgewacht, hab dann alles mögliche versucht zum Ablenken. Gegen 10 Uhr hab ich dann in der Klinik angerufen und geschildert was los ist und gefragt was ich jetzt machen kann. Da hieß es Akutstation oder bis morgen aushalten und dann zum Aufnahmebüro und gucken wann ich auf diese andere Station könnte. Für Medikamente müsse ich mich an die 116 117 wenden.
Danach musste ich erst mal wieder weinen und hab viel darüber mit meinem Mann gesprochen. Mir ging es dann das erste Mal seit Tagen wieder was besser und die Anspannung ist von einer 10 auf eine 4 runter. Und da pendelt die Anspannung den ganzen Tag schon hin und her, auch nach dem Spaziergang.

#17

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Safira
Wie es scheint hast du einen akuten dauerhaften Angstzustand. Das kenne ich auch und ich weiß wie schei. das ist. Diese Pendelei. Hoch runter hoch runter.

Das beim Telefonat dir morgen ein Bett in Aussicht gestellt wird, so wie ich das verstanden habe, nicht auf der Akkustation, ist doch wirklich sehr gut. Auf der akuten würdest du dich wahrscheinlich gar nicht Wohlfühlen. Kannst auch nicht einfach so zur Tür raus. Auch nicht wenn du freiwillig da bist.
Bis morgen ist ja auch nicht mehr lange und den tagesplatz hast du erst im Februar.
Wenn du morgen aufgenommen wirst dann wirst du erstmal stabilisiert.

x 1 #18


Miro
Zitat von Safira:
Wie es scheint hast du einen akuten dauerhaften Angstzustand. Das kenne ich auch und ich weiß wie schei. das ist. Diese Pendelei. Hoch runter hoch runter.

Das beim Telefonat dir morgen ein Bett in Aussicht gestellt wird, so wie ich das verstanden habe, nicht auf der Akkustation, ist doch wirklich sehr gut. Auf der akuten würdest du dich wahrscheinlich gar nicht Wohlfühlen. Kannst auch nicht einfach so zur Tür raus. Auch nicht wenn du freiwillig da bist.
Bis morgen ist ja auch nicht mehr lange und den tagesplatz hast du erst im Februar.
Wenn du morgen aufgenommen wirst dann wirst du erstmal stabilisiert.


Die sagten ich würde dann morgen erfahren wann man mich aufnehmen könnte, das kann morgen direkt sein, das kann aber auch erst im Laufe der Woche sein.
Bis eben ging es mir auch super, jetzt wo es zur Nacht zugeht kommt die Anspannung wieder. So ne sch... Ich hoffe echt ich bin da gut aufgehoben. Ich müsste ja eigentlich zum Zahnarzt, wahrscheinlich eine Wurzelbehandlung, Backe ist schon dick. Aber ich schaffe es nicht, letzte Woche eine super schlimme Panikattacke da gehabt und grad wird das wieder was dicker und macht mir natürlich Angst, dass ich es nicht mehr rauszögern kann. Und zack ist meine Entspannung vom Tag wie weggeflogen. Hab auch einfach Angst vor morgen.

#19


Safira
Ja na dann ist ja klar. So ein entzündeter Zahn kann den Super-GAU Stress auslösen.

Du gehst morgen zu diesem Gespräch. Wenn die dich aufnehmen morgen dann erzählst du den von deinem Zahn und dann kümmern die sich darum. Wenn du zum Zahnarzt musst wirst du von einem Pfleger begleitet.

Alles wird gut

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Prof. Dr. med. Thomas Hillemacher
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