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Tami95
Hallo ihr Lieben,

Ich leide nun seit mehr als 2 Jahren an einer Agoraphobie mit Panikattacken. Seit etwa einem Jahr geht es mir schon viel besser, ich kann wieder ohne schreckliche Angst aus dem Haus gehen, doch das leider nur mit Begleitung.
Alleine geht nichts, was weiter als 100 Meter von zuhause entfernt ist.
Ich bin zwar seit Anfang an in einer Psychotherapie, aber irgendwie bessert sich seit einem Jahr gar nichts mehr und ich weiß nicht, wie ich es hinbekommen soll endlich mal alleine vor die Tür zu gehen.
Jetzt habe ich mir überlegt, vielleicht mal für ein paar Wochen in eine Klinik zu gehen, um dort ein paar Fortschritte zu machen.
Und nun zu meiner Frage: Gibt es hier jemanden, der auch an einer Agoraphobie leidet oder gelitten hat und stationär in einer Klinik behandelt wurde? Wenn ja, wie lief das dort ab, konntet ihr dort Fortschritte machen und könnt ihr mir eine Klinik empfehlen?

ich freue mich sehr über eure Antworten.

Liebe Grüße
Tamara

15.08.2016 23:14 • 16.08.2016 #1


2 Antworten ↓


Perle
Hallo Tami,

ich war vor zwei Jahren für 6 Wochen in einer Klinik und zwar auf der psychosomatischen Akutstation. Ich kann das jedem, der aufgrund einer Agoraphobie (+ Panikattacken) seine Wohnung nicht mehr verlassen kann, nur empfehlen.

Du hast dort einen Bezugstherapeuten für die Einzeltherapien, dann auch Gruppentherapie, Ergotherapie wie z.B. Malen oder Tanz, Physiotherapie um nur Einiges zu erwähnen. Die meisten Patienten waren in 2-Bett-Zimmern untergebracht, haben zusammen die Mahlzeiten eingenommen, abends sind wir auch mal essen gegangen oder haben gemütlich draußen beisammen gesessen. Es haben sich tolle und hilfreiche Verbindungen gefunden. Dann hatte ich auch mehrere Belastungswochenenden um mich "auszuprobieren".

Also, das Ganze ist kein Zuckerschlecken aber durchaus effektiv, wenn man mit arbeitet. Im Anschluss war ich noch 6 Wochen in der Tagesklinik und dann auch nochmal 5 Wochen in einer psychosomatischen Rehaklinik weit weg von meinem zuhause Hamburg.

Ich habe große Fortschritte gemacht, allerdings war ich auch ein Jahr krank geschrieben und hatte somit nicht noch zusätzlich eine berufliche Belastung. Und ich nahm parallel ein Antidepressivum, was ich persönlich als hilfreich empfand. Aber das muss jeder für sich selbst entscheiden.

Leider kann ich Dir für Wiesbaden keine Klinik empfehlen, da ich keine kenne. Aber ein guter Hausarzt wird Dir sicher einen Tipp geben können. Außerdem erfolgt im Normalfall erst einmal ein Vorgespräch mit einem der dortigen Therapeuten um heraus zu finden, ob die Klinik und das Therapiekonzept passend für Dich ist.

Ich hoffe, ich konnte Dir ein wenig weiter helfen.

LG, Martina

16.08.2016 19:06 • x 1 #2


Hallo Tami95

Soweit ich weiß gibt es dort die Dr. Horst Schmidt Kliniken.
Erkundige dich doch mal,obs da noch die Psychiatrie gibt und Alles Gute!

16.08.2016 19:18 • #3




Univ.-Prof. Dr. Jürgen Margraf